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Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von dieweltist, 11. August 2007.

  1. dieweltist

    dieweltist Senior Member

    Registriert seit:
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    Für mich ist ein gutes Fahrrad eines, mit dem ich aus Fitness-Gründen auch gut mal größere Strecken zum nächsten Dorf oder zur nächsten Stadt fahren kann; und mit dem ich auch etwas größere Steigungen gut bewältigen kann. Für mich ist das grundsätzlich ein (28er) Trekking-Rad mit Kettenschaltung und mit mindestens 21 Gängen (bzw. 21 möglichen Gangkombinationen).

    Für gute Steigungsfähigkeit sollte der vordere Zahnkranz aus mindestens drei Kettenrädern bestehen und hinten das größte Kettenrad vom Zahnkranz (mindestens) 34 Zähne haben. Manches Trekkingrad hat schon werksmäßig so eins. Man kann dieses Teil aber ggf. nachträglich in einem Fachgeschäft erwerben und einbauen. I.d.R. wird es meiner Erfahrung nach zum Schrauben sein.

    Weil die Steigungsfähigkeit dann aber leider immer noch nicht so gut ist, käme ggf. auch ein (26er) Mountainbike (mit Kettenschaltung) in Frage, weil dessen Hinterrad einen kleineren Durchmesser hat. Dadurch wirkt aber auch die Last für die Reifen stärker, sodass diese bei gleichem Luftdruck stärker platt gedrückt werden.

    Dadurch vergrößert sich die Walkarbeit und der Rollwidertand ist größer. Auch bewirkt ein kleinerer Raddurchmesser, dass Schlaglöcher eine stärkere Wirkung haben. Siehe dazu auch meine nachfolgenden Bemerkungen zu Ballonreifen!, die diesen Effekt ggf. ausgleichen.

    Ballonreifen sind möglicherweise grundsätzlich empfehlenswert, weil sie unter anderem federnd wirken und einen geringeren Rollwiderstand haben. Ich habe diese aber bisher noch nicht getestet.

    Schlechte Erfahrungen machte ich mit einem Fahrrad, das eine 7-Gang-Nabenschaltung hatte. Die maximale Steigungsfähigkeit (Übersetzung beim 1. Gang) reichte nicht an die einer Kettenschaltung heran. Und als ich mal einen Fahrradanhänger angehängt hatte und einen steilen Berg mit aller Kraft hinauffuhr, lief von diesem Moment an der erste Gang ziemlich schwergängig.

    Auch ist es glaube ich nicht oder nur schwer möglich, das Ganggetriebe zu schmieren, weil es in der Nabe des Hinterrades verborgen ist. Bei Mopeds hingegen ist das kein Problem, weil das Getriebe dort im Ölbad läuft. Deswegen würde ich mir niemals wieder ein Fahrrad mit Nabenschaltung kaufen.

    Die Kette sollte man regelmäßig am besten mit normalem Wälzlagerfett schmieren, das an der Tankstelle preislich am günstigsten zu erwerben ist. Das verlängert nicht nur die Lebensdauer der Kette erheblich; auch verringert es die Reibung, wodurch es sich leichter fahren lässt.

    Ein großes Ärgernis sind auch Fahrradketten ohne Kettenschloss. Insbesondere das Entfernen einer solchen Kette ist sehr problematisch. Ich machte das dann so, dass ich mit dem Hammer und einer Kombizange als Unterlage einen Schraubenzieher zwischen die Verbindung zweier Glieder treibe, wodurch dann auf einer Seite der Verbindungssteg dann schließlich und endlich doch von dem Bolzen löst.

    Um das zu vermeiden, hatte ich kürzlich in einem Fahrrad-Fachgeschäft eine Kette für Treckingräder mit Kettenschloss gekauft. Das Kettenschloss besteht aus zwei Teilen, die sich durch die Kettenspannung gegenseitig festzurren, indem deren Seitenteile in die schmalen Rillen der beiden Bolzen auf beiden Seiten gedrückt werden.

