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Umstieg auf SAT mit 2 Schüsseln bei 6 WE - wie?

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von Dachgraf, 1. Mai 2008.

  1. Dachgraf

    Dachgraf Neuling

    Registriert seit:
    1. Mai 2008
    Beiträge:
    5
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    Hallo zusammen,
    ich hätte gerne Meinungen / Lösungsvorschläge für folgendes Problem:
    In unserem Haus wollen wir wegen der gestiegenen Preise für das Kabel von UnityMedia auf SAT-Empfang umstellen.
    Wir haben sechs Wohneinheiten, jede mit mehreren Antennensteckdosen ausgestattet. Die Verteilung ab Kabeleingang im Keller geht über einen Hausverstärker und einem 6fach-Verteiler jeweils in die einzelnen Wohnungen. Ab dort ist (vermutlich) eine Sternverteilung vorherrschend. Ich glaube, man spricht in solchen Fällen von einer Baumstruktur.
    Da wir in unserem Haus sowohl Eigentümer mit polnischem als auch mit (ehemals) jugoslawischem Hintergrund (und entsprechenden Wünschen) haben, gehe ich davon aus, dass wir neben Astra auch Hotbird empfangen müssen. Vermutlich brauchen wir also zwei Schüsseln.
    Wie bekommen wir aber (mit welcher Technik) diese unterschiedlichen Programmplätze so eingespeist, dass

    - möglichst viele Programme zur Verfügung stehen
    - keiner den anderen beeinträchtigt
    - die Lösung kostengünstig ist
    - zukünftige Änderungen möglich und nicht so kompliziert sind

    Muss eventuell (und wie) die eine Familie, die Hotbird anzapfen will, eine eigene Lösung haben?
    Welche Einschränkungen gibt es bei den diversen (falls vorhanden) Lösungen?
    Und vor allem: Mit welchen Kosten müssen wir rechnen?

    Vielen Dank im Voraus
    Dachgraf
     
  2. Schlosser

    Schlosser Gold Member

    Registriert seit:
    1. November 2005
    Beiträge:
    1.332
    Ort:
    Leipzig
    Technisches Equipment:
    Topfield TF 5400 (DVB-S und DVB-T), Technisat Digipal1 (DVB-T), Ankaro 90cm Schüssel (indoor)
    AW: Umstieg auf SAT mit 2 Schüsseln bei 6 WE - wie?

    Die Umrüstung ist bei euch nicht unproblematisch, weil bei Sat-Empfang jeder Teilnehmer eine eigene Leitung zum Multischalter benötigt. Das ist bei euch nicht gegeben, da ihr keine Sternverteilung habt, es geht in jede Wohnung nur ein Kabel, also wäre pro Wohnung nur ein Sat-Anschluss realisierbar. In den Wohnungen werden die Dosen vermutlich in Reihe geschaltet sein (Baumverkabelung), so dass dort auch Umrüstaufwand entsehen würde (es könnte nur eine Dose betrieben werden). Die sauberste Lösung wäre: in jede Wohnung 6 Kabel neu ziehen, diese dann an eine kleine Multischalterkaskade anschließen und damit wäre das Problem elegant gelöst. Der gewünschte Empfang von Hotbird vergrößert den Aufwand dahingehend, dass größere Multischalter mit 8 Eingängen benötigt werden, bzw. einzelne Anschlüsse (sofern nur wenige Teilnehmer Hotbird benötigen) mit DiseqC-Schaltern ausgestattet werden müssen (dies wäre die preiswertere Lösung). Eine zweite Sat-Schüssel braucht ihr für Hotbird nicht, das lässt sich problemlos im Multifeed mit einer 85er Schüssel aufbauen.

    Entscheidet also erstmal, ob ihr die Kabel neu ziehen könnt und /oder wollt.

    Wenn das nicht möglich ist, könnt ihr als Kompromissvariante noch eine Einkabelanlage aufbauen, bei der eure bisherige Verkabelung bestehen bleiben könnte, allerdings müssen alle Dosen getauscht werden.

    Bei den Einkabelanlagen gibt es prinzipiell zwei Typen. Die einfachen Anlagen arbeiten mit fest eingestellten Transpondern. Die haben den Vorteil, dass alle Receiver daran betrieben werden können. Nachteilig ist, dass es schwer ist, zusätzliche Transponder einzuspeisen. Das geht nur über zusätzliche Module und auch nur im begrenzten Umfang. So eine Lösung kann immer nur einen Teil aller über einen Satelliten empfangbaren Programme umsetzen und es wird immer der Moment kommen, wo die Anlage nicht weiter ausbaubar ist, und trotzdem nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können (dies auch vor dem Hintergrund, dass einige Hotbird-Programme gewünscht werden).

    Die zweite Variante von Einkabelanlagen arbeitet nach dem Umsetzerprinzip, damit lassen sich alle Programme eines Satelliten für jeden Teilnehmer übertragen, und dies auch über eine Baumverteilung. Allerdings gibt es hier den Nachteil, dass nur wenige Receiver den speziellen Befehlssatz unterstützen. Schau Dir mal die Delta SUM 928 an. Damit sind 2 Satelliten an 8 Teilnehmer möglich. Also entweder für jede Wohnung eine solche Anlage, oder zwei Wohnungen teilen sich die 8 Anschlüsse (4 pro Wohnung, falls das ausreicht). Diese Lösung erfüllt erstmal alle von Dir gestellten Bedingungen (alle Programme, keine gegenseitige Beeinträchtigung). Kostengünstig ist immer relativ. Alle Kabel neu zu ziehen kann auch sehr kostenintensiv werden, wenn dabei Wände aufgestemmt werden müssen usw. "Zukünftige Änderungen möglich" ist ein sehr schwammiger Wunsch. Da alle Programme zweier Satelliten mit dieser Lösung möglich sind, hat man zumindest die Sicherheit, dass es bei neuen Programmen auf bisher anderweitig genutzten Transpondern keine Probleme geben wird. Der einzige wirkliche Wehmutstropfen an der Sache ist, dass man bei der Receiverauswahl sehr beschränkt ist.
     

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