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Thomson DTI 1000 übersteuert?

Dieses Thema im Forum "andere Receiver" wurde erstellt von videoseven, 12. August 2005.

  1. videoseven

    videoseven Neuling

    Registriert seit:
    3. August 2005
    Beiträge:
    3
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    Guten Morgen allerseits,

    folgende Empfangssituation:

    Etwa 55 km nördlich von München; auf dem Dach eines
    3-stöckigen Wohnhauses sind eine 5-Element-VHF-Antenne
    und eine 71-Element-UHF-Antenne senkrecht montiert.
    Als Verstärker werkelt momentan noch ein alter
    Schwaiger EN 8335. Der Thomson DTI 1000 hängt an der
    ersten Antennendose nach dem Verstärker (etwa 5 bis
    8 Meter Kabel).

    Letzten Samstag abend ein Notfall-Anruf der Eltern:
    "Alle Kanäle sind weg, und der Receiver reagiert auch
    nicht mehr auf die Fernbedienung !!"

    Also hingefahren, Netzkabel aus- und wieder eingesteckt,
    das Herstellersetup laufen lassen und den Suchlauf gestartet:
    der Receiver erkennt zwar den Kanal 10, aber er
    synchronisiert und speichert die Programme nicht.
    Die UHF-Kanäle sind dagegen voll da.

    Spaßenshalber anstatt der VHF-Antenne den 3-Element-
    UKW-Dipol der Dachantenne an den Verstärker angesteckt,
    neuer Suchlauf - und siehe da, der Receiver synchronisiert
    und speichert nun die 4 Programme im Kanal 10 und
    liefert sogar ein akzeptables Bild, obwohl die Netzanzeige
    nur im orangefarbenen Bereich und die Qualitätsanzeige
    nur noch roten Bereich ist.

    Also wieder die VHF-Antenne angeschlossen, aber es blieb
    dabei: kein Kanal 10, die anderen Kanäle einwandfrei.

    Der Anschluß und die Steckverbindungen der VHF-Antenne
    sind i.O.; der Fernsehtechniker hat das nochmal sorgfältig
    geprüft.


    Nach dieser langen Vorrede nun die Frage:

    Hat jemand ähnlich Erfahrungen mit dem DTI 1000 oder
    auch anderen empfindlichen Receivern gemacht?


    Dem Berater von der Thomson-Helpline war dieses Problem
    völlig neu, er wollte aber nicht ausschließen, daß der
    Receiver bei einem zu hohen Eingangspegel übersteuert.
    Defekt sei das Gerät aber sehr wahrscheinlich nicht, denn
    sonst würden die anderen Kanäle wohl kaum einwandfrei
    funktionieren.

    Bei dem Telefonat habe ich übrigens auch erfahren, daß
    ein Softwareupdate per Antenne derzeit nicht möglich ist,
    und der Berater hatte auch zu seinem Bedauern keine
    Information, wann dies möglich sein wird - falls überhaupt.


    Schön' Gruß,
    Henry
     
  2. Hans2

    Hans2 Wasserfall

    Registriert seit:
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    Ort:
    Dresden
    AW: Thomson DTI 1000 übersteuert?

    Bei solch riesigen Antennen und dazu noch Verstärker sollte man erst mal prüfen, ob die Signale der einzelnen Kanäle vernünftige Pegel haben. Ein total übersteuerter UHF-Bereich kann den Empfänger zuregeln, so dass im VHF-Bereich kein Empfang mehr möglich ist. Genauso wäre es möglich, das der VHF-Kanal mit einer Stärke empfangen wird, wo der Receiver nicht mehr nachregeln kann. Dann wird zwar das Rauschen mit der maximalen Leistung empfangen, aber das Nutzsignal wird in der Amplitude abgeschnitten und kann dann nicht mehr verarbeitet werden.
    Antenne ist halt nicht gleich Antenne und Verstärken hift nur dort, wo es sinnvoll und notwendig ist.
     
  3. videoseven

    videoseven Neuling

    Registriert seit:
    3. August 2005
    Beiträge:
    3
    AW: Thomson DTI 1000 übersteuert?

    Guten Abend,

    Hans2 schrieb:

    Zitat:
    "Bei solch riesigen Antennen...."

    Es ist eine Wittenberg SN71 mit 13,5 dB Gewinn, also nix Riesiges.
    (Die Herstellerbezeichnung "71 Elemente" verleitet natürlich zu
    dieser Annahme, schon klar).

