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Schröder und die Gazprom

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von panta_rhei, 10. Dezember 2005.

  1. panta_rhei

    panta_rhei Senior Member

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    Hallo,
    also als ich das hörte, war ich geschockt. Ein ehemaliges Staatsoberhaupt (Gerhard Schröder) wird ein Vorstandsposten in einem russischen Staatsunternehmen angeboten, für dessen Erfolg er vorher die Verträge unterzeichnet hat (im Namen Deutschlands). Er hat dieses Angebot laut Tagesschaumeldung sogar angenommen. Dies ist nicht nur unwürdig sondern auch nach meiner Meinung schon in der Nähe der Vorteilsnahme im Amt.

    Mir fehlen die Worte...

    Panta Rhei
     
  2. Million$Clint

    Million$Clint Senior Member

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Ja, wie wärs mit diesen Meldungen:
    AEG-Werk in Nürnberg vor dem Aus, 1750 Arbeitsplätze gefährdet;
    oder:
    USA lehnen Zusagen zum weltweiten Klimaschutz weiterhin ab.

    Sorry, es gibt wichtigeres. Soll der Schröder doch machen was er will, Putin ist doch schon immer sein Busenfreund gewesen. Und von Vorteilsnahme im Amt kann keine Rede sein, das Amt ist jedenfalls nicht mehr da.:(
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2005
  3. IGLDE

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Welches Amt hat er denn noch?

    bye Opa [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2005
  4. Premier4All

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Der Onkel Gerd kann doch tun und lassen wie er gerade lustig ist. Wieso sollte er dies auch nicht annehmen? Solange er es nicht als Kanzler angenommen hat? Und bis 2009 kann er sich ja noch mit solchen Jobs austoben.
    Dann muss er als Bundespräsident-Kandidat sowieso wieder ran!
     
  5. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Naja die Sache hat ein "Geschmäckle"

    Erst fädelt man ein Geschäft als Kanzler ein (gegen den Widerstand einiger) und ein paar Monate später profitiert man dann davon in dem man als quasi Gegenzug einen netten Vorstandsposten bekommt.

    Aber Herr Schröder hatte ja offensichtlich nur darauf gebrannt das Kanzleramt verlassen zu dürfen. Bei den (finanziellen) Aussichten eigentlich menschlich verständlich. Dennoch moralisch und politisch ein Desaster. Gut jetzt hat er halt schon 2 sehr hoch dotierte Posten. :rolleyes:
     
  6. noeler

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Und weil er ein ehemaliger Politiker ist darf er das nicht mehr ? Was solls. Er hat die Beziehungen und nutzt die. Na und ? Klar, wuerdest Du niemals machen.

    Was vielleicht, aber nur vielleicht, ein etwas schlechteres Licht auf ihnr wirft ist, dass seine beiden Arbeitgeber in der Schweiz sitzen. Denn auch die Betreibergesellschaft der Pipeline hat ihren Firmensitz im Kanton Zug ( ch )
    Laesst sich prima Steuern sparen, aber ich wuerde es ganz genau so machen. :)

    Dies aber nur, weil es sich hier um seine Kariere nach der Politik dreht. Das sich viele Politiker die Taschen voll stopfen wo es nur geht waerend der Amtszeit, dass muss nicht sein.

    Was die danach machen ist mit vollkommen wurscht
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dezember 2005
  7. Nala

    Nala Silber Member

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Das beweist aber ganz klar, dass die Politik von Schröder mehr als stark vom Kapitalismus geprägt war und er sich in die Reihen der Bonzen und Absahner, wie damals Kohl, eingeordnet hat/hatte. Dieser ehemalige Medienkanzler war keine Deut besser oder "anständiger", als so Wirtschaftskriminelle wie Kohl, Koch, Otto Graf Lambsdorf und all die anderen Pappnasen, die uns "führen" wollen bzw. wollten und teilweise ja auch gemacht haben.

    Deshalb hatte die SPD den Namen Sozialdemokratische Partei Deutschlands zumindest unter Schröders Amtszeit nicht verdient gehabt. Sie hätte sich besser in USPD (Unsozialdemkratische Partei Deutschlands) umbenennen sollen.

