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Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von kevinovicz, 3. September 2007.

  1. kevinovicz

    kevinovicz Neuling

    Registriert seit:
    19. August 2007
    Beiträge:
    7
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    Hallo,
    da wir in unserem Mehrfamilienhaus mit ca. 60 Mietparteien auf vielen Sendern ein extrem schlechtes Bild über analogen Empfang (Kabel Deutschland) hatten, sind wir vor zwei Wochen auf Kabel Digital umgestiegen.
    Die Probleme wurden jedoch nur noch schlimmer:
    1. Alle ARD-Programme auf S02 und S03 sind nicht zu empfangen.
    2. Alle E-Sender lassen sich nicht empfangen (522-642 MHz)
    3. Die Sender auf den Bändern 338-394 MHz lassen sich noch ordentlich empfangen (48-51% Signalstärke, 70-100 % Signalqualität), doch alles was danach kommt hat nur noch eine Signalstärke von 40-50 % mit einer Signalqualität von 0-40 % und ist damit nicht zu gebrauchen.
    Also als Erstes die alte Kabeldose im Wohnzimmer gegen eine neue Axing-Enddose mit 5 db-Dämpfung getauscht - keine Veränderung. Auch ein direkter Suchlauf auf den jeweiligen Frequenzen ergab gar nichts. Der automatische Sendersuchlauf des Thomson-Receivers startet übrigens erst bei 338 MHz.
    Als nächster Schritt mal im kilometerlangen Keller nachgeschaut; dort sind etliche Abzweiger mit 3-864 (ungefähr, habe ich nicht mehr genau im Kopf) MHz angebracht.
    Die eigentliche Anlage mit Verstärker liegt hinter einer verschlossenen (aargh) Tür.
    Laut Mietvertrag haben wir einen Breitbandkabelanschluss, dessen Signal wohl jedoch nicht in unserer Wohnung anzukommen scheint. Unsere Probleme mit dem analogen Signal hatten wir im vergangenen Jahr schon einmal moniert; KD-Techniker kam und maß am HÜP ein Signal von 98 db, also nicht deren Sache. Haustechniker kam und maß bei uns in der Wohnung ein Signal von „fast 60 db", was er für tolerierbar hielt. Er klemmte uns nur die Buchse im Schlafzimmer ab, die wir eh nicht brauchen, isolierte das Kabel dorthin aus dem Wohnzimmer und setzte uns im Wohnzimmer eine Enddose ein.
    Lange Rede - kurzer Sinn!?!
    Wie kann ich der Hausverwaltung gegenüber argumentieren? Muss ein neuer Hausverteiler/-verstärker her? Wieviel db sollte ein ausreichendes Signal haben?
    Fragen über Fragen, für deren Beantwortung ich mich schonmal bedanken möchte!
     
  2. anovi

    anovi Gold Member

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  3. bta98

    bta98 Board Ikone

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    4.801
    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    Das klingt deutlich nach einem S2/S3 Dosenproblem, wo gegen nur ein Tausch gegen eine moderne Breitband- oder Multimediadose hilft! Da Du aber auch schreibst, dass Du keine Sender höher 450 MHz empfangen kannst, scheint bei Dir zudem noch das sog. Hausverstärker-Problem vorzulegen! Alte Hausverstärker lassen nämlich alles was über 450 MHz liegt NICHT durch! Daher auch hier...Hausverstärker TAUSCHEN gegen einen Verstärker bis 862 MHz; am besten in vergleichbarer oder höherer Stärke eures Alten! :winken:
     
  4. kevinovicz

    kevinovicz Neuling

    Registriert seit:
    19. August 2007
    Beiträge:
    7
    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    Erstmal vielen Dank für die Antworten.

    @*anovi: Genau soetwas habe ich gesucht, Danke! Das bedeutet ja dann wohl im Umkehrschluss, dass das Signal zwar gerade noch so stark genug ist, die Qualität des Signals aber einfach mangelhaft, oder?

    @*bta98: Die Dose hatte ich schon ausgetauscht. Da hängt jetzt eine Axing BSD 20-00 drin. Ich hatte hier auch noch eine Kathrein ESD-84 rumliegen, mit der es allerdings auch nicht besser aussah.

