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Porno-TV ist nur ein "Mediendienst"

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Rich-e, 19. Dezember 2003.

  1. Rich-e

    Rich-e Senior Member

    Registriert seit:
    20. Juli 2001
    Beiträge:
    236
    Ort:
    Luzern
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    "Not" macht wohl erfinderisch. Man/frau beachte das Argument der "fehlenden Breitenwirkung" breites_

    Porno-TV ist nur ein "Mediendienst"

    Im deutschen Fernsehen dürfen künftig auch pornografische Filme gezeigt werden. Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) genehmigte zwei Angebote, die über die Premiere-Plattform verbreitet werden und für Jugendliche nicht zugänglich sein sollen. Zum Empfang werde eine separate Karte benötigt, die nur volljährige Zuschauer kaufen könnten.


    "Mediendienste" umgehen das Verbot

    Nach dem Rundfunkrecht ist die Ausstrahlung von Pornofilmen bei Fernsehsendern zwar verboten. Die geplanten Angebote stellen nach Auffassung der DLM jedoch keinen Rundfunk dar, sondern sind als unbedenklicher "Mediendienst" anzusehen. "Rundfunk setzt Aktualität, Breitenwirkung und Suggestivkraft der Bilder voraus", sagte Joachim Becker, stellvertretender Direktor der Landesanstalt für Privaten Rundfunk in Hessen. Fehle eines dieser Kriterien, handele es sich nicht mehr um Rundfunk. Bei den geplanten Angeboten fehle es an der Breitenwirkung.

    Das geplante Erotik-Angebot Blue Movie der in Österreich ansässigen Telemediendienst GmbH werde ab Anfang 2004 ausgestrahlt, teilte Premiere in München mit. Blue Movie will in Deutschland täglich drei unterschiedliche, 90-minütige pornografische Filme ins Kabelnetz einspeisen. Kunden sollen sich diese per Einzelabruf ansehen können.

    Die DLM kritisierte jedoch, dass der Sexfilm-Anbieter seinen Sitz in Österreich hat. "Es muss ausgeschlossen bleiben, dass das effektive deutsche Jugendschutzrecht über Umwege aus dem Ausland ausgehebelt wird", sagte Wolfgang Thaenert, Vorsitzender der DLM. Eine Premiere-Sprecherin sagte, bei der Telemediendienst GmbH handele es sich um eine 100-prozentige Tochter von Premiere und sie unterliege daher den deutschen Jugendschutzbestimmungen. Außerdem werde zwar in Wien produziert, das Sendestudio befinde sich aber in Deutschland.

    Pornos nur für "geschlossene Benutzergruppen"
    Auch die geplanten Angebote der Firma Erotic media, einem Tochterunternehmen der Beate Uhse AG, wurden als "Mediendienst" eingestuft. Die Firma will zwei Kanäle mit erotischen und auch pornografischen Spielfilmen anbieten. Bei dem Angebot handelt sich laut DLM um ein Pay-per-View-Angebot, das nur Erwachsenen in geschlossenen Benutzergruppen zur Verfügung gestellt wird. Der registrierte, volljährige Kunde kann jeden Film gegen Einzelentgelt abrufen. Durch die Verbreitung über die Premiere-Plattform sei das Angebot auch in nahezu allen Kabelanlagen in Deutschland verfügbar.

    Stand: 18.12.2003 18:44 Uhr
     

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