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Premiere, Free-Tv und die Fussballrechte

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von abraxas71, 28. Juni 2005.

  1. abraxas71

    abraxas71 Junior Member

    Registriert seit:
    15. Juni 2005
    Beiträge:
    116
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    Bad Oldesloe
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    Hi!

    Ich habe heute eine doch recht intereessante Pressemitteilung gelesen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Eure Meinung dazu würde mich mal interessieren... Nach dieser PM leben wir ja in Deutschland fussballtechnisch in einem Schlaraffenland...:D


    Hier der Text:

    Bundesliga erwartet Erholung ihrer Finanzlage


    Vereine prognostizieren positive wirtschaftliche Entwicklung / weiterhin zu wenig Eigenkapital / Bundesliga droht bei TV-Einnahmen international Anschluss zu verlieren

    Frankfurt, 27. Juni 2005 - Die Vereine der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga gehen davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Lage dank steigender Einnahmen und sinkender Ausgaben in den kommenden Jahren verbessern wird. Dabei wird der neue TV-Vertrag für die Saison 2006/2007 den deutschen Spitzenklubs allerdings nur begrenzte Aussichten auf deutlich höhere Einnahmen bieten. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young. Die Studie basiert auf einer Befragung von Managern der Klubs der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga.

    Deutschlands Fußballmanager schätzen die derzeitige Situation der Branche deutlich positiver ein als noch im letzten Jahr. 65 Prozent bezeichnen die derzeitige wirtschaftliche Lage als gut oder eher gut – im Vorjahr hatten nur 48 Prozent ein positives Urteil gefällt. Zwei Drittel der Befragten erwarten für die Saison 2004/2005 ein positives finanzielles Ergebnis. Die Mehrheit der Klubmanager (53 Prozent) geht zudem von steigenden Einnahmen in der kommenden Saison aus. Die Hoffnungen liegen dabei vor allem im Bereich des Sponsoring: 64 Prozent der Befragten erwarten, dass die Einnahmen aus dem Sponsoring steigen werden.

    Die Ausgaben der Klubs sollen vor allem kurzfristig zurückgefahren werden. Insbesondere die Kosten für Personal und Transfers stehen verstärkt auf dem Prüfstand und versprechen aus Sicht der Klubs das größte Sparpotenzial. Anhaltend spendabel zeigen sich die Manager hingegen bei den Ausgaben für die Nachwuchsförderung: 71 Prozent wollen die Ausgaben für die Nachwuchsförderung steigern.

    Die bevorstehende Weltmeisterschaft hat nach Meinung der Klubmanager positiven Einfluss auf das Image der Bundesliga und damit auch auf die wirtschaftliche Lage der Klubs. Diese positiven Einflüsse überkompensieren zudem nach Meinung der Klubmanager ganz deutlich die negativen Einflüsse durch den Schiedsrichterskandal. „Damit spiegelt die diesjährige Umfrage eine deutlich positivere Stimmungslage wider als im letzten Jahr“, so Stefan Pfeiffer, Leiter der Sport-Unit SCORE bei Ernst & Young.


    Eigenkapitalsituation unzureichend – Finanzierungsalternativen halten Einzug

    Die meisten Klubs sind nach wie vor nur unzureichend mit Eigenkapital ausgestattet – rechnet man Bayern München und Borussia Dortmund aus dem Bundesliga-Durchschnitt von 11,3 Millionen Euro (Stichtag 30.06.2004) heraus, verbleibt für die übrigen Klubs nur ein negativer Wert. Jedoch schlummern in den Bilanzen der Fußballunternehmen erhebliche immaterielle Werte wie Spielervermögen und Marken. „Diese immateriellen Werte sind in der Außendarstellung vieler Klubs allerdings kaum transparent. Zu viele Klubs haben Schwierigkeiten, die Höhe dieser Werte für mögliche Partner oder Investoren zu bestimmen“, so Pfeiffer.

    Die Bankverbindlichkeiten der Bundesligaklubs sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Alternative Finanzierungsformen hingegen sind im deutschen Fußball auf dem Vormarsch. Einige deutsche Fußballunternehmen haben in der vergangenen Saison zu Finanzierungsalternativen wie Anleihen und Genussrechten gegriffen.


    TV-Einnahmen: Bundesliga international abgeschlagen

    Die Bundesliga nimmt wesentlich weniger aus der Vermarktung der TV-Verwertungsrechte ein als die anderen großen europäischen Ligen – international droht sie daher finanziell ins Hintertreffen zu geraten. In der kommenden Saison werden den Bundesligaklubs insgesamt rund 295 Millionen Euro aus TV-Einnahmen zufließen. Zum Vergleich: Die Premier League in England kann Einnahmen in Höhe von 710 Millionen verzeichnen, die italienischen und französischen Vertreter der höchsten Spielklasse erhalten jeweils 550 Millionen Euro. Hauptgrund für die relativ niedrigen TV-Einahmen der Bundesliga ist die bislang geringe Marktdurchdringung des Pay-TV in Deutschland. Die Möglichkeit, Zusammenfassungen der Bundesligaspiele sehr zeitnah im Free-TV zu sehen, verringert zudem die Attraktivität des einzigen Pay-TV-Senders Premiere. „Signifikante Einnahmensteigerungen der Klubs ab 01.07.2006 werden allerdings nur über das Pay-TV möglich sein“, so Arnd Hovemann von Ernst & Young SCORE. „Die deutschen Fernsehzuschauer werden ihre Fernsehgewohnheiten ändern müssen. Noch lebt der deutsche Fernsehzuschauer, was das Programmangebot, den zusammenhängenden Spieltag und auch die zeitnahe Berichterstattung im Free-TV angeht, in paradiesischen Zuständen – das wird sich ändern.“ Dies sei auch dringend geboten: „Der Fußballfan wird aber über eine Qualitätssicherung bzw. -steigerung im deutschen Fußball entschädigt werden. Andernfalls verlieren die deutschen Vereine finanziell den Anschluss“, so Hovemann.


