1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

Dieses Thema im Forum "Digitale Audio- und Videobearbeitung" wurde erstellt von Stone Cold 3:16, 6. März 2006.

  1. Stone Cold 3:16

    Stone Cold 3:16 Senior Member

    Registriert seit:
    13. August 2002
    Beiträge:
    292
    Ort:
    Südtirol
    Anzeige
    Hallo!

    Ich streame von der D-Box Sat mit DVB2000 auf meine Festplatte im PC und wandle dann mit Hilfe von Gordian Knot 0.28.6 in Xvid um.
    Wie ihr sicher wisst senden die TV-Stationen meistens in einem Pixelformat mit Seitenverhältnis ähnlich 4:3 (lassen wir anamorphes 16:9 mal bei Seite), welches der Decoder dann dank dem entsprechenden Flag in korrektem 4:3 darstellt.
    Nehmen wir an wir haben eine Aufnahme mit der typischen Auflösung 720x576. Die dargestellten Pixel müssten dann 720x540 sein.
    Wenn man Gordian Knot unter der Karteikarte "Auflösung" unter "Input Seitenverhältnis" "PAL nicht anamorph (4:3)" wählt und das Cropping wegläßt, wird die Ausgabe-Auflösung auf 720x528 festgelegt - das sind eigentlich 12 Zeilen zu wenig. Bei einer Auflösung die eigentlich 640x480 sein sollte, kommt 640x464 - also 16 Zeilen zu wenig.

    Ist das ein Bug in Gordian Knot, oder hab ich hier irgendeinen Faktor nicht berücksichtigt?

    Vielen Dank im Voraus,
    Alex
     
  2. MAGICerbse

    MAGICerbse Silber Member

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    768
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    moin

    das was mir dazu einfällt, steht hier

    mfg erbse
     
  3. strangelove

    strangelove Junior Member

    Registriert seit:
    23. September 2004
    Beiträge:
    41
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Hallo Alex,

    der Denkfehler ist: Das eigentliche 4:3-Bild hat nur 702x576 Pixel! Die restlichen Pixel links und rechts sind Overscan. Wenn du die vollen 720 Pixel nimmst, entspricht das schon fast einem Seitenverhältnis von 1:1,37. Insofern rechnet GK hier durchaus korrekt.
     
  4. Stone Cold 3:16

    Stone Cold 3:16 Senior Member

    Registriert seit:
    13. August 2002
    Beiträge:
    292
    Ort:
    Südtirol
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Bei einer Auflösung von 702x576 wäre die Abweichung von 1:1,333 noch größer. Die Größe der Overscan-Ränder variiert sogar beim gleichen Sender oft von Sendung zu Sendung stark.

    Ich bin zum Entschluss gekommen, zukünftig manuell das Seitenverhältnis so einzustellen, dass vor dem Cropping eine durch 16 teilbare, pixelgenaue 4:3 Auflösung entsteht - der Knot kriegt die Rechnung scheinbar nicht korrekt zustande.
     
  5. strangelove

    strangelove Junior Member

    Registriert seit:
    23. September 2004
    Beiträge:
    41
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    702x576 entspricht per Definition 1:1,33. Bei DVB sind die Pixel nun mal nicht quadratisch. Ob die Sender den Bildausschnitt richtig hinkriegen, ist noch mal eine andere Frage.

    Es gibt übrigens auch Sender, die direkt ohne Overscan in 704x576 senden. Das ZDF zum Beispiel.
     
  6. Stone Cold 3:16

    Stone Cold 3:16 Senior Member

    Registriert seit:
    13. August 2002
    Beiträge:
    292
    Ort:
    Südtirol
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Gibt es hierzu vielleicht ein Tutorial oder einen Guide, wo die Thematik bezüglich Auflösung und TV-Aufnahmen detailliert beschrieben wird?

    Ist es aber nicht so, dass durch der MPEG-2 Decoder durch den 4:3 Flag alle verschiedenen Auflösungen in exaktes 4:3 skaliert? Das müsste eigentlich doch so sein?
     
  7. strangelove

    strangelove Junior Member

    Registriert seit:
    23. September 2004
    Beiträge:
    41
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Schon etwas älter, aber immer noch gut:
    http://www.dvdboard.de/forum/showthread.php?threadid=21834

    Die meisten PC-Decoder machen das tatsächlich so. Ist aber eigentlich nicht standardkonform.
     
  8. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Sowohl 4:3 als auch 16:9 benutzen 720 x 576 als höchste Auflösung. Im Fall von 4:3 sind die Pixel leicht breite Rechtecke, im Fall von 16:9 sind es deutlich breite Rechtecke.
    Andere gängige DVB-Auflösungen sind z. B. 480 x 576 und 528 x 576. Das Bild kann trotzdem 4:3 oder 16:9 sein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
    In den digitalen Varianten von NTSC sind es übrigens 720 x 480 Pixel, also im Fall von 4:3 aufrechte Rechtecke und im Fall von 16:9 liegende Rechtecke als Pixel.
     
  9. Stone Cold 3:16

    Stone Cold 3:16 Senior Member

    Registriert seit:
    13. August 2002
    Beiträge:
    292
    Ort:
    Südtirol
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Bei Mpeg Pal sind die Pixel dann generell liegende Rechtecke mit der Größe 1,092x1 Square Pixel? Oder gibt es da auch unterschiedliche Größen?

    Da wird das Encodieren in MPEG4 von DVB-Streams ja um einiges komplizierter.... :eek:
     
  10. strangelove

    strangelove Junior Member

    Registriert seit:
    23. September 2004
    Beiträge:
    41
    AW: Seitenverhältnis bei TV-Aufnahmen

    Ganz korrekt beträgt der Streckungsfaktor eigentlich 768 / 702 = 1,094. (Die 704 Pixel beim "Cropped"-Format sind durch die bei MPEG notwendige Aufrundung auf eine durch 16 teilbare Zahl bedingt.) Also:

    720x576 und 704x576 -> volle PAL-Auflösung -> Streckungsfaktor 1,094.
    544x576 und 528x576 -> 3/4 PAL-Auflösung -> Streckungsfaktor 1,459.
    480x576 -> 2/3 PAL-Auflösung -> Streckungsfaktor 1,641.

    Andere Formate sind mir bei DVB-Streams noch nicht begegnet.

    Im übrigen ist das alles graue Theorie (und falls ich hier irgendwelche Denkfehler begehe, lasse ich mich gern korrigieren). In der Praxis können einem, speziell bei NTSC-PAL-Normwandlungen, die tollsten Verzerrungen begegnen. Letzten Endes müßte man sich aus jeder einzelnen Aufnahme eine Szene mit einem exakt kreisförmigen Objekt heraussuchen (sofern vorhanden) und daran den sendungsspezifischen Streckungsfaktor abmessen.

    Aber das Auge gewöhnt sich eh an fast alles, und zumindest bei Röhrenfernsehern ist die Bildgeometrie praktisch nie so exakt eingestellt, daß es noch eine Rolle spielen würde ...

    Na, dann laß doch den GK rechnen. ;) Ich benutze ihn zwar nicht, aber die von dir zitierten Ergebnisse sehen völlig plausibel aus.
     

Diese Seite empfehlen