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Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von DudeEckes, 28. September 2006.

  1. DudeEckes

    DudeEckes Senior Member

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    Nun werden mich die DAB-Freunde wohl über dem Feuer langsam rösten wollen, nur so langsam frage ich mich, wo die DVB-T Radiolobby sich in unserem Lande versteckt?

    Berlin schreitet wohl mit großen Schritten voraus, aber im restlichen Deutschland herrscht Funkstille.

    Abgesehen von akademischen technischen und techologischen Auseinandersetzungen spricht die hohe Durchdringung von DVB-T Receivern - sei es als Set-Top Box oder als Computererweiterung - zum Discountpreis doch eindeutig für eine Forcierung von Radio über DVB-T. Wenn man sich die Preise für DAB Radios so ansieht, dann steht diese zusätzliche Investition doch in keinerlei Verhältnis zu den Sendervielfalt, die angeboten wird.

    Als kleiner Seitenhieb sei mir erlaubt, daß mir zwei DAB-Radios ins Auge fielen, die 6 (in Worten: sechs) Senderspreicher boten. Also das läßt ja wirklich für die Zukunft hoffen.

    Daher also meine Frage: Radioliebhaber in Deutschland, wo seid ihr?
     
  2. Griga

    Griga Silber Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Die hören alle UKW. Neuerdings mit dem Handy oder dem mobilen MP3-Player. Das dumme bei DVB-T Receivern ist, dass sie so schlecht in die Hosentasche passen.

    Für den stationären Radioempfang via DVB-T gibt es jedoch eine bestechend einfache Lösung, auch außerhalb von Berlin: Den Receiver an die Audio-Anlage anschließen und das Bild weglassen. Schon hat man z.B. Viva-Radio... ein Haufen visueller Belästigung bleibt einem dabei erspart. Dazu Filme mit Audiodeskription für Sehbehinderte, die locker als Hörspiele durchgehen können. Was will man mehr? :)

    Scherz beiseite: Radio bei DVB-T auszuklammern, nur um DAB künstlich am Leben zu erhalten, finde ich auch blödsinnig. Wenn ich nicht über Satellit so eine reiche Auswahl hätte, würde es mich richtig ärgern. Die DAB-Vorteile gegenüber DVB-T beim Mobilempfang sind zwar ein Argument, die DAB-Vorteile gegenüber UKW scheinen bei den Verbrauchern jedoch nicht wirklich zu ziehen... also was soll's?
     
  3. DudeEckes

    DudeEckes Senior Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Ne, ist klar, und dann noch Rockpalast, und einmal im Jahr auf 3sat am 1. Mai "pop" und das reicht dann bittesehr auch wieder ;-)

    Aber doch, es ist Wasser auf meine Mühle, daß es noch andere gibt, die an diesem Schicksal teilnehmen.

    Im Kern sind es wohl wirklich wirtschaftliche Interessen, die so lauter nicht sein können. Soll etwa eine Fehlinvestition durch Blockaden gemildert werden?

    Mal sehen, wer da der zuständige Landtagsabgeordnete ist ;-)
     
  4. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    In meine augen hat radio über dvb-t nichts zu suchen.

    DAB oder DMB reichen...
     
  5. Griga

    Griga Silber Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    In den Augen von Radiohörern, die bereits mit einem DVB-T-Receiver einen potentiellen Radioempfänger haben, und dann unsinnigerweise für digitales Radio ein weiteres Gerät erwerben müssen, schon.
     
  6. DudeEckes

    DudeEckes Senior Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Digitales Radio in Vielfalt und für die breite Maße erfreut sich doch nicht zuletzt dank der Verbreitung über DVB-S großer Beliebtheit.

    Wenn man nun schon als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt das Ziel hat, Programm für die Hörerschaft statt für die Werbekundschaft zu gestalten, sollte einem die Reichweite sehr am Herzen liegen.

    Es ist also ökonomischer Unsinn, die Barriere höher zu legen als unbedingt nötig. Sprich: ein neuer Empfänger ist eine Einstiegshürde, die zu nehmen guter Gründe bedarf. Eine Senderauswahl von acht Sendern (wenn ich richtig erinnere) ist sicherlich keine solche Motivation.

    Was ökonomisch schon mehr Sinn macht, ist Protektion von Investitionsausgaben - auch wenn diese Investition sich objektiv als das falsche Pferd erweist. Es bleibt die Frage nach der richtig Lobbyarbeit, die wohl die Firmen, die sich bei DMB, DAB & Co. engagieren, besser leisten.
     
  7. PapaJoe

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    unter Strafe zu stellen.
    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Solange UKW On Air ist, wird sich Radio über DVB-T oder DAB kaum durchsetzen.

    Ganz abgesehen davon, dass UKW trotz Soundprozessoren immer noch besser
    klingt als die bei letzterem verwendeten 128 oder 192 kbps.

    Für beste Qualität braucht man halt DVB-S, wobei ich bei den Sendern auf
    dem ARD-Transponder manchmal den Eindruck habe, dass das gesendete
    Ausgangsmaterial nicht den dann übertragenen 320 kbps entspricht.

    :LOL:
     
  8. Griga

    Griga Silber Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Via DVB-T würde es sich schnell durchsetzen, weil schon Empfänger in ausreichender Zahl im Volk verbreitet sind. Was man nicht extra bezahlen muss, nimmt man gerne in Anspruch :) und das wäre dann das voraussichtliche Ende für DAB.

    Der Irrsinn besteht ja gerade darin, dass Radio via DVB-T nicht gemacht wird, weil es vermutlich erfolgreich(er als DAB) wäre.

    Ein paar kbps muss man noch wegen dem enthaltenen Radiotext abziehen. Ich glaube, ich hatte mal 5 kbps oder so für die RDS-Rate ausgerechnet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2006
  9. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Trotzdem hat es für mich dort nichts zu suchen.

    DVB-T ist fernsehen und nichts radio.

    Viele hören doch so oder so kein radio über den receiver sondern direkt über das gute alte radio.

    Das radio will ich sehen welches einen dvb-t receiver ebsitzt...
     
  10. DudeEckes

    DudeEckes Senior Member

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    AW: Radio via DVB-T - gibt es wirklich keine Lobby?

    Mit Verlaub, Sebastian, recht stichhaltig ist deine Argumentation aber nicht. DVB-S und -T unterscheiden sich so grundlegend nicht. Und Radio via DVB-S kann durchaus Beliebtheit unterstellt werden.

    Daß nun das Dampfradio in der Küche nicht aus dem Fenster fliegt, liegt auf der Hand. Und ob Staumeldungen per DAB genüßlicher sind als per UKW möchte ich stark anzweifeln.

    In anderen Ländern ist Radio via DVB-T üblich, nur in Dtld. mag das keiner sehen.

    Ferner denke ich, daß auch bei -T Radio als Zusatznutzen wahrgenommen wird. Eine neue Geräteklasse, DVB-T Radios, wird es kaum geben. Die wären das Fahrrad für den Fisch.
     

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