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Wetterlage = Antennensignal zu stark?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von mstodt, 22. Dezember 2007.

  1. mstodt

    mstodt Neuling

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    3
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    Hallo,

    ich bin neu hier, obwohl ich schon seit einem 3/4 Jahr über DVB-T Fernsehen schaue. Bisher lief das auch alles klasse, super Bild, keine Störungen. Aber seit ein paar Tagen habe ich häufig Aussetzer bis hin zum Signalverlust, und das auf 2 unterschiedlichen Receivern an der selben Jagi-Dachantenne.

    Jetzt habe ich was von Überreichweiten gehört, die aufgrund der aktuellen Wetterlage vorherrschen, und das manche Receiver bei zu hohem Antennensignal "dichtmachen". Vieles spricht bei mir für diese Theorie, da ein Teil der gestörten Sender dann mit einer normalen Stabantenne zu empfangen sind, aber eben nicht über die Jagi-Antenne. Weiterhin habe ich noch einen Pegelsteller an die Antennendose im Wohnzimmer zwischengestöpselt, der bringt auch nochmal -20dB und damit etwas weniger Bildstörungen (bilde ich mir jedenfalls ein).

    Ist das wirklich möglich, das ein zu starkes Antennensignal den Receiver dermaßen vollbläst, dass der auf Bildstörung geht? Wenn ja, wie kann ich dann die Empfangsstärke der Antenne reduzieren? Vielleicht mit etwas Alufolie umwickeln/bedämpfen?

    Meine Eckdaten:
    Receiver Topfield PVR-T 5000
    Jagi-Antenne auf dem Spitzboden
    Standort Süd-Hildesheim mit Ausrichtung auf Hannover
     
  2. baronvont

    baronvont Platin Member

    Registriert seit:
    18. Oktober 2004
    Beiträge:
    2.601
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    In den letzten Tagen gab es massiv Überreichweiten. Dein Problem könnte also wirklich am Wetter liegen. Viel kann man nicht dagegen tun, wie immer beim Wetter;).
    Warum nutzt du nicht deine Stabantenne, wenn der Empfang damit okay ist? Ist einfacher wie die Antenne mit Alufolie einzuwickeln:winken:
     
  3. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    4.951
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Übersteuerung ist prinzipiell natürlich möglich, aber selten. Alufolie und so einen Pfusch würde ich lassen. Wenn es tatsächlich an einem zu hohen Pegel liegt, solltest du ein passendes Dämpfungsglied einsetzen oder besser die Verstärkung eines vorhandenen Verstärkers zurücknehmen (falls der vorhanden und regelbar ist).

    Ansonsten beziehen sich Überreichweiten generell auf Reflektionen in bestimmten Luftschichten. Der Empfang innerhalb der Sichtweite ist davon nicht betroffen (es sei denn, dass er von den anderen Signalen gestört wird).
     
  4. mstodt

    mstodt Neuling

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    3
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Die Jagi-Antenne wird mit 12V versorgt, weiterhin ist noch ein Verstärker (Marke/Modell unbekannt) auf dem Dachboden, aber leider nicht regelbar. Ich erinnere mich, das der Antennen-Techniker damals etwas von 68 dB Antennen-Gesamtleistung erzählt hat. Alu-Folie ist natürlich Pfusch, aber um eine Überreichweite für ein paar Tage zu kompensieren doch sicher ok, oder? Oder bringt das überhaupt nichts? Ich muss jetzt erstmal über die Feiertage kommen, wenn das Wetter so bleibt. Generell ist die Anschaffung eines regelbaren Verstärkers sicher die bessere Wahl.

    Wie gesagt, ich hatte bisher perfekten Empfang. Wie kann ich denn gesichert feststellen, ob der Antennen-Pegel zu hoch ist? Ab wieviel dB ist denn "zu hoch"? Wenn es wirklich am Wetter liegt, dann besteht ja Hoffnung, das es bald wieder besser wird :)
     
  5. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Ich denke, Du solltest weniger die eigentliche Antennenspannung als "zu hoch" ansehen. Wenn tatsächlich Überreichweiten vorhanden sind, kann man sich gut vorstellen, daß Signale eines Fremdsenders auf der selben Frequenz von Deiner Yagi empfangen werden, auf der sonst üblicherweise Dein "lokaler" Sender empfangen würde. Das Resultat wäre wie von Dir beschrieben. Die Zimmerantenne bleibt außen vor, weil die Überreichweite sie wegen des anderen Standortes wenig bis gar nicht erreicht.
    Würde Deine Yagi einen Sender mit wirklich hohem Pegel empfangen, sagen wir mal 85-90 dB, dann wäre das Träger/Rauschverhältnis entsprechend hoch. Die Wahrscheinlichkeit, daß dann eine Überreichweite gravierend stören könnte, wäre entsprechend niedrig. Käme lt. Aussage des Antennentechnikers unter normalen Bedingungen aus Deiner Yagi 68 dB raus, dann kann man das als nicht fett, aber ausreichend betrachten. Ein nachgeschalteter Verstärker ergäbe dann in Hinsicht auf Kabellängen, Verteiler und Dosen durchaus Sinn, denn deren Dämpfung soll er aufheben, damit am Gerät dann wieder das anliegt, was oben aus der Yagi kommt, nämlich um die 68 dB. Stimmt üblicherweise das Träger/Rauschverhältnis, wäre das fast ideal.
     
