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Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

Dieses Thema im Forum "HD+ und weitere Plattformen via Satellit" wurde erstellt von ercor, 18. Mai 2006.

  1. ercor

    ercor Gold Member

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    Der seit Monaten schwelende Streit zwischen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Telekom steht kurz vor der Eskalation. Mit der Verpflichtung von Franz Beckenbauer als Kommentator macht das Telekommunikations-Unternehmen bei seinen Plänen fürs Internet-Fernsehen Ernst und bringt die Bundesliga in große Bedrängnis. Der Liga drohen nun lange juristische Auseinandersetzungen und im schlimmsten Fall sogar ein Platzen von wesentlichen Teilen des 1,2 Milliarden schweren TV-Vertrages, der im vergangenen Dezember abgeschlossen worden war.

    Mit Telekom-Neuzugang Beckenbauer bekommt die Auseinandersetzung eine neue Schärfe. "Beckenbauer wird Experte für unsere zukünftige Fußball-Berichterstattung", bestätigte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Bonn. Das Unternehmen zeigt sich unbeeindruckt davon, dass die DFL sogar mit der Kündigung des Vertrages gedroht hat. "Im Extremfall könnte die Telekom die Internetrechte wieder verlieren", lautete die Kampfansage von Liga-Präsident Werner Hackmann.

    26 Profivereinen droht Problem

    Wenn es zu keiner Einigung kommt, droht den 36 Profivereinen ein Problem, das mit der Kirch-Krise vergleichbar ist. Die Zeit drängt, denn die Ende des vergangenen Jahres abgeschlossenen Verträge gelten von Mitte August an für drei Saisonen.
    Die Telekom scheint die Grauzonen des komplizierten Vertragswerkes ausnutzen zu wollen, mit dem sie die so genannten IPTV-Rechte für rund 50 Millionen Euro pro Jahr erworben hat. Strittig ist, auf welchen technischen Wegen das Unternehmen die Internet-Rechte nutzen und inwiefern der Pay-TV-Sender Premiere daran beteiligt werden darf. Premiere-Chef Georg Kofler sagte am Mittwoch in München zur Ausschreibung der Online-Rechte: "Dort steht klipp und klar, dass eine Übertragung des Bildmaterials auf Basis des Internet-Protokoll-Standards auch über Kabel, Satellit und terrestrisch möglich ist."


    DFL demonstriert Gelassenheit

    Die DFL versuchte am Mittwoch Gelassenheit zu demonstrieren. In der Stellungnahme hieß es: "Wir können die Diskussion nicht nachvollziehen. Unabhängig vom Übertragungsstandard und den eingeräumten Übertragungswegen darf eine Verwertung der Internetrechte ausschließlich im Medium Internet erfolgen. Das ist eine Auflage der EU." Zu den Aussagen des Premiere-Chefs hieß es, sie seien "offensichtlich ohne Kenntnis des bei der DFL eingereichten Konzeptes des Internetrechte-Inhabers getätigt worden. Diese ist jedoch von elementarer Bedeutung, weil es für die Rechtevergabe mit entscheidend war.

    Premiere hofft auf IP-TV


    Mit einer Art technischen Umleitung wäre es möglich, dass die Telekom die bisherigen Kunden des Pay-TV-Senders Premiere mit Fußball-Berichten versorgt. Der Abonnent würde nicht merken, dass das Signal in einem Zwischenschritt im so genannten IP-TV-Standard gesendet worden ist. Damit würden Telekom und Premiere als direkter Konkurrent des neuen Pay-TV-Anbieters Arena auftreten, der für die Live-Rechte der Liga rund 200 Millionen Euro pro Jahr bezahlt.
    "Es wird keine zwei Pay-TV-Angebote geben", lautete die Aussage von Christian Seifert zu diesem Problem. Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsleitung sagte: "Die Rechtesituation ist eindeutig." Ein Pay-TV-Angebot der Telekom sei nicht möglich.

