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SAT Empfang Einstieg

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von fischmar, 25. Mai 2005.

  1. fischmar

    fischmar Neuling

    Registriert seit:
    24. Mai 2005
    Beiträge:
    2
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    Hallo zusammen,

    vorab möchte ich sagen, dass ich keinerlei Erfahrung mit SAT Empfang habe, nun aber wegen Umzug darauf zurück greifen muss. Bisher verwende ich einen "normalen" Kabelanschluss und möchte auch weiterhin eine ähnliche Funktionalität haben.

    Nun zu meinen Fragen:

    - Ist es richtig, dass ich keine analoge SAT Anlage mehr einbauen sollte, da ich mit dieser bald keinen Empfang mehr hätte?

    - Was sollte ich beim Kauf einer SAT Anlage beachten? Bzw. mit welchen SAT Anlagen wurden besonders gute Erfahrungen gemacht?

    - Gibt es eine Art von "zentralen Receivern"? Mit denen ich die Möglichkeit habe, wieder meine Programme am Fernsehgerät zu wählen. Um nicht an jedem Fernsehgerät oder Radio einen extra Receiver zu installieren. Oder macht dies aus "digitaler Fernsehsicht" keinen Sinn, da ich dann an meinen analogen Fernsehendgeräten nicht die erzielbare Qualität erreiche? Unabhängig davon, gibt es hier überhaupt eine technische bezahlbare Lösung?

    - Ist eine Sternförmige Verkabelung von der Schüssel zu den Endgeräten zwingend?

    - Gibt es im Internet einen Link mit einer Grobdarstellung? SAT Schüssel, Receiver, Verkabelung, Fernseh, Radio, etc.?

    - Was muss ich vielleicht sonst noch alles bei der Installation beachten...?

    Tausend mal Danke für Euere Unterstützung!!!

    Gruß,
    Markus
     
  2. Indymal

    Indymal Talk-König

    Registriert seit:
    20. März 2003
    Beiträge:
    5.414
    Ort:
    Marburg
    AW: SAT Empfang Einstieg

    Hi Fischmar,

    Analoge Satübertragung der deutschen Kanäle soll 2010 eingestellt werden. Bis dahin werden wahrscheinlich sämtliche andere Länder schon lange kein analoges TV mehr übertragen. Deutschland übertragt zur Zeit schon mehr analoge Sender als alle anderen Länder Europas zusammen überhaupt noch haben. Allerdings besteht der Unterschied Analog und Digital ansich nur dadrin, das der Frequenzbereich früher kleiner war als heute, weil er nach oben erweitert wurde. Rein technisch hat sich bei der Übertragung sonst nichts wesentliches geändert. Auch bei einer alten Anlage aus Analogzeiten kann man mit einem Digitalreceiver einige Sender sehen, die im niedrigen Frequenzbereich senden. Deswegen kann man heutzutage auch praktisch nur noch die "digitaltauglichen" Komponenten kaufen. Die funktionieren sowohl für analog, als auch für digitalen Empfang. Deswegen ginge es eigentlich nur um die Wahl, ob Analogreceiver oder Digitalreceiver.
    Allerdings bekommt man Digitalreceiver heute schon fast nachgeschmissen und das Programmangebot ist ja auch deutlich höher als beim analogen Empfang.

    Besonders gute Erfahrungen macht man natürlich mit Markenanlagen von Kathrein und Co. Es ist abzuwägen, ob man lieber Geld sparen will oder eine Anlage besitzen will, die der Wahrscheinlichkeit nach 15 Jahre Wartungsfrei läuft, sofern man nichts wegen technischen Neuerungen nachrüsten muss.
    Markenprodukte sind zwar recht teuer, sind ihr Geld aber auch Wert. Sowohl in Verarbeitung, als auch in Empfangsqualität.
    Den untersten Preissektor der Noname Baumarktanlagen würde ich auf jeden Fall mal wegfallen lassen, weil der ist sein Geld nichts Wert und irgendwas geht da meist nach kürzester Zeit kaputt oder es passieren andere unschöne Dinge.
    Dazwischen liegt natürlich noch die Mittelklasse, die auch ansich ganz gut ist. Ist alles Geschmackssache, wodrauf man wert legt.
    Worauf man auf jeden Fall aber achten sollte ist, daß man keinen Spiegel aus Stahl kauft. Weil die fangen irgendwann bestimmt mal an zu rosten. Das stört zwar den Empfang nicht, und austauschen könnte man den Spiegel auch, aber es hinterlässt ziemlich hartnäckige Rostfahnen am Installationsort.

    Es gibt eine Art Zentralen Receiver. Das nennt sich Kabelkopfstation. Allerdings ist das eher etwas für Profis, was man meist als Privatperson nicht einmal selbst installieren könnte und andererseits ist es sehr, sehr teuer. Bei der Technik wird jeweils ein ausgewählter Kanal in den UHF Bereich umgesetzt, so das man ihn wie einen analogen Kabelkanal in den TV Geräten einstellen kann. Ist im Prinziep auch genau das, was die Kabelgesellschaften machen, nur in klein. Einen Kanal so einzuspeisen ist dabei allerdings nicht das teure, sondern das man pro Kanal ein Modul benotigt. Das geht dann bei einer, dem Kabelangebot vergleichbaren Senderauswahl in die Tausende.
    Die Technik wird meist auch nur bei größeren Wohnkomplexen eingesetzt, wenn auch oft nur mit 6 Programmen oder so. Und wenn man mehr als 75 Teilnehmer versorgen würde, wäre man automatisch ein Kabelnetzbetreiber, weil das eine "Kanalaufbereitung" darstellt, durch das selektive Einspeisen von Sendern, und müsste somit Lizensgebühren abführen ;)
    Alternativ gäbe es noch Fernseher von Metz und anderen Luxusmarken, bei denen man per Steckkarte auch einen Satempfänger einbauen kann. Dann kommt es einem wieder vor als wäre es der Fernseher selber, der das Signal empfängt. Wäre aber bei Austausch aller Geräte wohl genau so teuer wie erstere Möglichkeit.
    Man kann aber auch einfach für gut 50 Euro FTA Receiver kaufen und jedem Fernsegerät eins spendieren. Wenn man sich dran gewöhnt hat mit der Fernbedienung vom Satreceiver die Kanäle zu schalten ist es eigentlich kein Unterschied mehr. Weil was muss man schon groß am TV bedienen. Die meisten Satreceiver haben Videotext, Lautstärkeeinstellung usw auch alles direkt drin.

