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VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von menschmeier, 15. Dezember 2004.

  1. menschmeier

    menschmeier Neuling

    Registriert seit:
    15. Dezember 2004
    Beiträge:
    8
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    Ich bin doch ziemlich verwundert, daß hier im Forum das fehlende VPS bei DVB-T gar kein Thema ist!!! Stört es Euch überhaupt nicht, daß alle Aufnahmen mißraten, wenn sich die Sendezeit ändert? Und das passiert ja leider häufig. Stellt Ihr alle den Vor- und Nachlauf auf 3 Stunden ein, um die Sendung auch GARANTIERT drauf zu haben? Das ist aber unpraktisch, da ist die Festplatte ja schnell voll und eine Videokassette viel zu kurz!


    Nun denn, also berichte ich mal, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte.


    Der DVB-T Standard unterstützt prinzipiell eine Aufnahmesteuerung zum tatsächlichen Sendezeitpunkt. Dazu sind zwei verschiedene Verfahren vorgesehen:
    1. Service Information (SI) im digitalen Datenstrom (EN300468)
    2. VPS in DVB-Bitströmen (EN301775)
    Die erste Norm regelt die Bereitstellung der Informationen zur aktuellen und bevorstehenden Sendung über die "Running Status Table" in der "Service Information". Ein DVB-T Empfänger mit Festplatte könnte so direkt angesteuert werden. Die Aufnahme würde am Anfang der Sendung (unabhängig von der ursprünglich geplanten Sendezeit) beginnen und automatisch am Ende der Sendung beendet werden.

    Die zweit Norm regelt die Generierung von analogen VPS-Signalen (auf PAL Bildzeile 16) im DVB-T Empfangsgerät anhand der digitalen "Service Information" mit Ausgabe über PIN 10 des Scart-Anschlusses. Eine Ausgabe über den HF-modulierten Antennenausgang ist hingegen nicht vorgesehen, obwohl dennoch theoretisch möglich. Prinzipiell verwendet man dieses Verfahren auch für die 'Re-Insertation' (Wieder-Einspeisung) des Videotext-Signals bei manchen DVB-T Empfängern (z.B. DigiPal 1).

    Da diese beiden Normen bereits vor der Einführung von DVB-T in Deutschland (in Berlin testweise seit 1997) längst festgelegt waren, ist es schwer verständlich, weshalb diese überhaupt nicht umgesetzt wurden. Zumal die gleichen Normen bei DVB-S und DVB-C umgesetzt sind (und auch genutzt werden) und die aktuelle Programminformation ja in den Sendern sowieso bereitgestellt wird (für analoges VPS und Videotext).

    Schlamperei
    Sowohl Gerätehersteller, als auch die Programmanbieter und erst recht die Landesmedienanstalten schweigen sich zur VPS/DVB-T Problematik aus. Im Prinzip haben alle geschlampt und wollen es nicht zugeben. Erstaunlich nur, wie lange man untätig bleibt. Der störende Balken bei 16:9 Sendungen war hingegen schnell behoben. Hier war wohl der Druck der Öffentlichkeit deutlich größer.

    Wenn man sich die Qualität des Elektronischen Programmführers (EPG) ansieht, wird das Problem schnell klar. Besonders bei den öffentlich-rechlichen Programmen stimmen die angezeigten EPG-Informationen oft nicht mit der aktuellen Sendung überein oder fehlen ganz. Krassestes Beispiel ist dabei ZDFinfo/3sat. Aber auch die 3. Programme habe nachts so gut wie nie einen korrekten EPG. Wenn dieser aber die Grundlage für eine Aufnahmesteuerung ist, wäre diese vollkommen nutzlos. Zuerst müßten die Programmanbieter also den EPG ernsthaft pflegen.

    Was ich besonders unglaublich finde: Wenn man korrekte Informationen zur aktuellen Sendung haben will, hilft oft nur das Umschalten zum 30 Jahre alten Videotext-System. Jeder Ingenieur bei den Sendern sollte sich vor Scham im Keller einschließen!!!

