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TuxVision / DeInterlace

Dieses Thema im Forum "d-box 1 und d-box 2" wurde erstellt von BarbarenDave, 14. November 2003.

  1. BarbarenDave

    BarbarenDave Board Ikone

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    24. März 2003
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    Hi zusammen!
    durchein Ähm, kann mir jemand verraten, was es mit der Option DeInterlace bei Tuxvision auf sich hat?
    Schon mal vielen Dank
     
  2. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

    Registriert seit:
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    Weißt Du nicht, was "deinterlacing" ist, oder funktioniert da irgendwas nicht?

    Ich muss zugeben, dass ich TuxVision schon ein paar Tage nicht mehr benutzt hab...

    Gag
     
  3. BarbarenDave

    BarbarenDave Board Ikone

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    boah! ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, was deinterlace ist.
     
  4. OnkelFlo

    OnkelFlo Senior Member

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    Clenze
    Ich bin der Meinung das es mit den Zeilen zu tun hat, das bei Deinterlaced nur jede 2. Zeile dargestellt wird und dadurch weniger Datenübertragung kommt und weniger Systemauslastung... Aber wetten tu ich auf meine Aussage nicht winken
     
  5. BarbarenDave

    BarbarenDave Board Ikone

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    NRW
    hab gerade bei it-academy.cc folgende Definition gefunden:
    ... was auch immer das jetzt heißt.

    <small>[ 14. November 2003, 22:19: Beitrag editiert von: FunJan ]</small>
     
  6. P800

    P800 Platin Member

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    2.848
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    Germany
    Bei der Darstellung von TV Bildern auf dem PC gibt es das Problem der unterschiedlichen Darstellungsarten.
    Das TV Gerät arbeitet im Interlaced-Modus:
    Das zu übertragende Bild wird in zwei Teilbilder zerlegt und nacheinander übertragen.
    1.Halbbild: Zeilen 1.3.5.7...
    2.Halbbild: Zeilen 2.4.6.8...
    also ineinander verschachtelt.
    zeitlich gesehen ist das zweite Halbbild bereits eine 50tel Sekunde später.
    50 sogenannte Halbbilder pro Sekunde ergeben auf eine TV-Gerät ein tatelloses Bild, weil Sender und Empfänger absolut Synchron (50Hz Geräte)arbeiten.

    Auf einem PC-Bildschirm wird das Bild nicht in dieser Methode dargestellt.
    Hier werden die Zeilen in der Folge 1.2.3.4.5.6....
    geschrieben.
    In dieser Eigenschaft kommt es besonders bei schwenkenden Bildinhalten zu einem Ausfransen der senkrechten Konturen.

    Um diesen unangenehmen Effekt zu beseitigen, nimmt man, in der einfachsten Form, ein Halbbild weg, und ersetzt die fehlenden Zeilen durch Wiederholung der Zeilen des selben Halbbildes.
    dabei verringert sich zwangsläufig die vertikale Auflösung, aber es verschwindet dieses Ausfransen.
    Vielen fällt der Auflösungsverlust nicht sofort auf, und es wird als angenehmer empfunden.
     
  7. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

    Registriert seit:
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    Geldspeicherstadt
    Ja, genau so ist es.

    Beim Deinterlacing wird aus zwei Halbbildern wieder ein Vollbild zusammengesetzt. Das funktioniert bei Spielfilmen, bei denen ja zuvor aus einem Vollbild zwei Halbbilder gemacht wurden, sehr gut.
    Bei Fernsehsendungen und Videoaufnahmen klappt das nicht ganz so gut, da hier zwei Halbbilder nicht zu einem Vollbild passen.

    Sinn und Zweck der Sache ist, das Zeilenflimmern zu verringern. Außerdem lassen sich Videoaufnahmen mit Zeilensprungverfahren nur in der Buildqiederholfrequenz darstellen, in der sie aufgenommen wurden. Das ist ja das Dilemma der 100Hz-Fernseher, bei denen auch mehr oder weniger schon so etwas wie ein Deinterlacing passiert.