    Zweckmäßiger Weise trägt man das Fett mit einem Pinsel auf. Wenn man es aber mit bspw. Motorenöl (mit einem Pinsel) vermischt, verkürzt sich die Zeit der Schmierwirkung. Es ist auch spezielles Kettenschmierfett in jeweils kleinen Mengen erhältlich; was aber leider erheblich teurer als normales Wälzlagerfett ist, und dessen Konsistenz auch etwas flüssiger ist.

    Wenn hinten das größte Kettenrad (Zahnrad) 34 Zähne hat, sollte die Kette am besten mehr als 57 Glieder haben. Andernfalls ist es wahrscheinlich nicht möglich, dass man sowohl vorn, als auch hinten, das größte Zahnrad wählt mit der Kettenschaltung. Das wäre aber auch nicht so schlimm, weil man auf diese Kombination gut verzichten kann.

    Beim Fahren sollte man es möglichst vermeiden, sowohl vorn, als auch hinten das kleinste Zahnrad zu wählen, weil dann die auf die Kette wirkende Kraft besonders hoch ist, was einen höheren Kettenverschleiß bewirken würde. Zwar läuft die Kette dann zwar langsamer, was verschleißmindernd wäre; aber die wirkende Kraft hat physikalisch einen größeren Einfluss auf die Kraft, weil sich bei Kraftverdopplung der Verschleiß vervierfacht.

    Durch Kettenverschleiß dehnt sich die Kette immer mehr aus. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo sie nicht mehr richtig auf die Kettenblätter des Zahnkranzes passt, wodurch während des Tretens ein mahlendes Geräusch entsteht, weil sich die Kette einschleift. Irgendwann springt dann die Kette öfters über.

    Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss die Kette meiner Erfahrung nach gegen eine neue (am besten mit Kettenschloss) ausgewechselt werden. Meine Befürchtung, dass die neue bei großer Belastung auch überspringen würde, bestätigte sich nicht.

    Das Trekkingrad sollte am besten vollständig gefedert sein. Wenigstens sollte es aber eine gefederte Sattelstütze haben und dann vielleicht auch noch eine gefederte Vordergabel. Bei eventuellen Schlaglöchern ist es aber im letzten Fall ungünstig, wenn man sein Gewicht auf die Pedale verlagert, um dieses auf Vorder- und Hinterrad zu verteilen, weil dann die eigene Masse nicht mehr abgefedert wird.

    Grundsätzlich schützt eine Federung auch das Fahrrad selbst vor durch Schlaglöcher hervorgerufene Erschütterungen, denn die so erzeugten Kräfte sind enorm. Eine Komplettabfederung des Rades ist deswegen grundsätzlich besser, als wenn nur jeweils der Sattel und die Vordergabel separat abgefedert ist.

    Heutzutage gibt es auch schon Fahrräder mit Aluminiumrahmen zu einem günstigen Preis. Die Preise sind sehr unterschiedlich, deswegen habe ich es bisher stets vorgezogen, es in einem Verbrauchermarkt oder Discounter zu erwerben. In Fachgeschäften sind Fahrräder leider erheblich teurer, i.d.R. das Mehrfache.

    Bei Penny hatte ich voriges Jahr ein Alu-Trekkingrad mit 24 Gängen und Nabendynamo für nur 179 € kaufen können. Auch hatte hinten das größte Kettenrad des Zahnkranzes 34 Zähne. Aber leider hatte es keine Komplettfederung, sondern nur separate Vordergabel- und gefederte Sattelstütze. Natürlich ist übrigens die Vordergabel auch bei einem komplett bzw. zentral gefederten Rad trotzdem separat gefedert.

    Die Stromversorgung sollte über eine in der Vorderradnabe eingebaute Lichtmaschine erfolgen (Nabendynamo), weil normale Reifen-Dynamos bekanntlich problematisch sind. Im Vergleich zu einem normalen (Reifen-) Dynamo ist dessen bremsende Wirkung so unmerklich gering, dass man bequem auch bei Tag mit Licht fahren kann, was die Sicherheit erhöht.

    Falls man doch ein normales (Reifen-) Dynamo benutzt, sollte es nur mit aufgesetzter Dynamokappe betrieben werden, damit das Dynamolaufrädchen vor Verschleiß geschützt wird; und damit die abgegebene elektrische Spannung vermindert wird. Auch sinkt dadurch der Kraftaufwand, wodurch die Neigung, dass das Rädchen bspw. bei Schnee, Eis oder Nässe rutscht, geringer ist.

