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RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

Dieses Thema im Forum "ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Co. - alles über Free TV" wurde erstellt von SPIDERMAN, 29. August 2008.

  1. SPIDERMAN

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    RTL: Kein Programmfenster in Österreich - Fußball-Sublizenzierung?

    RTL würde ORF1-Übernahme "prüfen

    Die RTl-Gruppe wird in absehbarer Zeit kein Programmfenster in Österreich starten, interessiert sich aber für eine Übernahme des öffentlich-rechtlichen ORF1. Stünde der Kanal zum Verkauf, würde man das "sicher prüfen", sagte die Chefin der Kölner RTL-Sendergruppe, Anke Schäferkordt, der Tageszeitung Der Standard (Freitagausgabe)

    komplette Meldung unter: S+K.de

    gruss aus NW

    SPIDY
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. August 2008
  2. jj7

    jj7 Silber Member

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    das ist doch :winken:Schwachsinn :D:D ORF1 wird in den nächsten 10 Jahren nicht zum Verkauf stehen:D:D Das ist ja fast so als ob ATV Interesse an der ARD bekunden würde :D:D:D:winken:
     
  3. SPIDERMAN

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    die Quelle steht mittlerweile da; desweiteren gab es mehrere Probleme beim Posten.

    gruss aus NW

    SPIDY
     
  4. SPIDERMAN

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    Gebührensender "privater als alle Privaten"

    RTL-Chefin Schäferkordt fehlt Glaube an eigenes Privat-TV in Österreich - Ihre TV-Rechte an der Fußball-WM für Österreich erwägt sie selbst zu verwerten, sagte sie im STANDARD-Interview

    RTL-Chefin Anke Schäferkordt fehlt der Glaube an eigenes Privatfernsehen in Österreich. Ihre TV-Rechte an der Fußball-WM für Österreich erwägt sie selbst zu verwerten, sagte Schäferkordt Harald Fidler.