    Vielleicht sollte ich meine Fragen mal etwas deutlicher formulieren :D :
    1. Kann es trotz einer Breitbanddose sein, dass ich bei korrekt installiertem Verteiler keine S02- und S03-Kanäle empfangen kann? Hat das auch etwas mit der Signalstärke/-qualität oder nur der Buchse zu tun?
    2. Eher etwas Rechtliches, aber vielleich hat ja hier schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht:
    Wenn ich laut Mietvertrag einen Breitbandkabelanschluss habe, muss dann nicht auch für den richtigen Verstärker seitens des Vermieters/Eigentümers gesorgt werden? Oder reicht es von deren Seite aus, wenn sie einen Verstärker bis 450 MHz anbieten?
    3. Wenn der KDG-eigene Thomson-Receiver den automatischen Suchlauf erst bei ca. 300 MHz beginnt, heißt das dann, das darunter erst gar kein Signal anliegt? Wenn ich einen manuellen Suchlauf bei 113 MHz starte, sieht es so aus, als würde der Receiver gar nichts machen...

    Sorry, bin aber was Elektrotechnik angeht nicht sehr bewandert :(

    Will ja nicht nerven, aber die Hausverwaltung zickt bei jedem Furz 'rum (wenn es um Defekte/Kosten geht) und deshalb will ich denen halt gleich mit Fakten kommen.
    Nochmal Danke,
    Kev
     
  5. globalsky

    globalsky Board Ikone

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    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    Das S 02- und S 03-Problem besteht nach meinen Erfahrungen auch, wenn eine Reihe hintereinandergeschalteter Dosen installiert sind, die nicht dafür tauglich sind. Bei geringer Anzahl (unter 3 Stück) kommt meist an der letzten Dose noch genügend Pegel bei diesen Frequenzen an; bei mehr als 3 in Reihe geschalteten Dosen wird es aber zunehmend kritischer. Daher sollten alle Dosen im Strang auf den neuesten Stand gebracht werden.

    Von einem Breitbandanschluss sprach man schon, als das Kabelfernsehen lediglich einen Frequenzbereich bis etwa 300 MHz (also dem Kanal S 20) abdeckte. Da hast Du also keinen Argumentationsgrund, denn Du hast nach der Definition definitiv einen Breitbandanschluss, auch wenn dieser nicht den vollen Frequenzbereich abdeckt. Die Kabelunternehmen versuchen schon seit den Beginnzeiten des Kabelfernsehens (also ab da, wo eigentlich nur die Deutsche Telekom als Netzbetreiber existierte) mit geschickten Wortspielereien die "unbegrenzten" Möglichkeiten und damit die Vorzüge des Kabelfernsehen in den Vordergrund zu rücken. Manchmal wird dabei sogar bewusst gelogen.

    Wenn der Verstärker getauscht wird, dann sollte gleich einer installiert werden, der den Frequenzbereich bis 862 MHz abdeckt, sonst bekommst Du in Berlin wieder nicht alle Sender herein.

    Ich hatte mal einen Thomson-Receiver am Kabel installiert. Der fängt zwar tatsächlich bei 300 MHz an zu suchen, kommt aber mit der Zeit auch auf die Frequenzen unterhalb von 300 MHz.

    Ach und noch etwas:
    Da bei vielen Mieteigentümern/Wohnungsbaugesellschaften die Meinung vorherrscht, dass das analoge Angebot doch völlig ausreicht, habe ich bei vielen schon festgestellt, dass eine Beschwerde oder Störungsmeldung einfach im Sand verlaufen ist. Bedauerlichweise hat sich das bis zum heutigen Tage nicht geändert.
     
  6. kevinovicz

    kevinovicz Neuling

    Registriert seit:
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    7
    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    @*globalsky:
    Danke für die Infos! Sieht ja nicht gut aus...
    Das normale (analoge) Kabelangebot würde mir tatsächlich schon reichen, wenn denn wenigstens hier die (Signal-)qualität stimmen würde. Leider ist jedoch der Empfang einiger Sender (Comedy Central, MTV, DSF, Tele 5, Das Vierte usw.) so unbrauchbar, dass ich das ja mit dem digitalen Anschluss umgehen wollte.
    Was mich halt auch ein wenig wundert ist die Tatsache, dass alle Abzweiger bis 862 MHz ausgelegt sind, während ich nun immer mehr davon ausgehe, dass der Verteiler-/Verstärker nicht dafür ausgelegt zu sein scheint.