  6. Weisenauer

    Weisenauer Senior Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2006
    Beiträge:
    396
    Ort:
    Mainz
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Als DVB-T-Nutzer im Rhein-Main-Gebiet (genauer in Rheinhessen) habe ich durch die starke Temperaturinversion (und daraus resultierend z.T. extreme Überreichweiten) der letzten Tage recht unangenehme Erfahrungen machen müssen: In Empfangsgebieten, in denen bereits viele Kanäle mit DVB-T-Sendern belegt sind (typisch dafür ist z.B. auch das Rhein-Main-Gebiet) kann bei Tropo-DX die Signalqualität etwas entfernterer Sender bis auf Null zurückgehen, wenn ein weit entfernter Gleichkanalsender das Signal überlagert. Bei mir fand der Sendersuchlauf zeitweise statt 75 Programmplätzen nur noch 60. Trotz sehr vieler Sendersuchläufe konnte ich aber kein einziges Programm zusätzlich empfangen (ich verwende eine passive WB 3345 auf dem Balkon). Fazit, ich hätte die DVB-T-DXer beneiden können, die so viele zusätzliche Programm reinbekamen. Also spielt m.E. die gescheite Kanalwahl eine noch größere Rolle, als ich bisher gedacht habe.

    Schaut man sich die Ergebnisse der DVB-T-Frequenzkonferenz GE06 z.B. für's Rhein-Main-Gebiet an, dann könnten einem teilweise die letzten Haare ausfallen. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht alles, was vereinbart wurde, auch umgesetzt wird: Kanal 51 für Ahrweiler/Koblenz/Bad Marienberg gegen Pfaffenberg, Angelburg (K 24) gegen Heidelberg, auf Kanal 25 gar Pfaffenberg gegen westl.Rheinhessen, Kanal 31 Ahrweiler/Koblenz/Bad Marienberg gegen Pfaffenberg, Rimberg/Heidelstein K 42 gegen Rhein-Main/Würzberg /natürlich jeweils unterschiedliche Layer), na denn man tau. Vielleicht wird ja auch mit Richtstrahlung gearbeitet, die könnte die Situation entschärfen.
    Irgendwie muss ich bei solchen Koordinationen an eine der berühmtesten auf UKW denken, nämlich Kreuzberg/Rhön gegen Hohe Wurzel auf 107.9 MHz. Auch heute hat mal wieder Bayern 4 klar die Oberhand gewonnen, nur das dumme Zischeln dahinter ...
     
  7. mstodt

    mstodt Neuling

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    3
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Na denn, das ist doch mal eine Aussage! Dann kann ich ziemlich sicher sein, das meine Anlage soweit korrekt funktioniert und ich wohl halt ein Opfer der Wetterlage bin. Im Augenblick ist der Empfang auch störungsfrei, hoffen wir mal, das solche Phänomene selten sind und so bald nicht wieder kommen.

    In diesem Sinne allen ein frohes Fest mit ungestörtem Empfang :winken:
     
  8. digi-pet

    digi-pet Gold Member

    Registriert seit:
    3. Januar 2005
    Beiträge:
    1.810
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    Bei mir war dann neben dem RP SFN (Donnersberg etc .)
    dann doch auch Baden Baden betroffen .

    Diese Wetterlage hat ja wohl auch diesmal sehr lange angehalten .

    Jetzt wo man es erlebt hat eigentlich auch ganz logisch :

    Bei der Wetterlage blitzt z.B. bei mir der Brandenkopf 130 km entfernt immer wieder in das Signal von Baden Baden ca 85 km rein (auch noch auf einer Linie ) und schon stört sich der SFN selber .... Es kommt zu Auslöschungen und selbst das hier verwendete lange Guard Intervall von 1/4 ist zu knapp für diese Situation .

    Spätestens Sonntag soll die Inversionswetterlage dann wohl vorbei sein .

    Abhilfe gibt es kaum, denn es passiert ja in demselben Frequenzbereich auf demselben Kanal .

    Lediglich die Lehre daraus dass die schwächere Antenne in dem Falle auch mal die bessere sein kann da das von weiter her kommendes Signal zu schwach ist für eine Nicht-Hochleistungsantenne . Ansonsten sehr richtstarke Antennen nehmen .

    Ich war nach der Aufschaltung jetzt eigentlich sehr zufrieden gewesen und dachte jetzt stabil und dauerhaft im "grünen Bereich" zu sein ......
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2007
  9. RdF

    RdF Guest

    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    > Bei der Wetterlage blitzt z.B. bei mir der Brandenkopf 130 km entfernt immer wieder in das Signal von Baden Baden ca 85 km rein (auch noch auf einer Linie ) und schon stört sich der SFN selber .... Es kommt zu Auslöschungen und selbst das hier verwendete lange Guard Intervall von 1/4 ist zu knapp für diese Situation .

    GI 1/4 erlaubt Senderabstände bis 67km. Bei dir sind es aber nur 45km. Entweder ist das SFN nicht richtig synchronisiert, oder dein Empfangsproblem hat eine andere Ursache. Theoretisch dürfte es bei dieser Konstellation jedenfalls keine GI-Probleme geben.
     
  10. digi-pet

    digi-pet Gold Member

    Registriert seit:
    3. Januar 2005
    Beiträge:
    1.810
    AW: Wetterlage = Antennensignal zu stark?

    aha, dann ziehst Du von 130 km die 85 km ab und hast als Laufzeitdifferenz nur 45 km ... hört sich logisch an .
     

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