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Schiffsunglück vor italienischer Küste

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Satsehen, 14. Januar 2012.

  1. Satsehen

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    Hab's vorhin bei 3sat in den ORF-Nachrichten gesehen, gabs schon was bei ARD/ZDF dazu? Da lief nur Tierdoku u. Wintersport.

    http://de.nachrichten.yahoo.com/mehrere-tote-schiffsunglück-italiens-küste-080833390.html
     
  2. Worringer

    Worringer Platin Member

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Ich finde es schäbig, wie sich Costa Crociere ggü. ihrem Kapitän verhalten. Selbst wenn er Fehler gemacht hat, ist es unethisch und unmoralisch sich dermaßen öffentlich gegen seinen Mitarbeiter zu stellen. Was hinter den Kulissen passiert, steht auf einem völlig anderen Blatt, da kann man solche Vorwürfe durchaus erheben. Aber eben nur innerbetrieblich und niemals öffentlich.
    Gerade in einer solche Phase erzeugt das Verhalten Costa Crociere den Eindruck, als ob man den Kapitän den "Tieren zum Frass" vorwirft und hofft, daß man selbst mit einem blauen Auge davonkommt.

    Das sagt eigentlich sehr viel über die Unternehmenskultur.
     
  3. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Sehe ich genauso. Allerdings kommt mir die ganze Geschichte ziemlich merkwürdig vor. Ein erfahrener Kapitän, der sich wie ein Trottel verhält und das Schiff verläßt. Ich weiß nicht, ob man das einfach so glauben soll.
     
  4. Eike

    Eike von Repgow

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Welches schäbiges Verhalten?
    Ich habe nur sachliche Kritik anhand der offensichtliche Umstände vernommen.

    Dieses Unglück wird aber eine entscheidende Wende einleuten bei der zukünftigen Planung von Kreuzfahrtschiffen.
    Ich nehme auch gern an Kreuzfahrten teil, aber die jetzigen Flagschiffe von AIDA, Costa, MSC und Co, von amerikanischen Reedereien ganz abgesehen, sind einfach zu groß.
    Diese Menschenmassen sind im Unglücksfall schwer beherrschbar. Selbst wenn das Personal professionell gehandelt hätte.
     
  5. Gag Halfrunt

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Warum sollte sich ein Unternehmen vor einen Angestellten stellen, der offensichtlich eigenmächtig und grob fahrlässig gehandelt hat? Das ist zumindest der derzeitige Kenntnisstand.

    Ich bezweifel stark, dass es im Sinne oder gar im Auftrag des Unternehmen war, ein Keuzfahrtschiff so gefährlich nahe an der Küste entlang zu manövieren.
     
  6. emtewe

    emtewe Lexikon

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Das bleibt fraglich. Bei "nano" auf 3Sat war gestern ein Bericht über Rettungsbote für Kreuzfahrtschiffe. Es gibt wohl eine Menge Konzepte für einfach zu besteigende, und sicher zu wassernde, Rettungsbote, aber diese haben alle einen gravierenden Nachteil, sie nehmen aussen Platz am Schiff weg, und zwar Platz, der für die teuren Kabinen mit Aussenblick benötigt wird. Daran scheitert es wohl meistens. Die Konzepte für sichere und einfach zu benutzende Rettungsboote kosten teure Aussenkabinenplätze, und darum will man diese Lösungen nicht. Die Frage ist, ob der Kreuzfahrtkunde bereit ist, für eine Reise auf einem sichereren Schiff mehr zu zahlen? Was meinst du?
     
  7. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Ich bewundere deinen Optimismus.

    Aber ich prophezeihe mal, dass sich da nicht viel tun wird. Warum auch? Ist doch "nichts schlimmes" passiert. Es waren 4000 Menschen an Bord. Wie viele sind dabei umgekommen? 20? Ist doch eine hervorragende Quote.

    9/11 hat auch keine "entscheidende Wende" bei der Konstruktion von Hochhäusern oder Flugzeugen nach sich gezogen.

    Was sich ändern wird -- zumindest kurzfristig -- ist vielleicht die Ausbildung und die Sicherheitstrainings. Möglich, dass künftig die Alarmübung noch vor dem Auslaufen durchgeführt wird. Dann wäre es auch nicht so chaotisch verlaufen.
     
