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Stirbt die Industrie in Deutschland?

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von majo, 12. Februar 2004.

  1. majo

    majo Silber Member

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    Habe ich heute in den hr3-Nachrichten gehört:
    Noch nie gab es so wenig Beschäftigte in der hessischen Industrie wie jetzt.

    Man weiß es ja: Der Industrie-Standort Deutschland blutet seit einiger Zeit peu á peu aus. Die Verlagerung von Produktionsstätten ins nähere oder fernere Ausland ist in vollem Gange. Auf längere Sicht gesehen ist wohl eine alternative, wieder positive Entwicklung nicht erkennbar, jedenfalls nicht in dem Umfang, welcher die Abwanderung kompensieren könnte. Die Politik ist zu mehr als notdürftigster Flickschusterei wohl auch nicht in der Lage. Wie auch, wenn unser aller Basis wegbricht? Damit sirbt unser Land. Die traditionellen, großen Produktionsstandorte können auch nur noch durch massivste Steuerbegünstigungen am Abwandern gehemmt werden.
    Außer beispielsweise einem sauteuren Edel-Spaten bei Obi bekommt man ja kaum noch Artikel "made in germany". Die Dienstleistungsbranche kann auch keine Alternative darstellen. Denn wenn die Abnehmer der Dienstleistungen nur noch aus dieser Branche kommen ist gesamt gesehen keine Gewinnerwirtschaftung möglich.

    Natürlich ist diese Erscheinung nicht auf Deutschland beschränkt. Es betrifft alle traditionellen Industrieländer Westeuropas, Nordamerikas und Japan/Süd-Korea. Bin echt gespannt, was in ein paar Jahren noch läuft, wenn der China-Boom vorbei ist und wir um noch weitere (z.B. nach dort ausgelagerte) Produktionsstätten ärmer sind und wir noch mehr, noch nicht mal in Europa hergestellte Waren zum Kaufen hier haben:eek:. Hier aber immer mehr Leute NICHT das Geld haben, um diese zu kaufen, da ja die Arbeit zum Geldverdienen fehlt.

    Ich wollte meinen Job eigentlich nicht in China machen.

    Ja, ´s ist wieder sehr volkstümlich formuliert von mir. Ich würde mich aber freuen, wenn mir jemand diese Sorge nehmen könnte. Wie seht ihr das aus eurer speziellen sowie allgemeinen Sicht?

    Grüße, majo
     
  2. Lechuk

    Lechuk Institution

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    LD
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    In Bayern und Baden Würtenberg soll es noch Arbeit
    geben wurde mir letztens gesagt.
    Das sind eben diese Vorteile der Globalisierung
    der wir uns alle mit freuden anschließen.
    Reicht eigentlich der Astrabeam auch bis an die
    Ostgrenze Polens?
    Denn dort werden wohl bald viele deutsche Arbeitnehmer hinterherhechelnd,keuchend um einen Arbeitsplatz bei einer guten deutschen Firma bettelnd auf den Knien liegen.
    Mal sehen wann unter diesen Umständen denn mal
    die Kohleförderung ausläuft.
    Das Geld sollte mal lieber in Zukunftsweisende Projekte investiert werden anstatt ein ganze Region in ABM zu halten.
     
  3. Bertel

    Bertel Silber Member

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    Wenn die Roten und die Grünen noch viel länger dran sind, ist hier bald Feierabend, weil die dann noch den letzten Betrieb kaputt- oder ins- Ausland-besteuert haben.

    Dann haben alle viel Freizeit, um die Umwelt zu schützen, was kein Problem ist, wenn es keine Industrie mehr gibt.

    Wir können dann noch ein bißchen mit den Handys telefonieren, bis die Kohle alle ist, und dann:
    Rauf auf die Bäume! (Hoffentlich ist Auf-Bäumen-Abhängen dann noch steuerfrei).


