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Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von mrgg1977, 10. Januar 2007.

  1. mrgg1977

    mrgg1977 Silber Member

    Registriert seit:
    2. Oktober 2005
    Beiträge:
    545
    Ort:
    Duisburg
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    Holla zusammen,

    bei uns stehen energieeinsparende Baumaßnahmen am Haus an, die uns durch eine Vor-Ort Beratung empfohlen worden sind. Dazu zählt beispielsweise die Dämmung der Hausfassade. Darüberhinaus wird noch ein durch den Bergbau beschädigter Kellerabgang saniert und im Keller wärmeisolierende Fenster eingebaut.
    Ich versuche dies soweit es mir möglich ist, im Moment zu managen und meiner Mutter die Arbeit abzunehmen, weil sie davon keine Ahnung hat und prinzipiell "nur" der Geldgeber ist.

    Damit das eingesetzte Kapital so sinnvoll wie möglich genutzt wird, hole ich natürlich zur Zeit divesrse Angebote verschiedener Firmen an. Und hierzu habe ich eine grundlegende Frage, abgesehen von so Fragen wie "Worauf sollte man bei den Sanierungsvorhaben achten" etc.

    Da beispielsweise die Dämmung der Fassade nicht gerade mit 500 Euro zu Buche schlagen wird, möchten wir natürlich für das investierte Kapital auch entsprechend gute Arbeit geleistet bekommen. Wie sollte hierbei die Bezahlung dann stattfinden? Ich meine, wie sichere ich mich im Prinzip gegen Pfusch etc ab? Ist es noch üblich, nur eine Anzahlung zu tätigen und erst nach Abschluss der Arbeiten den Rest zu bezahlen?
    Damit ich nicht falsch verstanden werde, es geht nicht darum, künstlich Fehler der Handwerker zu suchen (gute Arbeit wird auch gut bezahlt), sondern einfach nur eventuellem Ärger bei falsch ausgeführter Leistung etc zu vermeiden. Da dies bekanntlich am Besten finanziell zu regeln ist, stellt sich mir halt diese Frage.
    Wenn also beispielsweise die Dämmung 15.000 Euro kosten würde, wie sollte man hierbei vorgehen? Ich möchte schließlich nur vermeiden, dass im Vorfeld der gesamte Betrag gezahlt wird, am Ende fehlerhafte Arbeiten entdeckt werden und sich der Handwerker schön Zeit lassen kann, um diese Fehler zu beseitigen, da er das Geld ja bereits hat.

    Ich danke Euch für die Meinung!

    Greetz
     
  2. FBonNET

    FBonNET Gold Member

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    2. September 2004
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    Ort:
    Lkr. Regensburg
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Servus,

    normalerweise wird gezahlt wenn die Arbeit vollständig erledigt ist. Ansonsten könnte man eine Teilzahlung vereinbaren, welche nach einem festgelegten Baufortschritt erfolgt. Muss man halt vorher vertraglich festhalten.
     
  3. uli12us

    uli12us Platin Member

    Registriert seit:
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    2.741
    Ort:
    München
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Bei solchen kleinen projekten kenn ichs auch nur so dass nach Abnahme der Arbeit bezahlt wird. Kleine Projekte bezieht sich natürlich darauf, dass es beim Bau meist um wesentlich grössere Beträge geht. Eventuell, je nachdem was da der Materialanteil ausmacht kann eine Teilzahlung dafür verlangt werden.
     
  4. mrgg1977

    mrgg1977 Silber Member

    Registriert seit:
    2. Oktober 2005
    Beiträge:
    545
    Ort:
    Duisburg
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Ahja, schon mal danke für die Antworten.
    Die potentiellen Beträge sehe ich zwar nicht so wirklich als "klein" an, aber im Verhältnis zu einem kompletten Neubau kann ich es wiederum nachvollziehen :)

    Wir werden dann wohl die Einzelheiten der Bezahlung mit dem jeweiligen Betrieb klären, zumindest weiß ich jetzt schon einmal bescheid, wie es generell ablaufen sollte.

