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Verkabelung

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von KabelSat(t), 24. September 2004.

  1. KabelSat(t)

    KabelSat(t) Junior Member

    Registriert seit:
    24. September 2004
    Beiträge:
    20
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    Noch ausgiebiger Lesearbeit und Nutzung der Suche-Funktion bitte ich nun auch in diesem Teil des (super) Forums mal um Eure Hilfe.


    Nomen est omen. Der Kabelanschluß soll also gegen eine SAT-Anlage getauscht werden. Geplant ist (notgedrungen) die Antenne auf´s Dach zu stellen (Das Problem des Blitzschutzes muß noch mit einem Fachmann geklärt werden). Der Multischalter für die 9/6 Anlage kommt auf den (unbewohnten) Dachboden. Entfernung LNB zum Mulitschalter (MS) ca. 3-5 Meter. Vom MS gehen die Kabel Unterputz z.T. ins 4 OG und der Rest ins 3 OG (Eine Wohnung über 2 Etagen). Entfernung MS zur ersten Dose im 4. OG ca. 13-15 Meter, zur 2. Dose ca. 17-19 Meter.

    Im 3. OG beträgt die Entfernung von der ersten Dose zum MS ca. 8 – 10 Meter, zur 2. Dose ca. 22 – 25 Meter, ebenfalls alles Unterputz. Die anderen Anschlüsse werden über einen 2. Strang ebenfalls ins 3. und 4. OG verlegt. Die Entfernungen betragen dabei ca. 5 – 8 bzw. 8 – 11 Meter. Soweit es möglich ist, sollen die Kabel in einem Leerrohr verlegt werden.


    Nun meine Fragen:



    1. Gibt es bei der Kabelverlegung unter Putz etwas zu beachten hinsichtlich Dämpfung, Knickradius (Größe?) etc ?
    2. Kann das Kabel parallel mit den (noch zu verlegenden) Heizungsrohren und Stromkabeln im gleichen Schlitz verlegt werden?
    1. Hinsichtlich des Kabels habe ich hier im Forum irgendwo gelesen, es müsse mindestens doppelt geschirmt, 100 db und 75 Ohm haben und der Innenleiter müsse mind. 1,1 mm betragen. Ist das richtig so?
    2. Was hat es mit den Dämpfungswerten bei verschiedenen Längen und Hz auf sich ? Auf was muß ich da bei meinem Vorhaben achten?
    3. (Vorläufig) abschließend noch eine grundsätzliche Frage: Das mit der Sternverteilung ist mir klar. Nun steht aber im 3. OG noch nicht fest, wo letztendlich das ganze Gelump hin soll. Um dann nicht alles neu verlegt zu haben und zum Schluß dann doch noch ein Kabel queer durchs Wohnzimmer ziehen zu müssen würde ich gern das von oben kommende Kabel an eine Dose anschließen und von dieser Dose das Signal, sprich Kabel, an zwei weitere Dosen in verschieden Stellen im gleichen Raum (ähnlich der vom Kabel gewohnten Baumverkabelung) weiterleiten. Ist dies grundsätzlich möglich? (Von den Dosen soll jeweils aber immer nur eine benutzt werden). Wenn ja, was ist dabei genau zu beachten bzw. wo kann es Probleme geben?
    Ich weiß, daß der Umfang meiner Fragen beinahe schon unverschämt ist, aber ich traue mich trotzdem mal.




    Danke im voraus und schönes Wochenende
     
  2. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: Verkabelung

    1. Knickradius: Da sollte man 10cm nicht unterschreiten.
    Dämpfung: Ist eine Eigenschaft des Kabels, hat nichts damit zu tun, wo und wie man das verlegt. Die hier genannten Kabellängen sind übrigens unproblematisch. Qualität des Kabels: Mal auf der Homepage von Reichelt.de nach Koaxkabel für Sat mit 90db Dämpfung suchen.

    2. Heizungsrohre dürften ok sein, jedoch nicht zusammen in einem Leerrohr mit Stromkabeln verlegen.

    1. 100db ist eigentlich überflüssig, 90db mehr als ausreichend. Alle anderen Werte beziehen sich auf die Durchgangsdämpfung. (Verweis auf den Reichelt-Katalog von mir).

    2. Bei jedem Koaxkabel ist es so: Je länger und je höher die Frequenz, auf der das Programm liegt, desto stärker wird das Signal gedämpft. Damit genug beim Receiver ankommt, halt Kabel mit niedriger Dämpfung verwenden und keine 80m oder 100m zwischen Sat-Schüssel und Receiver, das ist zuviel.

    3.
    Funktioniert bei Satellitenempfang nicht ordentlich. Immer eine sternförmige Verteilung wählen.
    Wenn man entweder die eine oder andere Dose nutzt (in diesem Fall einen Switch nutzen, das kann Dir jemand anderes vielleicht noch besser als ich erklären), dann geht, wenn man beide gleichzeitig nutzt, treten große Probleme auf.
     
  3. hjw

    hjw Gold Member

    Registriert seit:
    7. Juli 2004
    Beiträge:
    1.490
    Ort:
    Halstenbek, vor den Toren(NW) Hamburgs
    AW: Verkabelung

    Hallo erst mal,

    zu 1: Die Dämpfung ist wichtig bei längeren Leitungen. Gute Leitungen haben < 30 dB/100 m bei etwa 2000 MHz. Bei niedrigen Frequenzen ist der Widerstand der Leitung kleiner und somit auch die Dämpfung des Signals. Bei hohen Fr. eben höher. Deswegen diese ausführliche technische Angabe.
    Biegeradius nicht unter 5-fachem Kabeldurchmesser, also bei einem 7 mm Koax mind 35 mm RADIUS. Sonst geht die Abschirmung an der Stelle flöten und auch die elektrischen Werte gehen in den Keller.
    SatKoaxLeitungen mindestens doppelt abgeschirmt - richtig
    75 Ohm Wellenwidersatand ist Standard.
    Bei längeren Leitungen empfiehlt sich ein dickerer Innenleiter (1,1 mm o.m.) wegen ds geringeren Widerstandes für die Steuersignale und die LNB Versorgungsspannung.

    zu 2: Neben Heizungsrohren empfiehlt sich nicht wegen des durch die deutlich höhere Kabeltemperatur beschleunigten Alterungsprozesses.
    Neben Starkstromleitungen ( 230 V) mindestabstand 10 cm wegen der elektromagnetischen Einflüsse, auch VDE-Vorschrift.

    zu 3: Grundsätzlich ist Sternverteilung angesagt. In dem Fall, dass in einem Zimmer nur verschiedene Auslässe für die Antennenleitung geschaffen werden sollen, gibt es zwar spezielle Sat-Durchgangsdosen. In aller Regel bringt das jedoch nur Probleme. Eine Baumstruktur geht zwar auch - dafür braucht man sog. Verteiler, die aber bis 2400 MHz tauglich sein müssen. Doch wohin mit diesen Kästchen? Auch nur eine 1b-Lösung.
    Besser mehrere Leitungen aus den verschiedenen Zimmerecken bis zum Multischalter ziehen oder zumindest Leerrohre. Müssen ja nicht gleich alle angeklemmt werden am Multischalter.

    Nun so schlimm war das doch gar nicht.

    Gruß Hajo
     

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