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Produktivität und Verteilung der Arbeit

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Idiot, 9. Januar 2008.

  1. Idiot

    Idiot Senior Member

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    435
    Ort:
    Rhoi-Maa-Gebiet
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    In einem anderen Thread gelesen:
    Ich war in den letzten 2 Jahren u.a. deshalb kaum hier im Forum, weil ich meist zu den "20%" gehöre, die arbeiten... (die Zahlen setze ich in Klammern, weil ich sie für etwas plakativ halte, aber keine besseren Werte weiß)

    Natürlich gehören zu den "80%" nicht nur Arbeitslose, sondern auch Rentner, Kinder, Hausfrauen etc (evtl sogar Urlauber???). Dennoch stellt sich die Frage, ob es irgendwie möglich ist, die Arbeit "etwas gerechter zu verteilen". Z.B. in Teilen der IT-Branche werden z.Zt. händeringend Mitarbeiter gesucht - nur der Markt ist leer. Gerade für Beratertätigkeiten, die mit vielen Reisen zu Kunden verbunden sind, finden sich kaum noch Leute. Dabei sind die Gehälter nicht schlecht...

    Wie kann man es schaffen, eine ausreichende Anzahl an Arbeitslosen für solche gesuchte Tätigkeiten zu interessieren + qualifizieren, damit die Unternehmen ihren Bedarf an Arbeitskräften decken können und die aktuellen Arbeitskräfte nicht wesentlich mehr als 40h/Woche arbeiten müssen?

    Hätten die hier im Forum vertretenen Arbeitssuchenden bei entsprechender Ausbildung überhaupt Interesse an einem Job, bei dem man oft von Mo-Fr irgendwo in D oder darüber hinaus bei einem Kunden arbeitet und oft nur am Wochenende zu Hause bei seiner Familie ist (bei entsprechendem "Schmerzensgeld")? Wäre Interesse an entsprechenden Ausbildungsangeboten vorhanden? Die IT-Branche soll dabei nur als Beispiel gelten, es gibt auch in komplett anderen Branchen vergleichbare "Reisetätigkeiten", bei denen oft noch Leute gesucht werden.

    Wären die Vielbeschäftigten hier im Forum bereit, ihre Arbeitszeit oder ihre Produktivität (bei dann niedrigerem Bruttolohn) zu reduzieren, wenn dadurch die Arbeitslosigkeit sinken würde, die SV-Beiträge und Steuern den sinkenden Kosten entsprechend gesenkt würden (ich weiß, letzteres ist mit Politikern nur schwer zu machen...) und am Ende netto fast das Gleiche herauskäme?
     
  2. Kanalratte

    Kanalratte Silber Member

    Registriert seit:
    26. Mai 2004
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    892
    Ort:
    Hannover
    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Eines der Probleme unseres Wirtschaftssystem ist:
    Nicht alles was volkswirtschaftlich sinnvoll ist, bringt betriebswirtschaftlich auch was in die Kasse.
    Aber sag es blos nicht weiter.:)
     
  3. RH_FCB

    RH_FCB Guest

    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Denke schon, daß dies die Menschen wissen. Es ist halt lukrativer 70 Runden im Kreis zu fahren, als die darunterliegende Asphaltdecke zu erneuern.
     
  4. fenerdelisi

    fenerdelisi Junior Member

    Registriert seit:
    26. November 2007
    Beiträge:
    25
    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Ich denke, dass für so eine Arbitsteilung zunächst einmal die Basis fehlt.

    Wenn wir bei der IT-Branche als beispiel bleiben: Um hier arbeiten zu können braucht man Grundlagen, die bereits in der Schulausbildung geschaffen werden müssen. Ich kenne jetzt den prozentualen Anteil der Arbitslosen über 40 nicht aber wenn dort erstmal diese Grundlagen fehlen, ist es sehr schwer sie dort zu beschäftigen.

    Aber allgemein betrachtet muss ich noch dazu sagen, dass diese Umstellung der wirtschaftlichen Strukturen sehr schwer umzusetzen wären und man sicherlich auch mit Abstrichen rechnen muss. Langfristig gesehen ist es sicherlich machbar.
     