    Mal sehen, wie zickig die Hausverwaltung jetzt wieder anstellt, wenn ich denen zu einem Tausch rate!?! Gerade auch in Anbetracht dessen, dass ja wohl laut (Regierungs-?) Beschluss das komplette Fernsehen bis 2010 auf digital umgestellt werden soll, könnten die jetzt schon mal etwas tun.
     
  7. globalsky

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    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    Wenn das Bild beim analogen Fernsehen schon teilweise so schlecht ist, dann wird wohl der Pegel bis zu Deiner Dose nicht mehr ausreichen. Dann stellt sich natürlich die Frage, ob der Verstärker richtig dimensioniert wurde. Ich habe auch schon Installationen gesehen, da hat man zwar einen leistungsmäßig großen Verstärker installiert, dann aber nicht bedacht, dass in einer Anlage die Dosen auch mal ganz weit weg oder in einem Strang hängen, der viele Antennendosen integriert hat. Dann hat man zwar auf fast allen Abgängen einen guten Pegel erreicht, für ein oder zwei Stränge reicht der Pegel aber bis zum letzten Teilnehmer nicht mehr aus.

    Du hast etwas davon angedeutet, dass bei Dir der Pegel laut Aussagen einer Fachfirma bei fast 60 dB liegt und eigentlich ausreichen soll. Nun, wenn man die Vorschriften betrachtet, so muss der Pegel nach EN 50083-7 bei den analogen Programmen (AM-RSB-Fernseh-Rundfunk) zwischen 60 und 80 dB (77 dB bei Systemen mit mehr als 20 Programmen) betragen. Das gilt für alle analogen Programme, also auch für die, die auf höheren Frequenzen/Kanälen übertragen werden. Bei digitalen Programmen besagt die oben genannte Norm, dass ein Minimalpegel von 47 dB und ein Maximalpegel von 67 dB erlaubt sind, d.h. digitale Signale werden bereits mit deutlich weniger Pegel eingespeist, als das bei analogen Programmen der Fall ist. Sollten nun bei Dir weniger als 60 dB analog anliegen, dann wäre die Norm schon nicht eingehalten und Störungen damit vorprogrammiert.

    Vielleicht kann man in dem von Dir bewohnten Haus einmal eine Pegelanalyse durchführen lassen. Die kostet zwar Geld, würde aber die Schwachstellen an der Hausverkabelung aufdecken. Danach könnte durch eine Netzoptimierung mit vielleicht zusätzlichen Verstärkern in den grenzwärtigen Strängen (verbunden mit dem Austausch von Antennendosen) ein der Norm entsprechender Pegel an Deiner Antennendose realisiert werden.
     
  8. kevinovicz

    kevinovicz Neuling

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    AW: Viele Probleme mit DVB-C in Berlin

    Danke, globalsky!
    Das sind echt mal Tipps, die sogar ich auch tatsächlich verstehen kann und die einem weiterhelfen. Vor allem die Tatsache, dass mir der „Fachmann" letztes Jahr mit dem was er erzählt hat einen Bären aufgebunden hat. Steht wohl zu nah an der Hausverwaltung, die mal wieder Kosten sparen wollten (die sie ja eh über die Betriebskosten wieder reinholen würden...).
    Ich habe der Hausverwaltung nun gestern mal einen freundlichen Brief geschrieben, in denen ich sie darum bat, doch bitte noch einmal einen „versierten" Techniker zu schicken, der unseren Kabelstrang, den Verstärker und den Verteiler überprüft. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir am Ende eines Strangs hängen. Denn obwohl wir im EG eines Quergebäudes (früher: Hinterhaus!) sitzen, hatten wir, wie schon erwähnt, im Wohnzimmer eine Durchgangsdose und im Schlafzimmer die nun abgeklemmte Enddose. Und das in unserem Haus eine Sternverkabelung durchgeführt wurde, kann ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen...

    Also, nochmal vielen Dank, denn mit den ganzen Angaben und möglichen Ursachen konnte ich wenigstens schon mal die möglichen Problemstellen nennen und vernünftig argumentieren; und darauf kam es mir ja zunächst einmal an.
     

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