    Besonders für Fahrten außerhalb der Stadt ist ein Rückspiegel sehr wichtig, damit man den nachfolgenden Verkehr beobachten kann. Insbesondere bei herannahenden LKWs weiche ich i.d.R. nach rechts aus, weil diese es meistens schwer haben, einen Radfahrer zu überholen. Ist auf der rechten Seite aber eine Leitplanke, hilft nur ganz rechts ranfahren und anhalten.

    Ich hatte mal einen Rückspiegel gekauft, der völlig unbrauchbar war, weil der Eisenstab einen zu geringen Durchmesser hatte. Dadurch vibrierte der Spiegel während der Fahrt so stark, dass sich laufend seine Einstellung von selbst veränderte.

    Als Satteltaschen für den hinteren Gepäckträger empfehle ich solche, die feste Seitenwände haben, weil die anderen unmöglich aussehen, wenn sie leer und zerknittert am Fahrrad herunterhängen. Auch warne ich vor Taschen, die oben Plasthaben zum Einhängen haben. Wenn nämlich diese Taschen voll sind mit bspw. schweren Nahrungsmittel-Konserven, ist die Last so hoch, dass die Haken schon bei geringen Erschütterungen einfach abbrechen.

    Um sich vor krebserregenden ultravioletten Strahlen der Sonne zu schützen, empfehle ich, sich im Baumarkt ca. ein Millimeter dicke Plast-Folie zu erwerben, die als Plast-Fensterglas gedacht ist. Es gibt dort ein Meter breite Rollen, wo der Preis je Quadratmeter angegeben ist. Vom Verkaufspersonal kann man sich was von dieser Rolle abschneiden lassen.

    Diese Folie kann man dann am zweckmäßigsten mit transparentem Paketklebeband an den Fahrradhelm als Visier ankleben. Dabei am besten auch schon beim Kauf die physikalische Neigung dieser Folie zum Wölben beachten, die es durch die Rolle erworben hat. Der von der Rolle abgeschnitten Streifen sollte deswegen also am zweckmäßigsten so breit sein, wie das Visier dann am Helm breit (links <—> rechts) sein soll.

    Bai Fahrrädern ohne Gangschaltung ist erfahrungsgemäß die Übersetzung zu hoch, wodurch es sich zu schwer treten lässt. Ein Austausch des hinteren Kettenblattes schafft Abhilfe. Zur DDR-Zeit hatte ich damals für das Hinterrad ein steckbares Zahnrad, Kettenrad bzw. Kettenblatt mit 22 Zähnen gekauft. Das war damals die größtmögliche erhältliche Sorte.

    Was die Dinger betrifft, wo die Pedalen angeschraubt sind, so ist so ein Schenkel einfach nur mit einer konischen Schraube festgeschraubt. Damit dieser Schenkel fest genug ist, muss diese Schraube fest genug angezogen sein. Am besten kontrolliert man das, ob die Schraube auf der linken Seite (wo keine Kette ist) fest genug angezogen ist.

    Allerdings habe ich die schlechte Erfahrung gemacht, dass man sich besser nicht auf die Pedale stellen sollte, bspw. beim Losfahren, weil diese Befestigungsart der großen Last ggf. nicht standhält. Das war früher anders, als noch ein Keil für die Befestigung sorgte, der mit einer Schraube hineingetrieben wurde.

    Fortsetzung siehe Beitrag #4!
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. August 2007
  2. Angel

    Angel Talk-König

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    5.207
    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    Was er uns damit sagen will? :eek:
     
  3. Cord Simpson

    Cord Simpson Senior Member

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    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    Das er nicht zu Ende denkt. Bis zur Mitte des Textes genau richtig und dann offenbart er uns den Unsinn, dass er Räder nicht im Fachhandel kauft. Da kann er sich jegliche Gedanken sparen. Gute Räder fangen erst ab 800 Euro an.
     
  4. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    Fortsetzung vom Basisbeitrag #1:

    Die Bowdenzüge sind i.d.R. ungeschmiert. Die leider große Mühe sollte man sich unbedingt machen diese alle auszubauen und das innenliegende Stahlseil zu fetten. Andernfalls ist der Verschleiß groß. Das bemerkt man bei der Gangschaltung daran, dass man laufend die Einstellung korrigieren muss.

