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Vorhandenes Kabelnetz per Unicable auf Sat-Empfang umstellen ?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Uncle Grandpa, 26. Juli 2017.

  1. Uncle Grandpa

    Uncle Grandpa Junior Member

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    Hallo zusammen,

    bei uns im Haus hatten wir bis jetzt nur Kabelempfang ( Unitymedia), jetzt habe ich allerdings vor alles auf Sat-Empfang umzustellen.

    Eigentlich hatte ich erst geplant alles mit einem Quattro LNB und einem Multischalter (8 Ausgänge) zu lösen,
    aber jetzt habe ich mich seit ein paar Tagen in das Thema Unicable eingelesen und habe das Gefühl, das dieses System die bessere und Kostengünstigere Lösung wäre. :confused:

    Jetzt zu meiner Frage, wie muss ich das dann jetzt genau machen ?

    Genügt es wenn ich mir einfach ein Unicable LNB an die Schüssel mache und dann das Kabel davon an den Hausverteiler anschließe, wo bisher das Signal von Unitymedia verteilt wurde ?:confused:

    Und ist es auch irgendwie noch weiterhin möglich internet und Telefon über Unitymedia zu beziehen ?

    Sorry für die vielen Fragen, aber ich hoffe mir kann trotzdem jemand weiterhelfen :)
     
  2. raceroad

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    Nein, so einfach ist das leider nicht: Der sog. "Hausverteiler", evtl. vorhandene weitere Verteilkomponenten (Verteiler / Abzweiger) sowie Durchgangs-Antennensteckdosen sind ziemlich sicher nicht Sat-tauglich und müssen getauscht werden. Lediglich manche Typen von Stichdosen, die es aber nicht geben muss (…. weil nur nach einem Abzweiger richtig), sind uneingeschränkt auch für Sat geeignet.

    Basis einer soliden Planung für einen Umbau ist eine möglichst genaue Information über den Ist-Zustand: Welche Komponenten / Dosen sind wie (Topographie, Distanzen) verbaut (Skizze)? Typ / Eigenschaften des verlegten Kabels? Wie viele Tuner sollen genutzt werden können? ....

    Vorsorglich auch gleich der Hinweis darauf, dass für außerhalb des Gebäude-Schutzbereichs montierte Antennen (> Kleiske, Bild S. 7) Blitzschutz zum Thema wird.


    Sicher nicht dann, wenn wie von Dir oben geschrieben die Signalzuführung von UM ersatzlos vom Verteilnetz getrennt wird [​IMG]. Oder war die Vertragsgestaltung gemeint?

    Rein technisch ist es zwar weiterhin möglich, Kabel-Internet und Einkabel-Sat auf ein Kabel zu packen. Das ist aber technisch nicht trivial, und es kann im Moment (Stichwort Frequenzerweiterung Kabel-TV) schwieriger als noch vor wenigen Jahren sein, den Kabelnetzbetreiber davon zu überzeugen. Es wäre daher auf jeden Fall einfacher, ein nur noch für Internet / Phone nötiges häusliches Kabelnetz separat von Sat zu betreiben.
     
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  3. Uncle Grandpa

    Uncle Grandpa Junior Member

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    Danke schonmal für die Infos :)

    Also die Dosen sind alle noch recht neu, wurden vor 4-5 Jahren vom Elektriker neu verlegt und die Kabel in den Wänden auch. Die Dosen sind alles Enddosen, also keine Durchgangsdosen. Jede Dose hat einen eigenen Strang vom Verteiler aus.

    Auf einer Dose könnte ruhig nur das Signal von Unitymedia für Internet+Telefon anliegen, das ist im Moment sowieso schon der Fall.

    Eine Zeichnung versuche ich nachzureichen.

    Und hier noch die Komponenten die ich bislang eingeplant hatte für mein Vorhaben






    Und dann wollte ich bei meinem Twin-Receiver noch so einen Splitter zwischen zu schalten, damit ich beide Anschlüsse belegen kann:



    Ist das soweit okay ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2017
  4. raceroad

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    3-Loch Multimedia-Dosen mit F-Buchse für ein Kabelmodem sind nicht Sat-tauglich. Ich dachte bei der Eignung von Dosen aus dem Bestand an 2-Loch-Dosen, und die gibt es gar nicht als Enddose. Um die never ending story mit der falschen Bezeichnung nicht wieder durchkauen zu müssen: Wenn es 2-Loch Dosen gibt, musst Du nachsehen, welche Typbezeichnung da drauf steht. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

    Grob ja. Aber bedenken, dass von den 24 Frequenzen, die das LNB bietet, nur acht im verbreiteten Unicable EN 50494 zu nutzen sind. Wenn allerdings nur max. sieben Dosen genutzt werden sollen geht das selbst in EN 50494 solange noch auf, wie lediglich an einer Dose zwei Tuner verwendet werden. Allerdings geht der Trend zu immer mehr Tunern pro Endgerät. Dann muss man zumindest teilweise Receiver / TVs verwenden, die auch das neuere Einkabelprotokoll JESS beherrschen, oder man baut die Anlage basierend auf eine externen Einkabelumsetzer mit unabhängigen Ports auf. Das ist zuverlässiger, kostet aber mehr.

