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Warum neu-Encodierung bei Wiederausstrahlung?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von andimik, 24. August 2004.

  1. andimik

    andimik Board Ikone

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    4.597
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    Durch das zu dunkle Bild von BBC World auf Astra habe ich mir folgendes überlegt:

    Manche Sender sind ja auf mehreren Satelliten (bzw. Paketen) zu finden. Warum werden die Signale für die Wiederausstrahlung auf anderen Sat oder Paketen eigentlich decodiert und dann wieder encodiert?

    Ich meine, es müsste doch möglich sein, den Stream so belassen, wie er von der Anstalt gekommen ist und ihn bitgenau weiterzuverarbeiten. Also quasi so zu behandeln, als ob es reine Daten wären.

    zB Österreich 1 auf dem ORF-Transponder hat die gleiche Bitrate wie auf dem ZDF-Transponder. Ich befürchte, das wird analog gewandelt und dann wieder digitalisiert. Zu Lasten der Tonqualität.

    Ich glaube nicht, dass die verschiedenen gewählten Auflösungen und Bitraten ein Grund sind.
     
  2. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    AW: Warum neu-Encodierung bei Wiederausstrahlung?

    DVB steht noch ziemlich am Anfang seiner praktischen Nutzung.

    Nur wenige Sender (v. a. solche, die erst in jüngerer Zeit gestartet sind) arbeiten schon durchgehend digital. Bei vielen gibt die Bildregie - trotz digitaler Zuspielungen - hinten ein Analogsignal aus, das dann vor der Ausstrahlung wieder digitalisiert wird.

    Ein weiteres Problem sind die Uplink-Stationen, die mit sehr vielen verschiedenen Zuführungen arbeiten müssen. Zur Zeit geschieht das nach dem Prinzip "lieber schlecht als gar nicht". Daß ein mehrfach empfangbarer Radiosender erst DA und dann wieder AD gewandelt wird, dürfte heute noch die Regel sein.

    Natürlich könnte man Sender 1:1 übernehmen, wenn die Datenraten harmonieren (d. h. die Datenrate der Zuführung nicht höher liegt als die freie Bandbreite des Sende-Transponders). Aber bis das praktisch umgesetzt ist, werden bestimmt noch Jahre vergehen. Solche Maßnahmen bringen nur kleine Verbesserungen der Qualität, kosten aber sehr viel Geld.

    Die Decodierung zu unkomprimiertem 4:2:2 PAL und Neucodierung zu einem neuen MPEG2-Stream ist übrigens gar nicht so problematisch. Ein Bild, das schon mal komprimiert war, weist gewisse "Vereinfachungen" auf, die der zweite Encoder dann bereits als Bildinhalt übernehmen kann (so wie auch z. B. ein Zeichentrickfilm mit seinen Farbflächen sich verlustärmer codieren läßt als eine Fußballübertragung). Es ist also nicht so, daß die Qualität allein durch Decodierung und Recodierung stark abfällt. Das gilt auch für komprimierten Ton und (eingeschränkt) sogar dann, wenn das Bild bzw. der Ton DA und wieder AD gewandelt werden.
     

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