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Schüssel mit kleinerem Brennpunkt als üblich (dafür genauer auszurichten)?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Gummibaer, 22. Mai 2004.

  1. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
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    Hallo!

    Bekanntermaßen lassen einem die üblichen Reflektoren doch recht großzügigen Spielraum beim justieren. Dies kommt daher, dass der Brennpunkt (dort, wo die gebündelten strahlen ins LNB treffen) unnötig groß ist.
    Da gleich Schwankungen der Schüssel bei Sturm aus, kostet aber bei supersteif angeschraubter Schüssel unnötig empfangsleistung.

    Kathrein-Antennen sollen AFAIK bereits einen kleineren Brennpunkt haben, kosten aber utopisch viel Geld.

    Frage: gibt es auch noch andere Hersteller mit überdurchschnittlich gut fokussierten Brennpunkten?

    Am besten wäre ein professioneller Vergleich des Antennengewinns von verschiedenen Schüsseln.

    BTW: Ist der Zusatreflektor einer Cassegrain-Antenne eigentlich nicht genau dafür da, den Brennpunkt zu verkleinern, d.h. die gleiche Leistungsdichte auf weniger Raum zu bündeln (so dass nicht ein Teil um den LNB herum sinnlos verbraten wird)

    Könnte man den Brennpunkt auch durch Annähernd/Entfernen des LNB von der Schüssel optimieren (Ich weiß, dass es zumindest ein wenig bringt)
     
  2. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    Der Brennpunkt ist, wie der Name schon sagt, ein Punkt. Das gilt für jede Schüssel, ungeachtet ihrer Konstruktion. Wenn wir die Tatsache berücksichtigen, daß es neben dem optimalen Brennpunkt (bei dem die Schüssel ihren besten Wirkungsgrad hat) auch weitere schielende Brennpunkte gibt, sprechen wir eher von einer Brenn-Fläche, also einer gekrümmten Ebene, die unendlich viele Brennpunkte enthält (wobei aber jeder nur für eine bestimmte Strahlen-Eingangsrichtung zuständig ist).

    Die Frage ist, wie genau der Befestigungspunkt des LNBs diesem Punkt entspricht und wieviel zusätzliche Strahlung das LNB ringsherum zugunsten besserer Sturmreserven noch einläßt. Wenn man die Öffnung des LNBs verkleinert und das LNB nicht im optimalen Punkt sitzt, dürfte das erhebliche Einbußen mit sich bringen. Wenn es allerdings optimiert ist, sollte sich der Störsignal-Abstand verbessern. So gesehen kann Kathrein mit seinen stabilen Schüsseln sicher den Punkt genauer eingrenzen und dann auch in besseren Empfang umsetzen. Das alles sind natürlich nur theoretische Überlegungen und müßten erst ausgetestet werden. Nicht ganz paßt dazu, daß Multifeed-Lösungen von Kathrein bezüglich der LNB-Höhe sehr unflexibel sind.
     
  3. Hans2

    Hans2 Wasserfall

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    Das ganze ist eine Frage der Genauigkeit. Von einem Stück Blech, dass unter einer Stanze geformt wurde und für 20€ verkauft wird, kann man natürlich keine Präzision erwarten. Ein 50cm-Spiegel für eine professionelle Richtfunkstrecke kostet deutlich über 1000€, ohne Sende-Empfangs-Einheit.
    Die etwas besseren Empfangsleistungen von Cassegrain-Antennen sind vor allem auf eine bessere Produktionsqualität zurückzuführen, die ja bei kleineren Spiegeln doch leichter zu realisieren ist.
     
  4. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Bayern
    Das ist eine Sache der Physik!
    Einzig und alleine die Physik gibt den 3dB Öffnungswinkel einer Parabolantenne vor, da kann man die Schüssel noch so genau anfertigen, es wird nicht besser!
    Dieser Öffnungswinkel ist von der Wellenlänge und dem Schüsseldurchmesser abhängig, logischerweise steigt mit kleinerem Öffnungswinkel auch der Gewinn der Antenne, was erklärt, dass dieser bei gleicher Schüssel bei höherer Frequenz zunimmt.
    Darum braucht man beim C-Band (ca. 4GHz) auch grössere Antennen um den gleichen Gewinn wie beim Ku-Band zu haben und gleichzeitig auch Öffnungswinkel von unter 3Grad zu haben.

    Eventuell werde ich mal die Formeln raussuchen...

    Das gleiche gilt ja auch für optische Geräte wie Teleskope!
    Da kann man auch niemals mit nem 100mm Reflektor 300mal vergrössern (auch wenn diese Dinger mit Barlow Linsen usw. rein rechnerisch das könnten und auch damit beworben werden)...

    <small>[ 23. Mai 2004, 01:58: Beitrag editiert von: Commander Keen ]</small>
     
  5. Hans2

    Hans2 Wasserfall

    Registriert seit:
    19. April 2002
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    7.782
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    Dresden
    Nach dieser Begründung müssten aber Doppelfokusantennen erhebliche Signaleinbußen aufweisen, denn der kleine Spiegel dürfte ja dann gar nicht mehr zur Frequenz passen und dies ist nicht der Fall.
    Der theoretische Öffnungswinkel wird (unter idealen Bedingungen) von den mechanischen Abmessungen bestimmt, ausgehend von den Dipol-Abmessungen im LNB (bei C-Band natürlich größer als bei KU-Band) und dem Verhältnis des Spiegeldurchmessers und der Spiegelform.
    Letztendlich verschlechtert aber die Ungenauigkeit der ganzen Anordnung die Güte der Hauptempfangskeule und damit auch den Öffnungswinkel.
     
  6. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
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    1.695
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    Bayern
    Warum soll der kleine Spiegel nicht mehr zur Frequenz passen?
    Ich bezweifle übrigens schon lange, dass eine Doppelfokusantenne effektiver sein soll, als ne normale Offsetschüssel (bei gleichem Durchmesser des Hauptreflektors).
    Das ist wiederum wie bei optischen Teleskopen, da kann ich auch mit Hilfe des Subreflektors (je nach Wölbung) die Brennweite anpassen, allerdings die max. erzielbare Auflösung ist nur von der Grösse des Hauptspiegels abhängig!
     
  7. Tassenboden

    Tassenboden Gold Member

    Registriert seit:
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    Germany
    Unabhänig davon :
    "Geringste Schlechtwetterreserve im Test" urteilte
    die Stiftung Warentest über die 60 cm Kreiselmeyer Doppelfocus. Im Test waren 60 cm Anlagen für Astra.
    Nach meiner Erfahrung machen die Anlagen besonders schnell bei Schnee und Regen schlapp, der durch die Antenne fällt oder sich ansammelt.
    Nach meiner Meinung nach sind für Anfälligkeit veranwortlich : Schneeflocken oder Regentropfen die sich auf den kleinen Reflecktor sammeln bzw in auf das LNB gelangen.
    Die hochgebündelten "Signalstrahlen" sind sehr empfindlich gegenüber Niederschlag. Mein Meinung nach.


    Das einzig gute an den in Deutschland unter Name Kreiselmeyer und Philips vertriebenen DF-Antennen ist, das diese eine Top-Verarbeitung haben.
    Mit dieser Verarbeitung würde jede normale 60cm Schüssel mit sehr guten und stabilen Empfang glänzen und zig Jahre halten.

    <small>[ 23. Mai 2004, 16:16: Beitrag editiert von: Tassenboden ]</small>
     

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