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Sanierung - Neuinstallation SAT-Anlage

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von weizendeath, 12. Oktober 2019.

  1. weizendeath

    weizendeath Neuling

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    Hallo zusammen,
    ich plane gerade die Sanierung meines Hauses inkl. Verlegung aller Kabel.
    Nun stellt sich die Frage was die bessere bzw. sinnvollere Lösung hinsichtlich eines dauerhaft stabilen Signales ist:
    a) von einem Quad LNB die vier SAT Kabel in die jeweiligen Räume separat verlegen (ich habe hier keinen Mehraufwand, da die Böden ohnehin entfernt werden) ?
    b) Unicable LNB zu einem zentralen Punkt im Haus und von dort mittels Verteiler in die Räume ?
    Vielen Dank für fachkundigen Rat !
    Gruß
     
  2. Discone

    Discone Institution

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    1. Eine SAT-Antenne muss nicht aufs Dach, Kosteneinsparungen durch nicht erforderlichen Blitzschutz: Umstieg von Kabel auf Satellit
    2. Von einem zentralen Montageort für den Multischalter alle Räume mit jeweils einer separaten Koaxialleitung versorgen, zusätzlich für jeden Raum auch eine Ethernet-Leitung (CAT7) vorsehen.
    3. Alle Antennen- und Kommunikationsleitungen in ausreichend dimensionierte Kabelschutzrohre einziehen, nach zwei bis drei Rohrbögen jeweils einen Unterputzkasten / Dosen für das Einziehen weiterer Leitungen vorsehen, damit spätere Erweiterungen problemlos ermöglichen.
     
  3. Thomas H

    Thomas H Board Ikone

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    Ohne jetzt Fachmann zu sein, würde ich würde von einem Quad LNB abraten!
    Wenn, dann ein Quattro LNB und einen Multischalter, sind auch nur 4 Kabel vom Dach.
    Das darf dann auch ein Unicable Multischalter sein.
    Für ein Haus mit z.B. 2-3 Stockwerken würde ich da einen Unicable Multischalter mit 2-3 Unicable Abgängen(einer pro Stockwerk) für je 4 bis 8 Geräte(Doppeltuner oder Quadtuner Geräte) nehmen.
    Als Beispiel soll da mal ein JPS0502-8T dienen mit 2 Unicableabgängen mit je 4 Anschlüssen.
    Und natürlich geeignete Kabel und Dosen dazu.
    Da könnte man dann pro Stockwerk dann je einen oder mehrere Verteiler setzen und von da zu den jeweiligen Dosen verkabeln.
    Und wenn du schon keinen Aufwand hast, da die Böden sowieso entfern werden, lege die kabel in Leerrohre, welche die groß genug sind und ggf. Reserven haben.
    Und terrestrisches TV und Radio würde ich ebenfalls vorsehen, das kann man am Multischalter mit Einspeisen.
    Dann geht DVB-T2, DAB+ und FM(Ukw) Empfang ebenfalls an jerder Dose.
    Die entspr.Antenne könnte man mit an den Mast der Schüssel hängen.
     
  4. weizendeath

    weizendeath Neuling

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    danke für Deine Ausführungen !
    Die Schüssel ist nicht aufm Dach, sondern an der Wand im 1. Stock und da soll sie auch bleiben.
    Es sind 2 Stockwerke mit je 2 Räumen, die einen Anschluß bekommen. Genutzt wird in allen Räumen ausschließlich TV mit integriertem DVB T2 Tuner.
     
  5. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Als Fachmann rate ich davon auch ab.
    Ja und diese bitte auch in ein gängiges Leerrohr.
    Das Gerät hat zwei Ausgänge mit je 8 Userbändern. Wäre aber auch meine erste Wahl, damit man zukunftsfähig ist.
    Dabei gilt zu beachten, dass der JPS gut 90 dBµV Ausgangspegel liefert, der Normpegelbereich für Empfangsgeräte aber von 47 bis 77 dBµV reicht. Es müssen also mindestens 13 dB an Auskoppel- und Verteildämpfung geplant sein.
    Warum aber bei insgesamt 4 Anschlüssen nicht gleich eine Sternverteilung? Da würde sich (um bei o.g. Hersteller zu bleiben) ein JRS0504-4T, ein JRS0502-4+4T oder ein JPS0502-8+4T anbieten.

