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Vorwürfe gegen TV-Sender Premiere

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von lagpot, 25. Dezember 2003.

  1. lagpot

    lagpot Gold Member

    Registriert seit:
    29. Dezember 2001
    Beiträge:
    1.128
    Ort:
    NRW
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    »Entdecken Sie jetzt Deutschlands schönstes Fernsehen«, so wirbt der Münchner Pay-TV-Sender »Premiere«.

    Um Kunden zu ködern, tut er alles. Gerade jetzt vor Weihnachten Schon für 99 Euro wird derzeit das so genannte »Premium-Weihnachtspaket« auf den Markt geworfen. Drei Monate Spielfilme, Sport und Dokumentationen rund um die Uhr - für nur 99 Euro. Aber Vorsicht! Reinkommen ist bei »Premiere« selbstverständlich kein Problem. Aber wer raus will, der erlebt oftmals sein blaues Wunder!

    Beispiel eins: der Hamburger Theodor Hotze. Am 18. Juli schreibt er an "Premiere", dass er seinen Abo-Vertrag, der Ende September 2003 auslaufe, nicht verlängern wolle. Hotze glaubt, damit wäre die Sache erledigt. Ein Irrtum.

    "Mehrmals rief ,Premiere' bei uns an. Ich wurde immer wieder bekniet, ob ich nicht doch weiter Abonnent bleiben möchten, und ob man uns mal ein unverbindliches Angebot zusenden darf." Irgendwann gibt Hotze nach, um seine Ruhe zu haben: "Schicken Sie in Gottes Namen Ihr Angebot." Die Folge: Wenig später bringt die Post die Nachricht, ,Premiere' freue sich, "dass wir Sie auch weiterhin für unser Programm begeistern können. Durch Ihre Entscheidung, Ihren Vertrag um 24 Monate zu verlängern, beginnt die Mindestlaufzeit Ihres Abonnements ab sofort von neuem."

    "Ich habe eine solche Entscheidung nicht gefällt", sagt Hotze. "Meine Kündigung habe ich nie widerrufen." Hotze ruft bei Premiere an. Immer wieder. Erster Anruf: Eine Kündigung? Die sei nicht angekommen. Zweiter Anruf: Ja, die Kündigung ist doch angekommen. Aber nicht fristgerecht. Noch ein Anruf: Diesmal heißt es, Hotze habe am 7. Juli über den "Premiere"-Sprachcomputer unter Eingabe einer Geheimnummer seinen Vertrag verlängert. Hotze: "Eine faustdicke Lüge."

    Doch "Premiere" beharrte zunächst darauf: Frühestens zum 31. Juli 2005 wird Hotze aus dem Vertrag entlassen.

    Was Familie Hotze da erlebt, ist keine Panne, sondern scheint System zu haben. In Internetforen tauschen schon Dutzende von "Premiere"-Opfern ihre Erfahrungen aus. So viel Spaß "Premiere"-Abonnenten mit dem Programm haben, so groß ist der Ärger bei einer Kündigung: Bei der Hamburger Verbraucher-Zentrale füllen die Beschwerden der Betroffenen einen ganzen Aktenordner.

    "Mit List und Tücke versucht ,Premiere` Kündigungen zu unterlaufen", sagt Verbraucher-Juristin Edda Castello. Der Pay-TV-Sender hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Kunden bis 2005 auf 4,5 Millionen nahezu zu verdoppeln. Und um dieses Ziel zu erreichen, scheint fast jedes Mittel recht.

    Beispiel zwei: der Pinneberger Rainer Wankum. Als ,Premiere` die Preise erhöht, will Wankum kündigen. Statt 22,96 Euro nun plötzlich 40 Euro im Monat zu zahlen, ist ihm zu teuer, und deshalb macht er von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von "Premiere" heißt es dazu, dass der Kunde spätestens vier Wochen vor Inkrafttreten einer Preiserhöhung gekündigt haben muss. So weit, so gut. Das Problem jedoch ist: Wankum hat von der Erhöhung, die zum 1. Juli 2003 wirksam werden soll, erst aus einem Brief erfahren, der ihm am 6. Juni zuging. Zu diesem Zeitpunkt war die Vier-Wochen-Frist längst abgelaufen.

    Auch Wankum ist kein Einzelfall. Der Hamburger Verbraucherzentrale liegen Dutzende gleichgelagerter Fälle vor. Wankum vermutet System: "Durch diese trickreiche Methode wollen sie Preiserhöhungen durchsetzen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass Kunden abspringen."

    Und noch ein Beispiel: Heinz Kuhn. Der begeisterte Fußballfan will sich ab April 2003 die Live-Übertragungen der Bundesliga leisten. Er bestellt ein ,Premiere`-Abo. Nach wenigen Tagen kommt der Decoder - per Nachnahme für 49 Euro. Weil das Gerät defekt ist, schickt Heinz Kuhn es zurück - und weil er die Nase voll hat, legt er auch gleich die Kündigung seines Abos bei. Sein Geld- möchte er natürlich wiederhaben. Doch nichts da. "Premiere" behauptet: das Gerät ist nicht angekommen. Und aus dem Abo-Vertrag will man ihn zunächst auch nicht rauslassen. Als Heinz Kuhn bei DHL einen Nachforschungsauftrag stellt, heißt es da nur: "Ach Gott, schon wieder ,Premiere`!"

    Die Geschichte mit den angeblich verschwundenen Decodern - viele Verbraucherschützer kennen sie. "Immer wieder behauptet ,Premiere`, Decoder seien nicht angekommen. Immer wieder verlangt der Sender deshalb Geld", weiß Edda Castello. "Premiere" handele nach dem Motto: Soll doch der Kunde erst einmal nachweisen, dass er das Gerät überhaupt verschickt hat!

