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[Presse] Premiere-Abschaltung im Herbst nicht ausgeschlossen

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von Voodooman, 1. März 2002.

  1. Voodooman

    Voodooman Neuling

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    30. Januar 2002
    Beiträge:
    2
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    Mars
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    Quelle: dpa

    (Donnerstag 14. Februar 2002, 21:37 Uhr )

    Kirch-Krise: Experten halten auch ein Aus für 'Premiere World' für möglich

    FRANKFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mit der Schuldenkrise der Kirch-Gruppe entscheidet sich voraussichtlich auch das Schicksal von Premiere World. Medien- und Bankexperten erwarten, dass der defizitäre Bezahlfernsehsender bald einen neuen Großinvestor bekommt oder spätestens im Herbst abgeschaltet wird. "Ob die Krise gelöst wird und wie die Kirch-Gruppe danach aussieht, ist derzeit aber noch reine Spekulation", sagte ein Analyst einer an den Verhandlungen beteiligten Bank der Wirtschaftsnachrichtenagentur ANZEIGE

    dpa-AFX am Donnerstag.
    "Die Schlüsselfigur für die Zukunft von Premiere ist derzeit der Medienunternehmer Rupert Murdoch", sagte ein Analyst in München. Murdoch ist über den britischen PayTV-Sender BSkyB mit über 22 Prozent an dem kränkelnden Abofernsehen beteiligt. Murdoch kann diese Anteile im Oktober zurückgeben und von Kirch dafür etwa 1,3 Milliarden Euro verlangen.

    WELCHE SICHERHEIT HAT MURDOCH?

    "Eine der wesentlichen Fragen für die Kirch-Gruppe wird es sein, wie diese milliardenschwere Forderung besichert ist", sagte ein Börsianer. Er gehe davon aus, dass sich Murdoch mit Werten im Bereich der KirchHolding, "auf keinen Fall aber bei Premiere selbst bedienen kann".

    "Es ist derzeitig schwer vorstellbar, wie Kirch diese Forderung im Herbst begleichen will", sagte der Analyst.

    LÖSUNG FÜR PREMIERE: INVESTOR ODER INSOLVENZ

    "Die Lösung für das Bezahlfernsehen kann nur heißen: Investor oder Insolvenz", sagte er. Die Zahl der Abonnenten sei in den vergangenen Jahren kaum gewachsen. Dazu kämen technische Probleme bei dem für den Empfang notwendigen Decoder und zu teuer eingekaufte Filmrechte.

    Nachdem Murdoch offiziell als Investor abgewunken habe, "dürfte zumindest der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media wieder mit im Boot sein", hieß es. Für Liberty, die auch in Deutschland mit Kabelnetzen Geld verdienen wollen, seien die Premiere-Inhalte ideal: "Das Kabel muss mit attraktiven Inhalten wie zum Beispiel den Fußball Bundesliga Rechten gefüllt werden". Einen Antrag beim Bundeskartellamt hatte Liberty erst Ende Januar zurückgezogen. "Das heißt allerdings nicht viel", sagte der Börsianer.

    Die Zukunft von Premiere World kann auch politische Folgen haben. "Vor den Bundestagswahlen im Herbst wäre ein Stopp der Fußball-Live-Berichterstattung bestimmt medienwirksam", sagte ein anderer Analyst. "Die Filmverträge könnten dann zwar neu ausgehandelt werden und für einen Investor wäre dies dann die preiswerteste Lösung. Dies zahlt dann aber wahrscheinlich der Steuerzahler, denn einen Wahlherbst ohne Bundesligafußball kann ich mir nicht vorstellen."
     
  2. arno

    arno Gold Member

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