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Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von cybero2912, 6. Dezember 2010.

  1. cybero2912

    cybero2912 Neuling

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    Hallo,
    habe mir günstig einen etwas überdimensionierten Axing BVS 13-66 Premium Line mit 27-30 DB Verstärkung und Rückkanal ersteigert.
    Ich weiss ein Gerät mit weniger Verstärkung wäre passenden gewesen, aber der 13-66 war halt ein Schnäppchen.

    Nun zu meiner Frage an die Experten:
    welche Anschlussdämpfung sollten meine beiden Antennendosen haben?
    Leider ist das Signal am HÜP nicht bekannt - würde aber mal vermuten, dass es eher etwas schwächelt weil ohne Verstärker so gut wie gar nichts geht.


    hier mein Aufbau:

    HÜP => TZU 10-02 Mantelstromfilter mit 0,5 DB Dämpfung => BVS 13-66 Hausanschlussverstärker 27-30 DB Verstärkung (20DB Dämpfungsregler) => BVE 3-01 3Fach Verteiler mit durchschnittlich 6DB Dämpfung.

    von dem aus geht es zu 2 Enddosen Kabelweg ca. 10-15 Meter (der dritte Anschluss wird momentan nicht verwendet und ist mit einem Abschlusswiderstand versehen)

    Was für eine Anschlussdämpfung sollten nun diese beiden Dosen haben damit das Signal an den Endgeräten (beides DBOX) nicht übersteuert ankommt?


    evtl. ja auch noch von Interesse:
    der alte Verstärker ist ein Schwaiger (Modell kann ich nachliefern) ohne Rückkanal ohne Entzerrung 18 DB Verstärkung
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2010
  2. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Hallo cybero2912, herzlich Willkommen im Forum!

    Das mag finanziell zutreffend sein, Überdimensionierung verschlechtert das C/N.
    Womit eine wesentliche Komponente für eine seriöse Aussage fehlt.
    Eine Enddose ist nach korrekter Definition eine Durchgangsdose, welche intern bereits mit einem Abschlusswiderstand terminiert ist. Davon gibt es aktuell nur die AXING SSD 5-07 für UniCable und eine WISI Modem-Dose.

    Alle anderen (Zweiloch-) Dosen sind keine Enddosen, sondern Einzel- oder Stichdosen. Die dürfen aber keinesfalls nach einem Dreifachverteiler eingesetzt werden, damit wird sowohl die normgerechte Teilnehmerentkopplung von 42 dB für UKW und VHF (8 MHz), als auch die 36 dB für UHF weit verfehlt.

    Wenn bei einem (unzulässigen!) Direktanschluss an den HÜP die Bilder bei diesem Aufbau schwächeln, könnten die Übergabepegel zu niedrig sein.
    Nun kommt die dritte Unbekannte, dass nämlich auch Einzel-/Steichdosen abweichende Dämpfungen haben können.

    Die meisten Durchgangsdosen haben 15 dB Auskoppeldämpfung, damit liegst du vermutlich richtig. Das Pegelfenster für analoge PAL-Signale beträgt 60 - 77 dB(µV). Der Verstärker sollte mit dem Netz angepasster Preemphase eingestellt werden, die weniger gedämpften niedrigen Frequenzen werden mit dem Entzerrer eingestellt.

    Nicht vergessen: Die Durchgangsdosen müssen am Kabelausgang mit einem Abschlusswiderstand terminiert werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2010
  3. cybero2912

    cybero2912 Neuling

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Vielen Dank erst mal für die detailierte Antwort !

    Für einen Laien ist das alles allerdings etwas schwer verständlich :confused:
    Stell dir einfach vor, dass du hier mit jemandem redest der von der Materie nur etwas angelesenes Wissen hat ;)

    wären zwei "BSD 20-14" Durchgangsdosen mit 14 DB Anschlussdämpfung und einem Abschlusswiderstand an TV2 geeignet ? oder könnten die auch noch zu wenig dämpfen und ich sollte besser zwei "BSD 20-18" nehmen ?

