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Warum HD?

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von NFS, 14. März 2018.

  1. Radiowaves

    Radiowaves Gold Member

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    Es gibt für manche Kopfstellensysteme Umsetzer HDTV (DVB-S2 / H.264) -> PAL, z.B. von Wisi die OH 77 aus dem Compact Headend. Astro hätte als Twin-Umsetzer für sowas z.B. die X-DVB-S2/PAL duo CI.

    Nur: wozu um alles in der Welt sollte das gut sein? Für matschiges analoges TV-Bild an den letzten verbliebenen Röhrenfernsehern bzw. nicht-DVB-C-tauglichen Flachbildfernsehern (die mit analogem Signal so richtig übles Bild machen)?

    Eine solche OH 77 setzt genau ein (!) TV-Programm um und kostet ca. 580 EUR. Die X-DVB-S2/PAL duo CI von Astro kostet ca. 1250 EUR, also je Programm 625 EUR - für dieses Geld bekommt man in der Bucht mehr als 12 (bzw. 24) hochwertige (!) free-to-air-DVB-C-Receiver mit HDTV, HDMI und Scart. Selbst als Neuware bekäme man noch ca. 7 (bzw. 14) voll ausgestattete FTA-Receiver. Es ist also bei weitem günstiger, den wenigen Nutzern, die noch auf Analogempfang angewiesen sind, einen solchen Receiver zu schenken, statt z.B. für 8 analoge TV-Programme ca. 5 kEUR zu versenken und 8 Kabelkanäle zu blockieren.

    DVB-T ist als Umsetzung in kleinen Hausverteilungen eine feine Sache, da halt überaus robust, solange man "terrestrische" Modulationsparameter verwendet. Der Haken daran: eine Umsetzung HDTV (H.264 / MPEG-Audio oder AC3) -> DVB-T ist zwar möglich und wird von den meisten neueren TV-Geräten mit DVB-T-Unterstützung verarbeitet, aber die Öffis haben auf HD ca. 15 MBit/s max / 12 MBit/s avg. Das maximale, was man auf DVB-T (alt) herauskitzeln kann, sind 31,6 MBit/s netto (niedrigster Fehlerschutz, kürzestes Guard-Intervall, 64 QAM). Damit passen nur noch zwei Services in einen Kanal bei transparenter Umsetzung.

    Selbst mit einer Astro DVB-T-Box (12 Modulatoren) kann man damit nur noch 24 Services umsetzen und muss filtern, was das Zeug hält. Immerhin, 24 HD-Services in voller Qualität sollten möglich sein - theoretisch. Praktisch steht dem entgegen, dass meist 3 "umsetzungswürdige" Services auf einem Transponder liegen und man einmal zwei und einmal einen umsetzen muss.

    Beispiel Transponder 19: Das Erste HD, arte HD, SWR Baden-Württemberg HD, SWR Rheinland-Pfalz HD. Da setzt man 1 mal Das Erste HD und einen SWR um. Den zweiten kanal kann man dann nur noch mit arte füllen oder man packt den weitgehend redundanten zweiten SWR dazu - den Platz kann man nicht anderweitig nutzen, da ein transponderübergreifender Remux nicht möglich ist.

    Das gleiche bei Transponder 25: Bayerisches Fernsehen Süd HD / Bayerisches Fernsehen Nord HD, NDR-Fernsehen MV / HH / NDS / SH HD, Phoenix HD. Da nimmt man einen BR und einen NDR und hat Phoenix übrig. Der blockiert dann einen ganzen Kanal - es sei denn, man ergänzt einen weiteren BR oder NDR, was außerhalb der Regionalmagazine redundant ist (und zwar exakt redundant, da per dyn. PMT die gleichen Audio- und Videodatenströme verwendet werden).

    Auch beim ZDF ist das Elend das gleiche: auf Transponder 10 liegen 3sat HD, KiKa HD, ZDF Info HD. Will man alle 3 auskabeln, braucht man 2 DVB-T-Muxe.

    Bei den Privaten in (freiem) SD bekommt man mehr rein, teils fast die kompletten "sinnvollen" Services der jeweiligen Transponder. Bei HD+ (könnte man theoretisch umsetzen, müsste am CI+ tauglichen TV-Gerät dann mit dem HD+ Modul nebst Karte aufgehen) sind die Bitraten vergleichbar der ARD HD-Kanäle.

    In Summe aber weitaus besser, als analog herumzumurksen. Wir haben 2018!

    Am sinnvollsten ist freilich, konsequent auf DVB-C zu gehen. Da passen bislang bei den deutschen Transpondern (außer TP73 von Sky und einem UHD-TP) die gesamten Transponder 1:1 auf einen Kabelkanal. Ohne Filtern, ohne Stress mit Datenüberlauf. Bislang. Bei den Schweizer TPs geht es schon nicht mehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2018
  2. yoshi2001

    yoshi2001 Platin Member

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    Die Frage müsste eher heißen " Warum Krampfhafte Verschlüsselung bei HD?"