    STANDARD: Im Frühjahr sagten Sie dem „Spiegel", der "Mut zum Risiko" sei bei RTL „durchaus entwickelt". Wo zeigt sich das im Programm der neuen TV-Saison?
    Schäferkordt: Jedes neue Format birgt natürlich das Risiko des Scheiterns. Egal, wie gut Sie es produzieren, egal, wie gut Sie es über qualitative Marktforschung im Vorfeld getestet haben. Jede Investition in fiktionale Unterhaltung birgt ein größeres Risiko als nonfiktionales Unterhaltung.
    STANDARD: Weil Serien, TV-Movies tendenziell teurer sind.
    Schäferkordt: Und heute mit größerem Floprisiko verbunden. Deutsche Serien wurde in den vergangenen drei Jahren nicht so stark angenommen wie früher. Wir nehmen das Risiko trotzdem weiter in Kauf. Wir glauben, dieses Genre wird wieder erstarken. Mit „Doctor's Diary" ist uns endlich wieder eine Serie mit Marktanteilen klar über 16 Prozent gelungen.
    STANDARD: Sie haben auch schon Serien nach einer Folge abgesetzt.
    Schäferkordt: Wir haben eine Serie, „Die Anwälte", nach einer Folge abgesetzt. Der Zuschauer hat schon im Vorspann abgeschaltet. Das RTL-Publikum hat die Serie bei uns nicht erwartet und sich bewusst dagegen entschieden.
    STANDARD: Sie sagten auch: Das Publikum lässt sich höchst ungern auf Neues ein.
    Schäferkordt: Das Publikum hat in der vergangenen Saison Gelerntes, Bewährtes stärker honoriert als Neues. Dass „Das Supertalent" mit 25 Prozent Marktanteil eingestiegen ist, war eine absolute Ausnahme. Aber auch Bewährtes kommt irgendwann in eine Reifephase, also brauchen Sie Frisches.
    STANDARD: Einer dieser Versuche war „Einer gegen 100". Der ORF spielt das im Hauptabend, RTL probierte es mit überschaubarem Anklang im Vorabend. Hat das Format für RTL Zukunft?
    Schäferkordt: Wir haben es um 17 Uhr aus dem Programm genommen, behalten uns aber vor, das auf einem anderen Sendeplatz aufzugreifen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Im werktäglichen Vorabend ist kein Platz, im Hauptabend sind wir mit zweimal „Wer wird Millionär" im Quizbereich so gut aufgestellt, dass das keinen Sinn macht.
    STANDARD: RTL hat in diesem Frühjahr wieder einmal durchgerechnet, ob der Konzern mit einem eigenen Programm in den österreichischen Markt geht. Offenbar lohnt sich das nicht.
    Schäferkordt: Ich kann das nicht für die RTL Group beantworten. Ich bin ein Freund funktionierender Geschäftsmodelle, die langfristig die Chance haben, in positive Zahlen zu kommen. Wenn Sie in ein attraktives Programm investieren, müssen Sie Marktanteile jenseits der fünf Prozent erreichen, um so etwas refinanzieren zu können. Bisher hat es kein österreichischer Privatsender geschafft, einen schwarzen Euro zu verdienen. Natürlich müssen Sie bei einem Start Anlaufverluste in Kauf nehmen. Aber Sie müssen den Glauben haben, dass es eine Chance gibt.
    STANDARD: Und wenn ORF 1 zum Verkauf stünde?
    Schäferkordt: Würde die RTL Group das sicher prüfen.
    STANDARD: Sie haben die TV-Rechte an 18 Spielen der Fußball-WM 2010 gekauft, inklusive jene für Österreich. Wissen Sie, ob und wem Sie diese Rechte weiterverkaufen?
    Schäferkordt: Da lassen wir uns noch Zeit. Natürlich ist das Thema Sublizenzierung noch eine Möglichkeit. Die Gespräche haben da noch nicht begonnen. Das ist ein ganz interessantes Paket. Also werden wir auf der einen Seite Nachfrage haben, auf der anderen Seite die Möglichkeit, das selbst verwerten. Da drängt so gar nichts.
    STANDARD: Welche Unterschiede sehen Sie heute zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern?
    Schäferkordt: Es hilft einem Manager ungemein, wenn ein Großteil der Einnahmen zu Jahresbeginn dank Gebühren sicher sind. Ihr Programm nähert sich in Österreich wie in Deutschland immer mehr den Privaten an. Der Programmauftrag ist zu wenig klar definiert, als dass er Grenzen zu den Privaten zieht. In der Unterhaltung sehe ich gar keinen Unterschied. Es erschwert natürlich privatwirtschaftliche Engagements, wenn Sie einen Wettbewerber haben, der mit Gebührenmitteln dasselbe oder ähnliches Programm macht. Vor dem Hintergrund wird das in Österreich auch die nächste Zeit schwierig bleiben.
    Riedler (RTL-Vermarkter): Die Programmvergleiche der Medienbehörde zeigen Jahr für Jahr, dass ORF 1 privater ist als alle Privatsender. Decken Sie die Senderlogos ab, und man sieht keinen Unterschied. Es läuft in die Richtung einer Trennung: ORF 1 privat, ORF 2 öffentlich-rechtlich.
    STANDARD: In Deutschland wurde gerade wieder diskutiert, Gebührensendern Werbung zu verbieten.
    Schäferkordt: Natürlich wäre das ein erster Schritt. Was Herr Riedler für ORF 1 gesagt hat, passt für das Programm der deutschen Öffentlich-Rechtlichen insbesondere im Vorabend, wo sie werben dürfen. Das ist privater als alle Privaten, rein auf Quote ausgerichtet.

