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Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Qnkel, 16. Juni 2012.

  1. Qnkel

    Qnkel Junior Member

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    Moin,

    hier ist Kabel im Haus verlegt (Kabel Deutschland). Im Keller sitzt der Hausanschlussverstärker, dahinter ein Verteiler wo div. Kabel abgehen. Eins davon wird wohl in meine Wohnung gehen, wo es auf drei Dosen in Reihe geht.

    Die letzte Dose sitzt im Wohnzimmer.

    Ich will nun eine Sat-Anlage installieren, nur für mich. Der Vermieter stimmt dem zu. Wir sind uns aber beide einig das Kabel auf Wand nageln etc. nicht in Frage kommt, weils ***** aussieht.

    Also überlege ich, dass Sat-Kabel im Keller bis zu dem Verteiler zu legen und dort eine Einspeiseweiche zu setzen und das Sat-Signal auf mein Kabel mit aufzuschalten.

    Geht das so einfach?

    Was muss ich an den Antennendosen ändern? Muss ich alle ändern oder nur die letzte, die dann einen F-Anschluss für Sat bekommt?

    Ich betreibe Telefon+Internet darüber. Dafür sitzt auf der letzten Dose ein "Cable Modem optimiser" der den F-Anschluss für das Kabelmodem bereit stellt. Der wird eh umgesetzt, weil der Kram ins Schlafzimmer an die Dose soll. Damit könnte ich da die Antennendose mit 3 Anschlüssen setzen.

    Aber was muss ich deswegen beachten? Der Rückkanal muss ja bleiben. Geht das dann mit einer Einspeiseweiche? Welche brauche ich?

    Vielen Dank für die Antworten.
     
  2. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Wer diese Frage stellt, verfügt weder über das erforderliche antennentechnische und normative Know-How und ganz sicher über kein Antennenmessgerät. Da erübrigt sich eigentlich bereits die Nachfrage nach dem handwerklichem Geschick.
    • Die Einspeisung interaktiver BK-Signale in eine Multischalter-Sternleitung gestaltet sich einfacher als die Sat.-ZF-Einspeisung in eine bestehende BK-Reihenverteilung.
    • Ob und was möglich ist, hängt von der Struktur und Dämpfung des bestehenden Verteilnetzes ab. Ohne Kenntnis der aktuellen BK-Pegel und der Kabeldämpfung kann man nur fachlich unseriös Dampfplaudern.
    • Es muss sichergestellt sein, dass über die Sat.-Antenne keine Blitzströme in das BK-Netz eingetragen werden.
    • Ferner darf kein Ingress in die BK-Anlage verschleppt werden.
    • Nach dem Einbau anderer Dosen kann eine höhere Verstärkung und Neueinstellung der Rückkanalverstärkung erforderlich sein.
    • Mit diesen Aufgabenstellungen sind sogar viele Antennenmonteure überfordert, das ist ganz sicher nix für einen ahnungs- und messgerätelosen Laien.
     
  3. Qnkel

    Qnkel Junior Member

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Die Frage ist erstmal: ist es technisch möglich aufgrund des Rückkanals?

    BK-Pegel und Dämpfung kann man ja messen und in Erfahrung bringen. Das Kabelmodem sagt mir was von 37dB SNR und 10dBmV Signalstärke beim Downstream sowie 46dBmV beim Upstream. Ob die Werte zuverlässig sind, kann ich nicht sagen.

    Habe bis jetzt nur reine Sat-Anlagen installiert (auch mit mehreren Multischaltern etc.). Mit BK-Kabel und deren Technik habe ich keine Erfahrung, was nicht heißt dass man die nicht sammeln kann und sich dafür (professionelle) Unterstützung sucht. Erster Anlauf sind dafür nun mal meist Internet-Foren.

    Als Elektroniker hat man genug Vitamin B um an entsprechende Messgeräte ranzukommen. Nur das Technik-Know-How der Leute schätze ich meist nicht so wie das in guten Internet-Foren, deswegen frage ich nach der Machbarkeit eher erstmal hier nach.

    Genau die Punkte, die Du aufzählst, hinterfrage ich ja: Was muss ich bei der Einspeiseweiche beachten, dass das Sat-Signal nur in meine Wohnung kommt, die anderen Teilnehmer nicht stört und schon garnicht irgendwas zurück ins Netz geht oder iwas verschleppt wird. Dafür gibt es ja mit Sicherheit entsprechende Schutzgeräte und -möglichkeiten.
     
  4. raceroad

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Grundsätzlich Ja.

