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Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von Gordo, 18. August 2010.

  1. Gordo

    Gordo Junior Member

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    Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Von Christiane Mitatselis, 17.08.10, 22:47h, aktualisiert 18.08.10, 08:47h

    Schlechte Abonnentenzahlen und Millionenverluste: Die Krise des darbenden Pay-TV-Senders Sky ist mittlerweile eine ernste Gefahr für die Bundesliga. Mit mehr als 240 Millionen Euro stemmt der Kanal etwa die Hälfte der Fernsehgelder.

    Sky liefert tadellose Liveberichte aus den Fußball-Stadien, dennoch findet der Kanal zu wenige neue Abbonenten.

    KÖLN - Die Fußball-Bundesliga emanzipiert sich. Zwar spielen hierzulande noch nicht so viele Berühmtheiten wie etwa in Spanien, England oder Italien. Inzwischen ist Deutschland für die illustren Fußballer aber zumindest kein verbotenes Land mehr - wie die Transfers von Stars wie Raúl, Ruud van Nistelrooy oder Arjen Robben zeigen. Vor dem Saisonstart geht nun aber die Angst um, dass sich die Liga derartigen Luxus bald nicht mehr leisten könnte. Die Befürchtungen sind kausal verknüpft mit den Problemen des finanziell darbenden Pay-TV-Senders Sky, an dessen Finanz-Tropf die Liga hängt.

    Für die Bundesliga-Rechte zahlt der Kanal, der früher Premiere hieß, jährlich etwa 240 Millionen Euro an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) - also mehr als die Hälfte der insgesamt 412 Millionen an Fernseheinnahmen. Bis zum Sommer 2013 läuft der Vertrag mit dem börsennotierten Bezahlsender, dessen Mehrheitseigner seit einem Jahr der australische Medien-Unternehmer Rupert Murdoch ist. Im August schockte Sky die Anleger mit der insgesamt siebten Kapitalerhöhung seit dem Börsengang im Jahr 2005. Die Aktie stürzte von 1,41 auf 1,05 Euro ab, und dort dümpelt sie seither. Es gibt weitere erschreckende Zahlen: Im zweiten Quartal 2010 machte Sky ein Minus von 82 Millionen, womit sich die Nettoschulden auf 253,9 Millionen Euro belaufen. Den Ende 2009 verkündeten Plan, schon 2011 profitabel zu sein, musste Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan verwerfen.

    „Wundervoller Partner“

    Die Vertreter der DFL wollen sich dennoch nicht in zu sehr sorgen, zumindest nicht öffentlich. So weist Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen darauf hin, dass Sky einer wundervoller Partner sei, der immer „pünktlich“ zahle und „tolles Programm“ biete. So sieht es auch Liga-Sprecher Tom Bender, der davon ausgeht, dass „Sky auch weiterhin pünktlich zahlen“ werde. Pläne, einen eigenen TV-Sender auf die Beine zu stellen, wie es Thomas Röttgermann, der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg angeregt hatte, gibt es laut Holzhäuser nicht. „Wir stehen zu unserem Partner Sky. Solche Vorschläge sind nicht förderlich“, sagt der Bayer-Funktionär, der das Modell eines ligaeigenen Kanals als „nicht rentabel“ ansieht. „Optimierungsmöglichkeiten“ sieht Holzhäuser jedoch in der Marketingstrategie des Senders Sky.

    Er regt die Option der Vermarktung reiner Fußball-Pakete an, die Sky bisher nicht offeriert - und nach Senderangaben auch nicht anbieten will. Zwar betonte Sky-Sportvorstand Carsten Schmidt unlängst, er könne sich „keine Sky-Zukunft ohne Fußball-Bundesliga vorstellen.“ Und: „Ich glaube, das geht meinen Kollegen in Vorstand und Aufsichtsrat genau so.“ Dennoch müssen auch Sky-Kunden, die nur Bundesliga schauen wollen, ein Unterhaltungs-Basispaket dazu buchen - und dafür insgesamt 32,80 Euro pro Monat bezahlen. Das Sky-Geschäftsmodell funktioniert in Ländern wie Italien oder Großbritannien, aber nicht in Deutschland, wo die Abonnentenzahlen bei knapp 2,5 Millionen stagnieren. Der Sender bräuchte etwa drei Millionen Kunden, um als erster Kanal in der fast 20-jährigen Geschichte des deutschen Pay-TV Gewinne einzufahren.

    Finanziell abgesichert

    Falls Murdoch kurzfristig die Freude am deutschen Projekt verlieren sollte, wäre die Bundesliga finanziell abgesichert. Es existiert eine Bürgschaft der Royal Bank of Scotland. Über die Zeit nach dem Sommer 2013 zerbrechen sich die Liga-Funktionäre aber schon jetzt, gut ein Jahr vor dem Start der neuen Rechte-Verhandlungen, die Köpfe.

    Wachstumspotenzial bietet die Verbreitung bewegter Bilder über das Internet per IPTV. Der Telekom-Kanal „Liga Total“, der vor einem Jahr startete, hat bereits 100 000 Abonnenten. Die Telekom zahlt für die Internetrechte nur etwa 20 Euro Millionen pro Jahr an die DFL, der Vertrag läuft ebenfalls bis 2013. Nach Angaben des Konzerns ist jeder zweite Haushalt dafür ausgerüstet, Internet-TV zu empfangen. „Wir sind ein ernstzunehmender Konkurrent für Sky. Unsere Abonnenten könnte Sky gut gebrauchen“, meint Telekom-Sprecher Malte Reinhardt.

    Auch in der Auslandsvermarktung kann die Bundesliga zulegen, sie bringt ihr bisher nur knappe 47 Millionen Euro pro Jahr. Die Briten kassieren ungefähr fünf Mal so viel.