    Die Hamburger Morgenpost hat "Premiere" zu allen Fällen um Stellungnahmen gebeten. "Bei 2,8 Millionen Abonnenten bleibt es nicht aus, dass schon mal Fehler passieren", so Sprecher Michael Jachau. Aber das solle selbstverständlich keine Entschuldigung sein.

    Bei Beschwerden verhalte sich "Premiere" stets kulant. "Wer glaubt, wir würden systematisch versuchen, Kündigungen zu unterlaufen, der irrt."

    "Premiere"-Opfer Stephanie Andrae: Sie kündigte zum 30. September ihr Abo. Das wurde von "Premiere" auch bestätigt. Mitte Oktober bekommt sie einen Brief vom Pay-TV-Sender: "Premiere" freue sich, dass Sie Ihren Vertrag verlängert habe. Stephanie Andrae habe angeblich am Telefon zugestimmt, ihr Abo beizubehalten. Sie schwört: "Das habe ich nicht getan!"


    Quelle: Hamburger Morgenpost

    [​IMG]


    Das sagen sie zu jedem Kunden mit dem sie telefoniert haben, wir haben dich für 24 Monate.

    mfg
    lagpot

    <small>[ 25. Dezember 2003, 19:18: Beitrag editiert von: lagpot ]</small>
     
  2. TieEm

    TieEm Junior Member

    Registriert seit:
    24. August 2002
    Beiträge:
    46
    Ort:
    Deutschland
    Man gut, dass ich mit dehnen nix am Hut habe.
     
  3. Ach was--kannn garnicht sein. Die wurden alle
    aktiviert um endlich die 1.500.000 Schwarzseher
    zu suchen.
    Die findet nämlich seit der Verschlüsselungsänderung ums verrecken keiner mehr.
    Jetzt hat der Doktor das Problem das über ne Million Nagrakarten bei Kudelskis im Keller verrotten.
    Ist aber nicht so schlimm-Plastik braucht ja ein paar hundert Jahre bis es vergammelt.
    Bis dahin werden es dann 3 Millionen Abonnenten sein. Oder auch nicht-wie die jetztige Entwicklung sehr ernüchternd zeigt.
     
  4. re_cgn

    re_cgn Platin Member

    Registriert seit:
    1. März 2003
    Beiträge:
    2.098
    Ich stehe dem Verein zwar auch etwas vorsichtig gegenüber (hab seit Oktober auch nur noch ein Start-Abo weil das Programm für uns einfach nicht mehr das Geld wert ist), aber so ganz verstehen kann ich die Probleme nicht. Wir sind seit Teleclub dabei (immerhin schon gute 10 Jahre müssten das jetzt sein). Haben, seit wir die dBox haben, bestimmt schon 10mal das Gerät ausgetauscht (usw. was halt nicht ausbleibt), diverse Vertragsänderungen durchgeführt und nie Probleme gehabt. Entweder stellen sich ganz viele Leute (unbeabsichtigt / unwissentlich) falsch an oder ganze alte Altkunden werden anders behandelt, aber nachvollziehen kann ich das nicht. Die Kündigung unseres alten Vertrags klappte genauso reibungslos wie das das Zurücksenden der dBox2 im Oktober.

    Was nicht heißen soll das bei Premiere nicht irgendwas falsch laufen mag, nur ist mir ein Rätsel warum das bei einigen der Fall ist und bei anderen nicht, weil wir noch nie in all den Jahren irgendwie Probleme hatten bzw. Premiere nicht kulant war.
     
  5. Grauhaar

    Grauhaar Silber Member

    Registriert seit:
    25. Mai 2003
    Beiträge:
    863
    so ein mist,hab grad an die verbraucehschutzzentrale geschrieben, den ertikel hät ich noch gebraucht.
     
  6. ibico

    ibico Gold Member

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    31. Oktober 2002
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    Germany
    Also, ich nur eins sagen: Zur Zeit werden pro Tag mehr als 5000 neue PREMIERE Abos abgeschlossen. Die drei Millionen Marke wird in den nächsten Tagen überschritten.
     
  7. x-man

    x-man Gold Member

    Registriert seit:
    29. März 2001
    Beiträge:
    1.677
    ist doch klar, dass sie diese geschichten nicht bei allen kunden durchziehen können.
    ausserdem; früher hatte ich auch nie probleme mit premiere, aber es hat sich in letzter zeit ja auch sehr viel geändert.
     
  8. Rayo

    Rayo Silber Member

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    Nordbaden
    @ibico
    Und wieviel Kunden kündigen täglich bzw. wieviele Abos laufen aus ?
    ... nicht vergessen beim hochrechnen !
    Ansonsten zu dem o.g. Thema keine weitere Stellungnahme nötig ! w&uuml;t
     
  9. ibico

    ibico Gold Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2002
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    1.712
    Ort:
    Germany
    Höchstens 20% kündigen. Abos können nicht auslaufen die muss man kündigen oder verlängern.

    Premiere ist auf dem guten Weg die 3 Mio. Marke in naher Zukunft zu knacken. Nächste Marke liegt bei 3,6 Mio. die wird spätestens ende Sommer Anfang Herbst 2004 übersprungen.

    <small>[ 25. Dezember 2003, 20:56: Beitrag editiert von: ibico ]</small>
     
  10. headbanger

    headbanger Guest

    @Ibico:Woher weißt du das.Bist du der wiederauferstansene Heilland,das du so in die Zukunft sehen kannst.
     

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