    Telekom braucht Partner


    Unstrittig ist, dass die Telekom ihre Bilder von Premiere produzieren lassen dürfte. Das Telekommunikationsunternehmen kann die Live-Berichte dann über ihr eigenes Breitbandnetz zum Kunden leiten. Bis 2007 sollen rund elf Millionen Haushalte in Deutschland an das neue Hochgeschwindigkeitsnetz V-DSL angeschlossen sein. Dieses Netz ist durch Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit in der Sekunde in der Lage, Live-Fernsehbilder in hoher Qualität zu übertragen. Da die Telekom die Bilder nicht selber produzieren will und zudem keine Rundfunklizenz besitzt, braucht sie einen Partner für die Produktion wie eben Premiere. (APA/dpa)

     
  2. Heinz-Dieter

    Heinz-Dieter Junior Member

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    45
    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Wann kann dann mit einer Bekanntgabe der Lösung rechnen? Ich habe bei Premiere das Sportpaket bis Aug. 2006 gebucht, bei Arena läuft das Angebot 31.Mai aus. In der gestrigen Ausgabe der Kölnischen Rundschau stand auch diese Möglichkeit, keiner blickt da mehr durch.
     
  3. Heinz-Dieter

    Heinz-Dieter Junior Member

    Registriert seit:
    29. März 2006
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    45
    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Wann kann dann mit einer Bekanntgabe der Lösung rechnen? Ich habe bei Premiere das Sportpaket bis Aug. 2006 gebucht, bei Arena läuft das Angebot 31.Mai aus. In der gestrigen Ausgabe der Kölnischen Rundschau stand auch diese Möglichkeit, keiner blickt da mehr durch.
     
  4. Athlonpower

    Athlonpower Gold Member

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Die Lösung wird ganz einfach sein, Arena wird übertragen, wenn nicht vorher Pleite gegangen,

    T-Com und Premiere werden in die Röhre schauen, denn jeder Richter wird denen den Unterschied klarmachen.

    Im Zweifelsfall gibts für T-Com und Premiere einfach Stadionverbot und die DFL entzieht T-Com die Rechte und gibt denen das Geld zurück.

    Andererseits könnte die Telekom ihre Drohung wahrmachen und auspacken, was damals beim Bieterverfahren nicht sauber gelaufen ist, angedeutet hat Telekom dies ja bereits.

    Aber ich schätze mal, während der 4 Wochen WM werden beide Seiten sich ruhig verhalten, lustig wird es erst dann zu Saisonbeginn.
     
  5. markusmaier

    markusmaier Junior Member

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  6. Paxer

    Paxer Senior Member

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    T-Com und Premiere werden in die Röhre schauen, denn jeder Richter wird denen den Unterschied klarmachen.:D:D:D:D

    Fragt sich nur wer in die Röhre schaut :D:D:D:D:D
     
  7. Terranus

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Ist doch schon klar: www.spiegel.de

    Übertragung nur via IPTV via Glasfaser. Fazit: keine Bundesliga auf Premiere.
     
  8. chieff

    chieff Talk-König

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Zum Glück hab ich Premiere und DSL 6000 Flat. Das heißt Bundesliga weiter bei Premiere
     
  9. Kroes

    Kroes Board Ikone

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Spiegel schreib dies, Bild schreibt das. Vertrauen würde ich beiden Seiten nicht bedingungslos...Eine direkte Absage gegenüber einer IP-Verbreitung über Satellit (auch da könnte sich doch T-Online problemlos Kapazitäten anmieten) habe ich noch nirgends gelesen. Möglich ist also weiterhin alles...je nachdem, wie sich die Seiten letztendlich "einigen". Eine IP-Übertragung über Satellit dürfte jedenfalls grundsätzlich kein Problem sein...wenn man das verbieten würde seitens der DFL, dann hätte man sicher sehr großen Streit mit Brüssel.
     
  10. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

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    AW: Telekom gegen DFL und Beckenbauer mittendrin statt nur dabei

    Sehe ich auch so- Internet per Satellit gibts ja jetzt schon. Problematisch sehe ich aber weiterhin, dass man völlig neue Endgeräte braucht. Außerdem wird man das nicht ohne zusätzliche Gebühren anbieten können.
     

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