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Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von starlight, 14. Februar 2006.

  1. starlight

    starlight Silber Member

    Registriert seit:
    22. April 2005
    Beiträge:
    677
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    Jahresabschluss 2005: Premiere steigert EBITDA um 73,5 Prozent auf 137,5 Mio EUR und erzielt Nettogewinn von 48,7 Mio EUR

    Schwarze Zahlen unter dem Strich:
    Ergebnissprung von minus 80,6 Mio EUR auf plus 48,7 Mio EUR / Ergebnis pro Aktie von minus 1,53 EUR auf plus 0,61 EUR verbessert / EBITDA wächst um 73,5 Prozent auf 137,5 Mio EUR / Gesamtumsatz steigt um 9,1 Prozent auf 1.074,5 Mio EUR / Umsatz im Kerngeschäft legt um 14,2 Prozent auf 1.004,9 Mio EUR zu / Zahl der Abonnenten steigt um 319.282 auf 3,57 Millionen


    Premiere hat mit dem Jahresabschluss 2005 gute Ergebnisse vorgelegt. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 73,5 Prozent auf 137,5 Mio EUR (2004: 79,3 Mio EUR). Auch nach Abschreibungen konnte Premiere das Ergebnis substanziell verbessern: Das Unternehmen erzielte ein EBIT von 55,9 Mio EUR (-2,7 Mio EUR). Zum ersten Mal meldet Premiere für ein volles Geschäftsjahr ein positives Nettoergebnis: Nach einem Nettoverlust von 80,6 Mio EUR im Vorjahr erzielte Premiere 2005 unter dem Strich einen Gewinn von 48,7 Mio EUR – eine Verbesserung um 129,3 Mio EUR. Das Ergebnis pro Aktie stieg von minus 1,53 EUR auf plus 0,61 EUR.

    Bei Umsatz und Abonnenten hat Premiere deutlich zugelegt. Der Umsatz im Kerngeschäft mit Programm-Abonnements, Pay-per-View und Werbung stieg um 124,9 Mio EUR auf 1.004,9 Mio EUR (2004: 880,0 Mio EUR) – ein Wachstum von 14,2 Prozent. Den Gesamtumsatz konnte Premiere um 9,1 Prozent (89,7 Mio EUR) auf 1.074,5 Mio EUR (984,8 Mio EUR) steigern. Damit wuchs das Unternehmen schneller als im Vorjahr. 2004 hatte Premiere ein Umsatzwachstum von 7,2 Prozent (66,2 Mio EUR) verzeichnet. Trotz dynamischem Umsatzwachstum haben sich die operativen Kosten nur leicht um 3,5 Prozent auf 937,0 Mio EUR (905,5 Mio EUR) erhöht. Im Gesamtjahr 2005 verzeichnete Premiere ein Plus von 319.282 Abonnenten und zählte zum Stichtag 31. Dezember 3.566.454 Kunden (3.247.172) – das entspricht einer Steigerung von 9,8 Prozent.

    Dr. Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG: „Premiere kann mit dem Jahresabschluss 2005 ein gutes Ergebnis vorlegen. Der Umsatz ist stärker gewachsen als im Vorjahr. Mit einer Wachstumsrate von 9,1 Prozent liegen wir weiterhin klar über dem Durchschnitt der deutschen Medienindustrie. Bei der Profitabilität haben wir einen kräftigen Sprung nach vorne geschafft. Erstmals hat Premiere ein positives Ergebnis pro Aktie erzielt, das mit 61 Eurocent auf Anhieb signifikant ausfällt. Auch die Steigerung des EBITDA um 73 Prozent und die Zahl von 3,57 Millionen Abonnenten zum Jahresende 2005 betrachten wir als Erfolg. Insgesamt ist Premiere für den künftigen Wettbewerb im Fernsehmarkt solide und flexibel positioniert.“

    Kerngeschäft wächst um 14,2 Prozent auf 1.004,9 Mio EUR:
    • Umsatz aus Programm-Abos steigt um 100,8 Mio EUR auf 917,7 Mio EUR
    • Pay-per-View-Erlöse bei 27,9 Mio EUR
    • Bereich Werbung legt um 25,4 Mio EUR auf 59,4 Mio EUR zu