    Wenn Sat an der letzten Dose genutzt werden soll, muss man alle Dosen tauschen und könnte mit dem Einsatz von Unicable Sat auch an allen drei Dosen nutzen. Eignen würden sich z.B. eine Stufung mit Spaun Media Socket 41x. Nur wird der Tausch der Dosen voraussichtlich die Bereitstellung eines BK-Signals mit höherem Pegel erforderlich machen. Das wäre dann Sache eines KDG-Servicepartners. Das Zusammenschalten an sich ist verglichen damit das kleinere Problem, dafür gibt es Weichen wie z.B. SEW 123.

    Ein Zusammenschaltung von Sat + BK kommt nur dann infrage, wenn die Satanlage alle Bedingungen an normgerechte Erdung + Potenzialausgleich erfüllt. Das ist insbesondere dann knifflig, wenn die Antenne nicht im Schutzbereich des Gebäudes oder einer Fangeinrichtung montiert wird.
     
  5. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Was nutzt ein Messgerät, wenn man nicht weiß welche Normpegelfenster einzuhalten sind und man Maßeinheiten wie dBm, dBmV und dBµV durcheinander bringt?
    Wie soll man das ohne Kenntnis der Netzstruktur seriös beantworten? Bislang hast du noch nicht einmal mitgeteilt ob es um die Einspeisung in eine Wohnungssternleitung mit x(?) Dosen, oder um ein Harakiri-Netz mit wohnungsübergreifender Stammleitung und RK-Sperrfiltern in irgendwelchen Dosen geht.
     
  6. Qnkel

    Qnkel Junior Member

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Und die Normpegelfenster sind in Stein gemeisselt und in der Cheops-Pyramide versteckt und werden nur an die alten und weisen Urväter des Fernsehens weiter gegeben?

    Die Netzstruktur:
    Hausanschluss -> Verstärker -> Verstärker -> Verteiler

    Vom Verteiler gehen drei Kabel weg. Ich denke in jede Wohneinheit geht ein Kabel, so kenne ich es.

    Ein Kabel kommt in meiner Wohnung an und geht dort auf drei Dosen in Reihe.
     
  7. satmanager

    satmanager Institution

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Raten bringt nichts.... ist aber ganz einfach zu ersehen. Am Verteiler mal eines der Kabel nach dem anderen abmachen und schauen welche Anschlussplätze dann nicht mehr versorgt werden.

    Das ist geraten, also bringt es nichts so etwas zu schreiben.

    Rückkanal-tauglich (CATV) sind Jultec-Geräte, für deinen Einsatz hier z.B. der JPS0501-8TN.

    Dosen müssen wahrscheinlich ausgetauscht werden (Frequenzgang), da aber nichts dazu hier geschrieben ist was alles vorhanden ist (was für Dosen, welche Kabelwege, wo soll die Antenne hin, innerhalb des geschützten Bereichs montiert das keine Erdung erforderlich ist...) und mehr "kann sein" als "es ist so" hier steht ist absolut nicht mehr zu sagen ...
     
  8. Qnkel

    Qnkel Junior Member

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Also das ein Kabel in meine Wohnung auf die drei Dosen geht weiß ich.

    Nur die anderen beiden Kabel kann ich nicht genau sagen, wie die unter den beiden anderen Wohnungen verteilt sind. Z.b. kommt aufm Dachboden ein Kabel raus auf ein 3fach-Verteiler und dort drei Kabel wieder in Boden. Denke dass da die Dachgeschosswohnung sternverteilt ist. Aber das ist ja hier nicht relevant.

    Die Antenne kommt in den geschützten Bereich, wo keine Erdung vorgeschrieben ist.

    Kabelweg wird von der Außenwand direkt in Keller. Nicht mehr als 20m Kabelweg, da ich in den Nachbarkeller muss, weil in dem eig. Kellerraum die Öltanks stehen (ergo EX-Zone).

    Die Durchgangsdosen sind Hirschmann GEDU 2400 B, die Enddose (wo dann der Sat-Anschluss mit hin soll) ist eine Kathrein ESD 84.
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Nein aber sie fallen auch nicht vom Himmel und man kann sie selbst z. B. im Technischen Anhang des KATHREIN-Katalogs nachlesen. Ich mache nämlich nicht den Zimmerservice den Sack voll Daten hier einzukopieren.