  8. Worringer

    Worringer Platin Member

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Sie ist für mich absolut inakzeptabel, wenn sie vom eigenen Arbeitgeber in dieser Form kommt.

    Um es mal plastisch zu machen: Eine Deiner Mitarbeiterinnen macht einen Fehler. Wirst Du Dich dann vor Euren aufgebrachten Kunden hinstellen und sagen, daß Fr. X für diesen Fehler die alleinige Schuld tragen würde?
    So wie ich Dich einschätze, wirst Du ggü. Eurer Kundin sagen, daß IHR einen Fehler gemacht habt. Was Du dann zu Deiner Mitarbeiterin sagst, wenn Eure Kundin raus ist, das steht auf einem anderen Blatt und da darf es durchaus zur Sache gehen (solange es nicht persönlich wird).
    In jedem Grundkursus zur Menschenführung wird vermittelt, wie man mit negativer Kritik an Menschen umgehen sollte. Dazu gehört auch, daß man negative Kritik mit dem Betroffenen zunächst alleine besprechen sollte. In Anbetracht des zeitlichen Ablaufs, kann CC das garnicht gemacht haben. Aber selbst wenn, ist das öffentliche Anprangern von eigenen Mitarbeitern absolut tabu.

    Und genau dieses Vorgehen, vermisse ich bei CC mit ihrem Kapitän. Es kann nicht sein, daß CC in aller Öffentlichkeit so über (!) ihn kommuniziert. Da kommt schnell der Eindruck auf, als ob man sich aus der Affäre ziehen möchte und hofft, daß das Thema mit dem Opfern des Kapitäns erledigt ist. Die Frage, die sich direkt daran anschließt, ist: Warum reagiert CC in dieser Form?

    Welche belastbaren Umstände zur Ursache wurden denn bekannt? Alles was bisher publiziert wurde, stützt sich größtenteils auf Aussagen von Passagieren, Hafenmitarbeitern und dem Abgleich zwischen geplanter und tatsächlicher Route. Die Auswertung des Fahrtenschreibers mit den tatsächlichen Kommandos, wurde noch garnicht veröffentlicht.
     
  9. Worringer

    Worringer Platin Member

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste

    Sicherlich nicht aus monetären Gründen, wohl aber aus moralischen und ethischen Gründen.

    Ein solches Verhalten seitens CC, signalisiert ganz klar nach Innen: Wenn Du einen Fehler bei uns machst, dann werden wir Dich öffentlich anprangen. Ist halt die Frage, ob man als Unternehmen ein solches Betriebsklima will, bei dem man als Mitarbeiter Angst haben muß, bei Fehlern öffentlich vom eigenen Arbeitgeber angeprangert zu werden.

    Den Gerüchten nach, ist es wohl nicht das erste Mal, daß ein CC-Schiff so dicht an dieser Insel vorbeifährt, was den Schluß nahelegt, daß die Führung von CC darüber Bescheid wissen müßte. Und wenn dieses Gerücht sich als wahr herausstellt, dann hat CC vermutlich ein Problem. Möglicherweise will man mit dem Anprangern des Kapitäns verhindern, daß da jemand tiefer nachbohrt - so eine Art Ablenkemanöver.
    Mal sehen, was da noch alles rauskommt.

    Ich will damit keinesfalls etwaiiges Fehlverhalten seitens des Kapitäns entschuldigen, daß das richtig ankommt. Aber die Aufarbeitung der Verantwortung eines solchen Unfalls sollte nicht in der Form geschehen, wie es seitens CC betrieben wird.
     
  10. Eike

    Eike von Repgow

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    AW: Schiffsunglück vor italienischer Küste


    So kann man es natürlich auch sehen.
    Und bei der Hochhausquote nach 9/11 gebe ich Dir auch recht.

    Momentan haben wir ja einen Kreuzfahrtboom der noch anhalten wird.
    Es wird aber schon jetzt kritischer hinterfragt ob des Passagieraufkommens an Bord. Der Markt wirds regeln.
     

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