    Was die Lackpflege und Rostschutz betrifft, habe ich zur DDR-Zeit folgende Erfahrungen gemacht: Ein neues Fahrrad mit tadellosem Lack ließ ich draußen unter einem Dach stehen, also vor Regen geschützt. Den kalten Winter überstand der Lack aber nicht, er blätterte fast überall ab.

    Lack braucht also regelmäßige Pflege, wenn es nicht in einem beheizten geschlossenen Raum abgestellt wird, indem man es mit einem Pflegemittel regelmäßig behandelt. Technisches Öl hält aber nicht lange an; aber bspw. Pflanzenöl ist zumindest in seiner korrosionsschützenden Wirkung meiner Erfahrung nach beinahe ein ideales Korrosionsschutzmittel, weil, nachdem alle flüssigen Bestandteile verdunstet sind, es eine feste vor Rost schützende Harzschicht hinterlässt.

    Ende der Fortsetzung vom Basisbeitrag.

    Vor einigen Jahren gab es mal ein gutes (28er) Trecking-Rad beim Discounter Norma für nur 199 € mit allen im Basisbeitrag beschriebenen Vorzügen; also auch mit Zentralfederung, Alu-Rahmen und hinten einem Kettenbaltt mit 34 Zähnen. Ob es aber mit Nabendynamo war, weiß ich jetzt nicht mehr.

    Wenn man ein solch gutes Fahrrad für so wenig Geld erwerben will, muss man schon einige Zeit die Verbrauchermärkte und Discounter beobachten. Ob man so günstig über das Internet eines erwerben kann, weiß ich nicht. Aber seht doch ggf. am besten selbst: Klick!
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. August 2007
  5. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    ABS fürs Fahrrad ! ! !

    Vor vielen Jahren hatte ich im MDR-Fernsehen in der TV-Sendung Einfach genial! eine Erfindung gesehen, was so eine Art ABS für die Vorderradbremse vorgestellt wurde. Es kann auch eine andere TV-Sendung eines anderen TV-Senders gewesen sein. Bei zu starker Bremsung mit der Vorderbremse wird dadurch das Überschlagen verhindert.

    Ein Sensor misst hinten, ob sich das Hinterrad von der Fahrbahn abhebt. Sobald das zu beginnen droht, wird vorn automatisch die Bremskraft verringert. Und bei Rewe gibt es zur Zeit 26er-Alu-City-Fahrräder mit 7-Gang-Nabenschaltung mit ABS-System für die Hinterradbremse.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. August 2007
  6. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    Daß er an einem Forum für Digitalfernsehen nicht sonderlich interessiert ist, da sehr wenige seiner Beiträge etwas mit den "Hauptthemen" in diesem Forum zu tun haben. ;)
     
  7. Angel

    Angel Talk-König

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    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    So ist es!
     
  8. klammeraffe

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    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    wird zeit das er seine eigene forensoftware mit wysiwyg editoren fertig kriegt *fg*

    im ernst, baumarkträder sind wie discounter-computer, die du auch so gerne magst. irgendwo wird gespart, muss gespart werden. das fängt beim rahmen an die schwerer und schlechter verarbeitet sind und hört bei der schaltung auf, deren bestandteile einfach schlechter sind, sowohl was genauigkeit (einstellbarkeit) an geht als auch was haltbarkeit angeht. über bremsen, sattel, lenkerstütze lass ich mich gar nicht erst aus.
     
  9. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    Nein, so ist es nicht. Mein vorletztes vollgefedertes Trekking-Rad von Edeka, allerdings nur mit Stahlrahmen, hatte sich jahrelang bestens bewährt. Und über mein jetziges Alu-Rad "Streetcoach" von Penny kann ich mich auch nicht beklagen. Siehe dazu diesen Testbericht: Klick!
     
  10. Gorcon

    Gorcon Kanzler Mitarbeiter

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    AW: Wie ein gutes Trekkingrad oder Mountainbike sein sollte

    Federnd stimmt aber der Rollwiederstand ist schon erheblich.

    Gruß Gorcon
     

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