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"Spiegel": Lücken in Premiere-Bilanzen

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von FEXX, 20. Juli 2002.

  1. FEXX

    FEXX Senior Member

    Registriert seit:
    15. Februar 2002
    Beiträge:
    196
    Ort:
    Bonn
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    "Spiegel": Lücken in Premiere-Bilanzen

    Die Bilanzen des hochverschuldeten Bezahlfernsehsenders Premiere weisen nach einem Bericht des "Spiegels" bislang unbekannte Lücken in Höhe von rund 359 Millionen Euro auf. Der "Spiegel" bezieht sich auf eine dem Magazin vorliegende geheime Studie der Investmentbank Morgan Stanley. Dem Papier zufolge steigerte sich der Netto-Verlust der KirchPay-TV im vergangenen Jahr auf 1,02 Milliarden Euro. Die Verpflichtungen konnten demnach lediglich von rund 2,46 Milliarden Euro in 1999 auf 2,04 Milliarden in 2001 gesenkt werden.

    Die Bewertung, die dem "Spiegel" als "Working Draft" vom 17. Juli vorliegt, sei von den Hauptgläubigern des Senders, der Bayerische Landesbank und HypoVereinsbank in Auftrag gegeben worden.

    Das Dossier listet dem Bericht zufolge Verbindlichkeiten auf, die nicht in den Premiere-Bilanzen stünden. Demnach schulde der Sender diversen Banken und Investoren etwa 359 Millionen Euro für "zahlreiche Verkaufs- und Rückleasegeschäfte" mit Decodern. Allein bei der Hamburgischen Landesbank beliefen sich die "ausstehenden, nicht in der Bilanz erfassten Verpflichtungen" auf 146 Millioen Euro, hieße es in dem Dossier. Zentral für den künftigen Premiere-Erfolg sei die Gewinnung neuer Abonnenten. Im Juni seien allerdings trotz Fussball-WM statt der vorgesehenen 47.819 neuen Kunden nur 26.851 gewonnen worden.

    _____

    Kofler weiß echt wie man ne Firma leitet *LoL*

    FEXX
     
  2. TV-Konsument

    TV-Konsument Junior Member

    Registriert seit:
    16. Mai 2002
    Beiträge:
    37
    Ort:
    Karlsruhe
    Hier der vollständige Artikel
    Quelle:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,206136,00.html

    Geheimpapier zeigt bislang unbekannte Bilanzlücken

    Eine vertrauliche Studie belegt, dass der Pay-TV-Sender Premiere Schulden von mehreren hundert Millionen Euro hat, die nicht in den Bilanzen ausgewiesen sind. Zudem gibt es Zweifel an der Bewertung von Teilen der Filmbibliothek.

    Hamburg - Die Investmentbank Morgan Stanley hat eine Bewertung des hoch verschuldeten Bezahlfernsehens Premiere vorgenommen, die neuen Geldgebern genauen Einblick in das ehemalige Kirch-Unternehmen geben soll. Auftraggeber der geheimen Studie unter dem Decknamen "Project Free Willy" sind die Hauptgläubiger Bayerische Landesbank und HypoVereinsbank, die Premiere inzwischen kontrollieren.
    Das Geheimpapier, das dem SPIEGEL als "Working Draft" vom 17. Juli vorliegt, beinhaltet unter der Überschrift "historische Finanzinformationen" unter anderem die vollständigen Bilanzen der Jahre 1999 bis 2001. Demnach steigerte sich der Nettoverlust der KirchPay-TVvon rund 583 Millionen Euro 1999 auf 1,02 Milliarden Euro 2001. Die Verpflichtungen ("Total liabilities") konnten demnach lediglich von rund 2,46 Milliarden Euro 1999 auf 2,04 Milliarden gesenkt werden.

    Zudem listet die Unternehmensbewertung Verbindlichkeiten auf, die gar nicht in den Bilanzen stehen. Laut Dossier schuldet Premiere diversen Banken und Investoren etwa 359 Millionen Euro für "zahlreiche Verkaufs- und Rückleasegeschäfte" mit Decodern. Allein bei der Hamburgischen Landesbank beliefen sich die "ausstehenden, nicht in der Bilanz erfassten Verpflichtungen" auf 146 Millionen Euro. Die Commerzbank warte auf 63 Millionen Euro, die Landesbank Kiel auf 29 Millionen Euro.

    Zentral für einen künftigen Premiere-Erfolg sei die Gewinnung neuer Abonnenten. Noch in diesem Jahr sollen 560600 dazukommen, dann bis 2006 jährlich weitere 800000. Wenig erfolgreich lief aber laut den Zahlen der Investmentbanker zum Beispiel das Juni-Geschäft - trotz Fußball-WM. Statt der vorgesehenen 47819 neuen Kunden seien nur 26851 gewonnen worden.

