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Sinnvolle Bauteile für SAT Unicable

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von RobertGe, 19. Februar 2017.

  1. RobertGe

    RobertGe Neuling

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    Hallo,

    ich mache mich gerade über die Möglichkeiten schlau, unser EFH mit SAT (Unicable) zu versorgen und suche geeignete Bauteile.

    Da ich SAT-Schüsseln nicht besondern hübsch finde, habe ich nach kleinen oder unauffälligen Schüsseln gesucht und z.B. die Gibertini XP-Premium 65 cm in weiß + Inverto IDLB-QUDL40-PREMU-OPP gefunden, oder aber eine Selfsat H50DQ (Quattro Ausführung). Kann man sagen, welche der beiden Antennen die bessere Schlechtwetter-Reserve bietet? Und welche Tiefe würde die Selfsat-Antenne trotz des fehlenden Feed-Arms benötigen? Die wird ja schräg nach oben guckend montiert und wenn man dann noch die Breite berücksichtigt und das Teil drehen muss, sieht das wohl auch nicht mehr wie ein kleiner unauffälliger Bilderrahmen an der Wand aus. Mir fehlt da die Erfahrung und ich möchte nicht knapp 200 Euro ausgeben, und dann sieht das trotzdem alles andere als unauffällig aus.

    Als LNB wollte ich eigentlich einen von Alps, aber die scheint es nicht mehr zu geben. Ist der Inverto OK, oder würdet ihr einen anderen empfehlen?

    Beim Multischalter habe ich einen Inverto Unicable II IDLU-UST110-CUO1O-32PP Multischalter 5/32 gefunden, aber z.B. auch einen Spaun SUS 5581 F SAT UNiSEqC Multischalter. Die haben scheinbar unterschiedliche Frequenzen, der Spaun geht mit 974...1076... Mhz los, der Inverto mit 984...1020... Mhz. Muss man hier bei bereits vorhandenen älteren Fernsehern mit Unicable aufpassen bzw. ist einer der beiden Multischalter inkompatibel?
    Beim Inverto steht die Programmierung ab Werk wohl auf 32 Kanäle. Kann man trotzdem ohne Programmiergerät die 8 älteren Kanäle nach altem Standard nutzen, oder muss man dafür das Programmiergerät kaufen? Für 1 x programmieren wäre das ziemlich teuer.

    Beim Spaun ist ein Output von 95 dBµV angegeben, beim Inverto ist von "Konversionsgewinn: Unicable Ausgang -25dB min" die Rede. Die Angaben bei Spaun verstehe ich, die bei Inverto ehrlich gesagt nicht.

    Beim Spaun scheint das Netzteil zusätzlich gekauft werden zu müssen. Ist aber beim Inverto, der ja keinen extra Eingang für das Netzteil zu haben scheint, das Netzteil + Injektor mit dabei?

    Ich habe auch Multischalter von Jultec gefunden, die aber noch teurer sind und wo die Userbänder scheinbar bei noch höheren Frequenzen beginnen (1375...1425... Mhz). Ich dachte immer, dass niedrigere Frequenzen unproblematischer sind, was Dämpung durch Kabelwege angeht. Gibt es einen Grund für die hohen Frequenzen und ist Jultec grundsätzlich besser als die beiden anderen Hersteller?

    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.
    Robert
     
  2. raceroad

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    An jedem Empfangsgerät, bei dem Unicable korrekt implementiert ist, lassen sich die Userbandfrequenzen frei wählen. Mir ist aus den letzten Jahren kein Bericht bekannt, dass es diesbezüglich noch Schwierigkeiten geben würde. Früher war das mit zunächst – außer den Uniable-LNBs – nur einem gebräuchlichen Frequenzsatz in Einzelfällen noch anders.

    Ja, das ginge. Für acht Userbänder ist auch Protokoll EN 50494 standardmäßig aktiv. Andere Baustelle: 32 Userbänder bringt man nur mit einer eigentlich zu niedrigen vorkonfigurierten Bandbreite von 30 MHz unter.

    Nicht verständliche bzw. widersprüchliche Angaben haben bei Inverto Tradition. Eine Mindestverstärkung von 25 db passt nicht zu einem standardmäßig auf -25 dbm geregelten Ausgangspegel, wenn doch der zulässige Eingangspegelbereich mit -50 … -15 dbm angegeben wird. Nur am unteren Ende geht das mit – 50 dbm + 25db Verstärkung = - 25 dbm Ausgangspegel auf, für höhere Eingangspegel aber nicht. Auf der Produktseite IDLU-UST110-CUO1O-32P steht etwas von "Output signal level (AGC controlled)   Configurable (default -25dBm)", aber eine Option zur Veränderung des Ausgangspegels sehe ich in der Software von Inverto (im Gegensatz zu der von Axing zu deren Version) nicht. -25 dbm entsprechen übrigens (gerundet) 84 db(µV).

    Stimmt. Mir ist allerdings ein Netzteil-Anschluss am Umsetzer lieber als das Gefrickel mit dem Power-Inserter.

