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Umstieg von Kabel auf DVB-T

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von xterra, 20. Juli 2008.

  1. xterra

    xterra Neuling

    Registriert seit:
    20. Juli 2008
    Beiträge:
    1
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    Hallo,

    ich habe vor auf DVB-T umzusteigen. Meine Frage ist nun kann ich meine Verkabelung im Haus nutzen?
    Ich hatte vor einen Aussenantenne zu montieren und dann an den Verteiler anzuschliessen damit alle Dosen ein Signal bekommen wo dann der Receiver angeschlossen wird.
    Ist das so möglich? Benötige ich dazu einen Verstärker sonst noch irgendwelche anderen Dinge?

    Danke und Gruss
    Marco
     
  2. Sako

    Sako Senior Member

    Registriert seit:
    10. Juni 2007
    Beiträge:
    293
    Technisches Equipment:
    Cinergy HT USB XE (für DVB-T), Cinergy PCI C (für DVB-C)
    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Ohne genauen Aufbau der Anlage/VErkabelung kann dir keiner was sagen.

    Grundsätzlich gilt:
    Eine sehr gute Antenne, die perfekt ausgerichtet ist an den Verteiler anstecken und fertig.
    Verstärker sollten wenn, dann nur direkt nach der Antenne eingesetzt werden.
     
  3. Reinhold Heeg

    Reinhold Heeg Talk-König

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    Ort:
    Meerholz
    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Hallo und willkommen im Forum, xterra
    DVB-T ist terrestrischer Empfang, also Empfang über Antenne. Wie bei der alten analogen Terrestrik und Kabel ist es egal, ob in Baum- oder Sternstruktur verkabelt ist. Also müsste es eigentlich mit der vorhandenen Verkabelung klappen. Ob ein Verstärker nötig ist, entscheidet die Entfernung zum nächsten Sender. Auf jeden Fall muss der Hausanschlussverstärker für Kabel aus der Kette genommen werden, weil die Verstärker auch die Sonderkanäle verstärkt, die es bei DVB-T nicht gibt.
    Ich sag's mal etwas flapsig: Versuch macht kluuch. Probier's einfach aus und schau ob's funzt.
    Gruß
    Reinhold
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2008
  4. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    In einem Punkt bin ich anderer Meinung.
    Warum soll der Verstärker raus? (Ist wahrscheinlich gar nicht vorhanden?)Dem wäre es egal, ob bestimmte Bereiche, wie Sonderkanäle, genutzt werden. Wichtig ist jedoch, dass der Frequenzbereich unterstützt wird auf dem die entsprechenden Angebote bereitgestellt werden. Dies ist bei einem Verstärker der Fall, der bis 862 MHz seinen Arbeitsbereich hat.

    Der Falke
     
  5. teucom

    teucom Talk-König

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Aaaargghhhh!!!!!!:rolleyes:
    Bei einem Hausanschlussverstärker (Kabelverstärker) wirst du immer einen Hinweis (auf dem Gerät oder in den Unterlagen) finden: "Darf nicht in Empfangsstellen eingesetzt werden", d.h. zwischen Antenne und Verstärker muss eine Selektion stattfinden. Eine Antenne darf nicht direkt an den Eingang angeschlossen werden, so etwas geht nur zB bei Mehrbereichsverstärkern (mit getrennten Eingängen für definierte Bandbereiche).

    Warum? Der "Hausanschlussverstärker" oder "Nachverstärker" verstärkt den ganzen Bereich von <5 bis >860 MHz, also wahllos alles was irgendwie in die Antenne einstrahlt. Und dann? Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn jeder x.beliebige Funkdienst oder sonstige Ausserbandstörer (Geräte etc.) brav noch vom Verstärker mitgeboostet in deine Anlage und die Eingänge der Geräte gelangen. Eine UHF-Antenne blendet ja nicht, wie viele Laien denken, alles andere ausserhalb "ihres" Bandes komplett aus - sie ist in "ihrem" Bereich nur besonders gut! Auch mit ner UHF-Antenne kann man UKW empfangen...

    Dann hört man wieder das Jammern: "Aus völlig unerklärlichen Gründen habe ich gelegentlich/oft/ständig DVB-T Empfangsstörungen... dabei habe ich doch sooo eine tolles Signalqualität..." - Rate mal was man bei solchen Störmeldungen oft hinter die Antenne geklemmt vorfindet: Richtig, den alten Kabelverstärker oder einen ohne vorherige Information selbstgekauften...

