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UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von emguec, 1. November 2007.

  1. emguec

    emguec Senior Member

    Registriert seit:
    19. Januar 2007
    Beiträge:
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    Hallo,

    ich beginne mich, für den Amateurfunk zu interessieren, daher einige ganz elementare Fragen:

    Bei UKW-Sendern ist die Sendeleistung in Watt angegeben. Jedoch konnte ich auch nach langem Suchen nicht herausfinden, in welchem Verhältnis die Anzahl von Watt zur Sendeleistung steht.

    Daher meine Frage: Wie viele Kilometer weit kann ein Sender mit z.B. 80 Watt senden? Steigt mit der Anzahl Watt auch die Sendeleistung linear an und gibt es vielleicht sogar eine Faustregel (pro Watt x Kilometer Senderadius)?

    Über Amateurfunk-Linzenzen konnte ich schon einiges finden; da bin ich schon informiert.

    Hoffentlich könnt ihr mir helfen!
    Viele Grüße
     
  2. Gorcon

    Gorcon Kanzler Mitarbeiter

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    15. Januar 2001
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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    1:1.
    Natürlich, die Sendeleistung wird doch in Watt angegeben.
    Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. u.A. vom Gewinn der Antenne, von den Ausbreitungsbedinungen, Frequenz. vom Standort der Sendeund Empfangsantenne, von der Empfindlichkeit des Empfängers, von dem Gewinn der Antenne usw....)

    Gruß Gorcon
     
  3. emguec

    emguec Senior Member

    Registriert seit:
    19. Januar 2007
    Beiträge:
    480
    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Nehmen wir einmal an, ich sende mit einem 10-Watt-Sender und der Radioempfänger ist ein typisches Radio an einer Anlage mit kleiner Antenne.
    Kann man dann die Übertragung etwa in 10km Entfernung noch bekommen, oder wie habe ich das Verhältnis 1:1 zu verstehen?
    (Man sieht, ich verstehe noch nicht allzu viel von der Materie ;))
     
  4. Kroes

    Kroes Board Ikone

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Du hast einfach den "falschen" Begriff Sendeleistung gewählt, deswegen die "blöde" Antwort von Gorcon - was du meinst, ist eher die Sendereichweite. Und die hängt absolut nicht nur von der Sendeleistung (in Watt) ab, sondern eben auch oder sogar insbesondere von der Höhe der Antenne. Rein technisch ist ein Sender bei sehr guten Empfangsantennen zunächst mal nur dort zu empfangen, wo Sichtkontakt besteht (plus ca. 10% Vergrößerung dieses Gebietes durch Brechungseigenschaften der Wellen im UKW-Frequenzbereich). Dann ist aber auch natürlich noch der Eingangspegel am Empfänger wichtig - und der hängt bei freier Sicht (fast) nur von der genutzten Sendeleistung ab. Hier gibt es dann aber leider keinen linearen Anstieg. Erst bei vierfacher Leistung ist der Sender in doppelter Entfernung mit gleicher Stärke zu empfangen (falls keine Sichtbehinderung vorliegt). Also Faustregel: Mit 100 Watt kommt man doppelt so weit wie mit 25 Watt.

    Und dann der letzte Punkt: Sendeleistung ist nicht gleich Sendeleistung. Es gibt die Angabe, was man in den Sender so "reinsteckt". Viel wichtiger ist aber, was wirklich an der Antenne rausgeht - das nennt man EIRP-Sendeleistung. Sendet man nur mit einem einfach Stab (Dipol), dann geht meist sogar weniger Leistung in die gewünschten Richtungen raus (es wird alles mit einem nicht existierenden Kugelstrahler verglichen, der die eingegebene Leistung absolut rund in alle Richtungen strahlen würde), als reingesteckt wird - nutzt man dagegen eine Antenne mit vielen Reflektoren und stockt das System auch noch (mehrere Antennen übereinander), dann kann man die "virtuelle" Leistung in die gewünschten Richtungen um den Faktor 10 oder noch höher steigern - in anderen Richtungen (z.B. nach oben und unten, aber auch zur Seite) geht dann entsprechend deutlich weniger raus, da man ja durch Stocken logischerweise keine Energie dazugewinnen kann.
     
