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Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von domol-power, 11. April 2012.

  1. domol-power

    domol-power Neuling

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    Hallo,
    ich möchte demnächst von Kabel auf SAT umrüsten (Unicable) und hätte ein paar Fragen.

    Folgendes möchte ich mir noch zulegen:
    Schüssel: 80cm (müsste eigentlich OK sein)
    LNB: Sharp Einkabel LNB BS1R8EL600A (ist das OK?)

    Installation:
    1. Schüssel auf dem Dach (Nebenbau)
    2. Erdungskabel 16qmm vom Mast zum Keller an den Erdungsblock
    3. Sat Kabel von LNB zum Erdgeschoß, von dort aus wird das bereits vorhandene TV-Kabel (Baumverkabelung) benutzt.

    Erdgeschoß:

    Vor der ersten Sat Dose im Erdgeschoß kommt ein Überspannungsschutz
    Hama Überspannungsschutz SAT/Kabel/TV - Zubehör TV Geräte - computeruniverse
    Reicht das aus oder sollte ich vor jeder Dose bzw. jedem Receiver einen Schutz installieren?
    Welche Dose kann ich hier verwenden? Hier kommt ein Single Receiver hin.

    erste Etage:
    auch hier, welche Dose nehme ich? Hier kommt ein bereits vorhandener Twin Receiver zum Einsatz (Unicable-fähig). Funktioniert der 2. Tuner per Durchschleifkabel ohne Einschränkungen oder sollte ich lieber an den 2. Tuner ein extra Kabel (an LNB Lecacy Ausgang) verlegen?

    zweite Etage:
    hier ist momentan keine Dose vorhanden, Kabel geht direkt zum Receiver. Muss hier eine SAT Dose hin?

    Würde mich über hilfreiche Antworten freuen.

    Vielen Dank

    Hier noch eine Skizze:
    http://img402.imageshack.us/img402/3690/sat55.jpg
     
  2. Wolfgang R

    Wolfgang R Board Ikone

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Mahlzeit,

    dein Überspannungsschutz hat eher dekorativen Charakter, der bringt nicht viel, richtig gute sind sehr viel teurer! Den von dir angegeben kannst du jedenfalls komplett weglassen, der bringt nix.

    Mache dir eher Gedanken um den Potentialausgleich, der fehlt nämlich. Das Kabel was vom LNB kommt muss so nahe wie möglich am Mast über einen Erdungsblock geführt werden, dieser ist mit einem Erdungsleiter (4mm²) mit dem Masten zu verbinden.

    Welche Dose kann ich hier verwenden?

    Du mußt Sat-Durchgangsdosen mit DC-Durchlass auf den Stamm verwenden.

    hier ist momentan keine Dose vorhanden, Kabel geht direkt zum Receiver. Muss hier eine SAT Dose hin?

    Ja! Die letzte Dose muß zudem mit einem DC-entkoppelten Abschlußwiderstand im Ausgangszweig abgeschlossen werden.

    Funktioniert der 2. Tuner per Durchschleifkabel ohne Einschränkungen oder sollte ich lieber an den 2. Tuner ein extra Kabel (an LNB Lecacy Ausgang) verlegen?

    Wenn der Tuner UniCable fähig ist, wird das funktionieren. Jedem Tuner muss sein eigenes Userband zugewiesen werden, also eigentlich wie zwei Geräte. Legacy-Ausgang brauchst du nur für nicht UniCable-fähige Geräte.

    Gruß,

    Wolfgang
     
  3. domol-power

    domol-power Neuling

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Zum Thema Potentialausgleich habe ich hier ein paar Sachen gelesen. So eine Schiene habe ich im Keller, aber dort wollte ich das Erdungskabel anklemmen. Wohl falsch! Ansonsten kann ich im Keller nichts finden.

    Mit den Sat-Durchgangsdosen habe ich mich auch informiert.

    Bleibt nur die Frage, wie bzw. wo ich die Anlage erden soll.
     
  4. Wolfgang R

    Wolfgang R Board Ikone

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Ich denke, wir haben hier ein kleines Verständnisproblem!

    Erdung ist nicht gleich Potentialausgleich.