    An der Stelle möchte ich noch aus gegebenem Anlass loswerden, dass ich erschrocken bin, was das Auftreten der einzelnen Klein- bzw mittelständischen Betrieben bin.

    Gestern war der INhaber einer Malerfirma wegen der Dämmung vor Ort und hat so richtig halbherzig und ohne große Lust die Maße des Hauses per Zollstock aufgenommen. Er wollte mich sogar gar nicht weiter dabei haben, weil er die Maße ja auch ohne mich aufnehmen könne.......
    Das Angebot kommt irgendwann nächste Woche vielleicht
    Mein erstes Fazit dazu: Der hatte überhaupt kein Interesse an einem Auftrag

    Soeben war eine weitere Firma vor Ort und der erste Eindruck ist absolut positiv. Mittels Lasergerät wurden die Maße ermittelt, alle Fragen wurden freundlich geklärt und man hat angesehen, dass man gewillt war, den Auftrag zu bekommen. Das Angebot bekomme ich diese Woche per E-Mail.
    Mein erstes Fazit: TOP!

    Ist also schon erstaunlich, wie sehr sich Firmen heutzutage alleine hinsichtlich der Angebotserstellung unterscheiden.
    Inwieweit sich dies auch auf die gesamten Kosten auswirkt, wird sich dann in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten zeigen ;-)
     
  5. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    Genthin
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    125 cm Gilbertini Stab HH120
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Auf keinen Fall vor der Fertigstellung zahlen.
    Mein schlauer Nachbar hatte eine Dachdeckerfirma zum Neueindecken seines Daches bestellt diese hatte Dachlatten geliefert und er hat die Materialkosten sofort bezahlt.
    Danach hat er die Firma nicht mehr gesehen.
    Beim auspacken der Dachlatten haben wir festgestellt das die Dachlatten nicht ausreichend sind und bereits teilweise Verfault waren.
    Teure Dachlatten Geld weg und kein neues Dach.
     
  6. S-Oliver-HU

    S-Oliver-HU Neuling

    Registriert seit:
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    18
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    63456 Hanau
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    Noch eine DBoxII
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Hallo zusammen,
    hierzu möchte ich auch gerne mal meinen Senf dazugeben.

    Also wenn es generell um größere Renovierungs und Sanierungsmaßnahmen geht bin Ich der Auffassung das Jemand neutrales (mit Fachwissen, sozusagen einen Sachverständigen und/oder Gutachter) die verschiedenen Maßnahmen abnimmt.
    Man muß sich einmal vorstellen. Man soll als Laie eine Arbeit von einem Fachmann "abnehmen" und beurteilen können ob das nun jetzt Fachgerecht oder nicht Fachgerecht durchgeführt wurde.

    In meinem Fall hatte die Sachverständige 75 EUR die Stunde gemommen. Insgesamt waren es zum Schluss ca. 150 EUR bei einem Auftragswert von runden 40.000 EUR. Ich denke das kann man verschmerzen und man spart sich einen Mänge Ärger.

    Man kann sich zwar selbst einiges an Fachwissen anlesen, aber man kann ja nicht alles wissen.

    Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.

    Grüße Oliver S.
     
  7. Fino

    Fino Junior Member

    Registriert seit:
    21. November 2005
    Beiträge:
    137
    Ort:
    Kreis Coesfeld
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Wenn Abschlagszahlungen verhandelt sind nicht mehr als 1/3 der gesamten Summe bezahlen !!!
    Und der rest nach Fertigstellung.
    Würde auch mit der Digi Cam Fotos machen für später mal!!!!
     
  8. LuckySpike

    LuckySpike Talk-König

    Registriert seit:
    7. September 2005
    Beiträge:
    5.194
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Für einen Vollwärmeschutz muß ein Unternehmer erstmal tief in die eigene Tasche greifen.Ca. 40-60% sind Materialkosten. Dankbar ist man als Unternehmer erst, trotz Abschlagszahlung, nach Begleichung der Endrechnung, denn erst da erhält man seinen Gewinn.

