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Regierungsfeindliche Krawalle in Budapest -150 Verletzte

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von gabbiano, 19. September 2006.

  1. gabbiano

    gabbiano Junior Member

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    Budapest (Reuters) - Bei den schwersten Unruhen der postkommunistischen Ära sind in der ungarischen Hauptstadt Budapest mehr als 150 Menschen verletzt worden.

    Die staatliche Nachrichtenagentur MTI berichtete am Dienstagmorgen von 102 verletzten Polizisten, die sich Straßenschlachten mit regierungsfeindlichen Demonstranten geliefert hatten. Zudem seien 50 Demonstranten verletzt worden. Die Protestierenden hatten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany gefordert. Der hatte in einem der Presse zugespielten Tonbandmitschnitt eingeräumt, im Wahlkampf gelogen zu haben, um sich die Wiederwahl zu sichern. Der sozialistische Regierungschef will sich jedoch dem Druck der Straße nicht beugen. Er kündigte an, hart durchzugreifen und eine politische Krise in dem östlichen EU-Mitglied abzuwenden. Für den Vormittag war eine Sitzung des nationalen Sicherheitskabinetts angesetzt, um über die Ausschreitungen zu beraten.

    Die aufgebrachte Menge hatte während der Unruhen das Gebäude des staatlichen Rundfunks gestürmt. Der Sendebetrieb wurde vorübergehend unterbrochen. Am Morgen beruhigte sich die Lage indes und die Demonstranten verließen das Gebäude.

    Gyurcsany war in die Kritik geraten, nachdem ein Tonband aufgetaucht war, auf dem er freimütig bekannte, er habe den Wählern vor der Abstimmung im April mehrfach die Unwahrheit gesagt. Am Montag hatten sich daraufhin rund 10.000 Menschen vor dem Parlament versammelt. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Menge aufzulösen. Die Polizei sprach von den schlimmsten Ausschreitungen in Ungarn seit 1984, als kubanische Arbeiter für Unruhe sorgten.

    Die Demonstranten hatten das Gebäude des Fernsehsenders zunächst angegriffen und in Brand gesteckt. Allerdings war das Feuer bereits gelöscht, noch bevor sie in das Gebäude eindrangen. Einige Demonstranten griffen zudem eine Gedenkstätte für russische Soldaten an, die 1945 in Budapest einmarschiert waren. Unter den Demonstranten waren nach Angaben von Augenzeugen auch einige Rechtsextremisten.

    Gyurcsany regiert in Ungarn gemeinsam mit der Allianz Freiheitlicher Demokraten, die ihm umgehend den Rücken stärkten. "Es wäre doch höchst unverantwortlich, wenn der Ministerpräsident jetzt zurücktreten würde. Der Regierungschef ist rechtmäßig gewählt und sollte sein Programm weiter umsetzen", sagte Liberalen-Chef Gabor Kuncze am Dienstag in einem Interview. Die Oppositionsparteien Fidesz und Demokratisches Forum Ungarns forderten hingegen den Rücktritt des Ministerpräsidenten. Die Landeswährung Forint gab als Reaktion auf die Proteste zum Euro nach.

    In einer Umfrage des Instituts Szonda Ipsos hatten sich am Montag 43 Prozent der befragten Ungarn ebenfalls dafür ausgesprochen, dass der Regierungschef seinen Sessel umgehend räumen solle. 47 Prozent sind hingegen dafür, dass er bleibt. Gyurcsany hat sich das Ziel gesteckt, mit Steuererhöhungen und drastischen Sparmaßnahmen das gewaltige Haushaltsdefizit Ungarns abzutragen. Im Wahlkampf hatte er jedoch noch Steuererleichterungen versprochen. - Gergely Szakacs -


    © Reuters 2006.



    Übel übel ....... das mit den falschen Versprechen kommt mir aber bekannt vor.
     
  2. Oberpfälzer

    Oberpfälzer Senior Member

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    AW: Regierungsfeindliche Krawalle in Budapest -150 Verletzte

    Mir auch. Ich erinnere nur an Müntefering, der es unfair findet, an den Wahlversprechen gemessen zu werden.
     
  3. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    AW: Regierungsfeindliche Krawalle in Budapest -150 Verletzte

    Tja, wenn die ungarische Regierung pfiffig ist werden die Demonstranten einfach als "Terroristen" deklariert und schon ist Ruhe im Karton! :)
     
  4. gabbiano

    gabbiano Junior Member

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    Essen
    AW: Regierungsfeindliche Krawalle in Budapest -150 Verletzte

    Und dann ab nach Guantanamo mit ihnen! :D:D
     

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