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Wie viele Sender passen in den DAB-VHF-Bereich (OHNE L-Band!!!)

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von Gummibaer, 25. März 2003.

  1. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
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    Denn das wäre gleichzeitig die maximale Anzahl, die es in Kabelnetzen geben kann und auch bei einen Sat-Verteilanlagen (das L-Band müßte man dann natürlich nach VHF umsetzten, wird's dann in 5-10 Jahren wahrscheinlich auch mal halbwegs bezahlbare Geräte für geben, vielleicht könnte man ja sogar einen alten LNB selbst umbauen, wenn man es irgendwie schafft die LOF anzupassen. breites_


    Und wie sieht's mit Überreichweiten aus? Sollen die wirklich rigoros abgeschafft werden? Wenn man so liest, sind die Reichweiten wohl derzeit (duch die viel zu geringe Sendeleistung) noch derart beschränkt, dass man selbst bei stionärem Empfang ohne Yagi-Antenne teilweise "blubbern" im Ton hat.
     
  2. W. Neuert

    W. Neuert Senior Member

    Registriert seit:
    14. November 2002
    Beiträge:
    243
    Ort:
    Berlin
     
  3. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Du bist doch hier der DAB-Experte...

    Also, nach meinen Ermittlungen: 4-6 Programme pro Frequenz, wenn man's mit der Kompression übertreibt auch noch 8, wobei ich die zugehörigen Bitraten gerade nicht weiß.

    Es gibt 9 Kanalblöcke (8 mit je 4 und einen mit 6 Frequenzen, macht insgesamt 38 Frequenzen) siehe:
    http://www.sender-tabelle.de/DAB/Kanaele.htm

    Potentiell könnte man also 38*4=152 bis 38*6=228 Sender unterbringen.

    AAAAAAABER:

    Das VHF-Band III wird derzeit von analog-terrestischem TV und in Zukunft von DVB-T benutzt. (Und nun wissen wir auch, warum W.Neuert DVB-T so haßt: es nimmt seinem geliebten DAB Frequenzen weg!)

    AFAIR sind gerademal 2 Kanäle im VHF-Band für die terrestrische DAB-Nutzung vorgesehen, also 8*4=32 bis 8*6=48 Programme. Naja, müßte reichen man will ja schließlich ausser bei DLF und DLR gar nicht Deutschlandweit senden und kann dann für die lokalen das L-Band nehmen - da läßt sich die Reichweite sogar noch besser eingrenzen.

    Habe ich das soweit korrekt recherchiert?

    [Edit]
    Scheinbar war ich zu optimistisch...
    Hier:
    http://home.t-online.de/home/Lauke/Klimek.pdf
    Wird von 3 Bedeckungen (also einem dreiviertel VHF-Kanal) ausgegangen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass mit 96 kbps 7 Programme pro Frequenz gesendet werden!
    Mancht man so einen Bullshit tatsächlich? Es wird doch in MPEG1-Layer2 komprimiert, das braucht man mindestens 192 kbps!!! Ich komme also auf maximal 4 Programme pro Frequenz in mittlerer Qualität.

    Auf einen VHF-Kanal, der in je 4 Frequenzen unterteilt ist, passen also max. 16 Programme, je 4 pro Frequenz. Der neu "erfundene" K13 faßt 50% mehr.
    Man bekommt natürlich auch doppelt so viele Programme unter, aber dann wäre das zumindest gegenüber stationärem UKW-Empfang bereits ein gewaltiger RÜCKSCHRITT hinsichtlich der Tonqualität und das wollen wir ja nicht!

    IMHO wäre es das beste, wenn man DAB auf OGG-Vorbis-Kompression updatet, dann wären 96 kbps wirklich genug. Die verlkauften Geräte mßten natürlich kostenlos getauscht oder upgedatet werden, ggf. von der GEZ finanziert: die sparen schließlich am mesiten, wenn sie nicht nur UKW irgendwann abschalten können, sondern bei DAB mit halb so vielen Sendern auskommen.

    Aber man weiß ja wie das normalerweise endet: die Bitrate wird bis ans gerade noch erträgliche runtergeschraubt und das Kunsumvieh muß kaufen, was es vorgesetzt bekommt. Und wenn das DAB mit 96 kbps MPEG1-Layer-2-Audio sein sollte, dann OHNE MICH!

    Was wird tatsächlich genutzt? Ich habe leider nicht finden können, was vermutlich nichts Gutes heißt...