    Begrenzte Potenziale für deutsche Spitzenklubs

    Selbst wenn der ab der Saison 2006/2007 gültige TV-Vertrag eine deutliche Einnahmensteigerung mit sich bringen sollte: Aufgrund des spezifischen Verteilungsschlüssels werden die Einnahmen deutscher Spitzenklubs – realistisch betrachtet – nicht an die Einnahmen anderer Spitzenvereine der europäischen Top-Ligen heranreichen können. Falls beispielsweise Juventus Turin in der kommenden Saison wieder italienischer Meister wird, kassiert der Verein ca. 111 Millionen Euro aus TV-Einnahmen. Der englische Landesmeister erhält ungefähr 48 Millionen Euro und der französische Meister immerhin rund 32 Millionen Euro und damit das Doppelte der Einnahmen des deutschen Meisters (ca. 16 Millionen Euro). Damit der deutsche Meister ab 2006/2007 die gleiche Summe erhält wie der französische, müssten sich die TV-Einnahmen der Bundesliga auf rund 600 Mio. Euro verdoppeln. Um mit dem englischen Meister gleichzuziehen, müssten sogar 900 Mio. Euro erzielt werden. Vollkommen unerreichbar seien die – dezentral vermarkteten – italienischen und spanischen Spitzenklubs, so Hovemann. „Die Bundesliga muss sich entscheiden, ob sie am Solidaritätsprinzip festhalten oder die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Spitzenklubs auf europäischer Bühne über eine Änderung des Verteilungsschlüssels erhalten will. Beides gleichzeitig ist kaum möglich.“


    Moderne Vergütungssysteme auch für Fußballprofis geeignet

    Die Mehrheit der befragten Klubmanager (53 Prozent) sind der Meinung, dass der flexible Anteil an den Spielergehältern zukünftig steigen muss. Eine verstärkte Variabilisierung der Spielergehälter kann helfen, die Ausgabenseite der Klubs besser in den Griff zu bekommen. Die Personalaufwendungen sollten mit dem sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg des Fußballunternehmens „atmen“. Innovative Ideen aus modernen Vergütungssystemen, die bei Führungskräften in „herkömmlichen“ Wirtschaftsunternehmen angewandt werden, können auch auf den Profifußball übertragen werden.


    Quelle:
    http://www.ey.com/Global/content.nsf/Germany/Presse_-_Pressemitteilungen_2005_-_Fussballstudie
     
  2. Berliner

    Berliner Lexikon

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  3. abraxas71

    abraxas71 Junior Member

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  4. Bentegodi

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    AW: Premiere, Free-Tv und die Fussballrechte

    Ich hab da mal ne Verständnisfrage???

    England kassiert 710 Mio Euro und der Meister kassiert davon 48 Mio Euro - das sind 6,76 %!

    In Deutschland ist das Verhältnis 295 zu 16 - bedeutet 5,42 %!

    Der Italienische Meister dagegen kassiert 111 von 550 Mio - macht 20,18 %!

    Das ist ja der Hammer!!! :eek:

    1/5 der gesamten Erlöse bekommt der Scudetto-Gewinner, daneben gibt es doch auch noch Vereine wie AC Mailand, Inter Mailiand und AS Rom!
    Was bekommt den dann der Rest der Vereine der Serie A?

    Ich habe irgendwo mal gelesen das die großen Vereine in Italien eigene Verträge mit TV-Anstalten haben und somit das grosse Geld kassieren können!

    Was verdient den dann der letzte der Serie A und wie ist das Verhältnis zu Deutschland bzw. England? :confused:

    Wer genaueres weiss - ich würde mich über Infos freuen!!! :D
     
  5. Thomas5

    Thomas5 Guest

    AW: Premiere, Free-Tv und die Fussballrechte

    Vielleicht liegt das ja auch daran, dass man mittlerweile sportlich ins Hintertreffen geraten ist (siehe letzte CL). Wenn sie so gut spielen wie in anderen europäischen Ländern, dann können sie auch entsprechende Preise verlangen.
     
  6. LukeSpencer

    LukeSpencer Guest

    AW: Premiere, Free-Tv und die Fussballrechte

    Übrigens: "große" und "Fußball" wird nach wie vor mit"ß" geschrieben...
    Vielen ist das leider immer noch nicht klar..:winken:
     
  7. Thomas_H

    Thomas_H Silber Member

    Registriert seit:
    10. Juni 2005
    Beiträge:
    516
    AW: Premiere, Free-Tv und die Fussballrechte

    ...und "weiß" auch!
     

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