    Nach DIN 18015 müssen Kommunikationsleitungen auswechselbar sein. Eine feste Verlegung ist nicht zulässig. Wenn möglich bitte 25 mm Leerrohre verwenden, damit auch noch zwei LAN-Kabel mit hindurchpassen (Netzwerkanschluss neben Antennendose vorsehen!).
    Terrestrik empfehle ich inzwischen nucht mehr, da der Aufwand zu groß und das Programmangebot zu gering ist.
    Gute Wahl, trotzdem bitte an den Potentialausgleich denken!
    Autsch, für Sat-Empfang ist DVB-S(2) notwendig, nicht DVB-T(2) [das wäre Terrestrik]! DVB-S(2) hatten die Fernsehgeräte aber schon vor DVB-T2 integriert. Prüfe das aber lieber noch einmal!

    Grüße, Klaus
     
  6. weizendeath

    weizendeath Neuling

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    Guten Morgen zusammen und vielen Dank für Eure Meinungen und Hilfestellung !
    @ Klaus: sorry, selbstredend meinte ich natürlich DVB-S2.
    @ Thomas H.: was bedeuten die 13 dB an Auskoppel- und Verteildämpfung in der Praxis ? Sind hierzu Geräte notwendig ? Wenn ja, welche ?
    Ein link wäre hilfreich.
    Welches LNB könnt Ihr für die Multischalterlösung empfehlen ?
    Ich wünsche einen angenehmen Sonntag !
    Gruß
     
  7. Discone

    Discone Institution

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    Der Aufwand ist vom Empfangsort abhängig, es gibt z.B. kompakte und aktive Combo-Antennen für DVB-T2 und DAB+ und für UKW. DVB-T2 kann über eine Koaxialleitung an mehrere Empfangsgeräte verteilt werden, entlastet mit Nutzung der freien und unverschlüsselten ÖR-Programme die SAT-Verteilung / begrenzte Anzahl von UB-Adressen (durch DVB-T2 mehr gleichzeitig nutzbare Programme, auch für Aufzeichnungen).
    Dann noch > Keine Störungen bei schwerem Gewitter via DVB T2 HD (auch Beitrag #19), DAB+ erweitert die Radio-Programmvielfalt.
     
  8. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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  9. Discone

    Discone Institution

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    Aber ich, auch bei Extremunwetter keinerlei Unterbrechungen vom DVB-T2 Empfang. :winken:
    Auch DVB-T2 Timer-Aufzeichnungen sind unterbrechungsfrei, benötigen dank HEVC weniger Speicherplatz. :)
     
  10. King W.

    King W. Senior Member

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    IRCI 5400
    Die Auskoppeldämpfung erledigt man am besten durch passende Antennensteckdosen.

    Meiner Meinung nach ist der JRS0504-4T die beste Wahl. Dieser Router hat 4 Ausgänge zu je 4 Kanälen. Lege bitte von einem zentralen Ort aus überall wo mal ein Fernseher stehen könnte, ein Kabel hin. Die Kabel führen zu je einer Antennensteckdose. Gut geeignet sind die Jultec JAD314TRS. Das sind Durchgangsdosen, die mit einem entkoppelten Widerstand als Enddosen eingesetzt werden.

    Der Vorteil: Die Dosen haben eine genau definierte Auskoppeldämpfung von 14 dB. Das vereinfacht die Pegelberechnung. Der JRS stellt an jedem Ausgang 83 dByV zur Verfügung. 14 dB schluckt die Dose, und an den Verbindungsstellen gehen erfahrungsgemäß noch ca. 2 dB verloren. Macht erst mal 67 dByV.

    Hinzu kommt die Kabeldämpfung. Bei gutem Kabel kann man mit 1dB für 3m Länge rechnen.

    Der untere Grenzwert für den Pegel sollte 53 dByV sein, wenn man berücksichtigt, dass sich eine gute Installation dadurch auszeichnet, dass von den Normwerten 47 -77 dByV ein Abstand von 3, noch besser 6 dB eingehalten wird. Jetzt ist die Rechnung einfach: Es können noch 14 dB "verbraten" werden. Zwischen Router und Antennensteckdose sind also jeweils beliebige Kabellängen bis 42 m möglich. Solche Längen kommen in EFH praktisch nie vor.

    Kleiner Tipp noch:
    Lass dir den Router auf Breitbandbetrieb programmieren und verwende ein Breitband LNB. Das wird mit nur 2 Kabeln angeschlossen. Die beiden übrigen Anschlüsse können entweder frei bleiben, oder für ein weiteres LNB genutzt werden, auch nachträglich. So hältst du dir die Möglichkeit offen, bei Bedarf auch noch einen weiteren Satelliten zu empfangen.