    Es kann auch ohne Splitter nötig sein, zwischen Einkabel-LNB und zentralenm (ersten) Verteiler noch eine geeignete Strom-Einspeiseweiche (+ Netzteil) zu ergänzen. Mit einem zweiten Splitter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man durch ein Netzteil stützen muss. Aber die meisten Twinreceiver brauchen im Einkabelbetrieb gar keinen Splitter. Weißt Du schon, welcher Receiver es werden soll und ob man dafür tatsächlich einen lokalen Verteiler benötigt?


    Um den zentralen Verteiler herum ist wenigstens noch ein Erdungswinkel für den Potenzialausgleich nötig, dazu F-Patchkabel. Auch zum PA steht etwas bei Kleiske, und auch sonst ist das hier immer wieder Thema. Einfach mal selber suchen.
     
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  5. Uncle Grandpa

    Uncle Grandpa Junior Member

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    Okay wegen den Dosen müsste ich dann mal nachschauen, zur Not muss ich halt alle austauschen.

    Ja das mit dem LNB nur 8 Receiver per Unicable betrieben werden können, hab ich gelesen, aber das passt ja, brauche ja sowieso nur 8 Anschlüsse.

    Die anderen Receiver sind alles Single-Tuner Receiver.

    Der Twin-Tuner Receiver ist ein VU+ SOLO SE V2.
     
  6. raceroad

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    Dafür braucht man keinen Splitter: Ein Kabel an Eingang Tuner A, Tuner B wird auf "Verbunden mit Tuner A" konfiguriert.
     
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  7. Uncle Grandpa

    Uncle Grandpa Junior Member

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    Okay das wäre ja schonmal prima, dann könnte ich mir den Splitter ja schonmal sparen. :)

    Wäre es generell ratsam einen 8-fach Verteiler mit Netzstecker zu nehmen, damit man auf der sicheren Seite ist ?

    Welche Dosen wären denn zb. günstig und empfehlenswert ? :)

    So eine


    Wofür ist denn der Erdungswinkel genau, denn die Schüssel müsste eigentlich nicht geerdet werden, da sie nicht auf dem Dach ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juli 2017
  8. raceroad

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    Ein Verteiler ist eine passive Komponente, und die gibt es nicht mit Netzstecker.

    Wie ein robusterer Aufbau aussehen könnte, hängt vom Bedarf und der Investitionsbereitschaft ab. Ist es richtig, dass max. sieben Dosen zu versorgen sind? Dafür könnte man z.B. einen (von einem Quattro-LNB über vier Kabel versorgten) JRS0502-4+4T nehmen. Der hat zwar nur sechs Ausgänge, aber neben vier "normalen" Ausgängen für je einen Tuner ("Legacy") gibt es noch zwei Ausgänge mit Unicable-Option (für ja vier Frequenzen / Tuner). Einen dieser Ausgänge könnte man für den Hauptempfangsplatz reservieren, den anderen auf zwei Empfangsstellen splitten (entweder 2x2 Tuner oder 1+3) > reichte in der Summe für sieben Dosen. Dieser JRS... braucht kein Netzteil! Nächste Stufe wäre etwa ein ähnlicher Baustein wieder mit vier normalen Ausgängen und zwei Kombiports mit Unicable-Option, diesmal aber für bis zu acht Tuner je Unicable-Ausgang (> dafür Netzteil nötig). Noch mehr wäre möglich, ginge aber wohl am Bedarf vorbei und würde zu teuer.

    Abgesehen davon, dass die Dosen vielleicht gar nicht getauscht werden müssen: Der Wahl hinge davon ab, wo das Signal herkommt. Und noch ist doch gar nicht klar, ob Du Dich für einen Aufbau mit einem Einkabel-LNB entscheidest, oder ob ein externer Einkabelumsetzer verwendet werden soll.

    Sorry, aber lies Dich bitte in die Infos von Kleiske oder Dehn ein. Sehr viel dazu steht auch im oben gepinnten Thread "Satanlage richtig erden", der aber mega unübersichtlich ist.

    Nur so viel: Montage nicht auf dem Dach reicht noch nicht, um auf Erdung verzichten zu können. Der Gebäude-Schutzbereich, in dem sich auch alle Kabel befinden müssen, wird in beiden verlinkten Infos beschrieben.
     

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