    Versteht Ihr jetzt, warum ein Ur-Sozialdemokrat wie Oskar Lafontaine sich mit Schröder bereits nach einem halben Jahr Amtszeit zerstritten hatte und zurückgetreten ist? Und da Oskar auch in Zukunft keine sozialdemokratische Zukunft mehr bei der noch sogenannten SPD sieht, ist er in das sozialere Lage übergewechselt.
     
  8. panta_rhei

    panta_rhei Senior Member

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Hallo,
    also irgendwie scheint euch die Tragweite nicht klar zu sein. Die Pipeline wird die Energielieferung aus Russland sicherstellen. So schön und gut. Aber gleichzeitig hängen wir damit Energie- und damit Wirtschaftspolitisch am Tropf eines von Putin gelenkten Staatsunternehmens. Übrigens ist die Gazprom auch bekannt durch die Übernahme des Konkurrenten im heimischen Markt mit staatlicher Unterstützung.

    Und wenn unser ehemaliger Bundeskanzler einen Vertrag mit dieser Tragweite nicht nur zufällig sieht, sondern gegen die Stimmen einiger seiner Parteimitglieder und der Opposition vorantreibt, wenige Monate vor seinem selbstgesetzten Auscheiden aus der Regierung den Vertrag (in Moskau am 8. September 2005 im Beisein Putins) selbst unterzeichnet und zwei Wochen danach in den Vorstand dieses von einem anderen Staat gelenkten Unternehmen wechselt, muss man sich schon fragen, ob dies wirklich nur im Namen und zum Nutzen des Deutschen Volkes geschah. Aussenpolitisch hat der Vertrag den Beziehungen zu Polen und Litauen sehr geschadet und die langfristigen Konsequenzen werden vermutlich auch nicht besser sein.

    Gruss Panta Rhei
     
  9. Eike

    Eike von Repgow Mitarbeiter

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Zwar sind die Russen nicht besser oder schlechter als die Ölscheichs, nur vorab. Aber die BRD macht den selben Fehler wie einst die DDR.
    Diese hatte sich in den 70er Jahren voll abhängig gemacht von den Russen. Sie hatte überwiegend aus eigenen Mitteln eine Erdöltrasse "Freundschaft" bis nach Schwedt gebaut und es wurden Verträge mit den Russen abgeschlossen das die DDR zu günstigen Mitteln und unter Weltmarktpreis Öl bekommt.

    Zunächst konnte die DDR in Öl "schwelgen". Die Petrolchemische Industrie bekam einen Aufschwung und es wurden sogar Strassenbahnlinien idiotischer Weise durch Busse ersetzt. (So in Magdeburg) In den 80er Jahren bekam die UdSSR einen Rappel und drehte den Ölhahn zu weil man erkannte das man Weltmarktpreise bei westlichen Ländern verlangen konnte und wohl versuchte die DDR und andere Ostblockländer schröpfen.
    Honecker selbst soll Protest eingelegt haben. Dannach sah sich die DDR wieder gezwungen in die Braunkohle zu investieren damit der Lebensstandart halbwegs gehalten werden konnte.

    Ursache <-> Wirkung

    Ich kann nur Warnen! Russen sind keine verlässlichen Partner.
    Der Deutsche sagt eh nur Ja und Amen. Nur um nicht anzuecken.
     
  10. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    AW: Schröder und die Gazprom

    Ja irgendwie schon. Mann sieht das Schröder ein gnadenloser Opportunist ist. Hätte ich eigentlich so nicht gedacht aber was er momentan abzieht ist einfach unanständig! Er profitiert ja noch kräftig als Altbundeskanzler von pervers hohen Pensionen, Personenschutz und anderen Leckerlis die ihm der Steuerzahler finanzierten darf. Also kann ers sich dann auch die nächsten paar Jahre mal etwas zurückhalten was sein "Engagment" in der freien Wirtschaft angeht. Selbst Kohl, Schmidt u.a. Altkanzler haben nicht 2-3 Wochen nach dem Auscheiden aus dem Amt sich 2 fette Posten in der Wirtschaft gekrallt.

    Ich finde das ekelhaft für einen Kanzler der vielen sozialen Schwachen Hartz IV und andere Kürzungen zugemutet hat sich so instinktlos zu zeigen. Nunja nun kann es ihm ja wurscht sein da er eh nicht mehr gewählt werden muss.
     

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