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    Angst vor dem Zusammenbruch - Kölner Stadt-Anzeiger
    Copyright 2010 Kölner Stadt-Anzeiger. Alle Rechte vorbehalten.
     
  2. drstan

    drstan Gold Member

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    bin mal gespannt, wie der telekom die bundesliga gefällt, wenn es die bundesliga-rechte nicht mehr für einen apfel und ei gibt

    wenn die telekom sich selbst als konkurrent zu sky ansieht, müssten sky und telekom dementsprechend in etwa gleich hohe lizenzkosten tragen

    nimmt man für pay-tv und ip-tv heute gemeinsame erträge für die bundesliga von EUR 270 bis 300 mio an, dürfte es das nächste mal für die telekom recht teuer werden
     
  3. ThePS

    ThePS Talk-König

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    das ganze IPTV-zeug ist für mich ehrlich gesagt nur was für freaks aber noch laaaange nicht massentauglich.

    geht Sky ein, hat die Bundesliga ein enormes problem, weil niemand annährend soviel geld zahlen wird. und ein eigener ligasender wäre sowieso ein vorprogrammtiertes desaster.

    ich bin nur gespannt, was Sky 2013 - so es dann noch exisitert - macht. normalerweise muss man endlich einmal einen realistischen betrag für die Bundesliga bieten, der auch zu refinanzieren ist. wenn das zu wenig ist, dann verzichtet man halt drauf, die liga wird sowieso wieder zurück kriechen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. August 2010
  4. horud

    horud Lexikon

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  5. Marc!?

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    langfristig würde eine Kooperation Sinn machen, so können Produktionskosten gespart werden. Vlt. bietet Sky auch für die IPTV Rechte mit. Aber wenn sich das verhältnis weiter in RIchtung IPTV verschiebt wird Sky weniger und die Telekom mehr zahlen müssen.

    Das Bundesliga only Modell für 20 € ist mit Arena ja gescheitert.
     
  6. Premier4All

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Kann man nicht machen.
    Sky hat ca. 1,2 Mio. Buli Abonennten.
    Telekom knappe 100 000 Buli Abonennten.
     
  7. UM-Patal

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Dieser Artikel des KStA ist ja schon in der sicht interessant, dass T-Entertain an einer intensiven Kooperation seeehr interessiert ist!

    Darauf muss es auch hinauslaufen. Sky wird wieder 240 Mio zahlen, dafür aber auch die IPTV Rechte erhalten. Die Buli wird sich mit 20 Mio weniger zufrieden geben müssen.

    Im Gegenzug wird Sky sein Programm bei T-Entertain anbieten, und zwar als Filmpaket, Sportpaket und Buli-Paket, an den Welt-Sendern wird T selber dran verdienen.

    T verfolgt die Strategie, alle KNB mit einem besseren 3Play Angebot aus den Straßenzügen wegzufegen. Und da kommt ein Sky HD-Angebot, dass es bei den KNB nicht gibt, als Alleinstellungsmerkmal sehr gelegen.

    Sky müsste vielleicht für diese Kunden ein etwas attraktiveres Angebot in Verbindung mit T-Entertain anbieten, man hätte aber die Möglichkeit, 50% aller Haushalte ohne Schüssel mit Sky HD zu erreichen!
     
  8. hsvforever

    hsvforever Platin Member

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Selbst Schuld Sky. Wenn man 1,3 Mio T-Home Entertainkunden aussperrt und auf sie verzichten kann, hat man es bei Sky scheinbar immer noch dicke genug. IPTV ist die Zukunft und der einzige Markt neben Web-TV, der noch wachstumspotenzial hat. Sat ist abgegrast, Kabel zu großen Teilen auch. Wenn Sky neue Kundenschichten erschliessen will, und das müssen sie eigentlich, führt kein Weg an IPTV der Telekom und Web-TV vorbei. Nur scheinbar haben das noch nicht alle bei Sky begriffen.

    Ist doch logisch das die Telekom deutlich weniger bezahlt. Sie haben damals auch deutlich weniger Kunden gehabt als Sky über Sat+Kabel. Sky bezahlt für ihre Webrechte ja auch deutlich weniger als für ihre Rechte bei Sat+Kabel. Die Telekom bezahlt das, was sie bezahlen wollen. Jede Firma gibt ein Angebot ab, der mit dem besten Paket bekommt den Zuschlag. Für IPTV gab/gibt es eben wesentlich weniger Interessenten die zig Mio auf den Tisch knallen wollen und können. Sky hätte ja auch nicht 240 Mio bieten müssen. Niemand hat Sky dazu gezwungen. Ich wette, sie hätten die Rechte vielleicht auch für 180 Mio bekommen.

    Nochmal: Die DFL verlangt nicht. Die Interessenten geben Angebote ab und die DFL verteilt die Rechte dann. Nicht die DFL ist gierig, sondern Sky einfach nur doof soviel zu bieten. Da ist ausser Sky selbst niemand anderer daran Schuld.
     
  9. Marc!?

    Marc!? Lexikon

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Sky 240 Mio / 1,2 Mio = 200 € pro Abo
    Telekom 20 Mio / 0,1 Mio = 200 € pro Abo

    Noch stimmt das Verhältnis, wobei natürlich die Zahl zu gunsten von Sky verschoben ist, wegen Sport HD.
     
  10. Berliner

    Berliner Lexikon

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    AW: Sky-Krise - Angst vor dem Zusammenbruch

    Aber nur wenn man liest was man lesen will

    da steht

    und nicht

    Das ist nur ein Seitenhieb der Telekom, dass die 100.000 sonst bei Sky angeheuert hätten, wenn es LT nicht gäbe.
     

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