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Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland"

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 8. Februar 2009.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Halle/Saale - Während in großen Teilen Europas die Digitalisierung des Rundfunks bereits Geschichte ist, hinkt Deutschland hinterher. Die Initiative Marketing Digital Radio will dies ändern.

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  2. borg2

    borg2 Platin Member

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland


    Wie bei der Digitalisierung des TV-Empfangs in den USA?


    Komisch, egal mit wem ich in Frankreich, Spanien, Schweiz, Grossbritannien und Italien rede, treffe oder besuche, alle haben noch die "alten" Radios im Auto, die alten Stereoanlagen im Wohnzimmer, ganz zu schweigen von den vielen kleinen Empfängern, Kofferradios und Gettoblaster. Selbst RDS sieht man seltener wie hier in Deutschland. Auch in Geschäften, von den grossen Märkten bis zum kleinen Händler um die Ecke, Supermarkt etc. haben fast nur UKW-Empfänger - mehrheitlich sogar ohne RDS, nur mit Frequenzeinstellung. Klar, gerade von den "Computerisierten" hört sich auch der eine oder andere mal über IP einen speziellen Sender an. Aber sobald es um "normales" Radio mit Nachrichten, Kommentaren aus dem eigenen Land und der eigenen Region geht mit einigermassen gefälliger Musik, ist UKW am Zuge; selbst Radio über Astra&Co. (oder in Berlin über DVB-T) wird zwar neben dem TV-Ton mit in die teils vorhandenen Surroundreceiver eingespeist, trotzdem bleiben die Settopboxen in der Regel aus, wenn mann/frau "nur" Radio hören will, es wird der eingebaute UKW bzw. RDS-Tuner genutzt. Vor allem empfangen auch in Haushalten mit entsprechenden Sat, DVB-T und sogar Kabelempfangswegen die grosse Mehrheit der Radioempfänger (Küchenradio, Duschradio, Kofferradio im Bastelkeller und auf dem Balkon, alter Gettoblaster im Bügelzimmer, Autoradios, MP3-Player mit eingebautem Radio, Handy mit Radioempfänger, je ein Radiowecker für Mann und Frau, Helmradio, u.v.m.) über UKW - Das Verhältnis analogern Antennenempfangs zu Alternativempfangswegen (Kabel, Sat, DVB-T, DAB, IP) liegt bei durchschnittlichen Haushalten in der Regel mindestens bei 6:1.
    DAB/Digital-Radio "geniesst" bei den mir Bekannten im Ausland ein genausogrosses Nischendasein wie hier in Deutschland, gerade mal 4 Personen in meinem Bekanntenkreis haben einen DAB-Empfänger in die HiFi-Anlage im Wohnzimmer mit eingebunden, wobei auch dort mehrheitlich der DAB-Empfänger aus bleibt und bei "normalem" Radioemfang nur der Receiver über den eingebauten UKW-Tuner betrieben wird. DAB wird allenfalls mal beim gezielten Hören eines Konzertes genutzt. Das Ursprünglich geplante Aufzeichnen in hoher Qualität findet aus Bequemlichkeit bzw. Schwerpunktverlagerung (Familie) so gut wie nicht mehr statt. Und selbst die mir bekannten Berliner welche über DVB-T zusätzlich Radio empfangen können, nutzen diesen RADIO-Empfangsweg kaum bis nie: Warum den Fernsehapparat zum Radiohören einschalten?
    Ein Lösung wie bei der Analogabschaltung des Antennen-TV mit zusätzlichen Settopboxen ist bei der Vielfalt von "klassischen" Rundfunkempfängern, vor allem einfachsten <10Euro-Geräte (oder auch Uraltgeräte die man seit der Jugendzeit noch auf dem Balkon oder im Hobbykeller einsetzt) unrealistisch.
    Und wenn man sich selbst seit der "erfolgreichen" DVB-T-Umstellung bei der Mehrheit der Zwangs-DVB-Tlern, genauso bei vielen langjährigen Satnutzern umhört, ist die zusätzliche Set-Topbox die nicht nur am Wohnzimmer-TV sowie Video- oder Festplattenrecorder sondern sogar im Schlafzimmer benötigt wird, immer noch ein extremer Störfaktor.
    Zwar sind in der Regel der Herr im Hause von der grösseren Programmvielfalt und die Kinder von der Empfangsmöglichkeit irgendwelcher Musikkanäle begeistert, aber sobald es sich "normale" Menschen handelt, die einfach nur Fernsehen wollen, nimmt die Akzeptanz der Zusatzgeräte mit immer mal wieder rausrutschenden Scartsteckern etc. deutlich ab. Und da erst seit Kurzem aus preiswertere TV-Geräte auf den Markt kommen, welche zumindest über eingebaute DVB-T Empfänger oder im idealfall sogar Sat-Tuner verfügen, sind somit nicht nicht nur die Besitzer von TVs aus dem verg. Jahrtausend auf diese unbeliebten externen Boxen angewiesen, sie müssen gerade bei denen die erst in den vergangenen 2 Jahren einen neuen TV angeshcafft haben auch noch einige weitere Jahr(zehnte) mit den externen Krücken arrangieren, oder in die ebenfalls kostenintensiven Kabelabos investieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2009
  3. 8°Ost_ 50°Nord

