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Vorstellung Internet (Freifunkhotspot) im Kleingarten via Satellitenschüssel

Dieses Thema im Forum "Internet über Sat, Kabel, Mobilfunk und Festnetz" wurde erstellt von Saadi, 3. Juli 2017.

  1. Saadi

    Saadi Silber Member

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    Hallo liebe Forenmitglieder des Digitalfernsehen Forums...
    war eine ganze Weile hier im Forum inaktiv , aber habe vor ein paar Tagen HF-Technisch etwas experimentiert. Vielleicht könnte das für den einen oder anderen interessant sein?

    Gerne möchte ich mein Projekt "WLAN via Sat im Garten + Freifunk" vorstellen, und erläutern wie ich was umgesetzt habe.

    [​IMG]


    [​IMG]

    [​IMG]

    Da ich seit zwei Monaten Unitymedia bei mir daheim habe, besteht die Möglichkeit wifispot zu nutzen, um im Kleingarten an der SAP Arena Freifunk zu realisieren.

    Als erstes musste eine Sat-Schüssel her, denn mit einer selbstgebauten 2.4ghz YAGI Antenne, hatte ich keinen Erfolg, einen Wifispot zu empfangen, nach ersten Tests.

    Daher entschied ich mich für eine ein Meter Offsetschüssel, und begann mich nach einem Router umzusehen. Dabei fiel meine Wahl auf den TP Link 841n.
    Nachdem der Router besorgt war, begann ich, zwei RG58 50Ohm Kabel an die Antennenanschlüsse des 841n zu löten.

    [​IMG]

    Die Enden des Kabels versah ich mit BNC-Buchsen und -Steckern.

    Nun musste das Feedhorn gebastelt werden. Hier richtete ich mich nach dieser Anleitung:
    https://web.archive.org/web/20090718000509/http://www.saunalahti.fi/elepal/antenna2.html3

    Ich hatte vorher eine Quad Antenne ausprobiert, allerdings mit mageren Ergebnissen. Die Cantenna mit Hornfeed schafft es meiner Meinung nach besser, das fokussierte Signal der Schüssel aufzufangen.
    Dabei habe ich einfach zwei Nägel in zwei BNC Buchsen gesteckt.

    Nun, für Mimo, oder um sich zwei mal in den Router einzuloggen um statt 10mbit 2x10mbit mit zwei 841n Routern vom Wifispot zu empfangen, habe ich einfach die BNC-Buchsen mit den Nägeln um 90° versetzt angeordnet.

    [​IMG]

    Nun steht die Hardware, jetzt muss nur noch die Software configuriert werden.
    Dazu habe ich erst einmal OpenWRT installiert, aber eine selbst kompilierte Version mit WPAD / WPA-Supplicant / 802.11 -x mit WPA2-Enterprise für das verbinden mit einem wifispot.

    Openwrt hat sich allerdings als buggy herausgestellt, was die Verbindungsqualität anbelangt:
    841N V9 wifi client connected but Internet drops sometimes? (Page 1) — General Discussion — OpenWrt

    Wir nutzen trotzdem erst einmal OpenWRT um die Schüssel auszurichten. Entweder man installiert Wavemon im Openwrt Softwaremanager, oder man nutzt halt die Scan-GUI von Openwrt.
    Anmerkung zur Offsetschüssel:
    Man muss den Halter mit der Höheneinstellung (Nicht azimut!) einfach umdrehen, sodass die Schüssel einen Winkel von z.b. 5° hat um die Häuser in der Umgebung nach Wifispots abzuscannen.

    Nun haben wir ja die Hardware und Openwrt fertig, es kann mit dem Absuchen nach Wifispots begonnen werden. Dazu sage ich: einfach ausprobieren!
    Was wichtig ist:
    das Feedhorn, was ich mit Draht an den LNB Halter der Schüssel fixiert habe, muss ab und zu gedreht werden bei der Suche nach Wifispots, denn die Polarisation des abgestrahlten Wifispots ist entscheidend.

    Nach einer halben Stunde hatte ich dann schließlich 3! Wifispots in der Umgebung gefunden, es wurde dann mit der WLAN-Station mit dem Signal verbunden (in c.a. 1 km Entfernung). (z.B. Signal = -77 dBm ist besser als -80dBm!)

    [​IMG]

    Es könnte sein, dass die Verbindung nicht stabil ist, deswegen erhöhen wir die Sendeleistung von 18dBm auf die 20dBm, siehe:
    TP-Link TL-WR841ND [OpenWrt Wiki]
    Eine Zusammenstellung der Dateien die man dafür braucht, habe ich hier, inklusive der reghack.mips.elf

    --> https://drive.google.com/open?id=0B9Gxb6ROYUGLUXIzVHhKbUdpemc1
    --> https://drive.google.com/open?id=0B9Gxb6ROYUGLZXJES2dkVGdXdzQ1

    ssh root@openwrt

    On ar71xx:

    cd /tmp/
    wget http://luci.subsignal.org/~jow/reghack/reghack.mips.elf
    chmod +x reghack.mips.elf
    ./reghack.mips.elf /lib/modules/*/ath.ko
    ./reghack.mips.elf /lib/modules/*/cfg80211.ko
    reboot

    Um die Stabilität vollends zu garantieren, ( 841N V9 wifi client connected but Internet drops sometimes? (Page 1) — General Discussion — OpenWrt )
    und WPA2Enterprise Problemen Vorzubeugen, flashen wir nun DD-WRT:
    Die aktuelle dd-wrt Firmware auf den 841n mit SCP transferieren (Windows CMD: pscp.exe -scp C://Windows/bla/factory-to-ddwrt.bin root@192.168.1.1:/tmp)
    Nun stellen wir Kanada in den WLAN Einstellungen als Land ein, und stellen z.B. 20dBm als TX-Power ein.