    Im Kerngeschäft mit Programm-Abonnements, Pay-per-View und Werbung ist Premiere überdurchschnittlich gewachsen. Der Umsatz im Kerngeschäft kletterte im Vergleich zum Vorjahr (880,0 Mio EUR) um 124,9 Mio EUR auf 1.004,9 Mio EUR – das entspricht einer Steigerung von 14,2 Prozent.
    Getragen vom anhaltenden Wachstum der Abonnentenzahlen stiegen die Erlöse aus Programm-Abonnements um 12,3 Prozent auf 917,7 Mio EUR (2004: 816,9 Mio EUR). Die Kündigungsquote ging leicht von 13,6 Prozent auf 13,5 Prozent zurück. Die Pay-per-View-Erlöse blieben im Jahr 2005 mit 27,9 Mio EUR auf nahezu unverändertem Niveau (29,1 Mio EUR). Die Umsätze im Bereich Werbung stiegen 2005 um 74,8 Prozent auf 59,4 Mio EUR (34,0 Mio EUR). Für das erfreuliche Wachstum sorgten in erster Linie steigende Erlöse aus TV-Werbung und Direktmarketing sowie Vermarktungsprovisionen für BLUE MOVIE. Seit der Übernahme des Erotik-Telemediendienstes BLUE MOVIE durch die erotic media ag im September 2005 partizipiert Premiere über ein differenziertes Vermarktungs- und Provisionsmodell am Vollerotikgeschäft.

    In den Bereichen Hardware und Technik, die nicht zum Kerngeschäft zählen, waren die Umsätze plangemäß weiter rückläufig. Die Einnahmen aus der Vermietung und dem Verkauf von Receivern sanken auf 53,3 Mio EUR (77,3 Mio EUR), die sonstigen Umsatzerlöse fielen auf 16,3 Mio EUR (27,5 Mio EUR).
    Gesunde Kostenstruktur

    Die operativen Kosten sind 2005 trotz des prozentual zweistelligen Wachstums im Kerngeschäft nur leicht um 3,5 Prozent auf 937,0 Mio EUR (905,5 Mio EUR) gestiegen.

    Die Programmkosten erhöhten sich um 47,0 Mio EUR auf 558,0 Mio EUR (510,9 Mio EUR), insbesondere aufgrund der im letzten Jahr neu abgeschlossenen Verträge mit den Fußball-Ligen in Deutschland und Österreich und infolge höherer Kosten für die Ausstrahlung der UEFA Champions League. Die Einstellung der eigenen Programmzeitschrift, die Optimierung von Prozessen in der Abonnentenbetreuung und Einsparungen in den Bereichen Übertragung und Receiver kompensierten den Zuwachs der Programmkosten zum größten Teil.

    Die Marketing- und Vertriebskosten nahmen um 7,9 Prozent auf 149,9 Mio EUR (138,9 Mio EUR) zu. Die Gewinnungskosten pro Neuabonnent stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um 4,7 Prozent auf 192 EUR (184 EUR). Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit 68,0 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von 75,7 Mio EUR.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 13,1 Mio EUR auf 43,1 Mio EUR (56,1 Mio EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 5,0 Mio EUR (6,0 Mio EUR).
    Die operativen Abschreibungen lagen bei 33,3 Mio EUR (33,7 Mio EUR), die planmäßigen Abschreibungen auf den Abonnentenstamm wie im Vorjahr bei 48,3 Mio EUR.

    Bilanzbild substanziell verbessert:
    • Eigenkapitalquote steigt von 32,3 auf 58,3 Prozent
    • Alle Altkredite abgelöst
    • Netto-Finanzverbindlichkeiten von 370,2 Mio EUR auf 105,8 Mio EUR reduziert


    Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Jahresende 2004 um 5,5 Prozent auf 1.369,6 Mio EUR (31.12.2004: 1.298,8 Mio EUR). Premiere konnte durch den erfolgreichen Börsengang, die neue Finanzierungsstruktur und das gute Nettoergebnis das Bilanzbild substanziell verbessern. Der deutliche Anstieg des Eigenkapitals um 379,2 Mio EUR auf 798,1 Mio EUR (418,9 Mio EUR) resultierte vor allem aus der im Rahmen des Börsengangs vorgenommenen Kapitalerhöhung. Zudem stärkte das positive Konzernergebnis in Höhe von 48,7 Mio EUR die Eigenkapitalbasis. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 31.12.2005 58,3 Prozent (32,3 Prozent). Mit dem Börsengang erfolgte eine komplette Neufinanzierung. Die bestehenden Altkredite – der alte Betriebsmittelkredit und die begebenen Anleihen – wurden unter Verwendung der Emissionserlöse und des Mittelzuflusses aus der Inanspruchnahme eines neuen Kredites vollständig zurückgeführt. Als Folge der neuen Finanzierungsstruktur und der Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten sanken die gesamten Finanzverbindlichkeiten um 69,5 Prozent auf 131,4 Mio EUR (431,2 Mio EUR). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 105,8 Mio EUR (370,2 Mio EUR).