    Eine Bemerkung noch zur Unpünktlichkeit: Hier ist wohl Sat1 der unrühmliche Gewinner. Besonders außerhalb der Hauptsendezeiten. Und gerne läßt man auch Sendungen früher beginnen - bei seriösen Sendern eher unüblich. Mein "Picket Fences" ist oft nur dank 5 Minuten früher eingestellter Programmierung vollständig auf der Festplatte.

    Das ÜberallFernsehen
    Sicher ist Euch schon einmal der Begriff DVB-T: Das ÜberallFernsehen begegnet. Dazu gibt es ein geschütztes Logo (grünes Quadrat mit weißem Punkt). Das prangt überall, nur nicht auf den Empfängern.
    Grund: Die Hersteller müssen die Nutzung dieses Logos beantragen. Dazu muß das DVB-T Empfangsgerät bestimmten Minimal-Anforderungen entsprechen. Interessanterweise zählt dazu auch die VPS-Steuerung. So ein Logo hat aber nur ein Bruchteil aller Boxen.

    Fazit: So lange die dummen Kunden im Blöd-Markt Boxen kaufen und die Bürger brav GEZ-gebühren bezahlen, sind alle glücklich. Nur nicht die Zuschauer - aber wen interessiert das schon?


    Hier zum Schluß noch ein Artikel, der alles nochmal erklärt. Auch mit Hinweisen, wie man zumindest mit machen DVB-T Empfängern einen Videorekorder steuert. Allerdings ist der Text schon zwei Jahre nicht aktualisiert worden. Aber vielleicht ist in den beiden Jahren ja auch einfach nichts in Richtung Aufnahmesteuerung passiert. Etwas mißverständlich ist die Passage zur begrenzten Datenmenge für den EPG. Das hat natürlich keinen Einfluß auf die Aufnahmesteuerung, sondern nur auf die Länge der Filmbeschreibungen und die Länge der Vorausschaudauer in der Programmzeitschrift.
    ueberall-tv tipps

    Gruß
    Matthias aus Berlin
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2004
  2. tommy0910

    tommy0910 Silber Member

    Registriert seit:
    31. Juli 2004
    Beiträge:
    674
    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Suchfunktion! Ist bestimmt auch schon 827x durchgekaut worden.
    edit: Ich vergass, das man ja nach 3-buchstabigen Wortern nicht suchen kann :D Also sorry

    Aber wenn du meine Meinung wissen willst: VPS hat ohnehin nie richtig funktioniert, und wenn man eine Sendung auf Band haben wollte, war die einzig zuverlaessige Loesung das Ausschalten von VPS. Und nachdem jetzt ohnehin auch noch SAT.1 und RTL2 sich von VPS verabschiedet haben, trauere ich dem kein bisschen hinterher. Und vermissen tue ich es erst recht nicht, eher im Gegenteil!
     
  3. menschmeier

    menschmeier Neuling

    Registriert seit:
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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    "Ihre Suchanfrage erzielte keine Treffer. Bitte versuchen Sie es mit anderen Suchbegriffen."

    Und ich suchte in allen Foren nach "VPS". Also entweder die Suche hier ist funktionsunfähig, oder Du schreibst Blödsinn.
    Wie auch immer, das Thema ist aktuell und sollte weiterhin behandelt werden. Meiner Meinung nach. So lange, bis es funktioniert!!!

    Bei mir funktionierte VPS übrigens immer gut. Und ich hörte auch sonst von keinen Problemen. Mit der Auffassung stehst Du alleine da. Aber was regst Du Dich auf, VPS konnte man schon immer deaktivieren. Dann nimm halt nur den Timer.

    Übrigens: Pro7 hatte VPS noch nie genutzt, dafür haben sie aber ihre Filme fast immer pünklich gesendet. Bei Sat1 hingegen wäre VPS weiterhin dringend nötig!
     