  5. satfan

    satfan Senior Member

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Klar ist es grundsätzlich möglich so auf 1 Euro Basis und und zusätzlichen Bedingunglosen Grundeinkommen wie das geplante Bürgergeld . Mit erhöhter Fähigkeit nach einer Einarbeitung wird dann mehr als 1 Euro bezahlt.

    Rechtstreit wird es auch kaum geben da das Bürgergeld ein bedingungsloses Grundeinkommen ist hat man leichter die Möglichkeit zu verhandeln mit seinem Chef. Hätte man diese 1 Euro Jobs so, oder in ähnlicher Form planen können.
    Bedingungsloses Grundeinkommen mal in Anführungszeichen voraussetzung könnte zumindest eine abgeschlossene Lehre oder 2 jahre 1 Euro Job sein.
    Aber da geb ich Kanalratte recht es ist leichter noch 30 Jahre weiter im Kreis zu fahren wenn der Asphalt Kapput ist eben mit Geländewagen.:confused:
    Sieht man ja heute schon überwiegend Geländewagen. auf diesen kaputten Straßen.:D

    Wir brauchen eben neue Lösungen und diese 20 % müssen für mehr freizeit etwas einkommen einbüßen sind aber auch durch das Bürgergeld abgesichert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2008
  6. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    In der Wirtschaft werden hauptsächlich Leute gesucht, die A) gut qualifiziert sind und B) diese Qualifizierung auch schon unter Beweis gestellt haben. Deswegen funktioniert das nicht.

    Abgesehen davon arbeite ich ohnehin schon nur rd. 25 Stunden in der Woche ;)
     
  7. satfan

    satfan Senior Member

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Was ist dann wen ich bei Microsoft anrufe und XP freischalten muß. Die können mal 5 Sätze in deutsch und Telekom hat auch solche im Callcenter.
     
  8. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Mir stellt sich die Frage nicht! Mir gefällt diese Knappheit! [​IMG]
     
  9. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Leider gibt es immer weniger Arbeit für gering qualifizierte Menschen.

    Und wenn ich mir so anschaue, was für qualitativer "Sondermüll" von den Schulen mittlerweile so abgeht, verstehe ich die Welt erst Recht nicht. Es ist erschreckend, wie viele Jugendliche noch nicht einmal den Hauptschulabschluss schaffen. Da wächst eine gewaltige "Generation Sozialhilfe" heran.

    Die "alten" Arbeitslosen, die die hochgesteckten Qualifikationen heutiger Berufe nicht mehr erfüllen und leider oft auch nicht erfüllen wollen, sind ja schon ein Problem für sich. Aber dass man sich noch mehr solcher Problemfälle heranzüchtet, will mir einfach nicht in den Kopf.

    Ob man sowas mit dem Geldhahn regeln kann, weiß ich nicht. So nach dem Motto: Keine Stütze für Jugendliche ohne Abschluss! Könnte gewaltig nach hinten losgehen. Aber wie kann man diese faulen Eier sonst dazu bewegen, ihre Gesäßteile zu bewegen? Vielleicht sollte man jugendlichen Schulabbrechern einfach ein rigotoses Handy- und Fernsehverbot erteilen. ;)

    Gag
     
  10. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    AW: Produktivität und Verteilung der Arbeit

    Der Ansatz Punkt sind die Eltern! Wenn man die Eltern dazubringt ihre Kinder gescheit zu erziehen lösen sich auch die Folgeprobleme! Leider gibt es aber viele Elternhäuser die sich überhaupt nicht mehr um die Erziehung ihrer Göhren kümmern. Und wenn die "Kleinen" nie gescheite Werte und Normen vermittelt kriegen und auch von Zuhause die Sozialhilfe und Hartz als "normal" vermittelt bekommen kann ja auch nix besseres aus ihnen werden. Glaube das ist dann ja nichtmal die Hauptschuld der Jugendlichen das sie so werden wie sie sind.
     

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