    Gag
     
  8. BarbarenDave

    BarbarenDave Board Ikone

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    Ort:
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    Wow, Ihr seid ja echt klasse! Jetzt sehe ich etwas klarer.
    Also hab ich das jetzt richtig verstanden: das Bild zB. bei schnellen Kamera-Schwenks klarer wenn man beim Streamen DeInterlace aktiviert?
    Mir geht es darum, dass ich die Filme mit Tmpec zu MVCD konvertiere und dann aufm Standalone DVD Player abspiele.
    Naja, ich werde es mal spaßeshalber probieren.
    Noch mal vielen Dank an alle!
     
  9. sderrick

    sderrick Board Ikone

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    wobinich
    Beim streamen selbst ändert sich nichts. Das spielt erst bei der wiedergabe eine rolle.

    ..laut @Gag an anderer stelle, werden ja sogar 50 bilder/s übertragen winken
     
  10. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

    Registriert seit:
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    Geldspeicherstadt
    @FunJan: Der Stream wird genau so aufgezeichnet, wie er von der Box kommt.

    Deinterlacing spielt nur dann eine Rolle, wenn z.B. die Zeilenzahl oder die Bildfrequenz nachträglich geändert werden sollen. Eine entsprechende Funktion findest Du auch bei TMPGEnc.
    Dabei werden aus 50 Halbbildern pro Sekunde 25 Vollbilder gebaut -- "progressiv" nennt man das heutzutage.
    Ein normaler PAL-Fernseher kann jedoch nur "interlaced" also im Zeilensprungverfahren darstellen. Computermonitore hingegen arbeiten "progressiv". Das Deinterlacing bei TuxVison verbessert also die Wiedergabequalität auf Computermonitoren, da sie mit einer anderen Auflösung und Bildfrequenz als ein Fernseher arbeiten.

    Fazit: Du brauchst nichts daran zu ändern.

    Das Zeilensprungverfahren ist ein Relikt aus der Fernsehübertragung: Hier werden immer 50 Bilder pro Sekunde übertragen. Um die Auflösung der Bilder zu erhöhen, wird jeweils das zweite Bild leicht versetzt aufgenommen und wiedergegeben, so das zwei Bilder zusammen die doppelte vertikale Auflösung haben. Deshalb spricht man von 50 Halbbildern.

    Filmaufnahmen werden ja mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Bei der Fersehübertragung läuft der Film etwas schneller, so dass er 25 Bilder hat. Jedes Bild wird zweimal abgetastet, so dass man die o.g. zwei Halbbilder erhält.
    Beim Deinterlacing kann man diese direkt wieder zusammensetzen.

    Live- oder Videoaufnahmen werden ja direkt von einem lebendigen Objekt mit der Kamera aufgenommen. Zwischen der Aufnahme des ersten und zweiten Halbbildes vergehen aber 0,02 Sekunden, währenddessen sich das Motiv bewegt. Deshalb ist das zweite Halbbild nicht desselben Ursprungs wie das erste. Versucht man beide Halbbilder zusammenzusatzen, dann erhält man kammartig verwischte Konturen an den bewegten Objekten.
    Ein guter Deinterlacing-Algorithmus versucht diesen Effekt herauszurechnen, indem er z.B. den Mittelwert von jeweils zwei Zeilen der Halbbilder verwendet.

    Digitales Video arbeitet an sich erst einmal mit 25 Vollbildern pro Sekunde. MPEG2 hat jedoch eine Erweiterung, durch die auch das Zeilensprungverfahren abgebildet werden kann: Dazu werden die beiden Halbbilder in zwei Feldern in einem Bild gespeichert. Der Decoder stellt sie dann jedoch gemäß der Konvention dar.

    Kleiner Tipp: In einer der letzten Ausgaben der "Digital Fernsehen" war das Zeilensprungverfahren mal beschrieben. Da sieht man dann ein wenig klarer, was es damit auf sich hat.

    Gag

    PS. @sderrick: Kennst Du Dieter Nuhr?
     

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