    Quelle: (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 29.8.2008)
     
  5. stef5

    stef5 Platin Member

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    Jaja schön Geld aus Österreich mittels Werbung raussaugen aber nicht mal einen österreichichen Wetterbericht bieten, Saftladen... :wüt:
     
  6. John_Galt

    John_Galt Gold Member

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    Absolute Zustimmung. Das sollten mal alle ÖRR-Romantiker zur Kenntnis nehmen, wenn sie wieder auf den privaten, werbefinanzierten Sendern rumhacken.
     
  7. SPIDERMAN

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    mal ein kurzes Beispiel noch:

    am 1. und 2. September kommt der Film

    DER BIBELCODE

    jeweils um 20:15 Uhr im deutschen Free-TV und auch parallel in ORF 1 ;

    wenn ihr die Wahl hättet ; diesen Film euch anzuschauen;

    wo würdet ihr den Film sehen wollen ; in Deutschland schön werbeverseucht oder ohne Werbung im ORF ?

    Bitte um eine ehrliche Antwort ; danke schon mal im Voraus.


    Diese Überschneidungsliste ORF / Free TV Deutschland lässt sich beliebig fortsetzen.

    gruss aus NW

    SPIDY
     
  8. Kellerkind

    Kellerkind Wasserfall

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    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    Dieser Spurch ("nähert sich an") ist schlicht zu platt und viel zu vereinfachend. Die will eine strickte Trennung, wo keine möglich ist, weil der Zuschauer auf der Gegenseite das verbindene Element ist.

    Das Geschäftsprinzip der Privaten beruht darauf, mit viel Trommelei Zuschauer einzusammeln. Inhalt egal. Es ist kein Geheimnis, dass das Niveau auch deswegen gesunkenen ist und sich der Zuschauer und dessen Mediennutzungsverhalten deswegen verändert hat. Wenn die Privaten also oberflächlich attraktive Programme machen, wie sollen die ÖR mit einen drögen Langweilerprogramm dagegen ankommen? Das geht nicht. Also kommt man den Privaten in manchen Bereichen tatsächlich entgegen. Welche Wahl hat man denn? Davon abgesehen kann ja wohl in den Bereichen Lizenzfilm und -serie keineswegs von Annäherung sprechen. Und gerade dort wäre sie mal nötig.
    Solange aber RTL aus Versehen für Rechtsaußen wirbt und Supernanny und Co Maximalauswüchse im Bereich Dokumentation sind, sollte Frau Schäferkordt den Mund nicht so voll nehmen. Sie bemängelt, dass es in der Unterhaltung keinen Unterschied gäbe. Das kann schon wegen unterschiedlicher Altersausrichtung nicht stimmen. Abgesehen davon hat sogar das Erste (das RTL für Alte) noch Inhalte abseits der Unterhaltung. Kann man von RTL nicht behaupten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. August 2008
  9. jj7

    jj7 Silber Member

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    Österreich
    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    95% Zustimmung!:winken:
    Wobei ich mich schon bei manchen Programmen auf ORF1 frage, was die dort zu suchen haben. Z.B. Californication passt imho nicht in das Programm von ÖRs. Nicht falsch verstehen, habe die erste Staffel mit Begeisterung auf AXN geschaut. Aber das ist jetzt weder die supererfolgreiche Serie, die man eben einem breiten Publikum in Österreich präsentieren sollte (damit auch die Leute hier mitreden können);), noch eine sonderlich anspruchsvolle Serie wie z.B. Rom oder zuletzt Damages.
    Genauso die ganzen Casting, Dancing und was es sonst noch so gibt -Shows. Diejenigen, dies interessiert werden im Privatfernsehen mehr als nur bedient. Auf ÖRs haben die m.E. nichts zu suchen.
     
  10. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: RTL würde ORF 1 Übernahme "prüfen"

    Hast du von der chefin eines privatTV senders etwas anderes erwartet?

    Die rtl chefin wird von vielen seit der Verschlüsslungs LÜGEREI eh nicht mehr ernst genommen.
     

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