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[Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Wolfgang R, 23. Mai 2013.

  1. Wolfgang R

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    Hallo Forum,

    ich habe im Bekanntenkreis beim Austausch eines Röhrenfernsehers (Schutzerdung, kein Schuko) gegen einen neuen LCD-Fernseher mit Schuko-Stecker folgendes Problem:

    Wird der Fernseher mit dem Sat-Receiver verbunden (jegliche Art von Verbindung, die irgendwie eine Masse hat - Scart, S-Video, RCA, HDMI), habe ich feinsten Netzbrumm im Ton und auch das Bild flackert (nehme mal an, eigentlich klassische 50Hz-Störungen, aber die Elektronik bügelt das irgendwie gerade, so dass es nur komisch flackert).

    Check der (Sat-)Antennenanlage (Dachmontage, Mast): Antennenmast ist an der HES mit damals normkonformen, massiven 10mm²-CU angeschlossen.

    Am Mast ist ebenfalls ein 4mm²-PA-Leiter angeschlossen, über den sämtliche vom Dach eingehenden Ableitungen geführt werden (Terrestrik, Sat). Bei der Umrüstung auf Digital wurde die Erdungsschiene von mir gegen einen Erdungsblock ausgetauscht, damit die neuen Ableitungen von der Schüssel nicht gleich wieder eine Soll-Einstrahlstelle haben.

    Einzige aktive Komponente ist der Mehrbereichsverstärker für Terrestrik(Erdungsklemme angeschlossen, Ableitungen werden vor und nach dem Verstärker zwecks PA über den Erdungsblock geführt, habe ich damals gleich mit gemacht). Sat ist komplett passiv (Quad-LNB).


    An der HES befinden sich auch die Heizungs- und Wasserrohre sowie eine Verbindung zur Hauptverteilung der Elektrik.

    Zieht man vom Sat-Receiver die Antenne ab, ist Ruhe mit Brumm.

    Isoliert man (unter höchster Vorsicht und vorherigem Prüfen bei abgesteckten Peripherie-Geräten, ob ggf. 230V an den Massestellen anliegen) zu Prüfzwecken den PE an der 230V-Anschlussleitung des Fernsehers ist bei angeschlossenem Sat-Receiver mit Antenne der Brumm ebenfalls weg.

    Beides keine zufriedenstellende Lösung. Antenne muss geerdet bleiben, PE am Fernseher sollte auch angeschlossen sein, obwohl das Gehäuse komplett aus Kunstoff ist.

    Neuer Fernseher ohne Schuko-Stecker ist eigentlich keine Lösung...

    Weiß nicht, ob es was dazu beiträgt, aber Verbindung zwischen metallischen Heizkörperrohren, Wasserrohren, Antennenmast und PE-Klemme der Schuko-Steckdosen habe ich mal mit einem Multimeter nachgemessen - Durchgang 0Ohm, Keine Spannung messbar.

    So, jetzt seid ihr dran :)

    Gruß,

    Wolfgang (besser brummender Fernseher als brummender Schädel)
     
  2. MartinP

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    Vielleicht hilft es, die Masseverbindung zwischen Fernseher und Sat-Receiver DICKER zu machen.

    Was passiert, wenn der Schirm des Antennenkabels über einen großen Querschnitt neiderohmig auf kurzem Wege mit dem Schutzleiter Schukosteckdose des TVs verbunden wird?
    Brumm weg?

    Denke zwar auch nicht daß das ganz astrein ist, aber als kurzzeitiger Versuch...

    Eine andere Möglichkeit wäre ein Mantelstromfilter in der Antennenleitung.
    Wenn wirklich Null Ohm zwischen Schirm Antennenkabel und Schutzleiter in der Steckdose liegen, sollte in diesem Falle die Schaltspannung durch den Fernseher über dessen Schutzleiter trotzdem funktionieren.
    Ich weiß aber nicht, ob es die Filter bis 2 GHz gibt.
    Als Schnelltest könnte man auch statt Mantelstromfilter mit einen Kabelstück mit durchgetrenntem Schirm probieren, ob Empfang so überhaupt möglich ist.
     
