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Radio OHNE BOHREN durch die Wand übertragen (Kabelanschluss)

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von Gummibaer, 27. Mai 2004.

  1. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
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    Hallo!

    Meine Freundin ist Zwangs-Kabel-"beglückt" und wenn man den Kram schon zahl, sollte man ihn auch nutzen. Also dachte ich mir, man könnte das Küchenradio auch mal per Kabelanschluß versorgen.

    Nun soll eine Bohrung möglichst vermieden werden, da nicht bekannt ist, wo das Kabel zum Herd und evtl. noch weitere Kabel in der Wand verlaufen.

    Ich dachte mir folgendes:

    Man nehme ein Koax-Kabel (sagen wir 70 cm lang) und schließe eine Ende der Abschirmung an die Abschirmung der Antennendose, das andere Ende der Abschirmung an den UKW-Ausgang der Antennendose.

    An den beiden Enden des Innenleiters kann man nun das UKW-Radio im Wohnzimmer anschließen und hat dafür gleich einen Mantelstromfilter gebaut, aber das nur nebenbei.

    Jetzt wird dieses 70 cm Koax-Kabel aufgewickelt, sagen wir mit 3 Windungen und ebenso kommen hinter die 16 cm dicke Wand in die Küche an gleicher Position 3 Windungen irgendeines Kabels und daran dann (per Antennenstecker) das Küchenradio.

    Soweit so gut, ich bin mir ziemlich sicher, dass das zumindest halbwegs funktionieren wird, dass das UKW-Kabelsignal dabei natürlich auch etwas in die Umgebung abgestrahlt wird ist ganz egal, die Kabel sind eh' bekanntermaßen alle undicht und besonders weit geht es ja auch nicht.


    Nur wie kann man optimal verhindern, dass das Küchenradio auch die terrestrischen Frequenzen empfängt?

    Ist es für diesen Durch-die-Wand-HF-Trafo, bzw. einen auf diese Weise gebauten Mantelstromfilter überhaupt nötig, dass er eine halbwegs resonante Länge hat? Man könnte dann ja z.B. auch für die Kabel 1 m Länge verwenden, um die Windungen auf der Seite mit dem Küchenradio möglich kein terrestrisches UKW einfagen zu lassen.

    Also die Fragen nochmal konkret:
    1.) Ist es bei einem wie oben beschreiben aufgebautem Mantelstromfilter nötig, bzw. von Vortei, eine resonante Länge zu verwenden

    2.) Macht eine resonante Länge in dem beschriebenen speziellen Fall, in dem das Koaxkabel ja auch als Sendeantenne wirken soll Sinn

    3.) Wie stellt man es am besten an, dass möglichst wenig terrestrsiches UKW von der Empfangsseite eingefangen wird

    4.) Welche besseren Möglichkeiten, das UKW-Kabelsignal zu senden gibt es eventuell? Ginge z.B. ein 70 cm langer Draht auf beiden Seiten der Wand besser? (die Antennendose sollte ja eigentlich dafür sorgen, dass die von der Sendeantenne empfangenen UKW-Frequenzen nicht zurück ins Kabel gehen)
     
  2. ingomd

    ingomd Silber Member

    Registriert seit:
    19. Dezember 2002
    Beiträge:
    918
    Ort:
    Magdeburg
    Stecke einen 1.40m langen Draht in die Antennenbuchse und fast die gesamte Wohnung ist "erstrahlt" mit den Kabelradioprogrammen.Dann brauchste nur noch die Teleskopantenne vom Küchenradio auszuziehen. winken
     
  3. Roger 2

    Roger 2 Guest

    Genau das ist verkehrt, das gibt nämlich den "Mischmasch", den Gummibär nicht haben will...
    Du musst die Teleskopantenne ganz abschrauben und einen einpoligen Draht zur Antennendose legen, sobald Du über die Luft gehst, hast Du auch die terrestrischen Sender automatisch drauf

    <small>[ 27. Mai 2004, 17:33: Beitrag editiert von: Roger ]</small>
     
  4. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Wobei ja im großen und ganzen bei den Frequenzen schon drauf geachtet wird, dass im Kabel die Frequenzen nicht benutzt werden, die terrestrisch empfangbar sind. Aber es liegt natürlich dann sehr dicht beieinander.

    Ausserdem sollte der Empfang rauschfrei sein. Das mit dem Draht in die Antennendose hatte ich schonmal ausprobiert, als wir noch Kabel hatten. Ergebnis: einige wenige Sender waren in mäßiger Qualität durch die Luft empfangbar.
    Auch ohne Draht kann man übrigens in fast allen Kabel-Gegenden mit dem Autoradio Sender empfangen, deren Frequenz terrestrisch frei ist: in Hannover z.B. RTL auf ich glaube 107,20 oder 107,70 oder so.

    Ist denn bei so einen Durch-die-Wand-Trafo nun eine resonante Länge von Vorteil?

    Ich rechne das für 1/4 Lambda so aus: 300/Frequenz/4*Verkürzungsfaktor
    (300 ist die Lichtgeschwindigkeit in Mega-Meter pro Sekunde)

    Der Verkürzungsfaktor für Kuper ist AFAIK 0,83, bei manchen Kabeln auch 0,85, jedenfalls in dem Dreh.

    (108-87,50)/2 + 87,50=97,75 MHz ist die Bandmitte.

    Ergibt sich für die resonante Länge:
    300/97,75/4*0,83=0,63682864450127877237851662404092 m

    Also für
    Lambda/4=63,68 cm
    Lambda/2=127,37
    Lambda=254,73 cm

    Als optimale Sendeantenne kommen also diese Längen in Frage. (Nicht 1,4 m)

    Weiß der Geier, wieso die Wurfantennen bei Radios alle 72-74 cm, manchmal auch knapp über 80 cm haben. Das ist jedenfalls keine resonante Länge, eben wegen des Verkürzungsfaktors (siehe Rothammels Antennenbuch oder google)
    Ich konnte dies auch sehr schön nachvollziehen, indem ich meinen alten Sony-Tuner mit db-Pegelanzeige hergenommen habe und in 5 mm Schritten einen starren Kupferdraht (mit der Borhmaschine aus normalen Installationskabel zu einer geraden Stange gedreht/gezogen) so lange abgeschnitten habe, bis der Pegel sein maximum hatte. Für radio ffn (101,90 MHz) sind das ca, 61 cm für Lambda viertel. (Seit es wieder ab und zu Frühstyxradio gibt, kann man ffn ja mal wieder einschalten)

    Der Pegel ist 58 db! Mit der beigelegten Wurfantenne (ein einfaches Kabel mit etwas mehr als Lambda/2) sind nicht mehr als 46 db zu erreichen, auch nicht nachdem ich es auf Lambda/2 * Verkürzungsfaktor gekürzt habe.
    Offenbar spielt der Drahtdurchmesser eine gewichtige Rolle (dicker=besser) und evtl. ist es ja so, dass Lamba/4 für solche einfache Antennen am optimalsten ist.
     
  5. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Ach ja, noch was: was ist effektiver:

    Die 63 zu einer Windung (also nur ein Kreis sozusagen) "aufwickeln" oder zu 2 Windungen?

    Hat es (für das Senden durch die Wand) einen Vorteil, wenn die Windungen enger sind?

    (Für die Mantelstromfilterfunktion dieser Sendespule hat macht es sicher keinen Unterschied)
     

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