    Eine Sternförmige Verkabelung ist nicht zwingend, aber ich würde dazu raten eine zu legen, wenn es nicht allzu imensen Aufwand bedeutet. Es gibt so genannte Einkabelsysteme, wo man wie bei Kabel üblich einfach von Dose zu Dose durchschleifen kann. Da kann man dann die alte Kabelverteilung weiter benutzen. Es gibt dabei nur je nach Hersteller unterschiedliche Einschränkungen. Entweder es funktioniert nur mit Receivern des selben Herstellers, oder man benötigt spezielle LNBs, oder es fehlen diverse Sender.

    Die Grundlegende Verkabelung ist eigentlich Recht simpel. Es gibt zwei Arten von LNBs. (Das ist der Empfangskopf, der bei der Schüssel vorne am Ausleger dran sitzt) Die Single, Twin oder Quad LNBS sind für den Direktanschluss von 1,2 oder 4 Receivern gedacht. In dem Falle würde man Kabel vom LNB direkt zu den Receivern verlegen. Möglichkeit 2 sind Quatro LNBs. Diese benötigen einen Multischalter. In diesem Falle würden die Kabel vom LNB in den Multischalter geführt. Vom Multischalter aus kann man dann die Kabel zu den einzelnen Receivern legen. Die Version hat den Vorteil, daß praktisch beliebig viele Teilnehmer angeschlossen werden können, wenn man einen entsprechend dimensionierten Multischalter kauft.
    Zu beachten wäre noch, daß man bei Festplattenreceivern um die volle Funktionalität zu haben, also Aufzeichnen und gleichzeitig einen anderen Sender sehen, zwei Leitungen zum Receiver legen muss.
    Abgesehen von der Verkabelung Receiver-(Multischalter)-LNB ist es eigentlich nichts besonderes. Den Receiver schließt man wie einen DVD Player oder Videorekorder über den Scartanschluss an. Am Fernseher stellt man dann nur noch den AV Kanal ein und kann das Programm vom Receiver sehen.

    Beachten sollte man vielleicht noch, das man wenn man neue Kabel legt nicht die aller billigsten nimmt, die zwar auch wunderbar funktionieren, aber zum Beispiel DECT Telefone stören bei geringen Abstand zur Leitung den Pro7/Sat 1 Transponder bis zur Unkenntlichkeit. Und man weiß ja nie, welche neuen Funktechniken in den nächsten Jahren noch in Mode kommen, die dann wieder eine andere Frquenz stören könnten.
    Gibt einfach, zweifach und vierfach geschirmte Kabel. Letztere sind die besten. Aber auch der Leitungswiederstand kann bei längeren Installationen eine Rolle spielen.
    Wenn möglich sollte man sich auch lieber für eine etwas größere Schüssel entscheiden. Für Astra muss es nicht unbedingt, wie in einigen Fachzeitschriften beschrieben eine 33cm Schüssel sein. Das Minimum für halbwegs durchgehenden Empfang dürfte so bei 60 cm liegen. Ab 80 cm führt dann auch ein stärkerer Regen/Gewitter nicht gleich zum Empfangsausfall. Wenn man viel verteilt, per Multischalter, sollte man auch bedenken, daß gewisse Signalverluste entstehen, die man durch eine Schüssel mit einer Nummer größer ausgleichen sollte.
    Wenn es aber wirklich einmal zu weltuntergangsähnlichen Naturphänomenen kommt hilft allerdings auch die größte Schüssel nicht mehr weiter.
    Bei der Standortwahl sollte man darauf achten, daß freie Sicht nach Süden besteht und diese auch nicht durch kleine Bäume in absehbarer Zeit zuwächst. Weil durch einen belaubten Baum, oder andere Hindernisse bekommt man je nach Verdeckungsgrad sehr wenig, bis garkeinen Empfang mehr.
    Wenn Interesse an einem noch umfangreicheren Programm besteht, sollte man sich auch Gedanken darüber machen Multifeedempfang zu nutzen. Dabei sitzen auf dem Feedarm (Ausleger) der Schüssel 2 LNBs. Damit kann dann Astra und Hotbird mit einer Schüssel empfangen werden. Der Mehraufwand bei den Installationskosten fällt dabei nicht allzustark ins Gewicht. Man bekommt aber gleich einige hundert Sender aus ganz Europa und anderen Teilen der Welt unverschlüsselt mehr rein.

    Gruß Indymal
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2005
  3. fischmar

    fischmar Neuling

    Registriert seit:
    24. Mai 2005
    Beiträge:
    2
    AW: SAT Empfang Einstieg

    Hallo Indymal,

    klasse DANKE für die ausführliche Unterstützung!!! Wobei ich denke das sich im Laufe meiner Entscheidung noch mehr Fragen stellen :)

    gruß,
    Markus
     

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