    Grund ist die Erweiterung des Kabel-TV-Frequenzbereichs auf 1200 MHz. Mit dieser höheren Startfrequenz bleibt Kabelinternet weiterhin mit einem teilnehmergesteuerten Sat-Einkabelsystem kombinierbar. Auch wenn man für acht Userbänder mit 1725 MHz noch unter der höchsten Userbandfrequenz 1790 MHz der älteren Generation der 8er-Jultec-Umsetzer bleibt, finde ich die Wahl diese Frequenzsatzes ab 1375 MHz nicht völlig überzeugend. Denn für CATV-Anwendungen ist eine spezielle X-Version mit angepasster Frequenzweiche vorgesehen. Die 05erM- und T-Schalter lassen sich aber für niedrigere Frequenzen umkonfigurieren.

    Das sind vom Ansatz her ganz verschiedene Gerätegenerationen:
    • SUS 5581 F ist etwa mit dem alten JPS0501-8 vergleichbar: Die Userbandfrequenzen sind hardwaremäßig durch die verbauten Filter vorgegeben, verwendet werden können nur Quattro-LNBs, womit sich ein Umsetzer mit vier Sat-Eingängen nur zum Empfang eines Sats eignet.
    • Die aktuellen JRS/JPS05... können mit zwei Wideband-LNBs im Einkabelmodus auch zum Empfang von zwei Satellitenpositionen verwendet werden, die Userbandfrequenzen sind konfigurierbar.
    • Gemeinsam ist beiden Gerätegenerationen, dass jede Userbandfrequenz einzeln behandelt wird. Das hat u.a. die Konsequenz, dass doppelt so viele Userbänder einen doppelt so hohen Stromverbrauch bedeuten.
    • Der Schalter von Inverto arbeitet ganz anders. Die Eingangssignale werden digitalisiert, woraus der Großteil des Stromverbrauchs resultiert, das Ausgangssignal wird in Abhängigkeit von den Transponderanforderungen aus dem digitalen Abbild der Eingangssignale berechnet und D/A-gewandelt – daher auch der Name dCSS für "digital Channel Stacking System". Mit dCSS sinken die Kosten pro Userband, dafür ist für wenige Userbänder der Stromverbrauch höher. Wideband ist auch möglich, aber erst dem IDLU-UWT110-CUO1O-32P.

    "Besser" / "Schlechter" ist eine Frage dessen, worauf man besonderen Wert legt: Die dCSS-Schalter können pro Euro viel mehr Userbänder bereitstellen, wobei wie erwähnt die Vorprogrammierung auf 32 UBs fragwürdig ist. Die Angaben von Inverto sind widersprüchlich, nur gefühlt (Ich verkaufe die Dinger nicht.) ist die Reklamationsquote nicht vernachlässigbar (Produktion in Fernost). Jultec hat eine viel größere Produktpalette, die sich eher daran orientiert, kleine Cluster zu bilden. Für ein Mehrfamilienhaus würde ich lieber jeder Wohnung einen eigenen Port spendieren, als aus Kostengründen mehrere Wohnungen auf eine Port eines dCSS-Umsetzers mit vielen UBs zu legen. Ich nehme zumindest an, dass mit Power-Inserter an einem Inverto das LNB / die LNBs permanent versorgt werden, was höhere Betriebskosten zur Folge hat.

    Für eine reine Einkabelanlage wäre Spaun für mich aus dem Rennen, wegen der fehlenden Wideband-Option.
     
  3. RobertGe

    RobertGe Neuling

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    Hallo raceroad,

    vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen. Wir werden auch langfristig mit Sicherheit nicht mehr als 8 Geräte im ganzen Haus anschließen, und aufgenommen wird so gut wie nie etwas.
    Ich hätte noch eine Frage zum Ausgangspegel:
    Der Inverto hat also ca. 84 dBµv, der Spaun ca. 95 und ein Jultec liegt glaube ich bei ca. 93.
    Sind diese ca. 10 dBµV Unterschied entscheidend, wenn man unter Umständen etwas längere Leitungswege hat? Wie die Kabel damals im Rohbau verlegt wurden ist unklar und im schlimmsten Fall rechne ich vom Dach bis zum Erdgeschoss und dann im Erdgeschoss nochmal durch verschiedene Räume hindurch mit bis zu 40 Metern Koax-Kabel und eventuell noch 5 Durchgangsdosen, die dazwischen liegen!
    Soweit ich das gelesen habe, sollte der Eingangspegel für den Sat-Receiver nicht unter 50 dB liegen.
    Pro Unicable-Dose kann man glaube ich mit ca. 2 dB Durchgangs-Dämpfung rechnen, also verliere ich dort eventuell bis zu 10 dB.
    Beim Inverto hätte ich von 84 dB ausgehend wegen der Dosen dann ca. 74 dB und somit noch 24 dB Reserve. Unicable-Dosen finde ich z.B. von Axing ab 7 dB Anschluss-Dämpfung, also rechne ich mal mit 17 dB Reserve ohne das Kabel. Was mir fehlt ist die Erfahrung, um abschätzen zu können, ob diese 17 dB auf 40 Metern und dem niedrigsten SCR-Band (um ca. 1 GHz) durchaus verloren gehen können, oder ob das selbst bei vor Jahrzehnten eingebautem No-Name-Kabel in der Regel immer noch dicke ausreicht?
    Sollte man wegen dieser Unsicherheit doch lieber einen Multischalter mit über 90 dB kaufen und dann bei Bedarf Dosen mit höherer Anschlussdämpfung einbauen?
    Heute scheinen selbst günstige Kabel bei ca. 1 Ghz um die 20 dB auf 100 Meter zu haben, was bei 40 Metern ja unter 10 dB wären. Kann man mit diesen Werten retrospektiv rechnen, oder ist das ohne eine Messung vor Ort reine Spekulation?

