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Verlust auf dem Weg von der Dachantenne zum DVB-T Receiver

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von testboy, 23. Mai 2004.

  1. testboy

    testboy Junior Member

    Registriert seit:
    10. Mai 2004
    Beiträge:
    93
    Ort:
    D'dorf
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    Heute hab ich mich mit dem DVB-T Receiver und einem Fernseher bis in die 5 Etage unters Dach begeben, um dort die Antenne auszurichten. Dort sieht es so aus: Holzstiehl an einem Dachsparren mit 2 Antennen, ich nehm mal an UHF und VHF. Von beiden Antennen Kabel zu einer Antennenweiche, von dort ein Kabel nach draußen, an der Fassade hinunter bis zu mir ins Wohnzimmer. Ich hab diese Kabel von der Antennenweiche gelöst und ein neues, kurzes Kabel angeschraubt und mit dem Receiver und diesen mit dem Fernseher verbunden. Dann die Antenne verstellt bis das Signal so gut wie möglich war.

    Ergebnis: ca 75% Empfang auf Kanal 65 und 45% auf Kanal 66.

    Also hab ich wieder das usprüngliche Kabel an der Weiche befestigt. Das Problem: Unten im 1. Stock hab ich nur noch 50% respektive 20% Empfang.

    Meine Frage: Woran liegt's? Normaler Verlust durch das Kabel vom 5. zum 1. Stock? Oder ist das Kabel hinüber?

    Daran anschließend: Wenn das der normale Verlust ist, hilft ein Antennenverstärker? Falls das Kabel hinüber ist, was für ein Kabel verlege ich am besten? Und: würde ein Verstärker bei dieser Kabellänge zur Verbesserung des Empfangs beitragen? Was müsste ich ca. investieren?

    Viele Dank im voraus. Falls meine Fragen total bescheuert sein sollten, scheut euch bitte nicht euch gebührend über mich lustig zu machen. Ich hab so gut wie gar keine Ahnung von der Materie, meine einzige Erfahrung mit sowas rührt von 4 Wochen Praktikum in einem kleinen Fernsehladen vor 12 Jahren her ha!
     
  2. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.375
    Evtl. wäre ein 11-14 cm langes Stück Draht bei Dir im Zimmer effizienter...
    BTW: hast Du die richtige Polarisationsebene gewählt? Ist bei Yagis MEGA-entscheidend!!! Und falls vertikal: hast Du die Antenne an einer horizontalen Latte? An einem vertikalen Mast geht dann nämlich nicht mehr, der stört den Empfang bei vertikal ausgerichteter Antenne.

    Es kann gut sein, dass die Kabeldämpfung schuld ist, ggf. mal durch Sat-Kabel austauschen (90 db Schirmung sollten es sicherheitshalber auch hier sein). Wenn Verstärkler, dann muss er sofort nach der Antenne kommen, wenn Du ihn erst bei Dir im Wohnzimmer in die Leitung baust, macht er das Signal 100%ig nur schlechter.

    <small>[ 24. Mai 2004, 01:07: Beitrag editiert von: Gummibaer ]</small>
     
  3. testboy

    testboy Junior Member

    Registriert seit:
    10. Mai 2004
    Beiträge:
    93
    Ort:
    D'dorf
    drahtstück wird hier 50km von köln wohl nicht helfen ha! vorsichtig wie ich bin, habe ich auch mit einer zimmerantenne getestet: 0 empfang. das gebäude gegenüber hat auch 5 stockwerke und ich bin in der 1. etage gut abgedeckt.

    polarisation stimmt. ist zwar ein vertikaler mast, ja, aber wie ich beschrieben hab, ist das signal ja gut, wenn ich den receiver mit nem meter kabel direkt an die antennenweiche anschliesse.

    ich schau mich mal nach nem verstärker um. gibts auch welche die keinen stromanschluss benötigen? den gibts nämlich da unter dem dach nicht.