    Ich würde dir vorschlagen Abschlagszahlungen zu vereinbaren. Ferner kann sogar vereinbart werden 5% der Gesamtsumme am Schluß als Sicherheitseinbehalt zurückzuhalten, die nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fällig sind oder eine Bankbürgschaft über die 5%.
    Bei 15.000,-€ ist das zwar nicht üblich, aber trotzdem machbar.

    Viel wichtiger sind aber Referenzarbeiten. Lass dir einige Objekte vom Firmeninhaber nennen und spreche mit den Ex-Auftraggeber über die Firma.
    Mit dem mürrischen Mann würde ich nicht so hart ins Gericht gehen. Jeder Kostenvoranschlag hat ein Bearbeitungsaufwand von 3-6 Stunden und sehr oft bekommt man den Zuschlag nicht. Kann also sein, dass er dir nur ca.-Maße nennt und das eigentliche Aufmaß erst korrekt in der Endrechnung erscheint.

    Trotzdem würde ich mindestens 5 Angebote einholen und einen Preis-Leistungsvergleich analysieren. Achte besonders auf Dämmplattenstärke und dass die Fensterleibungen mitgedämmt werden(wenn möglich).
    Mir sagte ein Bekannter, er hätte sich 10 Angebote für das Neudecken seines Daches eingeholt und verglichen. Betreffend der Gesamtsumme hatte er sich für das zweitteuerste Angebot entschieden, da die günstigeren viel weniger Leistung angeboten hatten(Gerüst nur teilweise- oder garnicht kalkuliert, etc.)

    Zum Vollwärmeschutz selbst, lasse dich gut beraten über die einzelne Schritte und fordere Prospekte an. Wichtigste Punkte sind, Fassade muß vor dem Kleben der Dämmplatten gereinigt sein. Die Dämmplatten müssen im Versatz angebracht sein und kein Kleber soll vom Untergrund bis auf die Oberfläche der Dämmplatten vorhanden sein, sprich Lücken zwischen den Dämmplatten nicht mit Kleber schließen(Gefahr von Wärmebrücken).
     
  9. dehlya

    dehlya Silber Member

    Registriert seit:
    25. Juni 2004
    Beiträge:
    609
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Sehr fundierter Beitrag, bis auf den Sicherheitseinbehalt, der sich bei guten (weil preigünstig sauber und gefragten ) Unternehmen imo nicht durchsetzen lässt.

    Und in der Tat ist gerade im Fassadenbereich, die Sorgfalt der Datenaufnahme für den KVA nicht wirklich ein Indikator für die Qualität der späteren Ausführung- da habe ich sehr widersprüchliche Erfahrungen gemacht- es ist ein "in etwa" Handwerk- zum Schluss passt es immer und vorher wird verschnitten :)

    cu,dehlya
     
  10. z/OS

    z/OS Platin Member

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    Rheinbach
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    Technisat HD S2
    AW: Wie sollte man Handwerkerrechnungen bezahlen

    Hi,
    ich habe den Spass gerade hinter mit.
    Die Verträge laufen i.A. nach VOB. Diese sieht Bezahlung nach Bauvorschritt vor. Ist auch OK, Ihr solltet die Zeitpunkte und Beträge im Vertrag festhalten.

    Wichtig ist die Schlussrechnung. Das Bezahlen der Rechnung gilt als Abnahme, dh. Du erklärst damit, daß die Arbeiten abgeschlossen sind und das alles in Ordnung ist. Also die Schlussrechnung NICHT ZAHLEN wenn noch Probleme offen sind.

    Besorge Dir für grössere Gewerke einen Gutachter für eine formale Abnahme. Tu es. Auf jeden Fall. Du kannst als Laie nicht berurteilen, was die Handwerker veranstalten.
    Wir hatten bei drei beauftragten Gewerken drei mal Mängel bei bei der Abnahme, die teilweise erheblich waren.
    Die Gutachterkosten solltes Du einkalkulieren.
    Ach ja, Du brauchst vom Handwerker eine Beschneinigung, daß er die MwSt sauber abfühert. Ohne diese Bescheinigiung kann das Finanzamt die MwSt. säter direkt von Dir verlangen.
    Viel Glück,
    Thomas
     

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