    Ich weiss ohne genaue Angabe was am HÜP für ein Signal ankommt kann man das wissenschaftlich nicht beantworten ! (aber für's Messen einen kostenpflichtigen Technikereinsatz zu bezahlen, der das nachmisst kann mir ehrlich gesagt gerade nicht leisten)

    Also würde mir eine ungefähre Aussage/Schätzung auch reichen :D

    Die Dämpfung kann ich doch auch noch am Hausanschlussverstärker feinjustieren oder wozu hat der einen Dämpfungsregler?

    Bitte nicht böse sein, wenn ich hier evtl. wieder unsinn geschrieben haben sollte... bin halt in diesem Bereich nicht so bewandert !
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Dann sollte man aber auch nachdenken, ob man sich mit diesem Know-How nicht zuviel zumutet. :rolleyes:
    1. Der Verstärker ist vermutlich überdimensioniert
    2. Mit dem aktivem Rückkanalverstärker kann man Internet und Telefon in der Netzebene 3 platt machen. Sollte das eintreten, wird es deutlich teuer als eine fachgerechte Einpegelung vom Profi!
    3. Der Ausgangspegel muss auf max. 98 dB(µV) + möglichst mit etwa 4 dB Preemphase eingestellt sein.
    4. Wenn du das ohne Messgerät schaffst, wird bei einem Dreifachverteiler mit max. 2 Dosen pro Stammleitung das Normpegelfenster von 60 bis 77 dB(µV) mit beiden Dosentypen eingehalten.
    Hat er! Man muss den und die anderen Stellglieder nur korrekt einstellen!
    Wenn an der Anlage auch andere Wohnungen dran hängen, sollte man bei fehlendem Basis-Know-How und Messgerät die Finger von der Anlage lassen. Wenn nur du betroffen bist, achte wenigstens darauf, dass der Rückkanalverstärker deaktiviert wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2010
  5. cybero2912

    cybero2912 Neuling

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Also besorge ich mir jetzt zwei "BSD 20-18" und hoffe dass die 18 DB Anschlussdämpfung dieser Dosen den etwas überdimensionierten Verstärker "ausgleichen".

    noch eine Frage zum Thema Rückkanal deaktivieren:
    Ich kann doch nur den Pegel für den Rückkanal am Verstärker ganz runter regeln - oder sehe ich da schon wieder was falsch?

    PS:
    Keine Sorge ich hänge ganz alleine dran - ist sozusagen meine Anlage. Sonst würde ich da auch nicht selbstständig dran "rumfummeln"

    Edit: könnte ich evtl. auch ein Dämpfungsglied (z.B. "SZU 91-01" mit 10 DB Dämpfung) vor dem 3-fach Verteiler einsetzen? oder anders gefragt: wäre das eine bessere oder schlechtere Lösung? (würde dann zwei Dosen mit niedriger Dämpfung wählen)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2010
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Wie wäre es mal mit einer ganzheitlichen Konzeption einschließlich der beiden anderen Verteilerausgänge? Zwei 18 dB Dosen in Reihe auf einem Stamm und je eine Stichdose auf den anderen Verteilerausgängen passen überhaupt nicht zusammen. Eine gute Planung zeichnet aus, dass nicht nur an allen Dosen das Normpegelfenster eingehalten wird, sondern dass unter Berücksichtigung der Leitungslängen Dosen mit abgestufter Auskoppeldämpfung einsetzt, um auch möglichst gleiche Dosenpegel zu erzielen.

