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Probleme mit Kabelempfang

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von EagleEye0183, 29. Dezember 2007.

  1. EagleEye0183

    EagleEye0183 Neuling

    Registriert seit:
    29. Dezember 2007
    Beiträge:
    10
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    Hi, ich bin Kabel BW nutzer und habe einen neuen Digital Receiver bekommen. Wohne in einem 3 stöckigen Haus, im Dachgeschoss wohnen meine Kinder (Sohn und Tochter), im Obergeschoss meine Mutter, im EG ich. Jetzt wollte ich im EG und OG den Receiver ausprobieren, aber er empfängt nicht alle Programme. RTL, Pro 7, RTL II usw. fehlen. ARD, ZDF, MDR, WDR empfange ich. Wenn ihn jetzt aber Im Dachgeschoss anschliesse empfange ich diese Programme und es funktioniert alles super. Es geht die Leitung im Keller ins Haus rein, dann auf den Verstärker (Kathrein 20 dB 4-862Mhz), geht dann wieder hoch in das Dachgeschoss (weil da früher die Antenne war) und verteilt (über Verteiler 9dB) sich dann einmal zum Sohn, zur Tochter und als Hauptleitung runter ins Obergeschoss zur Mutter (1x ESD44 Dose), dann zu mir (1x ESD 44 nicht in Gebrauch, 1x ESD 44 nicht in Gebrauch, 1x ESD 44 nicht in Gebrauch und dann auch wieder auf eine ESD 44 Dose, an der der TV hängt, geht dann weiter runter in den Keller (1x ESD 44 Dose in Gebrauch) und dann wieder hoch zu mir ins EG ins Schlafzimmer. Verstärker ist neu Anschlussdosen und Kabel sind z.T. alt (max. 20 Jahr alt). Kann mir jemand weiter helfen, wäre sehr froh und dankbar für jeden Rat!!!

    MfG Eagle
     
  2. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Naja, so wie es nach einem oberflächlichen Blick aussieht, stimmt der Pegel nicht wirklich. Vermutlich läuft der Verstärker auch schon "volles Rohr", oder ?
    Was mich "stört", ist der 9dB-Verteiler auf dem Dachboden. Gehe ich recht in der Annahme, daß für Sohn und Tochter je eine eigene Leitung im DG existiert mit je eigener Dose ? Beide Leitungen gehen auf den 9dB-Verteiler ? An diesem 4fach VT werden nur drei der vier möglichen Ausgänge genutzt ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dezember 2007
  3. EagleEye0183

    EagleEye0183 Neuling

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    10
    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Hi, ja, es ist ein 4-fach Verteiler. Eine Leitung geht zum Sohn, die andere zur Tochter und die letzte als "Hauptstrang" nach unten. Der Verstärker läuft fast auf anschlag, ja. Aber wenn ich nen neuen hole (40dB), dann müsste doch oben nichts mehr gehen, oder? Die haben doch dann einen zu hohen Pegel?
     
  4. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    9.064
    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Naja, mit ein bissel Glück kriegst Du das auch ohne neuen Verstärker besser hin. Der 4fach VT "raubt" Dir 8-9 dB, die Du auf "dem Weg nach unten" gut brauchen kannst. Aus diesem Grunde tauschst Du ihn gegen zwei hintereinander geschaltete 1fach Abzweiger 8 dB (TAP 1/8), z.B. sowas.

    Die beiden unteren Anschlüsse markieren den nahezu unbedämpften Durchgang, auf dem Du das Signal durchschleifst. Der obere Anschluß ist der mit 8 dB bedämpfte Abzweig. Schaltest Du zwei davon wie erwähnt hintereinander, hast Du auf diese Weise zwei bedämpfte Abzweige für Sohn und Tochter mit nahezu identischer Dämpfung wie derzeit über den 4fach VT. Für sie ändert sich also nichts. Auf der durchgeschleiften Signalführung aber hast Du nun ganz plötzlich 9 dB mehr als bisher (auf dem Weg zu OG und EG). 9 dB mehr ist immerhin eine ganze Menge und könnte Dir ggf. den eigentlich zu empfehlenden 30 dB HAV ersparen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2007
  5. EagleEye0183