    Die Masterdung erfolgt mittels 16mm²-Erdungsleiter an der Ausgleichsschiene im Keller.

    Der Potentialausgleich MUSS am geerdeten Masten erfolgen, Schleifenbildungen sind NICHT zulässig. Zudem sollte der PA so nahe wie möglich am Masten erfolgen, also am besten gleich dort, wo das Kabel zum Dach reinkommt, einen Erdungsblock setzen. Über diesen Erdungsblock werden die Antennenkabel geführt. Der Erdungsblock stellt somit den Potentialausgleich für die Antennenleitungen dar. Dieser ist mittels 4mm²-Erdungsleiter mit dem geerdeten Masten verbinden.

    Somit sind doch eigentlich alle Fragen zur Erdung geklärt?

    Wie gesagt, PA an der Masterdung und nicht an der Potentialausgleichsschiene im Keller, das ist nun mal nicht zulässig, auch wenn es manchmal sehr praktisch wäre.

    Gruß,

    Wolfgang
     
  5. domol-power

    domol-power Neuling

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Ohje, das wird ne schwere Kiste, so strenge Richtlinien gibt es glaube ich nur in D !
    Potentialausgleich direkt unter dem Dach geht nicht, da unter dem Dach direkt das Bad ist. Oh, ist das Dach so verdreckt :)
    http://img24.imageshack.us/img24/6272/mk1bu.jpg

    Nächste Problem ist die Erdungsschiene im Keller, die ist auf der anderen Seite. Also müsste ich von der Antenne runter und quer durch das komplette Haus zum Keller.
    Die Erdungsschiene ist an einem Wasserrohr angeklemmt, ist das OK?
    http://img220.imageshack.us/img220/6656/foto0304h.jpg
    http://img341.imageshack.us/img341/8094/foto0305s.jpg

    Eine weitere Möglichkeit wäre die Antenne im gesichertem Bereich zu montieren
    http://img525.imageshack.us/img525/6479/mk2c.jpg
    Erdung ist dann nicht notwendig, aber wohl der Potentialausgleich. Hier muss dann der Potentialausgleich auch mit der Erdungsschiene im Keller verbunden werden oder gibt es eine andere Möglichkeit?

    Danke,
    Thomas
     
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Falsch vermutet, die DIN EN 60728-11 / VDE 0855-1 ist nicht nur europaweit, sondern sogar international als IEC-Norm harmonisiert.
    Dann eben in einem wetterfester Gehäuse an der Antenne.
    Erstens ist diese Erdschiene m. E. nicht für 100 kA Blitzstrom ausgelegt und zweites ist nicht die Haupterdungsschiene am Rohr, sondern das Rohr an der Haupterdungsschiene angeklemmt.

    Womit nach den Specs der Kabelnetzbetreiber der BK-Anschluss wegen fehlendem Fundament- oder Ring-Erder unzulässig ist. Und für eine erdungspflichtige Antenne ist ein blitzstromtauglicher Erder noch wichtiger und unverzichtbar.
    An der eingezeichneten Position werden zwar die 1,5 m max. Wandabstand, aber nicht die 2 m Distanz zur Dachrinne eingehalten. Außerdem ist auch zum Regenfallrohr mit der Antenne und den Kabeln ein Trennungsabstand von ca. 0,5 m einzuhalten. Bei einer Antenne für nur eine Wohneinheit ist der PA freiwillig, sofern der Ableitstrom aller angeschlossenen Endgeräte < 3,5 mA(eff) beträgt.

    Offen bleibt, ob der Schutzpotenzialausgleich der Norm entspricht und ob es zulässig ist eine nicht erdungspflichtige Antenne ohne Hauserder zu installieren. Obwohl das in den VDE- bzw. EN-Normen nicht eindeutig geregelt ist, neige ich unter Bezug auf die VDE 0100-410 zur Ansicht, dass auch hierfür ein Erdspieß nachgerüstet werden muss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2012
  7. Discone

    Discone Foren-Gott

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Die Antennenmontage im durch das Gebäudevolumen geschützten Bereich (siehe Link)
    ist wohl die beste Variante (Abstand zur darüberliegenden Dachkante > 2m, Wandabstand < 1,5 m
    und Abstand zum metallenen Regenfallrohr > 0,5 m). http://www.kathrein.de/de/sat/tinfos...litzschutz.pdf

    Wenn das => http://img220.imageshack.us/img220/6656/foto0304h.jpg die einzige im Keller vorhandene Erdungsschiene ist, dann fehlt vermutlich ein Erder, zudem ist deine Erdungsschiene dann u. U. auch
    nicht mit dem PEN von der Hauptstromversorgung verbunden?

