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Premiere bald pleite ?

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von musicsurfer, 22. Februar 2002.

  1. musicsurfer

    musicsurfer Senior Member

    Registriert seit:
    14. April 2001
    Beiträge:
    348
    Ort:
    Duisburg
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    Analysten: Kirch-PayTV Premiere wird bald das Geld ausgehen

    London (Reuters) - Dem defizitären Bezahlsender Premiere der angeschlagenen Mediengruppe Kirch wird nach Einschätzung von Analysten und Bankern bald das Geld ausgehen.


    Premiere koste die hoch verschuldete Kirch-Gruppe täglich bis zu rund zwei 2,5 Millionen Euro und habe nur noch finanziellen ANZEIGE

    Rückhalt für wenige Monate, hieß es von Finanzexperten am Donnerstag in London. "Wir denken, dass Premiere in den nächsten sieben Monaten das Geld ausgehen könnte, wenn nicht noch etwas nachgeschossen wird", sagte Simon Wallis, Analyst der WestLB. Nach Einschätzung der Analysten ist es beim jetzigen Stand der Dinge aber unwahrscheinlich, dass ein Investor noch Geld in das Projekt stecken wird.


    Die Kirch-Gruppe ist vor allem durch ihren defizitären PayTV-Sender Premiere und den unerwarteten Einbruch des TV-Werbemarktes in finanzielle Schwierigkeiten geraten und verhandelt mit ihren Gläubigerbanken über eine Rettung aus dieser Situation. Kirchs Geschäftsführer Dieter Hahn hatte im Dezember die Verschuldung des Medienkonzerns mit rund sechs Milliarden Euro beziffert. Medienberichten zufolge belaufen sich die Zahlungsverpflichtungen jedoch auf mindestens 13 Milliarden Euro. "Kirchs PayTV ist ein zentraler Punkt für die Restrukturierung der Gruppe. Wenn ich eine Bank wäre, würde ich kein Geld mehr geben, bis es eine Lösung für das Bezahlfernsehen gibt", sagte ein Analyst.


    PREMIERE VERLIERT TÄGLICH MILLIONEN


    Nach Schätzungen der WestLB verliert Premiere täglich zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro, andere Experten schätzen die Verluste sogar auf bis zu 2,5 Millionen Euro. Insgesamt könnten Kirch 725 Millionen Euro in diesem Jahr durch die Finger rinnen. "Premiere hat jedes seiner Ziele in Bezug auf die Kundenzahl verfehlt. Selbst wenn Murdoch das Geschäft übernimmt, ist es fraglich, ob es ein Erfolg werden würde", sagte ein Banker. Kirch-nahen Kreisen zufolge hat Murdoch sein Investment bei Premiere immer als Hebel für einen Einstieg in den deutschen TV-Markt gesehen. Deshalb wolle der Unternehmer die Krise bei Kirch ausnutzen und sein Engagement bei KirchMedia, der Muttergesellschaft der Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media AG, erhöhen.


    MURDOCH WIRD WEITER EIN INTERESSE AN KIRCH NACHGESAGT


    In der Branche rechnen viele nach Einschätzung von Analysten mit einer Aufgabe der Premiere-Geschäfte bei Kirch, was das Geschäft mit seinen 2,4 Millionen Kunden zum Übernahmeobjekt für andere Konzerne machen würde. In der Vergangenheit hatte es Spekulationen über ein Interesse des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch an einem größeren Engagement bei der Kirch-Gruppe gegeben. Murdochs News Corp hält bereits 2,48 Prozent an KirchMedia und über die Tochter BSkyB rund 22 Prozent an Premiere.


    Murdoch wolle bei der Produktions- und Rechtegesellschaft KirchMedia mit einem größeren Paket einsteigen, wogegen sich der Münchener Medienkonzern wehre, hatte es am Mittwoch in Kirch-nahen Kreisen geheißen. Eine Sprecherin von Murdochs Medienkonzern News Corp sagte dagegen, der Unternehmer habe "die feste und endgültige Entscheidung getroffen, keine weiteren Investitionen mehr in die Kirch-Gruppe zu tätigen."


    Im Oktober hat Murdoch die Option, sich aus dem Engagement im deutschen Bezahlfernsehen zurückzuziehen, wofür die Kirch-Gruppe 1,7 Milliarden Euro zahlen müsste. Die Frage ist wohl nun, ob er diese Barzahlung gegen Anteile an Premiere oder KirchMedia eintauschen würde.
     
  2. pepe.quo

    pepe.quo Gold Member

    Registriert seit:
    25. Juni 2001
    Beiträge:
    1.136
    Ort:
    Wangen
    Dazu paßt diese Meldung von t-online News

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    Premiere geht das Geld aus
    Bekannt wurde zudem, dass ein großer Teil der Kredite der Landesbank an die Mediengruppe an den von der Pleite bedrohten Abo-Sender Premiere World ging. Die BayernLB hat dem Pay-TV-Sender offenbar als einzige deutsche Bank einen Kreditrahmen von knapp 770 Mio. Euro gewährt. Premiere macht monatlich Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Dem Sender dürfte nach Ansicht von Analysten in sechs bis sieben Monaten das Geld für den operativen Betrieb ausgehen

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    Gruß
    Pepe

    [ 22. Februar 2002: Beitrag editiert von: pepe.quo ]</p>
     
  3. LarsH

    LarsH Senior Member

    Registriert seit:
    15. Januar 2001
    Beiträge:
    158
    Ort:
    Deutschland
    Hoffentlich wird Premiere durch eine überarbeitete Politik in Sachen Technik (Receiver anderer Hersteller wie Humax, Technisat, Galaxis, Panasonic usw.), Pornographie bei BU-TV, Fussball-WM und einem überarbeiteten Sendekonzept endlich wieder neue Abonnenten bekommen, sonst darf ich mir Ende des Jahres wieder Free-TV reinziehen [​IMG] [​IMG] [​IMG] ...ich glaub dann Verkauf ich meinen Fernseher... [​IMG]

    [ 22. Februar 2002: Beitrag editiert von: LarsH ]</p>
     

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