  3. raceroad

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    Ich hätte in der Hoffung, einen Anhaltspunkt zu erhalten, in der direktem Umgebung des TVs zwischen Sat-Kabelschirm und PE, zwischen Sat-Kabelschirm und Heizungsrohr und zwischen Heizungsrohr und PE Strom gemessen. Netzstromzuführung über eine Netzsteckdose direkt in oder nahe der Hauptverteilung probiert?
     
  4. Wolfgang R

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    Das kann ich nächstes Mal machen, die Steckdose sitzt gleich neben der Antennendose (aber mit Abstand und nicht im Kombi-Rahmen, da alte Steckdosen ohne Berührungsschutz, nur damit das gleich ausgeschlossen wird, also hier keine Fehlerquelle!)

    Die Hauptverteilung ist im Keller, im 1. OG ist ein Etagenverteiler, daran hängt die Steckdose (Stromkreis Wohnzimmer).

    Im Keller gibts leider keine Antennendose, also müsste man ein langes Koax in den Keller provisorisch befestigen.

    Wenns dann dort unten (also nahe bei der HES) nicht oder weniger brummt - hohe Erdbelastung im 1. OG? Ggf. alter, defekter Kühlschrank? Oder sonst was in die Art? Mhhh....wäre eine Möglichkeit.

    Gruß,

    Wolfgang

    Gruß,

    Wolfgang
     
  5. raceroad

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    Ich dachte umgekehrt an eine Netzstrom-Verlängerung zum TV. Den Fernseher müsste man ja im anderen Fall in den Keller wuchten.

    Erst einmal hatte ich gar keinen konkreten Verdacht. Ich könnte mir noch eher einen Fauxpas der Elektroinstallation vorstellen. Falls versehentlich bei der Installation einer Steckdose ein N-Leiter beschädigt und am PE-Bügel eingeklemmt wurde (Ist mir auch einmal passiert, aber in einem FI-geschützten Stromkreis.), merkt man das an einem Stromkreis ohne FI nicht. Noch anfälliger wäre eine Altinstallation mit 2-adrigen Stromleitungen und klassischer Nullung, bei der man sich schon prinzipbedingt einen Teilstrom über den PE bzw. in diesem Fall PEN einhandelt.
     
  6. Discone

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    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2013
  7. MartinP

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    War nur ein Gedanke: Die DC-Schaltspannung geht schon irgendwie auf anderem Wege zum Multischalter (Sonst hätte man ja die Brummstörung nicht).

    Aber leider sind wohl nur Mantelstromfilter bis 1000 MHz handelsüblich...

    Wahrscheinlich wäre aber durch die unkonventionelle Führung der Masse zum Multischalter die H/V und oder die 22 kHz-Auswertung durch den dann da anfallenden Brumm gestört...

    Hmm, mir fällt gerade auf, daß Raceroad sich am dem von Dir verlinkten Thread damals auch beteiligt hat...
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Mai 2013
  8. raceroad

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    AW: [Sat-Erdungsproblematik] Netzbrumm Fernseher mit Schuko an geerdeter Sat-Anlage

    Was ich seinerzeit im anderen Thread geschrieben hatte, deckt sich mit Deinem oben schon beschriebenen Ansatz:
    Damals wurde die vorgeschlagene Maßnahme als sehr gefährlich eingestuft, ohne aber für mich überzeugend zu erklären, worin sich die durch einen modifizierten Schukostecker und einen Erdungsblock für das Antennenkabel hergestellte Verbindung zwischen PE und Schirm des Antennenkabels wesentlich von der über Schuko-Netzstecker und Signalverbindung (wie HDMI) hergestellten Verbindung unterscheidet.

    Dass ein unterlassener PA und insbesondere ein Fehler in der allgemeinen Elektroinstallation gefährlich sein kann, braucht nicht näher erläutert zu werden. Konsequent wäre die drastische Warnung vor der Gefährlichkeit einer in der beschriebenen Weise hergestellten Verbindung zwischen PE und Kabelschirm dann, wenn man das Auftreten der Brummstörung als Indiz für über PE und Kabelschirm fließende Ausgleichsströme in möglicherweise gefährlicher Höhe werten und daher anraten würde, den Stromkreis, der die im Aufbau mit der aufgetretenen Brummstörungen genutzte Steckdose versorgt, sofort vom Stromnetz zu trennen sowie das Antennenkabel nicht mehr zu berühren, bis die Hausinstallation (Energie und TV-Anlage) durch einen Elektriker überprüft und ggf. instandgesetzt wurde. Soweit wollte – wenn ich mich recht erinnere – aber auch keiner der Kritiker der beschriebenen Methode gehen.

