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Werk ohne Autor

Dieses Thema im Forum "Blu-ray/DVD" wurde erstellt von disneyfan5002, 27. März 2019.

  1. disneyfan5002

    disneyfan5002 Silber Member

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    Vor einigen Jahren wurden Florian Henckel von Donnersmark mit dem Fremdsprachenoscar für das Leben der Anderen ausgezeichnet. Als Belohnung dafür, durfte er mit Johnny Depp und Angelina Jolie zusammenarbeiten und drehte The Tourist. Doch der Film floppte und das war es erstmal mit der Hollywoodkarriere. Jetzt kommt er mit Werk ohne Autor zurück. Der Film war für 2 Oscars nominiert. Der Film ist zwar nicht herausragend, aber gut.

    Es wird die Geschichte erzählt vom Künstler Kurt Branert über 3 Jahrzehnte erzählt. Dabei beginnt der Film im Jahre 1937, also während der Nazizeit. Branert wird von seiner Tante betreut, das junge Mädchen ist außergewöhnlich. So außergewöhnlich, das die Nazis sie als verrückt erklären. Sie trifft auf Dr. Seebrand, der sie schnell in eine Anstalt schickt, in der nach der Ideologie der Nazis, unwertes Leben ausgelöscht wird. Die Familie von Branert wird im zweiten Weltkrieg arg gebeutelt, 2 Brüder sterben und die Mutter. Nach dem Krieg, muss er in der ehemaligen DDR leben und trifft dort wieder auf Dr. Seebrand, weil er sich in seine Tochter verliebt. Die beiden verlassen die DDR und leben bald in der BRD. Doch wird das Leben dort besser?

    Von Donnersmark hat bei diesem Film sehr viel richtig gemacht. Obwohl der Film über 3 Stunden dauert, wird er nie langweilig und man hat nie das Gefühl das man einiges hätte kürzen sollen. Eher im Gegenteil, aber da komm ich noch drauf. Die Darsteller sind allesamt gut. Was fehlt dem Film? Immer wieder gibt es Ansätze, die einen Konflikt zwischen Seebrand und Branert andeuten. Doch leider bleibt es lediglich an der Oberfläche. Es schwelt zwar immer, aber zum richtigen Knall kommt es nie. Jedenfalls im Film kriegt Branert nie raus, das Seebrand für den Tod seiner Tante verantwortlich war. Selbst als klar wird, das durch die Abtreibung, die Seebrand durchgeführt hat, seine Frau wohl nie Kinder kriegen wird, kommt es nicht zur direkten Konfrontation. Das hätte dem Film vielleicht noch den Push gegeben, der ihn von einem guten zu einem herausragenden Film gemacht hätte. Schade da hat Donnersmark einiges an Potential verschenkt. Trotzdem gut.


    Meine Bewertung:08/10