    Zitat:
    "... und dazu noch Verstärker sollte man erst mal prüfen, ob die Signale
    der einzelnen Kanäle vernünftige Pegel haben. Ein total übersteuerter
    UHF-Bereich kann den Empfänger zuregeln, so dass im VHF-Bereich
    kein Empfang mehr möglich ist."

    Im Prinzip schon richtig, aber erst mal per UKW-Dipol den Kanal 10
    speichern und dann Betrieb mit der VHF-Antenne funktioniert
    einwandfrei. Das dürfte ja eigentlich nicht sein, wenn der UHF-Bereich
    übersteuert wäre....

    Zitat:
    "... und Verstärken hift nur dort, wo es sinnvoll und notwendig ist."

    Das ist es. Oder wie sonst willst Du in einem 3-stöckigen Wohnhaus
    auch noch im Erdgeschoß bei schlechtem Wetter einen akzeptablen
    Pegel erreichen?

    Die WB345plus mit nem Axing TSV 6-00 funktionierte bei schönem
    Wetter einwandfrei, bei schlechtem Wetter war allerdings Schluß
    mit DVB-T.

    Erschwerend kam noch hinzu, daß etwa 7km seitlich vom der
    Empfangsrichtung der Grundnetzsender Wolfsberg steht, und der
    pustet den Kanal 31 mit 500kW und den Kanal 41 mit 420 kW in
    die Gegend. Bei gutem Wetter wurde dem Axing dieser "Störer"
    zuviel und der Kanal 56 war nur noch Schrott, da half auch keine
    passive WB345 + Sperrfilter in der Antennenleitung.


    Gruß,
    Henry
     
  4. Hans2

    Hans2 Wasserfall

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    Dresden
    AW: Thomson DTI 1000 übersteuert?

    Und gerade deshalb ist es notwendig, mit einem Spektrumanalyser mal die Antennen zu optimieren. Und wenn eine terrestrische Antenne wetteranfällig ist, stimmt meist etwas mit der Einspeiseweiche oder den Kabeln nicht.
     
  5. videoseven

    videoseven Neuling

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    3
    AW: Thomson DTI 1000 übersteuert?

    Hallo Hans2,

    Zitat:
    "Und gerade deshalb ist es notwendig, mit einem
    Spektrumanalyser mal die Antennen zu optimieren."

    Falls man einen hat. Und was heißt "optimieren" konkret?
    Den störenden Grundnetzsender abschalten lassen? ;-))


    Zitat:
    "Und wenn eine terrestrische Antenne wetteranfällig ist,
    stimmt meist etwas mit der Einspeiseweiche oder den
    Kabeln nicht."

    Was soll bei einer neuen Antenne und neuen Kabeln "nicht
    stimmen"?

    In diesem Zusammenhang: Gibt es im Web Infos über die
    wetterabhängige Dämpfung im DVB-T-Frequenzbereich?
    Für WLAN und Radar habe ich ne Menge gefunden, aber
    leider nicht für DVB-T.


    Gruß,
    Henry
     
  6. Hans2

    Hans2 Wasserfall

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    AW: Thomson DTI 1000 übersteuert?

    Gerade das zeigt doch, dass dieses Signal übersteuert ankommt. Der Empfänger ist während des Suchlaufs nicht im Stande, die AGC schnell genug nazuregeln.

    Terrestrischer Empfang im VHF/UHF-Bereich funktioniert üblicherweise auf „Sichtverbindung“. Solange gibt es auch keine oder nur sehr geringe Abhängigkeiten vom Wetter. Kritisch wird das allerdings, wenn man zum Empfang indirekte Signale nutzt, die z.b. an Bergen oder Gebäuden gespiegelt werden.
    Da helfen dann nur Sperrkreise. Die müssen aber auch an den richtigen Stellen eingesetzt werden. Ein Sperrfilter nutzt allerdings wenig, wenn die Störeinstrahlung wieder in Kabel, Verstärker oder Empfänger möglich ist, weil dort die Abschirmung nicht reicht.
    Dafür gibt es ja entsprechende Fachfirmen, auch wenn es teilweise schwierig sein kann, eine zu finden, die auch das richtige Fachwissen hat.

    Übrigens kann ich mir nicht vorstellen, dass es vor der Aufschaltung von DVB-T nicht auch schon Probleme mit dem analogen Empfang gegeben hat.
     

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