    EagleEye0183 Neuling

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    10
    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Hey, tausend dank erstmal für deine kompetente und schnelle Beratung:love:. Bin jetzt leider nicht so der Freak, habe mir jetzt auch eine schöne zeichnung zurecht gelegt, aber die kann ich schlecht hier reinstellen. Ich versuche es mal zu beschreiben, ob ich das auch richtig verstanden habe. Also, ich kaufe 2 Verteiler; unten geht ein kabel rein und das andere wieder raus auf den eingang des anderen verteilers; der Ausgang dieses 2. verteilers ist dann der ungedämpfte, der dann runter geht in EG und OG usw. An den jeweiligen Ausgänge oben am Verteiler schließe ich die kabel der Kinder an, also diese sind dann gedämpft. Richtig? Wie sieht es denn mit den vielen dosen im Hauptstrang aus, die haben doch auch alle eine Dämpfung von 14dB, oder? Wenn ich das alles durchrechne, habe ich an der Dose im Wohnzimmer 5dB, was aber logischerweise auch nicht sein kann, denn sonst hätte ich ja gar kein bild. Wie rechne ich jetzt so eine anlage durch? Wenn ich sie/dich jetzt richtig verstehe, bin ich jetzt um ein paar dB ausserhalb dem was es sein sollte richtig? Man he, da musst ja den Doktor :eek: haben für des Zeug :-D.
     
  6. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
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    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Wir müssen bei den Tatsachen bleiben. Was ich Dir empfohlen habe, sind keine Verteiler, sondern Abzweiger. Der Unterschied ist der, daß ein Verteiler immer gleichbedämpfte Ausgänge hat, ein Abzweiger nicht. Er hat immer mindestens einen (nahezu) unbedämpften Ausgang.
    Du bist im Begriff, es gleich "richtig" machen zu wollen und die Verteilung durchrechnen zu wollen. Das ist gut so. Als Rechengrundlage geht man einfachweise von 65 dB am Hausübergabepunkt aus. Das entspräche einem durchschnittlichen Normsignal und ist gleichzeitig derjenige Wert, den wir an jeder Dose möglichst haben wollen.
    Ich hab das mal grob durchgerechnet, die 9 dB gewonnenes Signal reichen gerade aus, um den Minimalanforderungen entsprechen zu können. Ich mach Dir noch eine Zeichnung. Im OG, der genutzten ESD44 im EG und im Keller dürfte das im Rahmen des Normpegels realisierbar sein. Eng am Limit dürfte es im Schlafzimmer werden.

    [​IMG]

    Wenn Du das bis hier austauschst, machst Du garantiert keinen Fehler. Dennoch ist Dein 20 dB HAV eigentlich etwas unterdimensioniert. Dir täten insgesamt 4-5 dB mehr auf der Leitung ganz gut. Die bekämest Du dann erst mit ´nem 30 dB Verstärker. Schau Dir nach der Schaltungsänderung insbesondere das Schlafzimmer an. Ist das Signal dort eher dürftig, also verrauscht, weißt Du, wie Du das ändern kannst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2007
  7. EagleEye0183

    EagleEye0183 Neuling

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Hey, du bist echt spitze, vielen Dank, werd mich mal an die Arbeit machen, habe nur noch eine Frage: Du hast dir das mal ausgerechnet, aber nach meiner Rechnung komm ich im Wohnzimmer auf 5 dB, ich zieh nämlich an jeder Dose 14dB a, stimmt das, oder wie rechnest du das?

    Grüssle
     
  8. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Probleme mit Kabelempfang

    theoretischer Empfangspegel am HÜP = 65 dB
    zzgl. max. Verstärkung des HAV = +20 dB
    ergibt = 85 dB

    minus Dämpfung an den Abzweigern = -8 dB
    Pegel vor den Dosen (Sohn+Tochter)= 77 dB
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel bei Tochter+Sohn = 62 dB

    Pegel vor ESD44 im OG = 85 dB, da am Abzweiger unbedämpft
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel im OG = 70 dB

    Pegel vor 1. ungenutzter ESD44 im EG = 84 dB (Durchgang im OG= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 1. ESD = 69 dB

    Pegel vor 2. ungenutzter ESD44 im EG = 83 dB (Durchgang 1. ESD= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 2. ESD = 68 dB