    8°Ost_ 50°Nord Junior Member

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Wir brauchen keinen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland. Gemeint ist hier der Tonrundfunk. In Deutschland gibt es 300 Mio. Tonrundfunkempfänger, UKW, in Auto, Bad, Wohnzimmer, Gästzimmer, Schlafzimmer, Küche... 99% der Menschen sind sehr zufrieden mit UKW, abgesehen davon, dass man durch eine gerechtere Verteilung der UKW Frequenzen etwas zusätzliche Kapazität gewinnen könnte. Für die Leute, denen UKW nicht reicht, bietet das Internet 10.000 frei empfangbare Digitalradiostationen. Internetradios sind ab 100 EUR unsubventioniert erhältlich und werden gut angenommen. Die Zukunft sind kombinierte Internet- / UKW Radios. Für die üblichen Programme ist UKW völlig ausreichend, und wer einen exotischen Kanal hören will, kann auf das Internet ausweichen. Auch für Kfz werden UKW / Internetradio- Kombinationen bereits entworfen und sind in der Oberklasse bald serienmäßig. Daneben gibt es einen in Europa und Deutschland gescheiterten Standard namens DAB. Über die Gründe des Scheiterns könnte man seitenweise schreiben, dafür ist hier kein Raum. In diese gescheiterte Technik wurden 300 Mio. deutsche Gebührengelder versenkt. Jeder Kaufmann weiß: schlechtem Geld wirft man kein gutes hinterher. Dass es noch "Initiativen Digitalradio" o.ä. gibt, die in einem letzten Aufbäumen versuchen, ihre mittlerweile veraltete Technik schön zu reden, sollte nicht dazu führen, dass noch ein weiterer Euro in dieses Digitalradiograb gepumpt wird. Digitalradio ist die Zukunft, aber unsubventioniert und aus dem Internet via IP, wo Techniken wie IP Multicast effiziente Verbreitungswege für digitalen Rundfunk bieten. Dem Bürger kommt es letztlich nicht darauf an, ob er digital oder analog hört. Er will gute Programme und da hat er bei UKW 10-30 zur Auswahl und im Internet 10.000. Es ist also für jeden etwas dabei und weitere "Initiativen" brauchen wir nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2009
  4. Manfred Z

    Manfred Z Board Ikone

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Soll das jetzt die 133. Anti-Digitalradio-Agitation werden?

    Kommt ihr euch dabei nicht blöd vor?

    Habt ihr keinen Frisör, dem ihr das erzählen könnt?

    Langweilt ihr euch?
     
  5. LHB

    LHB Institution

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    blödsinn. muss man doch garnicht.
     
  6. ackerboy

    ackerboy Wasserfall

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Naja.
    Meine Meinung: Digital-Angebot ja! Für bessere Qualität und größere Vielfalt. Welcher Standard auch immer. Aber: UKW-Abschaltung nein! Aus vielfach genannten Gründen. Eine Umstellung auf rein digitalen Hörfunk hätte exakt eine Begründung: Großsubvention für die Hersteller der Geräte.
     
  7. emtewe

    emtewe Lexikon

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Sprichst du zum Newsfeed? Der hat doch angefangen! :D

    Gruß
    emtewe

    PS: Dagegen! :winken:
     
  8. kahepr

    kahepr Senior Member

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Völlig richtig:
    Wir brauchen KEINEN Digitalisierungsplan für den digitalen HÖRFUNK in Deutschland!

    Was jedoch das FERNSEHEN anblangt: Hier ist ein Digitalisierungsplan unbestritten erforderlich.

    DF sollte sich zurücknehmen in der irrigen Auffassung, dass DIGITAL immer was tolles und vom Verbraucher unbedingt Gewolltes sein muss!!!!!!!!!!!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2009
  9. frankie292

    frankie292 Guest

    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Es ist so ein Kreuz mit Technologien, die unbestreitbar große Vorteile bringen, wie einen stabilen mobilen Empfang und verbesserte Audioqualität, aber dennoch vom Publikum nicht angenommen werden. In GB sind zwar inzwischen Millionen DAB Empfänger im Umlauf, aber so richtig durchgesetzt hat sich DAB dort auch nicht, obwohl man dort vieles besser gemacht macht (landesweite Multiplexe, zusätzliche Programme).
    Dennoch finde auch ich, dass man diesen Weg gehen muss. Gegen digitalisierten Rundfunk wird immer wieder agitiert, so viel Leidenschaft gegen HDTV habe ich bislang nicht finden können, obwohl es hier Parallelen zu DAB gibt. In D hat man vielleicht 100.000 Haushalte, die HDTV beziehen, in GB vielleicht eine Million eher deutlich weniger, dennoch verlangt keiner Abschalten, da es kaum einer will.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Februar 2009
  10. emtewe

    emtewe Lexikon

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    AW: Richter: "Wir brauchen einen Digitalisierungsplan für den Rundfunk in Deutschland

    Ich habe nichts gegen Digitalradio, da können die von mir aus senden was sie wollen und soviel sie wollen - solange UKW nicht abgeschaltet wird. Ich habe noch Radiowecker, Autoradio und Handyradio die ich täglich nutze, das würde ich mir nur ungern nehmen lassen.

    Was würde die Einstellung des UKW Rundfunks eigentlich für das normale TMC eines Navis bedeuten. Werden die Informationen nicht kodiert im analogen Radioprgramm ausgestrahlt?

    Gruß
    emtewe
     

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