  4. Piktor

    Piktor Senior Member

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Bei dem Thema VPS hab ich schon vor mindestens 10 Jahren resigniert und es dann einfach vergessen.

    Damals hat VPS bereits so gut wie nie funktioniert. Viele Privatensender haben es nicht unterstützt und wollten es wohl auch nie. Ein Paar Mal hat's bei mir zwar bei ZDF und ARD geklappt aber auch dort habe ich nie soviel Vertrauen in diese Technik gewinnen können, daß ich meine Videoaufnahmen tatsächlich meist entweder von Hand gestartet oder mit großzügen Pufferzeiten programmiert habe.

    Vielleicht würde ich es nochmal nutzen, wenn sich das ändert aber solange ich mich darauf nicht verlassen kann, ist es für mich tatsächlich nicht interessant.

    Gruß

    Piktor
     
  5. tommy0910

    tommy0910 Silber Member

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Das ist mir dann auch eingefallen, vielleicht liest du erst mal etwas genauer.

    Das habe ich auch nirgendwo behauptet.
     
  6. menschmeier

    menschmeier Neuling

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Hm, das hat wohl auch der Programmierer dieses Forums hier vergessen zu erwähnen...
    Aber ich habe auch seitenweise die Foren von "Technisat" und "Digital TV über Hausantenne" durchgelesen. Das Thema war zumindest in den letzten 300 Beiträgen nicht behandelt worden!
     
  7. menschmeier

    menschmeier Neuling

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    @tommy0910
    Ich las genau, aber vorausahnen, daß Du einen Fehler machtest, konnte ich ja vorher wohl nicht.

    Und ich behauptete nirgends, daß Du etwas behauptet hattest. Die Info zu Pro7 bezog sich nicht auf Deinen Vorwurf. Nimm bitte nicht alles persönlich!
     
  8. menschmeier

    menschmeier Neuling

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Ich hatte übrigens 10 Jahre einen Grundig Videorekorder (660 VPT), den ich wirklich sehr viel benutzte. Und da funktionierte VPS zuverlässig. Zumindest bei den Sendern, die es ausstrahlten. Und die Programmierung war total einfach, denn das ging per Videotext mit Druck auf die VPT-Taste. Das spätere ShowView war dann ein Rückschritt, aber Kunden wollen ja keine guten Produkte, sondern toll beworbene.

    So, und nun sollten wir die Diskussion nicht weiter über das alte analoge VPS führen, sondern uns vielleicht wieder DVB-T zuwenden. Mich interessiert eher die Zukunft und die Lösung aktueller Probleme.
     
  9. whitman

    whitman Wasserfall

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    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Wie schon geschrieben, gibt es hier mehere Threads darüber, auch wenn Sie nicht so einfach zu finden sind. Daher noch mal das wichgstes für Dich hier.
    So informiert die ARD, das es was geben wird. Leider noch unvollständig und nicht für jede Sendung. Der ORF verwendet das gleich wohl schon kompletter (zuletzt auf TW1 vor ein paar Wochen getestet). Das ganze wird von daher noch kommen, die Frage ist natürlich in wieweit es die Geräte unterstützen.

    whitman
     
  10. StefanG

    StefanG Wasserfall

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    7.784
    AW: VPS Aufnahmesteuerung und DVB-T

    Ich vermute mal das da mit SW Updates bei den meisten Receiver noch etwas zu machen ist.

    Übrigens TechniSat Receiver haben das 'ÜberallFernsehLogo' dran, ohne das VPS Funktioniert.

    Wie auch, wenn die Sender sich nicht einig sind wie solch eine Steuerung genormt übertragen wird.

    Noch nichtmal bei allen Sendern stimmen die SI (EPG) Daten immer.

    Da steht im SI (EPG) oft bei verspätungen schon die nächste Sendung obwohl sich die laufende Sendung noch verzögert.

    Das wäre der erste Schritt das SI immer von den Sendern stimmt, dann könnten sich Receiver als Notlösung für die Aufnahmensteurungen an diesen Daten orientieren.
     

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