    Pegel vor 3. ungenutzter ESD44 im EG = 82 dB (Durchgang 2.ESD= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 3. ESD = 67 dB

    Pegel vor genutzter ESD44 im EG = 81 dB (Durchgang 3.ESD= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 4. ESD = 66 dB

    Pegel vor genutzter ESD44 im Keller = 80 dB (Durchgang 4.ESD= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 5. ESD = 65 dB

    Pegel vor genutzter ESD44 im SZ = 79 dB (Durchgang im Keller= -1 dB)
    minus ihre Anschlußdämpfung = -15 dB
    Ausgangspegel 6. ESD = 64 dB

    Das ist natürlich eine sehr grobschlächtige Rechnung, weil sie die Dämpfungen der Kabelstücken vernachlässigt und von einem linearen Pegel ausgeht. Es ist ein wirklich linearer Pegel am HÜP weder gefordert noch zu erwarten. Der Pegel am HÜP wird mit 65 dB vermutet, ebenso gut kann er aber auch bei 60 dB liegen. Wäre dies der Fall, reduzierte sich alles um 5 dB. Für den vorhandenen Verstärker bleiben keine (Aussteuerungs-)Spielräume, deshalb ist der eigentlich unterdimensioniert. Ob die kleine Schaltungsänderung bereits ausreicht, erfordert den praktischen Test, eine Empfangsverbesserung ist sicher. Derzeit musst Du beginnend ab dem OG mindestens 8 dB abziehen. Das würde dann Deine Empfangsergebnisse erklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2007
  9. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Probleme mit Kabelempfang

    @schüsselmann,

    warum bringst Du bei den beiden ersten Anschlüssen (Sohn u. Tochter) in der Wirkung je 2 Abzweiger - 1fach Abzweiger u. Abzweiger in der ESD 44 - zur Anwendung?
    Soweit ich dies bisher gelesen habe, erfolgt hinter einem Abzweiger der Einsatz einer Einzelanschluß-/ Stichleitungsdose wie ESD 84? Hier erfolgt doch eine unnötige Pegelabsenkung von 22 bzw. 24 dB (Tochter).
    Bei Verwendung der ESD 84 erhöht sich der nutzbare Pegel um ca. 10 dB oder verwechsel ich hier etwas?

    Mit dem Einsatz der beiden Abzweiger (8 dB Abzweigdämpfung) reduziert sich der Pegel um je ca. 2 dB, so dass nach meiner Rechnung an der ersten ESD 44 nicht 70dB, sondern 64dB und dann bei den weiteren Dosen entsprechend weniger.
    Da die Kabel selbst nicht berücksichtigt wurden, liegt folglich der Pegel sicher noch etwas niedriger.

    Der Falke
     
  10. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
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    AW: Probleme mit Kabelempfang

    Ich habe nicht empfohlen, für Tochter und Sohn eine ESD44 zu verwenden, sondern bin davon ausgegangen, daß sie verwendet wird. Die beiden 1fach-Abzweiger dienen lediglich dazu, mehr Pegel auf die abgehende Leitung zum OG zu bekommen, ohne daß sich für Sohn und Tochter marginal etwas ändert und sofort ein 30 dB HAV her muß. Tochter und Sohn müssen auch zukünftig (mit größerem HAV) über einen Abzweiger versorgt werden, da das Verteilnetz klassisch asymmetrisch ist. Ich hab es ja mehrfach angeführt, daß der HAV unterdimensioniert ist und die Rechnung eine grobschlächtige ist. Es kann auch gar nicht anders sein, denn den real am HÜP anliegenden Pegel kennt ja hier auch niemand.

    @Der Falke

    Was die reine Pegelrechnung betrifft, hättest Du mit der empfohlenen ESD84 hinterm Abzweiger Recht, aber: reicht der Austausch des 4fach VT nicht aus, um ein an allen Dosen befriedigendes Empfangsergebnis zu erzielen, muß wohl oder übel der 30 dB HAV her, damit mehr Saft auf die Leitung kommt. Dann aber kann sich für Tochter und Sohn eine Dose mit höherer Anschlußdämpfung bezahlt machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2007

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