    Aber das mit dem Update auf Ogg-Vorbis ist ja Deiner Darstellung nach gar kein Thema, da man ja sogar MPEG4 mal eben in die DAB-Spezifikationen mit aufnehmen könnte, sollte ein neuer Audio-Codec ja ein Kinderspiel sein. Wahrscheinlich kann man per DAB-Datendienst sogar automatisch sämtliche DAB-Autoradios auf Ogg-Vorbis updaten, selbst solche die gar keinen Flash-Speicher haben...[/Edit]

    http://www.digitalradio-nord.de

    <small>[ 26. M&auml;rz 2003, 01:41: Beitrag editiert von: Gummibaer ]</small>
     
  4. Michael Rost

    Michael Rost Senior Member

    Registriert seit:
    21. Dezember 2002
    Beiträge:
    163
    Ort:
    Linkenheim-Hochstetten
    @Gummibaer

    geh mal auf web page da findest du die Übertragunsraten, mit Überreichweiten meinst du wahrscheinlich den grenzüberschreitenden Empfang, zu Neu-Deutsch overspill, Überreichweiten reichen laut einem Forumsbeitrag bei digitalradio.de im L-Band sogar bis zu 800 km, aber halt nur bei günstiger Wetterlage (Inversionschichten, "nach unten abgeschnittene (Quell-)Wolken"). Empfangsstandort war die Wasserkuppe/Rhön mit L-Band Augsburg (hier war wahrscheinlich eine Schlauchübertragung die Erklärung).
     
  5. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
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    Fränkische Schweiz / München
    @Gummibär: genau das ist der Punkt. DAB und DVB-T würden sich ja nix tun, das eine fürs Fernsehen das andere fürs Radio. Das Problem: das Band III.
    Band III eignet sich sowohl für DVB-T und DAB hervorragend und ist daher umkämpft. Die DAB Vertreter fürchten nun, dass DVB-T zuviele Frequenzen beanspruchen könnte. Das L-Band ist nur für lokal Rundfunk nutzbar, und sein Betrieb deutlich teurer als der im Band III.
    Zu der Programmanzahl: durch die Ensemblestruktur von DAB wird es noch ein Koordinationsproblem geben: denn wie will man die sämtlichen Lokalausstiege der Programme umsetzen etc. Das ist ja im Gleichwellennetz nicht machbar. Derzeit umgehen das die Sender, es gibt eben keine Programme mit Lokalausstiege auf DAB (Bayern 1 SWF4,NDR1 etc)
    Mit anderen Worten: man kann nicht nur bundeslandweite Gleichwellen aufbauen wie jetzt. Es werden also mehr Frequenzen gebraucht.
    MfG
    Terranus
     
  6. Reinhold Heeg

    Reinhold Heeg Talk-König

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    Bestes Beispiel, daß das Auseinanderschalten nicht funzt, ist der FFH, da wird landesweit das nordhessische Fenster aus dem Studio Kassel landesweit auf DAB ausgestrahlt. Theoreterisch müßte jedes Programm seine Fenster auf den lokalen L-Band-Ensembles ausstrahlen, doch davor hat der GROSSE Funkgott erstmal die Gebühren, die für die Verbreitung fällig sind, gesetzt.
    Gruß, Reinhold
     
  7. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

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    10. März 2003
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    2.375
    Eben: Lokalteil auf's L-Band. Evtl. dann auch nur den Sender bei Bedarf einschalten (der DAB-Receiver müßte dann automatisch die Frequenz wechseln, ähnlich wie bei den NDR-/MDR-Regionalprogrammen per DVB-S)
     
  8. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
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    Fränkische Schweiz / München
    Dann müsstest du flächendeckend mit L-Band versorgen. Das ist ziemlich aufwändig, es wären neue Senderstandorte nötig.
     
  9. Reinhold Heeg

    Reinhold Heeg Talk-König

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    21. Dezember 2002
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    Meerholz
    Stimmt, Terranus, laut Spezifikation müßte man um eine flächendeckende Versorgung im L-Band zu erreichen, alle 15 km(wenn nicht sogar noch dichter) ein neuer Sender installiert werden. Repeater bringen´s auch nicht, weil ja jede Region einen anderen Kanal zugewiesen bekommen hat. Wenn man sich die Karte mit den jeweiligen Frequenzen ansieht, denkt man, man wäre wieder im 18./19. Jahrhundert mit seinen vielen Kleinstaaten.
    Wir wissen ja Alle, wie allergisch manche Zeitgenossen auf Masten mit Antennen dran reagieren. Wäre also nicht durchzusetzen. Die Netzbetreiber würden über Jahre hinweg mit Prozessen überzogen und gingen eventuell finanziell vor die Hunde.
    Gruß, Reinhold
     
  10. Michael Rost

    Michael Rost Senior Member

    Registriert seit:
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    Linkenheim-Hochstetten
    tja das ist leider ein Nachteil von DAB, die starren Sendegebiete. Nicht jede Station möchte z.B. landesweit senden, sondern nur in einem Landesteil (besonders in fusionierten Ländern, wie BaWü, Rh-Pf, S-H, NRW, Sa-Anh etc.), dort könnte ich mir z.B. vorstellen, dass eine DAB Ausstrahlung via UKW erfolgen könnten, mit SCPC ("ein Kanal auf einem Träger"). Aber dazu müssten die DAB-Standards aufgeweicht werden und dazu wird es wohl nicht kommen, zumindest mit den heutigen Prognosen, wo es die Betreiber (auch regTP) oder wer auch immer nichtmal auf die Reihe kriegen, den Standard in Deutschland ordentlich umzusetzen. Ob die sich darüber jemals den Kopf zerbrochen haben...
     

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