    Wie Müntefering ja meint, haben wir alle die tolle Regierungs-Politik nur nicht verstanden, und für die Misere sei ja nicht die Regierung verantwortlich.


    Allerdings frage ich mich, für was wir eine Regierung brauchen, wenn die für NICHTS verantwortlich ist?
     
  4. manbock

    manbock Gold Member

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    @ Lechuk:
    > Reicht eigentlich der Astrabeam auch bis an die Ostgrenze Polens?
    Denn dort werden wohl bald viele deutsche Arbeitnehmer hinterherhechelnd,keuchend um einen Arbeitsplatz bei einer guten deutschen Firma bettelnd auf den Knien liegen.


    Nicht unerwähnt sollte hier aber die arbeitsmarktpolitische, gesetzgeberische Innovation unserer Regierung bleiben:
    Die Zusammenführung der Arbeitsloesenhilfe und Sozialhilfe - gemeinhin bekannt unter Hartz IV.

    Aufgrund dieses Gesetzespaketes konnte die Abfindung der drei Vorstandsmitglieder der Frankfurter Chipfabrik auf 3 Mio. begrenzt werden.
     
  5. majo

    majo Silber Member

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    Wieviel wäre es denn sonst gewesen?

    edit: Dieses Thema sehe ich in dem Zusammenhang natürlich auch, wollte es aber nicht ansprechen, nicht dass man wieder "Fakten" präsentiert bekommt, die in zwei Monaten evtl. keine mehr sind winken

    Grüße, majo

    <small>[ 12. Februar 2004, 22:24: Beitrag editiert von: majo ]</small>
     
  6. manbock

    manbock Gold Member

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    @ majo:
    &gt; Wieviel wäre es denn sonst gewesen?

    57 Mio. und ein V-Zeichen.
     
  7. majo

    majo Silber Member

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    @lechuk:
    Meinst du hier nicht "polnischen" Firma? Hab dazu auch mal ´ne Reportage gesehen.

    @manbock:
    Man möge meine Unbedarftheit sch&uuml entschuldigen: Was meinst du mit V-Zeichen ?

    Grüße, majo

    <small>[ 13. Februar 2004, 00:12: Beitrag editiert von: majo ]</small>
     
  8. manbock

    manbock Gold Member

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  9. Lechuk

    Lechuk Institution

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    Was bist ein V? &lt;&lt;&lt;&lt; geklärt
    Nein ich meine diese faulen aus dem Osten. O-Ton Schlödel
    Denn wenn man von der Agentur für Arbeitsbeschaffung nach Österreich gekarrt wird,dann wird es nach Ostöffnung nicht lange auf sich warten lassen und wir sind mit den alten Ikarus Linienbussen auf dem Weg nach Osten.
    Im Herbst sind wir dann in der Ukraine Korn ernten.
    So kann Deutschland aber auf alle Fälle kein Einwanderungsland werden,weil nur noch die senilen die Geschichte vergessenden alten hier sind und die anderen im Ausland arbeiten und dort Steuern zahlen,da DE so irgendann nicht mehr Handlungsfähig ist,wird es wohl "eingewandert" l&auml;c oder einfach in Europa aufgeteilt. winken l&auml;c

    <small>[ 13. Februar 2004, 00:59: Beitrag editiert von: Lechuk ]</small>
     
  10. manbock

    manbock Gold Member

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    @ Lechuk:
    &gt; O-Ton Schlödel

    Du sollst unsere Eliten nicht diffamieren!

    Nur, weil man mal 'ne Ehrenprofessur in China ...

    Muss ich noch editieren:

    Schlödel setzte sich ja mit seinen profunden Kenntnissen über längst stillgelegte Anreicherungsanlagen überaus vorteilhaft in Szene - nicht zu vergessen seine Profilierung als der anerkannte Verkehrspolitiker hinsichtlich schneller Transportmittel.

    <small>[ 13. Februar 2004, 01:43: Beitrag editiert von: manbock ]</small>
     

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