    Nun können wir in DD-WRT einen WLAN-Scan machen und uns mit einem Wifispot verbinden. Nicht vergessen, als Client einstellen und dann auf den speichern-Button klicken, sonst taucht die 802.11-X WPA2Enterprise Option nicht auf!

    Fertig ist die "Richtfunkstrecke"
     
    whitman und DrHolzmichl gefällt das.
  2. Saadi

    Saadi Silber Member

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    Hat jemand eine Ahnung ob die Wifispots auch im 5-GHZ Bereich funken?
    Wäre also noch eine umrüstoption =)
     
  3. TV_WW

    TV_WW Institution

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    Du willst dir unbedingt Ärger mit der Bundesnetzagentur einhandeln, Saadi. Oder etwa nicht?
    Deine WLAN-Anlage mit Richtantenne dürfte sicherlich die erlaubte Sendeleistung überschreiten.
    Mit Richtantenne kommst du leicht über 30 dBm drüber. Es zählt nicht der Wert der am Router eingestellt wird, sondern welche HF-Leistung effektiv von der Antenne abgestrahlt wird.

    Ja, 5 GHz ist möglich. Im Freien dürfen allerdings nur bestimmte Kanäle genutzt werden u. die Sendeleistung muss auf 250 mW beschränkt werden.
    Das dürfte bei Nutzung einer Richtantenne schwierig werden.
    WLAN-Richtantennen dürfen ohne gesonderte Genehmigung nur zur Erhöhung des Empfanggewinns genutzt werden, aber nicht zur Erhöhung der abgestrahlten HF-Leistung.
     
  4. Saadi

    Saadi Silber Member

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    Als Amateurfunker halte ich mich natürlich an die vorgegebene Sendeleistung.



    " Zunächst muß man zwischen dem eigentlichen WLAN-Funk und dem darauf basierenden Datennetz unterscheiden. Für den Funk gibt es zwar Vorschriften bzgl. der Sendeleistung, jedoch keine Pflicht zur Anmeldung einer solchen Funkinstallation. Dies gilt sowohl für 2,4- als auch für 5-GHz-WLANs. Gelegentlich liest man noch von einer Meldepflicht für grundstücksüberschreitende Funkinstallationen. Doch dies wurde für WLANs bereits im Jahr 2001 ersatzlos abgeschafft."
    Ich erbringe keine Telekommunikationsdienstleitung!
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juli 2017
  5. TV_WW

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    Was hat eine WLAN-Funkstrecke bitte mit Amateurfunk zu tun?
    Rechtlich sehe ich das zumindest als grenzwertig an eine WLAN-Funkstrecke als Funkamateur zu betreiben u. dabei eine höhere Sendeleistung zu nutzen. Funkamateure haben lediglich sekundäre Nutzungsrechte für das 2,4 GHz Band, dazu dürfen AFu-Ausstrahlungen in diesem Band nur max. 10 MHz Bandbreite belegen. WLAN Kanäle haben allerdings 20 oder 40 MHz Bandbreite.
     
  6. DrHolzmichl

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    In der Praxis ist es meist so, dass ein lizensierter Funkamateur im Falle einer Störungsmeldung von außerhalb seines Grundstückes aufgefordert wird, die Störung zu beseitigen. Er ist schließlich nachweislich technisch versiert, dies in Eigenverantwortung erledigen zu können. Käme er trotz wiederholter Aufforderung dem nicht nach, erst dann käme es zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren.
    Kommt es aber zu keinen Störungen, wird deren Hobbyausübung zumindest geduldet, auch wenn es in Richtung Grauzonen geht.

    Ich finde das Projekt höchst interessant!:) So kann man auch größere Grundstücke oder Firmengelände auch in abgelegendsten Gebieten lückenlos mit Internet per WLAN versorgen. Freifunk inklusive. Ohne alle paar Meter gleich wieder handelsübliche Repeater zu benötigen, die die Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzes schwächen würden.


    Gruß Holz (y)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juli 2017
    Patrick S gefällt das.
  7. kingbecher

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    Also ganz ehrlich.. Eher hätte ich die legale Variante mit Richtfunk via Yagi etc gewählt. Das kann dann so abgestimmt werden dann die Antenne zwar 14db verstärkt aber der Router dann noch mit erlaubten Feldstärken Sendet. Also mit rund 6db Senden..

    Das ist eben legal verglichen hier zum DIY..

    Wenn die BNetzA ausrückt wird es für dich eindeutig teuer.. Da könnte sich sogar eine 10GB Vertrag rentieren..
     
  8. TV_WW

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    Wer mit seiner WLAN-Funkstrecke keine Störungen bei keinem seiner Nachbarn verursacht muss gar kein Funkamateur sein um eine solche Anlage zu nutzen.
    Es muss im praktischen Einsatz sichergestellt werden dass sich keine Nutzer anderer WLAN in der Funkübertragungsstrecke befinden, weil aufgrund der höheren Sendeleistung dieselben Frequenzen in diesem Bereich für andere WLAN praktisch kaum nutzbar sind.
    Und hier spielt es keine Rolle ob jemand Funkamateur ist oder nicht, weil WLAN keine typische Frequenznutzung eines Funkamatuers ist.
     
  9. Hb6791

    Hb6791 Junior Member

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  10. TV_WW

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    ^^^
    Soll das jetzt witzig sein, oder willst du nur darstellen dass du keine Ahnung hast?
    Was hat die Polizei mit der Sache zu tun?
     

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