    Was die Bedenken gegen die unzulässige Modifikationen von Schuko-Steckern angeht: So etwas kann man für Erdungszwecke auch in einer Version ohne Schutzwiderstand fertig kaufen: Klick.


    Dass man mit einer in der Umgebung des Endgerätes zur Entlastung der Signalverbindung geschaffenen Verbindung PE > Kabelschirm nicht an der Wurzel des Übels ansetzt, ist klar. Ich sehe die beschriebene Methode auch eher als Notnagel für diejenigen, denen es in einem Mietverhältnis wenn überhaupt nur sehr schwer möglich ist, die eigentliche Ursache ausfindig machen zu lassen. Im von Wolfgang R geschilderten Fall gibt es einen normgerecht schleifenfrei nur über den geerdeten Mast hergestellten PA, aber trotzdem ein Brummen. Was man machen könnte: Unterverteilung freischalten und für den betroffenen Stromkreis messen, ob es eine ungewollte Verbindung zwischen N und PE gibt (oft leichter gesagt als getan); in einem TN-C-Netz gibt es die an der genullten Schuko-Steckdose notgedrungen.
     
  9. MartinP

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    Falls der Schirm des Antenneneingangs des Fernsehers auch mit dem Schutzleiter verbunden ist, könnte man die "dickere" Massenverbindung auch auf sicherlich legalem Wege herstellen: Terrestrik-Ausschleusweiche dazwischen, und ein Antennenkabel zum Antenneneingang des TV legen, auch wenn man es gar nicht braucht ...

    Auch ein Scart-Kabel mit gutem Querschnitt könnte etwas bringen, auch wenn man es Aufgrund von HDMI gar nicht nutzt.

    Und es gibt noch mehr Steckverbinder (Cinch-Audio z. B.) , über die man die Masseverbindung tragfähiger machen könnte...

    Wenn die Vorschriftenreiter (manchmal wohl auch zurecht...) auch dagegen etwas haben, weiß ich auch nicht mehr...

    Man könnte auch mal schauen, ob die Schraublöcher für den Befestigungsrahmen hinten am Fernseher mit dem Schutzleiter verbunden sind: Auch darunter könnte man das 4 mm² Erdkabel vom dazwischengefügten Erdungsblock notfalls anklemmen.

    Für Plattenspieler war ja auch früher eine Erdungsklemme hinten am Verstärker...
     
  10. satmanager

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    Ich lese hier schon lange mit, wollte mich eigentlich nicht dazu äußern (nicht böse gemeint, ehrlich !)....

    Aber....
    Was ist das eigentlich für ein TV (Hersteller / Typ) ?
    Hast du das schon einmal mit einem anderen TV testen können ?

    Nicht das hier ein Defekt vom TV vorliegt, man weiß ja wirklich nie .....
    Habe hier auch gerade einen Receiver der z.B. bei manchen Geräten kein Bild über HDMI bringt (Scart geht immer, an einem anderen TV geht über HDMI auch alles - das aber nur in einem anderen Haushalt mit anderem Anlagen-Aufbau)... sendet man den ein bekommt man das Mainboard getauscht und dann geht alles wieder einwandfrei an allen Anlagen).

    Ihr wisst ja meine Einstellung: Die Ursache muss beseitigt werden und kein Workaround darum stattfinden. Ggf. ist ja wirklich am TV ein Defekt, muss ja nur eine mangelhaft hergestellte bzw. gänzlich aufgegangene/fehlende Masseverbindung sein.

    Werde mal Dipol + KaS bitten einen Blick rein zu werfen.

    @Wolfgang
    KaS hat mir gerade gesagt das er dir schon eine PM gesendet hat ....
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2013

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