    Z. B. bei gleich langen Leitungen z. B. die erste Dose mit 18 dB, ab der zweiten oder dritten mit 15 dB und am Stammende von langen Leitungen eine mit 10 dB.
    Wenn deine Zuleitungen etwa gleich lang sind, wären somit drei Dosen mit 18 dB und die zweite mit 15 dB sinnvoll. Sind die beiden Leitungen mit einer Dose länger, können auch 15 oder gar 10 dB Auskoppeldämpfung stimmiger sein.
    Ohne Rückkanalsperrfilter kann somit noch Anlagen-Ingress in die Netzebene 3 hinein geblasen werden. Da fehlt nur noch, dass im Hausnetz 60 Ohm-Uraltkabel oder an den Stichdosen minderwertige Anschlusskabel installiert sind. Wenn dann noch der Dämpfungssteller versehentlich am falschen Anschlag steht, war der Kauf evtl. kein Schnäppchen mehr.
    Also sicherheitshalber noch ein Rückkanalsperrfilter einbauen oder den RK-Verstärker von einem Fachmann deaktivieren lassen, anscheinend kann man den nicht passiv umschalten.
    Der Verstärker ist Interstage zwischen der ersten und zweiten Verstärkerstufe mit 3 dB fix vorentzerrt, den kann man nur vor der Eingangsstufe einstellen.


    • Bei HÜP-Pegeln = oder < 60 dB(µV) muss der Verstärker ohne Dämpfung und Entzerrung betrieben werden, damit die Eingngssignale nicht ins Rauschen gedrückt werden.
    • Bei HÜP-Pegeln > 68 dB(µV) muss der Verstärker eingangsseitig abgeregelt werden, damit der Ausgangspegel nicht den max. zulässigen Betriebspegel von 98 dB(µV) CTB/CSO übersteigt. Das Dämpfungsglied ist mit 15 und 18 dB Auskoppeldämpfung unnötig.
    Löblich dass du ein TZU 10-02 mit galvanischer Trennung einbaust, das ist nach Kabel BW Specs vorgeschrieben. Allerdings ist die Sekundärseite nebst dem Verstärker und Dreifachverteiler mit 4 mm² Cu-Draht an die Haupterdungsschiene (nicht mehr an ein Sanitärrohr) in den Potenzialausgleich einzubeziehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2010
  7. cybero2912

    cybero2912 Neuling

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Ich möchte mein Haus weder abreissen noch neu bauen.. ;)

    nee Scherz beiseite...
    Die beiden vorhandenen Kabel sind unter Putz und leider ohne Leerrohre fest verlegt. Daher kann und möchte ich an dem im ersten Post beschriebenen Aufbau nichts ändern.

    Hier noch einmal etwas gekürzt zusammen gefasst:
    HÜP > Verstärker > 3-fach Verteiler (momentan nur 2 Anschlüsse in Benutzung) > 10-15 unter Putz fest verlegtes Kabel welches jeweils an einer Dose endet an der ein Digitalreceiver angeschlossen ist.

    Zusammengefassung:
    - ein Dämpfungsglied vor dem Verteiler macht keinen Sinn, wenn die neuen Dosen eine entsprechende Dämpfung von 18 DB haben.

    - Zur Sicherheit sollte ich einen Rückkanal Sperrfilter besorgen (z.B. TZU 19-65)

    noch eine Verständnisfrage: was ist der Unterschied zwischen Anschlussdämpfung und Auskoppeldämpfung?
     
  8. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Leesen! Stichdosen gehören an Abzweiger, Verteiler und Stichdose ist Igitt, ergibt zu viel Pegel und normwidrige Entkopplung!!!

    Für fast jedes Problem gibt es eine Lösung. Wenn die zwei Einzel-/Stichdosen annähernd gleich lange Zuleitungen haben, genügt ein Zweifach-Abzweiger BAB 2-20. Bei extremen Längen- und Dämpfungsunterschieden wären zwei Einfach-Stichverteiler mit angepasster Auskoppeldämpfung die Lösung.