    Erfolgreiche Organisationsreform:
    • Outsourcing von operativer IT, Call-Center und Creation Club
    • 1.147 Vollzeit-Mitarbeiter zum 31.12.2005


    Premiere hat 2005 die Konzentration auf das Kerngeschäft konsequent vorangetrieben und durch mehrere erfolgreiche Outsourcingprojekte die unternehmerische Flexibilität erhöht. Zum 1. September 2005 hat Atos Origin, einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Dienstleistungen, die operative IT von Premiere übernommen. Ebenfalls zum 1. September wurden die Tochterunternehmen Premiere Service Center Hamburg GmbH und Telecenter Lübeck GmbH an die walter TeleMedien-Gruppe übertragen. Im Dezember übernahm die Plazamedia GmbH TV & Film Produktion von Premiere vollständig die 100-prozentige Tochtergesellschaft Creation Club. Zum Stichtag 31. Dezember waren bei Premiere 1.147 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt (31.12.2004: 1.595), davon 286 Mitarbeiter im Tochterunternehmen Service Center Schwerin, das als Referenz-Call-Center dient.

    Und jetzt ohne die lästige teure Bundesliga wird alles noch viel besser. Kofler for president. :D
     
  2. NedFlanders

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    sorry Doppelposting
     
  3. NedFlanders

    NedFlanders Platin Member

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Die Analystenschätzungen wurden damit verfehlt.
     
  4. deister7

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Das waren die Schätzungen (Quelle boerse.ard.de)

     
  5. TheGood

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Interessan tist auf den ersten Blick dass Premiere Direkt immer weniger Umsatz macht....
     
  6. TheGood

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Der Ausblick ist auch interessant:

    Ausblick

    Bundesliga: Verhandlungen mit den neuen Rechteinhabern.
    Ergebnisse in den kommenden Wochen zu erwarten.

    UEFA Champions League: Mehr Exklusivität in der Pay-TV
    Verwertung. Neues Free-TV Format „Champions TV“ ab Herbst
    2006. Strategische Kooperation mit dem Deutschen Sport
    Fernsehen (DSF).

    Neue Exklusiv-Programme in den Bereichen Fiction und Sport:
    Top Serien „Rome“, „Desperate Housewives“, „Over There“.
    Mehr internationaler Spitzen-Fußball, neue Sportprodukte in
    Entwicklung.

    Marketing- und Vertriebsschwerpunkte: PREMIERE HD,
    Video-on-Demand-Service PREMIERE DIREKT+,
    Fußball-Weltmeisterschaft 2006.
     
  7. TheGood

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Abonnenten (in 000)
    Anfangsbestand (1. Januar) 3.247,2 2.907,9
    Neuabonnenten 779,6 756,3
    Kündigungen -460,3 -417,0
    Kündigungsrate (per Dezember) 13,5% 13,6%
    Nettozuwachs 319,3 339,3

    Kosten: 2005 2004
    Total Kosten (inkl. Abschreibung) 970,3 939,2
    Programm 558,0 510,9
    Übertragung und Technik 91,1 101,2
    Receiver 72,7 81,6
    Abonnentenbetreuung 68,8 81,1
    Werbung und Vertrieb 149,9 138,9
    Organisation 67,9 75,7
    Andere Erträge/Aufwendungen -38,1 -50,1
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2006
  8. Berliner

    Berliner Lexikon

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Die Einstellung der eigenen Programmzeitschrift, die Optimierung von Prozessen in der Abonnentenbetreuung und Einsparungen in den Bereichen Übertragung und Receiver kompensierten den Zuwachs der Programmkosten zum größten Teil.

    Herrlich :D

    Wenn man die Datenrate jetzt für alle Sender auf 1MBit deckelt, kann man eventuell sogar einen Transponder wieder verkaufen. Mein Vorschlag zur weiteren Sanierung.

    Ansonsten....das war dann wohl die letzte Jubelmeldung für lange Zeit, denn kurz vor Ende des Jahresabschlusses gab es ja bekanntlich den Super-GAU.
     
  9. Lady on a Rooftop

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Bezeichnend, dass bei der Abonnentenbetreuung weiter gespart wird.

    Interessant auch, dass dass die PPV-Erlöse im Vergleich zum Umsatz mit den Programmabos gerade mal 1/33 (ein Dreiunddreißigstel) betragen. Dafür wird dem PPV aber eine Menge Platz auf den Transpondern eingeräumt.
     
  10. Berliner

    Berliner Lexikon

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    AW: Premiere-Bilanz 2005: alles ganz toll super

    Is beim PPV auch der Porno Kram mit drin? Weil ja nicht konkret auf "Premiere direkt" abgestellt wird.
     

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