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Vermieter verlangt Entfernung der Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von le-sat, 12. März 2007.

  1. le-sat

    le-sat Neuling

    Registriert seit:
    16. Januar 2005
    Beiträge:
    8
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    Hallo zusammen,
    wer hat noch davon gehört, dass sein Vermieter die Demontage der Sat-Schüssel verlangt mit dem Hinweis, es gäbe ja einen Anschluss von KD?
    Steckt dahinter System? Macht KD Druck auf größere Vermieter (wie hier in Leipzig eine städtische Wohnungsgesellschaft)?
    Suche Betroffene zwecks Informationsaustausch.
    Danke!
     
  2. mor

    mor Wasserfall

    Registriert seit:
    19. August 2004
    Beiträge:
    8.730
    Ort:
    86.12S, 148.41 W
    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Ist mir nicht bekannt. Ich bin auch Mieter dieser "grossen städtische Wohnungsgesellschaft" und kann kein solches Vorgehen erkennen. Eher das Gegenteil. Seit ca. 1 Jahr spriessen in dem Wohnhaus in dem ich wohne die Schüsseln auf den Balkonen. (Leider habe ich keinen Südblick :( ).
    Es ist allerdings unübersehbar das die "grosse städtische Wohnungsgesellschaft" sehr aktiv mit KD verbandelt ist. ( Hauszeitschrift !, KD Aushänge im "offiziellen" schwarzen Brett, KD Berateranschrift als Erstinfo usw...
    Vielleicht macht KD ja jetzt Druck...
     
  3. Bockumer

    Bockumer Silber Member

    Registriert seit:
    26. Februar 2007
    Beiträge:
    963
    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Wie sieht denn die rechtliche Lage aus? Kann die Wohungsgesellschaft eine Schüssel verbieten? Insbesondere dann, wenn weder Mauerwerk o.ä. für die Schüssel in Anspruch genommen wird.
     
  4. narrendoktor

    narrendoktor Gold Member

    Registriert seit:
    20. Juli 2004
    Beiträge:
    1.356
    Ort:
    Hamburg
    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Eigener Beitrag:

    1)Man sollte immer den gesunden Menschenverstand walten lassen.

    2)Eine Beschädigung der Fassade ist auf jeden Fall indiskutabel.

    3)Sich auf den Standpunkt zu stellen, das eine lose aufgestellte Schüssel einem Sonnenschirm gleich kommt, muß man seinem Vermieter auch erst einmal (freundlich) klarmachen.

    4)Wenn sich beide, Vermieter und Mieter, auf die Hinterbeine stellen und auf ihr 'Recht' pochen, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Rechtsstreit (mit ungewissem Ausgang ...) ins unendliche.

    5)Immer auch einen Schritt weiter denken: Das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter wird dauerhaft beschädigt sein wenn man keinen Kompromiß findet. Das bedeutet, beim nächsten Streitfall wird nicht mehr freundlich geredet, sondern gleich geschossen.

    6) Hat man einen guten (eventuell sogar durch den Beruf, Religion o.ä. hervorgerufenen) Grund für den notwendigen Empfang per Satellit kann man das ja auch dem Vermieter freundlich erklären und mit Hinweis auf die nicht zerstörte Fassade und die schon sehr klein gewählte Schüssel um Duldung bitten.

    Eigener Beitrag Ende.

    Willkürlich ausgewählte Urteile (mal wird so entschieden und mal anders):

    Mieter sollten vor der Installation einer Satellitenschüssel an Balkon oder Hausfassade ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Zwar dürfen Eigentümer das Anbringen nicht generell im Mietvertrag verbieten. Sie können jedoch ihre Zustimmung verweigern, wenn das Haus über eine Gemeinschaftsantenne oder Kabelanschluss verfügt. Darauf weist der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen in München hin.

    Wie nahezu jede Regel gibt es aber auch hier eine Ausnahme: Ausländischen Mietern, die in ihrer Wohnung weniger als zwei heimatsprachliche Sender empfangen können, muss einem Urteil zufolge die Parabolantenne erlaubt werden (Landgericht Coburg, Aktenzeichen 1 C 665/00). Vermieter dürfen allerdings bestimmen, wo die Schüssel anzubringen ist - solange ein einwandfreier Empfang möglich ist.

    Haben voreilige Bewohner die Antenne ohne Genehmigung beispielsweise am Balkon fest geschraubt, kann der Vermieter laut einem weiteren Richterspruch das Abmontieren verlangen (Amtsgericht Hamburg Blankenese, 508 C 212/99). Hausbesitzer können von Bewohnern mit Parabolschüssel zudem fordern, eine spezielle Versicherung gegen Sturmschäden abzuschließen. Beim Auszug müssen Mieter ihre Antenne wieder entfernen.
     
  5. Muhhase

    Muhhase Senior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    245
    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Eine Schüssel darf nicht den Wohnraum verlassen. ( Ausser der Vermieter stimmt dem zu )
    DH sie darf auf dem Balkon stehen aber nicht über die Grundfläche hinausragen.
    DH sie darf nicht am Balkon angebaut werden oder gar an der Aussenwand.

    Wenn die Sat Schüssel mit allem drum und drann komplett auf gemieteten Boden steht kann sie nicht verboten werden.
    Bzw kann schon verboten werden aber jedes Gericht in Deutschland wird dem Mieter recht geben. Präzidensfälle gab es genügend daher zahlt auch eine Rechtschutzversicherung im Streitfall.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2007
  6. frankkl

    frankkl Talk-König

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    Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Bei uns hier in Bremen (mit Kabelfernsehen empfangs möglichkeit)
    tolleriert der Vermieter die Satschüsseln genehmigt diese aber nicht !


