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TV-Produzent Rademann: Es gibt keine großen Volksschauspieler mehr

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 19. März 2008.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2007
    Beiträge:
    82.232
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    Hamburg - Der deutsche TV-Produzent Wolfgang Rademann meint, dem Fernsehen seien die großen Volksschauspieler abhanden gekommen.

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  2. NoTV

    NoTV Silber Member

    Registriert seit:
    19. Oktober 2007
    Beiträge:
    618
    AW: TV-Produzent Rademann: Es gibt keine großen Volksschauspieler mehr

    naja.. ein Krimi in kölsch, sächsisch. fränkisch oder was auch immer ist nur schwer vorstellbar ( Untertitel nerven immer etwas).
     
  3. borg2

    borg2 Platin Member

    Registriert seit:
    9. April 2005
    Beiträge:
    2.562
    AW: TV-Produzent Rademann: Es gibt keine großen Volksschauspieler mehr

    Nur schwer vorstellbar? "Was guggst Du"-Slang wird im Tatort und anderen Filmen jedem jungen Schauspieler der eine Rolle mit "Migrationshintergrund" verkörpert untergelegt.
    Dass der Polizist oder Firmenchef nicht unbedingt schwäbisch oder bayrisch sprechen muss, ist klar. Im realen Leben redet man auf der Arbeit und mit Kollegen auch anders, als mit der Verkäuferin im Supermarkt oder der Mutter/Schwiegermutter. Und genau da könnte ein Film durchaus mehr Autentizität bieten. Warum soll de Polizist in Stuttgart mit seiner Mutter nicht "schwäbeln" oder wenn er aus dem Badischen "eingewandert" ist allemannisch schwätze? Und warum soll ein aus sachseingewanderter Abeitlungsleiter (der dann ein Mörder, Opfer oder Zeuge darstellt) beim Telefonat mit Bekannten in der Heimat nicht sächsisch reden?
    Bei deutschen Produktionen fehlt mittlerweile wirklich das "menschliche".
    Beim Zweiteiler "Teufelsbraten" war es übrigens hervorragend gelöst. Man stellte das "Milieu" wirklich plastisch und nachvollziehbar dar, und das so, dass sogar ein Bayer, Hamburger, Badener oder Sachse den kölner Hinterhofslang noch verstand. Und es wurde sehr schön der Unterschied zwischen "de Prollede" und der feinen hochdeutsch sprechenden Intellektuellenfamilie der Freundin, sowie dem Berufsdeutsch in den Büros des späteren Arbeitgebers gezeigt.
    Bei Filmen über die Flucht aus dem Osten oder auch bei der Gustloff hätte etwas mehr "Natürlichkeit" ebenfalls gut getan. Vor allem, angesichts dessen, dass ja nicht nur viele ostpreusische Flüchtlinge, sonder auch viele Soldaten, Hilfskräfte etc. die es auch dem ganzen Reichsgebiet durch den Krieg an und auf die Gustloff verschlagen hatte. Und damals war Hochdeutsch selbst bei um und weggezogenen noch nicht so üblich.
    Übrigens Holländern und Engländern wird, wie Migranten, ebenfalls immer ein
    Akzent in der Sprache untergelegt - man denke nur an"und die kleine Auto" in der Schöfferhofwerbung. Nur Deutsche sind nur noch ein Einheitsbrei von der Nordseeküste bis in die Alpen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2008

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