    Wär so ein Kabel okay? Ist ja nichtmal teuer.


    P.S.:
    Ich mach die Tage mal ein Photo von der Antennenbefestigung, dann haben die Profis hier mal richtig was zu lachen. Stichworte sind da Besenstiel, Klebeband und Draht. Muss ja auch nur bis November halten, zwischen Wohnzimmer und Düsseldorfer Fernsehturm liegen praktisch nur ein paar Bäume und der blaue Rhein.
     
  4. Piktor

    Piktor Senior Member

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
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    Ort:
    40764 Langenfeld
    Hallo testboy,

    Du hast an anderer Stelle hier geschrieben, daß

    Das zeigt, daß Du Reflektionen in der Antennenanlage hast. Laß die Anlage von einem Fachmann durchmessen und abstimmen.
    Es gibt Dinge, die kann man nun mal nicht ohne Ausbildung und das entsprechende Werkzeug (Meßgeräte) machen.

    Gruß

    Piktor
     
  5. testboy

    testboy Junior Member

    Registriert seit:
    10. Mai 2004
    Beiträge:
    93
    Ort:
    D'dorf
    Ich versteh nicht, wie das mit Reflektionen in der Anlage zusammenhängen kann. Das Verlängerungskabel habe ich am Wohnzimmerende des Kabel angehängt.
     
  6. Piktor

    Piktor Senior Member

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    365
    Ort:
    40764 Langenfeld
    Hallo testboy,

    bei HF-Anlagen braucht man ein etwas umfassenderes Verständnis, als bei Gleichstrom- oder Niederfrequenzanlagen.
    Bei Gleichstrom- oder Niederfrequenzanlagen kann man alle Leitungsverluste durch den Ohm'schen Widerstand erklären. Dieser scheidet hier aber als Ursache aus, denn das Verlängern eines Kabels erhöht dessen ohm'schen Widerstand noch zusätzlich so daß man eigentlich erwarten sollte, daß das Signal mit Verlängerungskabel schlechter aber nicht besser wird.
    Bei Hochfrequenzanlagen wirken sich aber noch andere Effekte aus, wie z.B. der Wellenwiderstand (Impedanz) oder die Dämpfung einzelner Komponenten. Fehler in einer Antennenanlage, wie gequetschte Kabel, defekte Verstärker, fehlender Abschlußwiderstand, Kurzschluß im Antennenkabel, o.ä. könnten dazu führen, daß innerhalb der Anlage die Funkwellen reflektiert werden und die zu empfangenden Signale abschwächen.
    Daß Du mit Verlängerungskabel einen besseren Empfang feststellst als ohne, ist nur so erklärbar, daß sich dadurch die Resonanzfrequenz der Antennenanlage verschiebt und so die Störungen duch Eigenreflektion abnehmen.

    Ok, nun zum praktischen Teil. Wenn das ein einzelnes Gerät mit eigener Antenne ist, genügt sicher eine provisorische Lösung bis DVB-T im Nov. auch bei euch startet. Dann würde ich nochmal prüfen, ob nicht irgendwo ein Fehler ist (z.B. ein beschädigtes Kabel). Vom 5. in den ersten Stock schreibst Du. Da dürften locker 15, 20 oder mehr Meter zusammen kommen. Ein Verstärker macht da schon Sinn.

    Prinzipiell brauchen Verstärker immer eine Stromversorgung. Cool sind natürlich solche, die die nötige Betriebsspannung aus dem Empfänger über die Antennenleitung ziehen, wie bei manchen aktiven Zimmerantennen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es sowas auch für Unterdachmontage gibt. Ich bin übrigens kein Experte für Fernsehempfangstechnik, sondern habe nur ein solides Grundverständnis für Antennenanlagen aus der Sprechfunktechnik. Daher kann ich Dir nicht sagen, was der Markt da anbietet.

    Gruß und viel Erfolg

    Piktor
     

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