    Sparen will Premiere künftig vor allem bei den Programmkosten. Dazu sollen mit Dreiviertel der Hollywoodstudios Lieferverträge zu besseren Konditionen ausgehandelt werden. Dreamworks und Fox seien bereits um 50 Prozent gedrückt worden - "weniger als vorgesehen", wie die Banker urteilen. Zudem hätten nur "20 Prozent" der in der Filmbibliothek vorhandenen Pay-TV-Rechte Potenzial. So senkte Premiere die Bewertung der vorhandenen Filmrechte rückwirkend für die Bilanz 2001 von 244 Millionen auf 30 Millionen Euro mit einer Abschreibungszeit von acht Jahren.
     
  3. CaptainKopter

    CaptainKopter Junior Member

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    Uplengen
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    Humax PR-HD1000C (Set Top Box)
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    Rotel RSP 1066 Vorverstärker/Prozessor
    Na, dann dürfen wir uns ja uns künftig warm anziehen und uns auf einiges gefasst machen. Also besteht gute Hoffnung, dass die Programmqualität noch weiter in den Keller geht....
     
  4. TheGood

    TheGood Board Ikone

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    4. Juli 2001
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    4.160
    Ort:
    paris
    Alleine dieser Absatz des Berichts lässt mich mehr als nur ein wenig an der glaubhaftigkeit dieses Berichtes zweifleln.....
     
  5. SchwarzerLord

    SchwarzerLord Wasserfall

    Registriert seit:
    2. April 2002
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    9.555
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    -
    Also das glaubt ja nun wirklich niemand, daß die Abonenntenzahl bis 2006 bei 6 Mio. liegt. Woher sollen die alle kommen? Eine Größenordnung zwischen 3,5-4 Mio. Nutzern ist wahrscheinlicher. Vorrausgesetzt Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt!
     
  6. tschippi

    tschippi Board Ikone

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    14. Januar 2001
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    Aus dem Wilden Süden
    Zudem hätten nur "20 Prozent" der in der Filmbibliothek vorhandenen Pay-TV-Rechte Potenzial.

    Was soll denn das heissen? Wenn die Qualität der Filme gemeint ist, wissen wir das schon lange. breites_

    tschippi
     
  7. zottelmonster

    zottelmonster Junior Member

    Registriert seit:
    29. September 2001
    Beiträge:
    133
    Ort:
    Paderborn
    Hm, tja auch Premiere bei Ihrer Bilanz ein "schwarzes Schaf", wiesoviel andere Firmen :-(

    Aber folgendes finde ich ist eine gute Meldung:

    Das heißt sie schaffen es hoffentlich, trotz Kostensenkung das jetztige Programmniveu zu halten (die Programm ausfälle mal nicht berücksichtigt).

    (WIchtig: letzter Satz ist meine Meinung, haut euch nicht wieder zusehr die Köppe darüber ein läc Allerdings versuche ich ja mit meiner Monatlichen Statistik zu zeigen das das Niveu gleich bleibt winken )
     
  8. noeler

    noeler Board Ikone

    Registriert seit:
    7. März 2002
    Beiträge:
    3.138
    Ort:
    -
    Gibt es eigentlich irgendwo ne Statistik, wieviel Haushalte in Deutschland digital TV schauen ? Mal premiere Kunden aussen vor, ich meine Haushalte, die das normale Progr. ARD/ZDF und Co. digital schauen.

    In Deutschland ist doch die Meinung des Volkes immer noch:

    Digitales Tv = premiere = Extrakosten = brauch ich nicht.
     
  9. daninho

    daninho Neuling

    Registriert seit:
    20. Juni 2002
    Beiträge:
    8
    Ort:
    hehe
    wenn's wirklich stimmen sollte, dann wuerde ich an Morgan&Stan keinen Auftrag mehr vergeben. Waere ja unglaublich.

    Warum 6mio Abonnenten? Habe ich nicht gesehen.

    Da es sich bei DW und Fox und Output Deals, wird es die Content Qualitaet nicht beinflussen.

    Lt. Zenith haben wir in
    12,5 mio DTH
    2,8 mio digital Cable
     
  10. n0NAMe

    n0NAMe Platin Member

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    2.141
    Ort:
    Im Heim
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    Siemens A50 :-D
    Hi !

    Wo liegt für den Durchschnittszuschauer denn die Vorteile beim digitalen TV ? Bessere Bildqualität ? Welchem Durchschnittsseher fällt das auf ? Bessere Tonqualität ? Wieviele Leute haben eine 5.1 Anlage ?
    Warum sollte man 100-200€ für einen neuen Receiver ausgeben, wenn der alte noch geht ? Außerdem ... wenn man sich dann so einen FTA Receiver kauft, dann müßte man sich ja wieder einen neuen receiver kaufen, wenn man doch plötzlich Premiere haben will. Wieviel Leute wissen das schon ?
    Also ist DigiTV für den "normalen" ich-gucke-ein-wenig-talkshow-und-mal-einen-film Gucker uninteressant.

    Gruß

    n0NAMe
     

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