    Und siehe da, schon haben die Stichdosen keine Überpegel mehr und die Entkopplung stimmt auch noch.
    Am Stammausgang eine 18 und eine 15 dB Durchgangsdose montieren + Verstärker-Ausgangspegel auf max. zulässige 98 dB(µV) einstellen, dann stehen an keiner Dose mehr als die normgerechten 77 dB(µV) Maximalpegel an.
    In der Auswirkung keiner, beide reduzieren den Pegel. Bei einer Durchgangsdose und einem Abzweiger wird nach Durchgangs- und Auskoppel- bzw. Abzweig-Dämpfung unterschieden, bei Verteilern nach Anschlussdämpfung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Dezember 2010
  9. cybero2912

    cybero2912 Neuling

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    Jetzt kommen wir doch der Sache schon näher... und so langsam blicke selbst ich auch etwas mehr durch.

    Ich frage mich nur warum du mich unwissenden Laien nicht gleich darüber aufgeklärt hast, dass es am sinnvollsten wäre den Verteiler (Axing BVE 3-01) gegen einen Abzweiger (Axing BAB-20) zu tauschen? Aber vielleicht habe ich deine Hinweise blos nicht klar genug gedeutet/verstanden. Naja jedenfalls stand nirgends eine klare Anweisung: "schmeiss den sch**** Verteiler raus du Depp"
    Habe ich ja überhaupt nichts dagegen und bin doch für jeden Rat vom Fachmann dankbar.

    Also neue Arbeitsanweisung: Verteiler raus Abzweiger rein ;)

    Leider sind mir damit die Fragen noch nicht ausgegangen...
    das verstehe ich leider schon wieder nicht so ganz :(
    warum sollen denn die beiden Dosen unterschiedliche Dämpfungen haben?

    - wie schon erwähnt kommt von jeder Dose ein Kabel im Keller an (Länge sollte "annähernd" gleich sein - vielleicht ca. 5-7m Längendifferenz) welche momentan noch an den Verteiler angeschlossen sind.

    Also würde ich jetzt an Abzweig 1 vom BAB-20 die eine Dose anschliessen und an Abzweig 2 die andere und an den Durchgangsanschluss würde ich wieder einen Abschlusswiderstand montieren, da ich den nur alle 2 Jahre brauche (Fussball WM/EM im Garten mit Freunden schauen)
     
  10. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Welche Dämpfung für neue Antennendosen?

    • Alternative 1: Verteiler gegen Abzweiger wechseln und Stichdosen beibehalten
    • Alternative 2: Verteiler belassen und Durchgangs-Dosen mit Abschlusswiderstand einbauen.
    Dass zu Stichdosen Abzweiger gehören, kann man aber schon nachlesen, oder?
    Sorry, wenn ich den falschen Ton drauf hatte, aber meine Ausmusterung als Uffz beim Bund ist schon einige Jahrzehnte her. :D Mit diesem Satz hast du mich perfekt auf die falsche Fährte geschickt:
    Offenbar gibt es ja gar keine Reihenschaltung von zwei Dosen?:confused:
    Wie bekommt man an zwei zwei Durchgangsdosen möglichst gleiche Pegel?

    Durchgangsdämpfung der 18 dB Dose + Kabeldämpfung zur 2. Dose + Auskoppeldämpfung zweite Dose = ?. Macht es jetzt Klick? Nur wenn keine Durchgangsdosen gebraucht werden, kann man sich auch die Addition schenken.
    Bei der kurzen Strecke kann man die Kabeldämpfung völlig vernachlässigen.
    Besser: Am Stammausgang eine 18 dB Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand. Dann reicht ein konfektioniertes Anschlusskabel und du musst nicht wieder die 18 dB mit sonst was vernichten.

    Wenn der Verstärker nicht mit Pegeln > 98 dB(µV) übersteuert wird, sollte dein gordischer Knoten gelöst sein.

    EINSTELL-TIPPS:

    • Frequenzhöchsten Analogkanal (K 29?) einstellen. Verstärkung vom Minimum hochfahren bis das Rauschen im Bild verschwindet.
    • Wenn (auch auf anderen Programmen) Moire auftritt, ist der Pegel zu hoch, evtl müssen dann auch nur die Kanäle im unteren Bandbereich mit dem Entzerrer abgesenkt werden.
     

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