1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Sat-Transponder selbst generieren

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von beiti, 7. September 2003.

  1. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    Anzeige
    In unsere TV-Hausverteilung habe ich einen HF-Modulator eingebunden, der das Signal einer Überwachungskamera aufbereitet. So kann man an jedem Fernseher im Haus das Bild dieser Kamera (analog auf einem UHF-Kanal) sehen.

    Im Zuge der Digitalisierung wäre es wünschenswert, dieses Kamerasignal als digitales Sat-Signal zu generieren, so daß man es über digitale Sat-Receiver empfangen kann.

    Es müßte also das Kamerabild in Echtzeit in einen MPEG2-Stream verwandelt und daraus ein digitaler Transponder generiert werden. Das Ausgangssignal sollte direkt in konvertierter Frequenz (wie aus einem LNB) anliegen. Man könnte es dann in eine der Multischalter-Zuführungen einschleusen (wo es eine ungenutzte Frequenz überdecken könnte), oder man könnte es allein als eigenständige ZF-Ebene schaltbar machen. Hauptsache, gewöhnliche FTA-Receiver können es entschlüsseln.

    Kennt jemand eine entsprechende Lösung? Es gab mal was Vergleichbares für Analog-Sat. Digital wäre der technische Aufwand höher und der Preis vermutlich auch, aber mich interessiert allgemein, ob überhaupt schon ein Hersteller an sowas gedacht hat.
     
  2. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Januar 2001
    Beiträge:
    9.032
    Ort:
    Deutschland / Hessen
    Bei analog ist das ja überhaupt kein Problem.
    Aber digital in QPSK oder QAM? Selbst Transmodulatoren vom QPSK auf QAM kosten noch einiges. Aber einen kompletten Datenstrom selbst generieren?
    Bei Rohe & Schwarz könntest du evt. was passendes finden, aber nicht zum schnäppchen Preis läc

    Blockmaster
     
  3. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Januar 2001
    Beiträge:
    9.032
    Ort:
    Deutschland / Hessen
  4. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    Na gut. Solange sich kein Hersteller der weniger zahlungskräftigen Klein-Nutzer annimmt werde ich wohl mit der HF-Modulation leben müssen.

    Es wäre theoretisch überall dort Bedarf, wo aus irgendwelchen Gründen ein selbst erzeugtes Signal eingespeist wird. Hotels können ihr privates Werbefernsehen und/oder eine "Front Desk Cam" einspeisen. Krankenhäuser könnten Gottesdienste live in die Zimmer übertragen etc.
    Meist wird in besagten Fällen aber aus Kostengründen noch analoges Kabelfernsehen bzw. analoge Kanalaufbereitung genutzt. Deshalb reichen die analogen HF-Modulatoren (z. B. von Axing) dafür noch aus.

    Bis ein größerer Bedarf nach digitaler Codierung besteht, werden wohl noch viele Jahre vergehen. In gewissen Stückzahlen hergestellt und ohne überflüssige Features ausgestattet, könnten solche Geräte dann auch erschwinglich sein.

    Ich bin halt mal wieder meiner Zeit voraus... winken
     
  5. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Januar 2001
    Beiträge:
    9.032
    Ort:
    Deutschland / Hessen
    Ja, das kann noch einige Jahre dauern. läc
     
  6. whitman

    whitman Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Mai 2003
    Beiträge:
    8.478
    Ort:
    München
    Es geht vielleicht doch schneller:

    IBC: Alte DVB-Receiver sollen Streaming-Clients werden
    [11.09.2003 14:27 ]


    Auf der IBC präsentiert die "Advanced Technologies Group of NDS[1]" eine Methode, mit der sich Settop-Boxen als Empfänger für kommende Personal Video Recorder nutzen lassen. Dahinter steckt die Überlegung, dass preiswerte DVB-Empfänger nach dem Kauf von Settop-Boxen mit Festplatte und PVR-Funktionen meist ausgemustert werden. Nach den Ausführungen von Präsentator Colin Davies muss dies nicht sein: Vielmehr könnten diese meist noch voll funktionsfähigen "Oldies" mit einem kleinen Trick als Streaming-Clients für den neuen PVR dienen -- beispielweise, um ein aufgezeichnetes Programm ins Schlafzimmer zu übertragen. Hierfür sollen kommende PVRs der alten Settop-Box vorgaukeln, dass sie einen ganz normalen DVB-Datenstrom von einem Satelliten, aus dem Kabel oder terrestrisch empfängt -- je nachdem mit welchem Tuner sie ausgestattet ist.

    Möglich macht dies ein so genannter QPSK-Modulator in kommenden Personal Video Recordern. Quadrature Phase Shift Keying[2] ist eine Frequenzmodulations-Technik, um Daten über Koaxialkabel zu senden. Dies bedeutet im Grunde nur, dass auf der Festplatte liegende Datenströme der jeweils an die Box zu übertragenen Aufnahmen wieder in einen Broadcast Stream zurückverwandelt werden (Re-Multiplexing). Die Settop-Box empfängt diesen Standard-DVB-Strom und zeigt ihn wie jede gewöhnliche DVB-Sendung auf dem angschlossenen Fernseher. Die Bedienung des PVRs, der ja die Daten liefern muss, kann dabei nach Aussage von Davies beispielsweise über Funk-Fernbedienungen laufen.

    Nun ist die Idee nicht ganz so spannenend, wenn man über die alte Settop-Box nicht die neuen Funktionen des Personal Video Recordings nutzen kann. Aber auch hier hatte Colin Davies bereits eine Lösung parat: Er präsentierte eine gewöhnliche, nicht modifizierte Settop-Box, mit der sich durch Druck auf die entsprechenden Tasten der Fernbedienung aufgezeichnete Programme nicht nur starten und anhalten ließen, sondern auch schneller Vor- wie Rücklauf sowie Zeitlupe möglich ist.