    [​IMG]


    :winken:

    frankkl
     
  7. Schlosser

    Schlosser Gold Member

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    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Die große städtische Wohnungsbaugesellschaft hat normalerweise in allen Verträgen immer ein Antennenverbot drin stehen. Meines Wissens sind auch ausnahmslos alle Häuser dieser Gesellschaft verkabelt. Daher bewegt man sich rechtlich in einer gewissen Grauzone, wenn man einfach eine Antenne montiert. Wobei der Dreh- und Angelpunkt hier "montieren" ist. Wenn die Antenne auf einem Balkon steht, und nicht über die Brüstung ragt, würde ich es im Zweifel auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. In der Regel urteilen die Gerichte mieterfreundlich und die genannte Gesellschaft hat Juristen im Haus, die die Sachlage kennen. Antennen auf dem Balkon sind nicht verboten! Wichtig ist wirklich, dass man nicht einfach irgendwo Löcher bohren und eine Antenne anbringen kann. Wenn die Antenne nun aber z.B. auf dem Fensterbrett steht, dann bewegt man sich sicher auf etwas dünnerem Eis. Fakt ist, es stehen auch überall Blumen auf den Fensterbrettern, ohne dass diese massenhaft verboten werden, da sollte es also auch keine Probleme mit sagen wir mal einer unauffälligen 33er Antenne für Astra geben. Ich habe hier in der Stadt durchaus schon abenteuerliche Konstruktionen gesehen, wo beispielsweise Antennen mit Schraubzwingen an überstehenden Fensterbänken angeklemmt wurden. Im Zweifel würde ich bei solchen Leuten mal klingeln und nach ihren Erfahrungen mit den Vermietern fragen.

    Wenn alles nichts hilft, dann kann man noch probieren, ob man Glück hat und der Empfang evtl. hinter der Fensterscheibe hinzubekommen ist. Mit einem Südfenster ausreichender Größe geht das in mehr Fällen, als vielen Leuten bewusst ist.

    Richtig ist, man soll das Verhältnis zum Vermieter nicht unnötig belasten, allerdings sehe ich das im Fall einer Wohnungsbaugesellschaft etwas gelassener. Die Leute die dort in der Verwaltung sitzen nehmen das in der Regel nicht gleich persönlich, was bei einem privaten Vermieter sehr schnell geschehen kann, wenn er sich auf einen eingeschossen hat. Insofern würde ich im genannten Fall ruhig ein kleines bischen die Grauzonen ausloten und etwas dehnen (Blumen auf der Fensterbank sind erlaubt, warum sollte es dann mit einer winzig kleinen Satschüssel anders sein?).

    Gerade die (nicht) genannte Gesellschaft tut überhaupt nichts um ihren Mietern wirklich diskriminierungsfrei Fernsehen und Hörfunk zu ermöglichen. Die haben massenweise Häuser und installieren überall dieses sinnlose Kabelverteilnetz, statt eine Sat-Antenne auf die Häuser zu setzen und somit den Mietern eine gute und preiswerte Programmversorgung zu bieten.
     
  8. simpelsat

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    70er Triax-78 auf SG-2100A für 53e-34.5w (Standard 28e)
    (72e-58w - möglich bei Dachinstallation)

    DVB-T
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    ct-Dipole und Hirschmann Zifa 15 / 16 und mobile 84cm-Richtantenne
    für DK DVB-T1778-7" und Skymaster DT 50 sowie LCD
    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Wie oben mehrfach beschrieben wurde, ist eine Schüssel quasi "im" Balkon mietrechtlich problemlos.

    Ebenso problemlos ist auch empfangstechnisch eine versteckte, kleine 33er Digidish, mit der zumindest alle relevanten, deutschen Programme locker reinkommen.

    Überall, wo in diesen Tagen um kurz vor zwölf die Sonne -in- den Balkon strahlt, da gibt es auch Empfang von Astra-19E.

    So einfach kann das sein ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2007
  9. frankkl

    frankkl Talk-König

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    Vermieter verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Sowas steht in meinen knapp 14 Jahren jungen Mietvertrag von meiner privaten Wohnungsbaugenossenschaft nicht drin !


    Eine kleine andere anmerkung dazu
    eigendlich kommt eine Digidish 33 mit einer realen grösse von ca. 36cm
    schon fast an einer preisgünstigen 40er ran !


    :winken:

    frankkl
     
  10. Schlosser

    Schlosser Gold Member

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    AW: Vermietr verlangt Entfernungd er Schüssel mit Verweis auf Kabel Deutschland

    Mein Kommentar bezog sich auf die hier besprochene Leipziger Wohnugsbaugesellschaft, deren Mieter ich auch schon mehrmals gewesen bin. Da war immer ziemlich explizit ein Antennenverbot enthalten.

    Wie dem auch sein, selbst wenn der Mietvertrag keine derartige Klausel enthält, dann kann der Vermieter die Entfernung der Antenne verlangen, sobald das Haus mit Kabelanschluss ausgerüstet wird. Leider wird von den Gerichten ein Kabelanschluss als gleichwertig zum Satellit angesehen (noch zumindest, und mit Einschränkungen), und dass dem Mieter mit dem Kabel viel viel Geld sinnlos aus der Tasche gezogen wird, ist bei den Gerichten auch kein Argument, leider.

    Ob nun 33, 36 oder 40 ist im Grunde vom Boden aus kaum zu unterscheiden. Es ist in allen Fällen: *winzig klein* :D

    Das von frankkl gepostete Bild ist ein gutes Beispiel dafür, wo vermutlich relativ problemlos Sat hinter dem Fenster empfangen könnte. Das Haus schaut genau in Richtung Satellit.
     

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