    Das sollte sich dann vor Ort eine Elektrofachkraft näher anschauen:
    Staberder im Keller nachrüsten, Verbindung der HES mit dem PEN der Hauptstromversorgung
    und alle metallenen Rohrsysteme mit der HES verbinden?

    Erdung und Potenzialausgleich in Bestandsgebäuden
    (EnBW-Vortrag):
    http://www.enbw-eg.de/~upload/enbw-eg/veranstaltung2010/tab_2010/vortraege/2010_02_22_egenbw_erdungundpa_enbw.pdf

    An der HES wird dann auch der Antennen-Potentialausgleich angeschlossen, aber nur bei einer nicht erdungspflichtigen Antenne; ansonsten wäre der einseitige Anschluss am geerdeten Antennenmast vorgeschrieben!

    Was auch viele nicht wissen, neue / zusätzliche Steckdosen (-Stromkreise) nur mit FI-Schutzschalter:
    http://download.hager.com/Hager.de/...issen/besserwisser/vde/DIN0100_410ep_07_9.pdf

    Discone ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2012
  8. domol-power

    domol-power Neuling

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Also diese Erdungsschiene wurde vor einem Jahr von einem Elektriker (im Auftrag von Kabel Deutschland) montiert. Er meinte damals, er darf die Anlage ohne Erdung nicht montieren. Weder im Keller noch im Dachstuhl konnte er etwas finden. Mit Einverständnis meines Vermieters hat er dann diese Erdungsschiene montiert.
    Die Hauptstromversorgung ist also nicht mit dieser Erdungsschiene verbunden.
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Woit er eindeutig recht hat.
    Weder im Keller noch im Dachstuhl konnte er etwas finden. Mit Einverständnis meines Vermieters hat er dann diese Erdungsschiene montiert.[/QUOTE]
    Eine in der Luft hängende Haupterdungsschiene allein ergibt aber noch keine Erdung. Für einen Funktionspotenzialausgleich reicht die Schiene auch aus, für den Anschluss eines 16 mm² Erdleiters muss die aber blitzstromtragfähig sein.
    Toll!
    Immerhin die Frage ist geklärt. Eine Haupterdungsschiene ohne Erdspieß und Messung des Erdwiderstands (?) als nicht normkompatibles Alibi für den BK-Anschluss. Und ohne Einbindung des Stromnetzes und der Heizungsrohre ist das auch kein Schutzpotenzialausgleich. Wie der auszusehen hat, ist dem Link zum EnBW-Vortrag zu entnehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2012
  10. Discone

    Discone Foren-Gott

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    AW: Umstieg Kabel > Sat, Fragen zur Installation

    Dann solltest du die Antenne im geschützten Bereich montieren und eventuell auf den PA verzichten, siehe Hinweis von Dipol:
    Vielleicht kann Dipol auch noch die Quelle nennen, für den max. Ableitstrom von 3,5 mA, wobei dies m. E. praxisfremd ist (der Ableitstrom vorhandener Geräte kann sich über die Einsatzzeit verändern und beim Geräte-Austausch oder der Erweiterung mit zusätzlichen Geräten wird wohl kaum jemand deswegen eine neue Messung durchführen).

    Dein Vermieter (Hauseigentümer) und der Elektriker haben (zurückhaltend ausgedrückt) fahrlässig gehandelt, die technischen Regeln / VDE-Vorschriften dienen der Sicherheit von Personen und Sachwerten!
    Netzanschlussverordnung (NAV) vom 01.11.2006 &mdash; Gemeindewerke Peissenberg
    § 49 EnWG Anforderungen an Energieanlagen - dejure.org
     

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