    Bei Kabel kommen definierte Signale an, der Verstärker muss sich um die Selektion nicht mehr kümmern.
    Bei Antenne ist das ein Glücksspiel, dass bei unserem dichtbelegten Frequenzsspektrum und den zahlreichen Störprodukten "in der Luft" meist schiefgeht.

    BITTE also vorher ein wenig informieren bevor die Leute mit sicherlich gut gemeinten Ratschlägen dazu verleitet werden Störquellen in ihre Anlagen auch noch aktiv einzuspeisen... da schüttelts einen ja... :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2008
  6. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Es gibt hier genau zugeordnete Übertragungsfrequenzen auf denen DVB-T angeboten wird. Daher sind die Bedenken gegenstandslos. Zu dem funkiert der Verstärker nicht als Sendeverstärker in einer "Kopfstelle", also bitte nicht übertreiben!

    Bzl. anderer Dienste: die können nur dann stören, wenn sie auf der gleichen Frequenz senden und dann tritt diese Störung auch ohne Verstärker auf, wenn diese übermäßig stark sein sollte.

    <<<Bei Kabel kommen definierte Signale an, der Verstärker muss sich um die Selektion nicht mehr kümmern.>>> Dies trifft genauso auf DVB-T zu, lediglich die Belegung ist nicht so hoch.
    Hier wird ein "Schreckgespenst" an die Wand gemahlt, das so nicht zutreffend ist!
    Es kann ohnehin nicht abschließend geklärt werden, ob weitere Frequenzen für diese Übertragungsnorm zukünftig genutzt werden. Der Versuch macht letztendlich klug und dort wo ohnehin kein Verstärker im Einsatz ist....

    Daher gebe ich den "Ball" zurück!

    Der Falke
     
  7. teucom

    teucom Talk-König

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Leider nicht, Verzeihung, aber das ist schlichtweg falsch. Fremdpegel auf anderen Frequenzen, besonders auf solchen für die der Tuner nicht ausgelegt ist, stören ebenso. Es reicht schon, dass die AGC vom Tuner dann kurz zuregelt, wenn es eine ist die auf den Gesamtpegel reagiert (wie bei vielen preiswerten Empfängern). Consumergeräte haben im Gegensatz zu kommerziell genutzten oder militärischen Empfängern eine ziemlich eingeschränkte mindeststörfestigkeit. Deswegen gibts halt aus gutem Grund entsprechende Vorschriften.

    Falsch. Du setzt vorraus, dass die Antenne nur DVB-T-Kanäle empfängt. ("Es ist ja eine UHF-Antenne, da kann ja nur UHF drüber kommen..."). So eine Antenne empfängt aber leider alles, egal ob gewünschtes Nutzsignal, Fremdsignale oder Ausserbandstörer. Sie heisst nur deshalb UHF-Antenne weil sie da am meisten Gewinn hat... Und wenn nach der Antenne, die ja alles weitergibt auch ein Verstärker sitzt der unselektiv alles verstärkt, landet der Salat unterschiedlichster Pegel auch im Tuner des Empfängers...

    Stöpsel an deine UHF-Antenne mal einen UKW-, Flugfunk oder BOS-Empfänger. Kommt erstaunlicherweise auch noch was an :)

    Oder beschäftige dich mal damit, was alles in den im Kabel für "TV-Sonderkanäle" verwendeten Frequenzbereich stattfindet. "Über die Luft" sind die Sonderkanäle nicht etwa wie von dir angenommen unbenutzt, auf den Frequenzen werkeln ganz andere Dienste (die Ärgern sich nicht umsonst andersrum oft über undichte Kabelnetze). Zum Beispiel Flug-AA-Funk.

    Aber auch andere Ausserbandstörer wie Taxifunk oder BOS der mal eben sekundenweise mit ordentlich Pegel in deine schöne unselektierte Antenne (und Verstärker) reinbrettert und dich rätseln lässt wieso dein Receiver offenbar "ohne Grund" SCHON WIEDER für eine Sekunde ein Standbild hatte... mit einem Verstärker mit Bandpass wär das nicht passiert.

    Wie lange bist du in der Praxis mit Entstörungen beschäftigt?
    Bin selbst leider erst seit 20 Jahren in der HF-Technik tätig... es wäre schön wenn man das alles so blauäugig sehen könnte, würde vielen Leuten in der Planung viel Kopfzerbrechen ersparen.