  5. emguec

    emguec Senior Member

    Registriert seit:
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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Vielen Dank für deine sehr nützliche Antwort! Stimmt, ich meinte natürlich Sendereichweite statt Sendeleistung. Die Relation zwischen Wattstärke und Leistung habe ich auch verstanden.

    Eine Frage hätte ich aber noch:
    In einem überschaubaren Ort, wo es praktisch nur niedrige Gebäude gibt (bis auf die Kirche), reicht es ja, vom eigenen Dach zu senden, zumal mein Haus etwas höher liegt als der Großteil des Ortes, also ist Sichtkontakt in jedem Fall gegeben.
    Nur wird wohl trotz bestehenden Sichtkontakts irgendwann auch die Reichweite zu Ende sein, daher meine Frage: Wüsstest du vielleicht eine ungefähre Angabe, wie weit man mit einer EIRP-Leistung von einer bestimmten Anzahl Watt kommen würde, wenn Sichtkontakt gegeben ist?
    Eine Reichweitenangabe zu irgendeiner Wattzahl reicht mir; den Rest kann man sich ja ausrechnen.

    Und nochmals Danke für deine Antwort!
     
  6. Brummschleife

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Das kann man so nicht genau sagen, es kommt darauf an, ob Du rundstrahlen oder nur in eine Vorzugs-Richtung senden willst. Das könnte man quasi mit speziellen Antennen soweit treiben, dass Dein Signal als reiner Richtfunk abgeht, dann erreichst Du recht ansehnliche Reichweiten, während sich beim Rundstrahlen die Leistung gleichmäßig verteilt und unter ungünstigen Umständen durch Reflexionen sogar noch gemindert wird.
     
  7. Brummschleife

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Aus meiner Funkerzeit erinnere ich mich noch an folgende Faustregel für Rundempfang:
    Sender 1kW > 100m hoch > 100 MHz > 100km² Bereich, also umgerechnet auf Radius ca. 5,642 km ;)


    PS.: Gilt allerdings für Bild & Ton, bei nur Ton (UKW) fällt das wieder weitaus günstiger aus...
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2007
  8. emguec

    emguec Senior Member

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Ich denke, zunächst würde ich erstmal rundstrahlen. Mein Ziel ist es ja, zunächst einmal überhaupt zu testen, wie und wie weit ich senden kann, z.B. vom Haus aus, auf freien Gelände oder im Wald. Der Spaß am Erfolg steht im Vordergrund ;)

    Und danke für deinen kleinen Anhaltswert! Wenn 1000W bei einer Höhe von 100m etwa 5-6 km weit senden, dann kommt man ja mit 10W und 8m Höhe wahrscheinlich kaum 100m weit, oder?

    Ach und noch etwas: Wenn freier Sichtkontakt gegeben ist, spielt es eine große Rolle, ob sich der Sender nun auf 100m oder auf 20m Höhe befindet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2007
  9. Brummschleife

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Das ist wie gesagt nur eine Fausformel, die Topographie der Umgebung und der Bebauungszustand spielen da auch noch mit rein. Letztlich ist auch die reine Bandbreite des Signals maßgebend, welches Du ausstrahlen willst. UKW Stereo ist z.B. schonmal mindestens 77 KHz breit, das ist relativ viel, mono dagegen kannst Du viel schmaler halten und kommst damit schon mal viel weiter.

    Am besten mal Testen, Versuch macht kluch lautet hier der Spruch ;)

    Aber pass' gut auf, dass Du keine kommerziellen Frequenzen störst, das könnte Ärger geben, auch wenn's "nur" UKW ist...;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2007
  10. emguec

    emguec Senior Member

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    AW: UKW: Verhältnis Watt zu Sendeleistung

    Ja, das ist mir klar, aber hier im Tecklenburger Land wird sich keiner daran stören, ob es nun auf 88.9 rauscht oder Musik läuft ;) sind ja auch nur Testzwecke.

    Das mit der Bandbreite habe ich nicht verstanden. Wie breit ist eigentlich UKW mono? Habe ich eigentlich bei jedem Sender die Möglichkeit, zwsichen mono und Stereo zu wechseln? Den Vorteil von Stereo konnte ich auch noch nicht so recht finden...
     

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