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Was sollte am Schulsystem geändert werden?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von moonwalker5, 20. Dezember 2015.

  1. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    Herr Precht ist ja häufig im Fernsehen und kritisiert viel am Schulsystem. Es gibt auch Leute, die seine Vorschläge kritisieren. Ich habe da noch keine richtige Meinung, auch wenn ich viel von dem, was Precht sagt, richtig finde. Wie sieht eure ideale Schule aus?
     
  2. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Ich hatte mir gesagt, dass meine Tochter keinesfalls so eine Schulzeit erleben soll, wie ich sie hatte. Die Gemeinschaftsschule, die wir hier am Ort haben, ist schon eine deutliche Verbesserung im Schulalltag. Wenn jetzt noch die Inhalte entrümpelt und modernisiert werden würden (was stattfindet, aber viel zu langsam) und so sinnlose Verknüpfungen wie "du darfst nur Spanisch lernen, wenn du vorher Französisch wählst" verschwinden würden, dann wäre es schon ziemlich gut. Natürlich muss auch der Einfluss der Kirchen raus und die Schule auch hier Bildung und nicht wie bisher Polarisierung leisten.
    Auf jeden Fall kann man dem meisten von dem, was in dem Beitrag vorgebracht wird, zustimmen. Schade, dass sich die Grünen in Baden-Württemberg, die ja an der Macht sind, in Sachen Bildung nicht noch mehr Veränderungen zutrauen.
     
  3. th60

    th60 Gold Member

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    Es ist kompliziert.

    Herr Precht hat in ganz vielen Belangen Recht, das mal vorab.

    Der Grundansatz, Schule neu erfinden, ist verführerisch, aber gefährlich. Das richtige Leben ist ja nicht so. Wir erfinden Staat, Justiz, Familie, Religion, Schule etc. nicht neu, sondern arbeiten an vorhandenen, gewachsenen Strukturen.

    Es ist sehr wichtig, das zu verstehen. Es hilft nämlich keinem, eine radikale Bildungsdebatte loszutreten und dann alle fünf Jahre eine neue pädagogische Sau durchs Dorf zu treiben und alle Lehrpläne nach den neuesten hochwissenschaftlichen Erkenntnissen umzuschreiben. Das hatten wir in den letzten 40 Jahren zur Genüge, und niemand ist damit glücklich geworden, am wenigsten die Schüler.

    Nicht, dass nichts besser geworden wäre. Kaum jemand wünscht sich die Schule der 60-er Jahre, wie ich sie als Kind erlebt habe, zurück, und sie würde unter den heutigen Bedingungen ja auch gar nicht mehr funktionieren. Aber in der Zwischenzeit wurden Generationen von Schülern zu Versuchskaninchen von nicht einmal im Ansatz wissenschaftlichen Anforderungen genügenden pädagogischen Konzepten gemacht, und das war übel.

    Man muss sich, glaube ich, freimachen von der Illusion, irgendwelche ausgedeuteten Experten, wie etwa Lernpsychologen, könnten uns die ideale Schule entwerfen. Schule steht in einem Gesamtzusammenhang; da geht es nicht nur darum, wie ein Schüler am schnellsten lernt, sondern auch, was er lernen soll, wozu er was lernt, was er von der Gesellschaft erwartet, aber auch was die Gesellschaft von ihm erwartet - ein weites Feld!

    Gruß
    th60
     
    AlBarto gefällt das.
  4. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    Ich glaube, dass hier der Faktor Geld eine sehr große Rolle spielt. In Klassen mit 30-32 Schülern kann kein Lehrer vernünftig arbeiten. Für kleinere Klassen braucht man mehr Lehrer, manchmal auch mehr Gebäude, aber insgesamt mehr Geld.


    Darüber kann man diskutieren. Ich fand früher Vokabeln pauken langweilig und sinnlos. Die Lehrer sagten, das sei wichtig. Das würde heute wahrscheinlich kein Lehrer so sagen.
     

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