    Ich möchte keine "Schreckgespenste" malen, wozu. Stimmt, es MUSS ja auch nicht zu Störungen kommen. Aber nur um ein paar wenige Euro zu sparen eine Anlage unnötig störanfällig zu machen, ist doch Unsinn. Den Allbereich-Kabelverstärker gegen einen Mehrbereichstyp (=mit Bandpässen) zu tauschen, wie sie bei terrestrischen Antennen aus den beschrieben Gründen üblich sind (früher auch die berühmte Mastweiche), kostet wirklich nicht viel und nutzt eine Menge. Und spart u.U. kräftig Nerven.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2008
  8. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Überprüfen kann ich derzeit Deine Erfahrungen nicht.

    Deine Ausführungen sind theoretischer Art. Wo kein Störsignal anliegt, kann nichts stören. Jede gute Antenne könnte Störungen weiterleiten und was dann?
    Mit dem vorhandenen (???) Verstärker (der wahrscheinlich gar nicht ...) erfolgt lediglich eine Pegelanhebung und dies dann so, dass keine Übersteuerung und damit keine ... von "Störsignalen". Nicht jedes "Störsignal" auf einer entfernten Frequenz hat bekanntlich Einfluß auf die Nutzfrequenz, unterschlage dies bitte nicht bei Deinen wissenschaftlichen Ausführungen.

    Ist ein Verstärker vorhanden, so sollte man es zumindest versuchen und bei Feststellung von Störungen darauf verzichten. Dies ist doch wahrlich kein ...

    Damit soll es nun aber gut sein, es sei denn jemand hat noch ein besonderes Bedürfnis sein Wissen zu verbreiten oder mit dem erhobenen Finger zu zeigen.

    Der Falke
     
  9. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Naja, teucom hat so unrecht nicht. Ist im MBV ein Bandpass, dann ist dort Schluß mit lustig. Ist ja der Grund warum HAVs in terrestrischen Antennenanlagen nichts zu suchen haben.
     
  10. KlausAmSee

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    AW: Umstieg von Kabel auf DVB-T

    Brauchst Du auch nicht. Glaub einfach den Leuten, die damit schon oft zu tun hatten.
    Ich persönlich musste schon viele Fehler suchen, die am Ende auf mangelnde Selektion zurückzuführen waren. Und glaub mir, die Fehler sind am schlimmsten, denn wer weiß schon, wann der Amateurfunker sendet (OK, die sterben langsam aus...), oder wann grad ein Sportflugzeug in der Nähe ist. Der schlimmste Fall war mal ein Sat-Problem, welches wir im Labor absolut nicht nachvollziehen konnten. Dazu kam die Aussage des Kunden "Mit Marke X geht es, mit eurem Gerät nicht". Unterschied war, daß "unser" Gerät eine aktive und leistungsfähige Terrestrik hatte, die einen höheren UHF-Pegel ermöglichte, Die Selektion der Antennendose war schlecht, und die Selektion der ersten DVB-Receiver war auch nicht so toll. Letztendlich hat ein starker UHF-Sender für Aussetzer im digitalen Empfang gesorgt. Antennendose getauscht und das Problem war weg.
    Anderes Phenomen: Kein Ton auf TV-Kanal 68 (damals in der Schweiz genutzt), Bild ist aber OK. Toller Fehler. Das war das Mischprodukt der SMATV-LNBs bei 850MHz, welches wegen mangelnder Selektion den Tonträger vom analogen K68 platt gemacht hat.
    Noch ein 850MHz-Problem: alle Programme vom Hotbird da, außer Rai Due. Der lag in der ZF bei 1700MHz, das ist die Harmonische von 850MHz. 850MHz ist schön außerhalb des Satbandes, kann aber heftig stören, wenn nicht genug weggefiltert.
    Flugfunk: R.SH liegt in Flensburg auf 101,4MHz. Wenn der UKW-Bandpass nicht genug selektiert (gehen wir davon aus, daß überhaupt einer vorhanden ist), dann wird der Flugfunk mit ins Netz eingespeist. Blöderweise liegt der Flugfunk im Bereich der Spiegelfrequenz von den 101,4MHz. Da ist man dann ziemlich gut informiert, wer so im Landeanflug ist.
    Dies waren nur einige krasse Beispiele. Wenn du das Risiko solcher Fehler eingehen möchtest, darfst du gerne verwenden was du willst. Du sollltest es aber niemandem empfehlen. Und wenn du mit solchen Installationen dein Geld verdienen müsstest, würdest du nach 1-2 solchen Fehlersuchen auch zu gescheitem Material umschwenken.

    Klaus
     

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