    Da die Settop-Box für diese "Trick Modes" selbst nicht aufgerüstet werden sollen (andernfalls fehlte ja auch der Witz an der Sache), muss der angelieferte Datenstrom entsprechend manipuliert werden: Beim schnellen Vorlauf sucht ein Prozessor im PVR vor dem Re-Multiplexing zunächst das nächste I-Frame nach der Benutzereingabe und "reinigt" dieses -- was bedeutet, dass Daten vor und nach der Bildinformation entfernt werden. Nach einer folgenden Modifizierung des Picture Headers sucht der Chip das nächste I-Frame, reinigt auch dieses und hängt es an das vorherige an. Dieser Prozess läuft so lange weiter, bis der Nutzer wieder in den normalen Wiedergabemodus schaltet. Aus dem Abschnitt des eigentliche Datenstrom auf der Festplatte werden also praktisch alle I-Frames herausgetrennt, hintereinandergehängt und erst dann an die Settop-Box geschickt. Will der Benutzer im Film zurückspulen, werden die I-Frames eben in umgekehrter Reihenfolge aneinander gehängt. Soll schneller gespult werden, nimmt man wiederum nicht alle I-Frames. Der Settop-Box ist es schließlich egal, ob sie den Film ganz oder zusammengeschnitten erhält -- Hauptsache, der Datenstrom entspricht letztlich dem DVB-Standard, was Davies für die Technik garantiert. Tatsächlich funktionierte auch diese Funktionen bei der Vorführung einwandfrei.

    Ganz unproblematisch ist das Verfahren allerdings nicht: I-Frames belegen eine so hohe Bandbreite, dass es bei dieser Methode zu Problemen bei der Übertragung kommen kann. Daher werden bei Engpässen notfalls leere Frames übertragen. Wirklich sichtbar ist dies aber nicht. Auf jeden Fall ist die Technik allerdings abhängig vom Abstand der I-Frames in dem aufgezeichneten Datenstrom. Nach Angaben von Colin Davies enthalten die meisten Aufzeichnung I-Frames alle 12 Bilder, sodass die übliche Geschwindigkeit für schnellen Vor- beziehungsweise Rücklauf bei 12X läge -- möchte man langsamere FF/FR-Funktionen ermöglichen, müssten Zwischenbilder eingefügt werden. Für eine Zeitlupe werden andererseits B-Frames wiederholt. Bei der erwähnten Demonstration präsentierte Colins eine Aufzeichnung des Films "Verrückt nach Mary" unter anderem in 6- und 12-facher Geschwindigkeit und im Zeitlupen-Tempo 1/4.

    Was bleibt ist die Frage, was die Unterhaltungselektronik-Industrie von diesem Settop-Boxen-Recycling hält. Immerhin präsentiert sie auf der IFA Home Entertainment bereits Home Entertainment Netzwerke mit eigenen Streaming Clients. NDS will als Entwickler von Pay-TV-Techniken laut Colin Davies schließlich selbst keine entsprechend modifizierten PVRs anbieten. Auf Nachfrage von heise online zeigte er sich jedoch zuversichtlich, dass beide Ansätze nebeneinander auf dem Markt überleben könnten. (nij/ct) / (anw[3]/c't)

    URL dieses Artikels:
    http://www.heise.de/newsticker/data/anw-11.09.03-000/

    Links in diesem Artikel:
    [1] http://www.nds.com/
    [2] http://w3.siemens.de/solutionprovider/_online_lexikon/4/f006174.htm
    [3] mailto:nij@ctmagazin.de
    [4] mailto:anw@ct.heise.de

    Copyright 2003 by Heise Zeitschriften Verlag
     
  7. sderrick

    sderrick Board Ikone

    Registriert seit:
    23. April 2002
    Beiträge:
    4.120
    Ort:
    wobinich
    ..statt solchen blödsinns (die spulerei klammere ich mal aus, da die nicht direkt mit der übertragung zu tun hat) bräuchten die geräte doch nur mit funzenden firewire schnittstellen ausgerüstet zu werden. Diese technologie ist seit jahren vollentwickelt (hunderte patente besonders von japanischen firmen, z.b. unter HAVi suchen) nur leider kommt das nicht, weil man anscheinend angst um den (sogar geschützten) content hat.
     
  8. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
  9. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Jetzt gehst Du off-Topic.

    Es geht hier nicht um Streaming-Clients (im Heise-Artikel zwar schon), sondern darum, dass wir einen BEZAHLBAREN QPSK-Modulator + MPEG2-Encoder haben wollen, damit wir alle unsere Haustürkameras, etc. endlich auch per Receiver auswählen können und dafür nicht umständlich die TV-Fernbedienung hernehmen müssen, bzw. das Signal GAR NICHt mehr sehen können, weil es irgendwann keine Fernseher mit Analog-Antenneneingang mehr geben wird.

    Der QPSK-Modulator scheint in Sichtweite. Fehlt nur noch der MPEG2-Encoder. Dafür könnte man allerdings auch einen alten PC (so ca. ab 3 GHz schätze ich mal) hernehmen. Ggf. tut's auch schon ein Duron 1300, man kann ja auch in 480x576 encodieren und immer ein encodiertes Halbbild einfach doppelt ausgeben.
     
  10. sderrick

    sderrick Board Ikone

    Registriert seit:
    23. April 2002
    Beiträge:
    4.120
    Ort:
    wobinich
    ..wenn man digital senden will, hast du recht. Um ein analoges signal zu verteilen, reicht ein einfacher modulator winken
     

Diese Seite empfehlen