    Und dann befasse dich auch mal mit dem geposteten CNR-Wert!
    Ohne Kenntnis der Übergabepegel, Verstärkungen und Kabeldämpfung stellt sich bereits hier die Frage wie sinnvoll diese Kaskade ist.
    Was hat das zu sagen? Siehe Satmanager.
    Wenn du schon zu bequem bist eine Verteilnetzskizze anzufertigen, dann solltest du wenigstens eine überschlägige Dämpfungsberechnung anstellen.
    Wenn man nicht bereit ist als Elementarbasis die Verteilnetzstruktur festzustellen, bleibt nur der Weg zum Glaskugelexperten
    Ein Problem weniger, in Verbindung mit einer GA-Anlage ist aber ein Potenzialausgleich fällig.
    Hoppla, da war ja schon ein "Könner" an der Anlage. Zwei GEDU 2400 Altsteckdosen + eine Stichdose an einer Stammleitung mit interaktiven Signalen? :rolleyes:
    Und wo bitte ist das Modem angeschlossen? :rolleyes:
    Die ESD 85 ist eine Einzel-/Stichdose und nach korrekter deutscher Fachbezeichnung keine Enddose.

    Einzel-/Stichdosen sind am Stichleitungsausgang eines Abzweigers fachlich korrekt, bei reinen UniCable-Anlagen als Einzeldose nach einem Verteiler eine lässliche Sünde (Entkopplung zu gering), aber am Ende einer Stammleitung als Ersatz für fehlenden Pegel nur noch der Beweis fachlicher Inkompetenz.

    Eine normgerechte Teilnehmerentkopplung erfordert bei BK-Betrieb eine Durchgangsdose mit mind. 10 dB Auskoppeldämpfung und zur Stehwellenvermeidung muss jede Stammleitung impedanzgerecht terminiert sein.

    Diese antennentechnische Binsenweisheit hatten gelernte Fernsehtechniker noch in Fleisch und Blut. Leider greift das Unwissen um die fatalen Auswirkungen nicht nur bei diversen Monteuren und manchen Sat.-Shops um sich. An dieser Anlage fehlt jetzt eigentlich nur noch die nachträgliche Krönung, dass das Verteilnetz noch aus normwidrigen 60 Ohm Uraltkabeln besteht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2012
  10. Qnkel

    Qnkel Junior Member

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    AW: Sat-Signal auf vorhandenes TV-Kabel einspeisen?

    Also nochmal von Anfang, hier ist wohl etwas durcheinander geworden...

    Ausgangssituation war:

    Keller -> Kabel-Hauptanschluss -> alter Fuba-Verstärker -> Verteiler mit drei Abgängen, ein Abgang in meine Wohnung -> GEDU 2400 B (Schlafzimmer) -> GEDU 2400 B (Esszimmer) -> Kathrein ESD 84 (Wohnzimmer).


    Jetzt bin ich eingezogen und habe mein KD-Internet+Telefon mitgenommen. KD-Techniker kommt, mir war klar: Der Uralt-Verstärker machts nicht. Also hat er den ausgetauscht. Typ sieht man auf den Fotos.

    Er hat den neuen Vertärker angebaut (immerhin mit einer Schraube fest), die Erdungsschiene hingebaut und ist auf den alten Verteiler gegangen.

    Danach hat er im Wohnzimmer den "Cable Modem optimiser" (Tratec CFS-02/65L) auf die vorhandene Dose gesteckt, Modem daran angeschlossen und probiert zu kommisionieren. Dann meinte er, er müsse da was am Pegel drehen, is nochmal in Keller und hats dann nochmal probiert. Dann ging es. Denke mal er hat an der Pegeleinstellung vom Hausanschlussverstärker was verändert.

    Das wars. Er hat keine Pegel direkt gemessen. Ist mein zweiter Umzug, die anderen KD-Techniker hatten immer son tolles großes Messgerät mit Mini-TV drin, womit sie direkt an der Dose erstmal alles Mögliche gemessen haben. Darauf hat er komplett verzichtet, sich wohl auf die Modemwerte verlassen.

    Na jutt jetzt hab ich halt das wie oben, nur mit neuen Hausanschlussverstärker und an der Kathrein-Dose diesen "Cable modem optimiser" drauf.

    Es läuft, die anderen im Haus haben sich noch nicht beschwert das TV weg oder schlecht ist.

    Anbei Bilder der "Installation".

    Werde meinem Vermieter mal kontaktieren, ob er genauere Details zur Verkabelung hier hat bzw. meine Theorie bestätigt.

    Indes überlege ich, ob es nicht einfacher ist das Sat-Kabel durch den ganzen Keller zu verlegen und direkt im Wohnzimmer rauskommen zu lassen. Allein die Kosten für die Einspeiseweiche und alle Dosen neu sowie die Erdung und das Gefühl, was man als Elektroniker ja eh immer hat, dass man mit einem Bein im Knast steht wenn was passiert... und ein Gutachter findet immer was :winken:

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