    Liebe Grüße
    Robert
     
  4. raceroad

    raceroad Board Ikone

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    Kann man so sagen, bis auf die Tatsache, dass "50 db" keinen Pegel beschreibt. Nur mit einer Bezugsgröße wird aus einer db-Angabe ein Pegel als absolute Größe. Normpegel hat man ab 47 db( µV), mind. 3 db Abstand dazu sollten gegeben sein.

    Einen Installationsfehler wie ein geknicktes Kabel kann bildet eine Kalkulation natürlich nicht ab. Dennoch macht es natürlich Sinn, die Pegelverhältnisse vorab zu berechnen. Wenn schon in der Theorie keine Normpegel einzuhalten sind, dann auch nicht in der Praxis.

    Jemandem, der sich näher dafür interessiert, empfehle ich den netzwelt-Stammleitungsplaner. Wenn ich für sechs Dosen, insgesamt 40 m Distanz (4x7 + 2x6) vom Einspeisepunkt bis zur letzten Dose, ein Userbandraster mit niedriger Startfrequenz, 50 MHz Abstand und mind. zwei Frequenzen pro Dose (> d.h. 100 MHz Steigerung zur vorgelagerten Dose / erste Dose 975/1025 MHz) mit gestuften Dosen (18>18>18>14>10>7 db Auskoppeldämpfung) und 84 db(µV) Übergabepegel rechnen lasse, sieht das so aus:

    [​IMG]

    Links wurde für ein aktuelles Kabel eine Dämpfung von 30 db/100 m bei 2150 MHz angenommen (> In der mit dem Pfeil markierten Spalte wird die Dämpfung des Kabels und auch die der Dosen für die niedrigeren Userbandfrequenzen heruntergerechnet!), rechts für ein etwas dünneres (6 mm Außenmantel / Sytronic 75065 AF) Bestandskabel noch mit festem Dielektrikum 50 db/100 @2150 MHz (> Gealtert könnte die Dämpfung noch höher liegen.). Man sieht, dass sich selbst für das schlechtere Bestandskabel (im Neuzustand) mit seiner höheren Dämpfung kalkulatorisch Normpegel mit Reserve an den Dose ergeben. Allerdings hätte man nicht mehr an allen Dosen genügend Spielraum, um nach der Dose unter Einhaltung der Pegelvorgabe noch sauber auf zwei Geräte zu splitten. Denn das kostet, will man hinreichend entkoppeln, noch einmal ab 10 db.

    Wie man sieht, kann man zumindest dann, wenn man keinen Spielraum für eine lokale Aufteilung nach der Dose braucht, aus der Pegelberechnung keine Notwendigkeit ableiten, einen Umsetzer mir einem höheren Ausgangspegel zu kaufen. Nur würde ich die Entscheidung nicht alleine vom Pegelbudget abhängig machen. Zuverlässigkeit und Energieeffizenz haben auch ihren Reiz, wollen aber in der Anschaffung erst einmal bezahlt sein. Das muss letztlich jeder für sich abwägen.
     
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  5. RobertGe

    RobertGe Neuling

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    Hallo raceroad,

    tausend Dank für den Link mit dem Tool, damit werde ich mich mal näher befassen. Ich denke aber, dass ich auf jeden Fall den stärkeren Pegel benötige, da das Signal sternförmig in die Etagen unseres Hauses geführt wird und ich dann entweder eine teure Multischalter-Kaskade oder - was deutlich günstiger wäre - einen passiven SAT-Verteiler benötige, der jedoch eine Dämpfung von ca. 8 dB zu haben scheint. Und mit so einem Verteiler wäre dann mit dem "schlechten" Kabel offensichtlich kein vernünftiges Signal mehr an den unteren Dosen zu realisieren.

    Bei höherer Zuverlässigkeit/Langlebigkeit wäre ich schon bereit, mehr Geld auszugeben. Wobei es mir jetzt nicht primär um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis oder um jede Kilowattstunde geht.

    Liebe Grüße
    Robert
     

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